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Widerruf Werkvertrag

19.7.2019 Thema abonnieren
 Von 
Nadinecgn
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 3x hilfreich)
Widerruf Werkvertrag

Hallo ihr Lieben,

jüngst hatte ich einem Unternehmer bei mir Zuhause, aufgrund eines mündlichen Angebotes, den Auftrag für den Bau und Einbau von Badezimmermöbeln erteilt. Diese hatte er in den folgenden Wochen erstellt und im Badezimmer eingebaut. Jetzt kam die Rechnung und diese war um 60 Prozent höher als das ursprüngliche mündliche Angebot. Während der Arbeiten wurde ich natürlich auch nicht über höher entstandene Kosten unterrichtet. Ein Teil der Mehrkosten beruht dabei darauf, dass er mir schlichtweg einen Nettopreis genannt hatte, anstatt den für Endverbraucher verpflichtenden Bruttopreis. Ich bat darauf hin um Erstellung einer Rechnung in Höhe des mündlichen Angebotes. Doch stattdessen kam eine Mahnung in Höhe des Rechnungsbetrages. Auf Einrede zu der Mahnung erfolgte auch keine Reaktion. Mir ist das ganze nun zu blöd und ich möchte den Werkvertrag widerrufen. Eine Widerrufsbelehrung gab es seinerzeit bei Vertragserteilung natürlich nicht. Hätte er mir diese im Rahmen des mündlichen Angebotes geben müssen, auch wenn es sich um eine teilweise Maßanfertigung handelt? Besteht in einem solchen Fall ein Widerspruchsrecht? Ich kann im www diesbezüglich nichts eindeutiges finden.

Im Voraus vielen Dank für Euere Einschätzung

Grüße

Nadine

-- Editiert von Nadinecgn am 19.07.2019 13:29

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25 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83058 Beiträge, 34277x hilfreich)

Zitat (von Nadinecgn):
Eine Widerrufsbelehrung gab es seinerzeit bei Vertragserteilung natürlich nicht.

Natürlich, denn der Gesetzgeber hat zum Glück nur vorgesehen, das man nur über zustehnede Rechte beleheren muss und das dann auch nur in Ausnahefällen. Da es kein Generelles Widerrufsrecht gibt, muss darüber nicht belehrt werden


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Nadinecgn
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 3x hilfreich)

Es ist dürfte sich hierbei aber um einen Werkvertrag handeln. In diesem Fall, steht meiner Meinung nach schon ein Widerrufsrecht zu. Von daher müsste er meiner Meinung nach entsprechend belehren

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#3
 Von 
guest-12330.04.2020 12:15:00
Status:
Student
(2419 Beiträge, 512x hilfreich)

1. Widerrufsrecht haben Sie keins.
2. Können Sie gerichtsfest nachweisen, dass das mündliche Angebot einen niedrigeren Preis und alle erbrachten Leistungen beinhaltete? Wenn nein ... müssen Sie zahlen.

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#4
 Von 
Nadinecgn
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von guyfromhamburg):
1. Widerrufsrecht haben Sie keins.
2. Können Sie gerichtsfest nachweisen, dass das mündliche Angebot einen niedrigeren Preis und alle erbrachten Leistungen beinhaltete? Wenn nein ... müssen Sie zahlen.

Die Preisnennung erfolgte unter Zeugen (Nachbarin war dabei). Es war ein Komplettpreis den er genannt hatte. Mit dem Widerrufsrecht, dass sehe ich anders, wenn ich den nachfolgenden Link richtig verstanden habe

https://www.anwalt.de/rechtstipps/auch-handwerker-muessen-ueber-widerrufsrecht-belehren_104548.html

-- Editiert von Nadinecgn am 19.07.2019 15:13

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#5
 Von 
guest-12330.04.2020 12:15:00
Status:
Student
(2419 Beiträge, 512x hilfreich)

Zitat (von Nadinecgn):
Hallo ihr Lieben,

jüngst hatte ich einem Unternehmer bei mir Zuhause, aufgrund eines mündlichen Angebotes, den Auftrag für den Bau und Einbau von Badezimmermöbeln erteilt.

