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Verschmutzungen Malerarbeiten vor Abnahme

24.10.2020 Thema abonnieren
 Von 
michaela75
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 14x hilfreich)
Verschmutzungen Malerarbeiten vor Abnahme

aus verschiedenen Gründen hat sich die Abnahme einer gestrichenen Aussenwand um ein paar Monate verzögert. In der Zwischenzeit wurde die Wand durch Vogeldreck verunreinigt.

Trägt das Risiko vor Abnahme noch der Malerbetrieb? und kann das als Mangel festgestellt werden? oder ist das Pech für den Hauseigentümer und sein Problem?

Danke schon mal für Eure Antworten

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15470 Beiträge, 2319x hilfreich)

Zitat (von michaela75):
Trägt das Risiko vor Abnahme noch der Malerbetrieb?
Nein. Der Handwerker haftet nicht für fremden Vogeldreck--- oder habt ihr das vertraglich vereinbart?
Vermutlich ist die Abnahme schon erfolgt.

Ich meine, das ist Pech und sein Problem.
Es wäre auch Pech und sein Problem, wenn die förmliche Abnahme der Handwerkerleistungen gleich nach Fertigstellung der Malerarbeiten erfolgt wären.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#2
 Von 
michaela75
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 14x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von michaela75):
Trägt das Risiko vor Abnahme noch der Malerbetrieb?
Nein. Der Handwerker haftet nicht für fremden Vogeldreck--- oder habt ihr das vertraglich vereinbart?
Vermutlich ist die Abnahme schon erfolgt.

Ich meine, das ist Pech und sein Problem.
Es wäre auch Pech und sein Problem, wenn die förmliche Abnahme der Handwerkerleistungen gleich nach Fertigstellung der Malerarbeiten erfolgt wären.

vielen Dank für die Antwort - die mich aber trotzdem etwas verwirrt.

Also Abnahme ist nicht erteilt !!
(was wäre wenn die Abnahme erfolgt wär, können wir also vernachlässigen bzw. wäre ja klar)

mit "sein Problem" meinst Du, dass Verschmutzungen (egal von wem) auch vor Abnahme das Problem des Hauseigentümers und nicht des Handwerkers sind :-(

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#3
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15470 Beiträge, 2319x hilfreich)

Zitat (von michaela75):
Also Abnahme ist nicht erteilt !!
Man erteilt keine Abnahme.
Die Abnahme ist schon 12 Tage nach Fertigstellung erfolgt. Es sei denn, die Vertragspartner haben etwas anderes (zur Abnahme) vereinbart.

Zitat (von michaela75):
oder ist das Pech für den Hauseigentümer und sein Problem?
Wenn der Hauseigentümer der Auftraggeber für den Maler war--- dann ist es des Eigentümers Pech und auch sein Problem.

Der Maler ist raus. Der hat mit dem fremden Vogeldreck doch wirklich nichts zu tun. Es könnte auch ein Riesen-Graffiti sein... von fremden Menschen.

Zitat (von michaela75):
meinst Du...
Ja, das meine ich. Es sei denn, es wurde etwas anderes vereinbart.

WAS wurde denn überhaupt vereinbart?

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83317 Beiträge, 34321x hilfreich)

Zitat (von michaela75):
Trägt das Risiko vor Abnahme noch der Malerbetrieb?

Nein.



Zitat (von michaela75):
und kann das als Mangel festgestellt werden?

Ja.



Zitat (von michaela75):
oder ist das Pech für den Hauseigentümer und sein Problem?

Genau das.



Zitat (von michaela75):
Also Abnahme ist nicht erteilt !!

Da wäre ich mir nicht so sicher.



Zitat (von Anami):
Die Abnahme ist schon 12 Tage nach Fertigstellung erfolgt.

Wie kommt es zu der seltsamen Aussage?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15470 Beiträge, 2319x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wie kommt es zu der seltsamen Aussage?
Kommt auf den Vertrag an.

Der Maler wird sich auf die VOB berufen. § 12(5,Nr.1).
Vielleicht auch auf § 640 (2) BGB, mit anderer Frist.

