AKUT - Vollstreckung durch mr. nexnet GmbH

18. September 2010 Thema abonnieren
 Von 
Ehener
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
AKUT - Vollstreckung durch mr. nexnet GmbH

Hallo,

in meinem Fall geht es um die Firma "mr. nexnet GmbH"
die von mir eine Forderung in Höhe von [color=red]886,98 [/color] Euro aus dem Jahre 2008 einzutreiben dabei ist, die ich mehrmals widerrief, und mit Anzeige wegen Betrugs und Nötigung drohte, ohne jedoch Taten folgen zu lassen.

Die Forderungsaufstellung stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:
21.10.2008 Internet 56k 49,- Euro
19.11.2008 Internet 56k 466,30 Euro

Und dann eben noch die Mahnspesen und Zins = 886,98 Euro


Am 6.9.2010 stand unvermittelt, ohne dass ich in irgendeiner Weise vom Amtsgericht informiert, gschweige denn befragt worden wäre, die Gerichtsvollzieherin vor meiner Tür. Ich war jedoch nicht Zuhause.

Daraufhin (auf ihre Mitteilung, dass sie am 22.9.2010 wiederkomme), machte ich beim Amtsgericht folgende Eingabe:

...
hiermit erhebe ich Anklage gegen die Firma mr. Nexnet GmbH wegen Betrugs und jahrelanger Nötigung meiner Person.
Sehen Sie sich die Forderungsaufstellung an und erklären Sie mir, wie Sie dieser mehrfach aktenkundigen Betrugsfirma den Titel zu einer Zwangsvollstreckung ausstellen konnten,
wo doch der Betrug auf der Hand liegt, und ich darüber nicht informiert, geschweige denn dazu befragt wurde.

Ich fordere die Namen der Verantwortlichen in Ihrem Hause, eine einstweilige Verfügung
gegen diese Vollstreckung mit anschließender Entziehung dieses Titels.

Weitere rechtliche Schritte behalte ich mich vor.



Und heute (am 18.9.2010) nun der Beschluss des Amtsgerichtes:

1. Die Erinnerung wird zurückgewiesen
2. Der Schuldner hat die Kosten des Erinnerungsverfahrens zu tragen

Gründe:

Es liegt ein rechtskräftiger Titel als Grundlage für die Vollstreckung vor.

Der Schuldner macht ausschließliche materielle Einwendungen gegen diesen Titel geltend.
Er macht geltend, die Forderungen bestünden nicht und der Titel sei in betrügerischer Absicht erlangt worden.

Dem Vollstreckungsgericht ist es jedoch von Gesetz wegen verwehrt, derartige Einwendungen zu prüfen. Solange ein rechtskräftiger Titel besteht, hat das Vollstreckungsgericht diesen als ausreichende Grundlage für die Vollstreckung zu beachten.



Was heißt hier "ausschließliche materielle Einwendungen"? (sind es nicht rechtliche?)
Zudem behaupte ich auch nicht, dass die Forderungen nicht bestehen, doch basieren diese auf offensichtlichem Betrug.


Bitte helft mir, denn wenn mir dann auch noch mein letztes an Angespartem abgenommen wird, weiß nicht mehr weiter.


Viele Grüße


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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
c_konert
Status:
Schüler
(474 Beiträge, 192x hilfreich)

Da fehlt mindestens ein Zwischenschritt, denn so wie es aussieht ist hier ein rechtskräftiger Titel in der Welt.

Vermutlich ist Ihnen irgendwann ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt worden, dem Sie nicht fristgerecht widersprochen haben, was dann auch für den Vollstreckungsbescheid gilt.

Wie dem auch sei: Wenn ein solcher Vollstreckungstitel in der Welt ist wird nicht mehr viel zu machen sein. Das Amtsgericht hat Ihnen schon mitgeteilt, dass Sie materiell rechtliche Einwendungen (das sind Einwendungen gegen den Anspruch als solches und diese haben Sie mit Ihrem Schreiben geltend gemacht) unzulässig sind.

So wie ich die Angelegenheit sehe müssen Sie wohl in den sauren Apfel beißen und die Summe bezahlen.

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"ref. iur. C.Konert
Diplom- Jurist
MLU Halle-Wittenberg"

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#2
 Von 
guest-12319.09.2010 14:10:30
Status:
Praktikant
(685 Beiträge, 882x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#3
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6415x hilfreich)

Leider hat @c_konert und @König Max recht
Die Gegenwehr hätte vorher kommen sollen !!
Durch Widerspruch beim gerichtlichen mahnbescheid bzw spätestensdurch Einspruch beim Vollstreckugsbescheid
Beide Dokumente sind Dir ja zugestellt worden

lg




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#4
 Von 
Ehener
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antworten,


doch ich erhielt definitiv keinen Vollstreckungsbescheid vom Amtsgericht - nur eben die Benachrichtigung von der Gerichtsvollzieherin.

Siehe:

quote:
und ich darüber nicht informiert, geschweige denn dazu befragt wurde.


Auch hatte ich 2008 und 2009 per eMail (und das nachweislich, da ich ja die Rückantwort erhielt) mehrmals widerrufen.



Auch wenn ich nicht schon von derengleichen genug ruiniert und mein Leben zur Hölle gemacht worden wäre, ich seit mehreren Monaten praktisch ohne Einkommen bin und bald auf der Straße stehe, würde ich diesen Verbrechern nichts zahlen.

Sollte mir das auch noch abgebucht werden, ja dann bleibt mir nichts anderes übrig als da reinzumaschieren.

VG







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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12319.09.2010 14:10:30
Status:
Praktikant
(685 Beiträge, 882x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12320.09.2010 09:27:15
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 40x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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