Aus der zitierten Quelle:

Zitat:

Ein solches Widerrufsrecht besteht nur nicht

- bei Verträgen über den Bau eines neuen Gebäudes oder erhebliche Umbaumaßnahmen, die einer Neuerstellung gleichkommen,
- bei dringenden Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen, zu denen der Verbraucher den Handwerker ausdrücklich angefordert hat,
- bei Waren nach ihrer Lieferung, die untrennbar mit anderen Gütern vermischt wurden oder
- bei Lieferung von Waren, die nach individuellen Vorgaben des Kunden gefertigt wurden.

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#6
 Von 
Nadinecgn
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 3x hilfreich)

Genau, bei Lieferungen stimme ich Dir zu. Diese wurden jedoch eingebaut und in den Neubau integriert. Also ist es ein Werkvertrag

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83058 Beiträge, 34277x hilfreich)

Zitat (von Nadinecgn):
Also ist es ein Werkvertrag

Und?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#8
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(11788 Beiträge, 7893x hilfreich)

Hier wird wohl richtiges mit falschem vermischt.

Falsch ist, dass bei einem Werkvertrag automatisch ein Widerrufsrecht besteht.
Richtig ist, dass bei sogenannten "Haustürverträgen" (wo der Vertrag nicht im Laden des Verkäufers/Anbieters, sondern beim Kunden zu Hause geschlossen wird) im Regelfall ein Widerrufsrecht besteht. Ob es ein Werkvertrag ist, ist zweitrangig - es kommt mehr darauf an, ob der Kunde zu Hause überrumpelt wurde.

Allerdings ist hier der Vertrag von Seiten des Anbieters bereits vollständig erfüllt - damit dürfte ein Widerrufsrecht (wenn es denn bestanden hat) erloschen sein.

Man wird wohl Beweise für den versprochenen Preis und dafür, was im versprochenen Preise enthalten sein soll, sammeln müssen.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#9
 Von 
DumitruKurier
Status:
Schüler
(499 Beiträge, 139x hilfreich)

Der der was will muss es bewiesen. Also muss der Handwerker beweisen welcher Preis vereinbart ist.
Ich würde den "vereinbarten" Preis bezahlen, soll er wegen des Rest doch klagen

Bei 60% höheren Kosten kann das kaum an brutto/netto liegen.

Jedoch kann der Handwerker kaum wissen was sich hinter deiner Wand verbirgt...
Wendei dich an die Handwerkskammer !! Falls du einen Meisterbetrieb beauftragt hast, die vermitteln

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#10
 Von 
guest-12330.04.2020 12:15:00
Status:
Student
(2419 Beiträge, 512x hilfreich)

Zitat (von DumitruKurier):
Also muss der Handwerker beweisen welcher Preis vereinbart ist.

Ach? In welchem Gesetz steht das denn?

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#11
 Von 
Nadinecgn
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Hier wird wohl richtiges mit falschem vermischt.

Falsch ist, dass bei einem Werkvertrag automatisch ein Widerrufsrecht besteht.
Richtig ist, dass bei sogenannten "Haustürverträgen" (wo der Vertrag nicht im Laden des Verkäufers/Anbieters, sondern beim Kunden zu Hause geschlossen wird) im Regelfall ein Widerrufsrecht besteht. Ob es ein Werkvertrag ist, ist zweitrangig - es kommt mehr darauf an, ob der Kunde zu Hause überrumpelt wurde.

Allerdings ist hier der Vertrag von Seiten des Anbieters bereits vollständig erfüllt - damit dürfte ein Widerrufsrecht (wenn es denn bestanden hat) erloschen sein.

Man wird wohl Beweise für den versprochenen Preis und dafür, was im versprochenen Preise enthalten sein soll, sammeln müssen.

Ohne Widerrufsbelehrung endet die Widerrufsfrist nach einem Jahr + 2 Wochen.