Der Maler hat vor 5 Monaten sein fertiges Werk vermutlich (an)gezeigt. Wahrscheinlich hat der TE die Wand zu diesem Zeitpunkt auch gesehen.
Dann hat der TE sie in Nutzung genommen, soweit man das bei einer Außenwand sagen kann.
Damit lag nach 12 Tagen eine fiktive Abnahme vor.

Es sei denn, man hat etwas anderes/besonders im Vertrag vereinbart.
Oder: Der TE erklärt, welche Gründe 5 Monate gerechtfertigt hätten, eine förmliche Abnahme zu verzögern.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#6
 Von 
michaela75
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 14x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von Harry van Sell):
Wie kommt es zu der seltsamen Aussage?
Kommt auf den Vertrag an.

Der Maler wird sich auf die VOB berufen. § 12(5,Nr.1).
Vielleicht auch auf § 640 (2) BGB, mit anderer Frist.

Der Maler hat vor 5 Monaten sein fertiges Werk vermutlich (an)gezeigt. Wahrscheinlich hat der TE die Wand zu diesem Zeitpunkt auch gesehen.
Dann hat der TE sie in Nutzung genommen, soweit man das bei einer Außenwand sagen kann.
Damit lag nach 12 Tagen eine fiktive Abnahme vor.

Es sei denn, man hat etwas anderes/besonders im Vertrag vereinbart.
Oder: Der TE erklärt, welche Gründe 5 Monate gerechtfertigt hätten, eine förmliche Abnahme zu verzögern.

Es wurde ein Auftrag zum Streichen einer Wand mit Erkern und ähnlichem erteilt. VOB war im Vertrag und im Kleingedruckten nicht extra vereinbart aber auch nicht ausgeschlossen.

Ein Teil der Rechnung wurde bezahlt, ca. 30 % noch nicht, weil die Wand durch Nachstreichen teils Farbunterschiede aufweist und Fensterrahmen und ähnliches beim Streichen verschmutzt wurden und der Maler informiert wurde, dass man die Arbeit nicht abnimmt und Mängel aufweist.

Jetzt war einfach die Frage, ob die zwischenzeitlich aufgetretenen Mängel beim Finden einer Einigung mit in die Waagschale geworfen werden kann.

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#7
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15470 Beiträge, 2319x hilfreich)

Ich frag mich, warum die Vorgeschichte und das Wichtige so oft erst nach X Antworten und Nachfragen kommt.
Weißt du das?? :???:
------------------------------------------
- Es war im Auftrag nichts zur Rechtslage vereinbart. Nun könnte man lange streiten. Das können Juristen tun, wenn sie den Vertrag/Auftrag lesen könnten.
- WANN wurden die 70 % bezahlt ?
- WANN wurden diese Maler-Mängel angezeigt?
- WANN hat der Maler nachgearbeitet/nachgebessert?
- WANN hat der Maler seine restlichen 30% verlangt?

Zitat (von michaela75):
Jetzt war einfach die Frage,
NÖ. Bitte lies doch mal, was du gefragt hast.
Jetzt willst du wissen, ob dem Maler die 30% oder weniger zu zahlen sind.

Kommt drauf an. Je nachdem, was und WANN nun in den letzten 5 Monaten erfolgte.
Als Maler würde ich die 30% unbedingt fordern, falls ich es noch nicht gemacht hätte.

Es bleibt aber:
Dass jetzt nach 5 Monaten an der Außenwand auch Vogeldreck vorhanden ist, geht den Maler nichts an. Das ist kein Ausführungsmangel, den der Maler zu vertreten hat. Zu keiner Zeit. Ob mit oder ohne förmliche Abnahme.
Wie kommt man nur darauf?

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83317 Beiträge, 34321x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Der Maler wird sich auf die VOB berufen. § 12(5,Nr.1).
Vielleicht auch auf § 640 (2) BGB, mit anderer Frist.

Es ist weder zu lesen das VOB vereinbart wurden oder das eine angemessene Frist zur Abnahme gesetzt wurde nebst Belehrung über die Rechtsfolgen ...



Zitat (von michaela75):
Jetzt war einfach die Frage, ob die zwischenzeitlich aufgetretenen Mängel beim Finden einer Einigung mit in die Waagschale geworfen werden kann.

Nein, Vogeldreck ist ohne anderweitige vertragliche Vereinbarung nur "Pech gehabt".


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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