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#12
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15321 Beiträge, 2291x hilfreich)

Zitat (von Nadinecgn):
Ohne Widerrufsbelehrung endet die Widerrufsfrist nach einem Jahr + 2 Wochen.
aber nicht in deinem Fall.
Zitat (von Nadinecgn):
den Auftrag für den Bau und Einbau von Badezimmermöbeln erteilt
Diesen Auftrag, den du Werkvertrag nennst, hast du schriftlich mit dem Handwerker vereinbart?
In Folge seines mündlichen Angebotes? Hast du den *Werkvertrag* in Papier und mit 2 Unterschriften, also AG und AN? Wohl nicht. Er NANNTE einen Komplettpreis. Netto.

Wenn der Handwerker dir den Nettopreis für seine Lstg. genannt hat, kann er in der Rechnung trotzdem die 19% Steuer draufsetzen.
Die weiteren 41% sollte der Handwerker erst einmal erklären.

Zitat (von Nadinecgn):
Hätte er mir diese im Rahmen des mündlichen Angebotes geben müssen...?,
Eine Widerrufsbelehrung? Nein.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#13
 Von 
Nadinecgn
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Diesen Auftrag, den du Werkvertrag nennst, hast du schriftlich mit dem Handwerker vereinbart?
In Folge seines mündlichen Angebotes? Hast du den *Werkvertrag* in Papier und mit 2 Unterschriften, also AG und AN? Wohl nicht. Er NANNTE einen Komplettpreis. Netto.[/

Da hast Du in meinen Augen gefährliches Halbwissen. Gegenüber Endverbrauchern sind Unternehmer verpflichtet Bruttopreis zu nennen.

https://www.my-hammer.de/artikel/bruttopreis-pflicht-warum-sie-keine-nettopreise-nennen-duerfen.html

-- Editiert von Nadinecgn am 20.07.2019 12:07

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#14
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15321 Beiträge, 2291x hilfreich)

OK. Verstehe. Dann mach bitte weiter mit deinem Ganzwissen. Allerdings: warum fragst du hier, wenn du alles Wissen aus dem Netz schon hast?

Vielleicht lese ich mal, wie es ausging.

Aber eine Frage trau ich mir noch:
Hat der Handwerker dir am Telefon bei der Angabe des *Komplettpreises* vielleicht gesagt: Ich mach dir das für 1000,- komplett.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#15
 Von 
Nadinecgn
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 3x hilfreich)

Er kam zu der Baustelle beim Hausausbau. Ich zeigte ihm Fotos wie ich es mir im Badezimmer mit dem Waschtisch und Einbauregalen und Nischen vorstellte und er sagte dies würde insgesamt 3.500 bis maximal 4000 Euro kosten, worauf hin er vor Ort und Stelle mündlich den Auftrag erhielt. Maße und Infos holte er in den folgenden Tagen ein. Jetzt war dann letztens kommentarlos die Rechnung über 5.500 Euro im Briefkasten. Auf meinen Anruf hin meinte er, er hätte höhere Kosten und einen höheren Aufwand gehabt als gedacht.

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#16
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83058 Beiträge, 34277x hilfreich)

Zitat (von Nadinecgn):
die Rechnung über 5.500 Euro im Briefkasten

Das sind dann man 38% mehr. Wie kommt man auf die 60% aus dem Anfang?

Zieht man die Mehrwertsteuer ab (wenn er Nettopreise nennt, ist das seine Schuld), ist man bei ca. 4600 EUR. Da Gerichte eine Überschreitung bei solchen Kostenschätzungen von bis zu 20% als "OK" ansehen. wäre man noch im Rahmen des möglichen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#17
 Von 
Nadinecgn
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Nadinecgn):
die Rechnung über 5.500 Euro im Briefkasten

Das sind dann man 38% mehr. Wie kommt man auf die 60% aus dem Anfang?

Zieht man die Mehrwertsteuer ab (wenn er Nettopreise nennt, ist das seine Schuld), ist man bei ca. 4600 EUR. Da Gerichte eine Überschreitung bei solchen Kostenschätzungen von bis zu 20% als "OK" ansehen. wäre man noch im Rahmen des möglichen.

Die 60 % bzw. knapp 60 % beruhten von den 3.500 Euro. Er sagte 3.500 bis maximal 4.000 Euro. Ich hätte ja auch mit mir reden lassen, aber er behaart auf den vollen Preis trotz telefonischem Kontakt und Emailverkehr, der allerdings nur eine Mahnung als Gegenantwort erfuhr. Von daher ist der Widerruf jetzt meine Notwehr gegen sein Verhalten

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#18
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15321 Beiträge, 2291x hilfreich)

Zitat (von Nadinecgn):
Die 60 % bzw. knapp 60 % beruhten von den 3.500 Euro.
Also knapp 60% mehr als 3.500,---- ????---das wären aber ca. 7.800,- ----er will jetzt 5.500,- brutto.
Wenn er die Spanne von 3.500 bis max 4.000,- mündlich angibt---- dann sollte man selbst mit dem Mittelwert rechnen. Der wäre 3.750,-
Also knapp 60% mehr als 3.750,---- ????- -- das wären aber ca. 8.300,- ---er will jetzt 5.500,- brutto.

Ich fürchte, der Handwerker will keine Kommentare und weitere Diskussionen mit dir. Der will 5.500,-brutto.
Du kannst gern versuchen, ihm die 19% U-Steuer streitig zu machen. Und darauf vertrauen, dass er dir ja die Sonstigen Leistungen nicht vorher angeboten hat.
Indem du eben nur 4.000,- bezahlst. Als maximalen Brutto-Komplettpreis.
Dann abwarten, wie sein Verhalten danach ist.

Aber mit den 60%--- bitte rechne nochmal nach.
Und der *Werkvertrag* war mündlich, oder?

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#19
 Von 
Nadinecgn
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von Nadinecgn):
Die 60 % bzw. knapp 60 % beruhten von den 3.500 Euro.
Also knapp 60% mehr als 3.500,---- ????---das wären aber ca. 7.800,- ----er will jetzt 5.500,- brutto.
Wenn er die Spanne von 3.500 bis max 4.000,- mündlich angibt---- dann sollte man selbst mit dem Mittelwert rechnen. Der wäre 3.750,-
Also knapp 60% mehr als 3.750,---- ????- -- das wären aber ca. 8.300,- ---er will jetzt 5.500,- brutto.

Ich fürchte, der Handwerker will keine Kommentare und weitere Diskussionen mit dir. Der will 5.500,-brutto.
Du kannst gern versuchen, ihm die 19% U-Steuer streitig zu machen. Und darauf vertrauen, dass er dir ja die Sonstigen Leistungen nicht vorher angeboten hat.
Indem du eben nur 4.000,- bezahlst. Als maximalen Brutto-Komplettpreis.
Dann abwarten, wie sein Verhalten danach ist.

Aber mit den 60%--- bitte rechne nochmal nach.
Und der *Werkvertrag* war mündlich, oder?

Deiner Prozentrechnung kann ich jetzt nicht so ganz folgen. 60 % von 3.750 Euro sind bei mir 2.250 Euro. (3.750 Euro mal 0,6)

Jepp, der Werkvertrag war mündlich abgeschlossen worden aufgrund seines mündlichen Angebotes bei mir Zuhause. Letztlich steht er aber vor dem selben Problem der Beweislast bzw. ich habe wenigstens noch eine Zeugin die bei dem Angebot ebenfalls anwesend war.

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#20
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15321 Beiträge, 2291x hilfreich)

Übrigens: Bitte antworte doch einfach---lass das Zitieren weg. Man muss nicht alles doppelt lesen.
Danke.

Du hattest geschrieben ...

Zitat (von Nadinecgn):
kam die Rechnung und diese war um 60 Prozent höher als das ursprüngliche mündliche Angebot.
Das bleibt für mich --->60% mehr als das Angebot.
Wer schreiben würde: Der Handwerker schickte mir dann eine Rechnung über 60% von 3.750,-... da würde ich als Kunde sagen: Chapeau, den nehm ich öfter. Egal, ob bretto oder nutto. ;) Aber mit Kaffee.

Dass 60% von 3.750,- genau 2.250,- sind--- stimmt. Was willst du damit ausdrücken?
Erst max. 4.000 und dann 5.500.-. Ja. Wohin gehören die 2.250,-?

Zitat (von Nadinecgn):
Letztlich steht er aber vor dem selben Problem der Beweislast bzw. ich habe wenigstens noch eine Zeugin die bei dem Angebot ebenfalls anwesend war.
Das sehe ich nicht so. Ich denke, er wird weiter auf seiner Forderung beharren. Ob nach der Mahnung gleich der Mahnbescheid kommt, kannst du mit deiner Zeugin abwarten. Die Zeugin hat auch gehört Komplettpreis 3.500 bis max 4.000. Nichts anderes, oder?

Er wird behaupten, er hätte dir max. 4.000,- brutto angeboten. Und er hätte mehr Nachweisbares Sonstiges geleistet. (Blöderweise hat er sich das nicht von dir bestätigen lassen.) Darüber könnte man dann streiten.
Aber du hast es *abgenommen*, also du nutzt dein möbliertes Bad schon? Keine Nachbesserung, Reklamation, Mängelanzeige nötig? Nix fehlt oder ist falsch? Manchmal kann man etwas zurückbehalten, damit der Handwerker Mängel beseitigt oder noch Restleistungen erbringt. Also volle Leistung=Volle Bezahlung.

Wie viel würdest du denn eigentlich (freiwillig) bezahlen wollen?

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#21
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83058 Beiträge, 34277x hilfreich)

Die 4000 EUR sollte man schon mal zahlen, die dürften ja unstrittg sein.
Bei einer Klage läuft man sonst in Gefahr, das man in der Höhe unterliegt.

Um den Rest kann man sich dann ja vor Gericht streiten...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#22
 Von 
Nadinecgn
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Anami):

Wie viel würdest du denn eigentlich (freiwillig) bezahlen wollen?

Ich wollte ihm die 4.000 Euro bezahlen, aber darauf hat er sich bisher nicht eingelassen. Meine Bank will auch eine entsprechende Rechnung über die 4.000 Euro haben.

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#23
 Von 
The Mentalist
Status:
Praktikant
(875 Beiträge, 246x hilfreich)

Zitat:
Ich wollte ihm die 4.000 Euro bezahlen, aber darauf hat er sich bisher nicht eingelassen.

Dazu muss er auch nicht zustimmen.

Zitat:
Meine Bank will auch eine entsprechende Rechnung über die 4.000 Euro haben.

Ich kenne keine Bank, die bei einer Überweisung eine Rechnung sehen will.

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#24
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15321 Beiträge, 2291x hilfreich)

Zitat (von Nadinecgn):
aber darauf hat er sich bisher nicht eingelassen.
Muss er auch nicht. Er muss auch nicht mit dir diskutieren oder verhandeln.
Du kannst noch heute oder morgen die 4000,- an den Handwerker überweisen. Auftragsnummer angeben.
Fertig.
Den Überweisungsbeleg kannst du deiner Bank vorlegen. Wenn es um Finanzierung geht, sind die 4000,- zunächst ein geleisteter Teilbetrag zu dieser Rechnung. Das kennen die Banken schon x-tausendmal.

Dann ist der Handwerker wieder am Zug.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#25
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8287 Beiträge, 4654x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Bitte antworte doch einfach---lass das Zitieren weg.
Da gebe ich dir Recht. Das zitieren ganzer Beiträge ist sinnlos. Da verliert man beim lesen die Lust. @Nadine. Bitte Zitationen sparsam und zielgerichtet verwenden. Danke

Zitat (von Nadinecgn):
Ich wollte ihm die 4.000 Euro bezahlen
Dann mach das...

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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