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Amazon + Paigo, Inkasso nach Betrug

10. Mai 2021 Thema abonnieren
 Von 
guest-12302.06.2021 16:43:41
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Amazon + Paigo, Inkasso nach Betrug

Liebes Forum,

der Sachverhalt ist wie folgt:

Gegen Mitte März wurde mir von Amazon Logistik eine Handyhülle zugestellt. Diese hatte ich nicht bestellt, die Bestellung tauchte auch in meinem Amazon Konto nicht auf.

Ich schrieb dann über das Kontaktformular, daß ich die unverlangt zugesendete Hülle zurückgeben möchte und mir bitte ein Retourenschein zugestellt werden solle. In der unpersönlichen Standardantwort wurde darauf hingewiesen, daß ein Retourenprozess aus der Bestellübersicht des Kontos beauftragt werden müsse.

Am 9.4. erhielt ich dann von Amazon Payments, Luxembourg, eine Zahlungsaufforderung über 16.99 € - für die nebbische Handyhülle ein völlig überzogener Betrag. Ich rief bei der angegebenen Nummer um 13:50 am 9.4. an und schilderte den Sachverhalt. Dort wurde ich zweimal weiterverbunden und landete in der "Betrugsabteilung". die prüften irgendwas und sagten mir dann am Telefon, daß es sich wohl um einen Betrugsfall handele, das Mahnverfahren würde eingestellt, die Hülle sollte ich bitte behalten oder entsorgen, da es nicht möglich sei, mir einen Retourenschein auszustellen.

Dies wurde mir noch am selben Tage um 14.58h per e-Mail bestätigt. Ich wog mich in Sicherheit.

Letzten Samstag erhielt ich eine Zahlungsaufforderung des Inkassobüros "Paigo", wo die gleiche Forderung mit einer heftigen Inkassogebühr gefordert wurde. Ich soll nun 35.05 € bezahlen.

Ich habe direkt am 8.5. 16.37 bei dieser Firma Paigo angerufen, die den Fall prüften. Sie konnten feststellen, daß der Fall in der Amazon Betrugsabteilung bearbeitet wird, sie brauchen aber nach Aussage der Dame am Telefon eine Bestätigung von Amazon, daß die Forderung niedergeschlagen wird. Das e-Mail, das ich von Amazon bereits am 9.4. erhalten hatte, hat für Paigo keine Bedeutung.

Sie haben die Forderungsbeitreibung nun für 10 Tage ausgesetzt, die Auskunft am Telefon lautete aber, daß nicht zu erwarten ist, daß Amazon den Betrugsfall bearbeitet und die Forderung zurückzieht.

Im Anschluß soll ich zur Polizei und dort Anzeige gegen Unbekannt erstatten und eine bestätigte Abschrift der Anzeige dann bei Paigo einreichen.

Inzwischen habe ich ein Einschreiben mit Rückschein an Amazon nach Luxembourg geschickt, mit der Aufforderung, die Forderung innerhalb von 8 Tagen zurückzuziehen und darauf hingewiesen, daß die unverlangt zugesandte Ware bei mir abgeholt werden kann.

Ich habe nun wenig Möglichkeiten, Zeit für die Erstattung von Anzeigen etc. aufzubringen und schon unangenehm viel Zeit mit dieser Sache verbracht.

Meine Frage:
a) ist es richtig, daß Paigo hier von mir die Anzeige fordert um die Beitreibung einzustellen?
b) Was kann ich tun, um Amazon zum Abschluß des - nach Aussage vom 9.4. bereits abgeschlossenen - Betrugsverfahrens zu bringen?

Vielen herzlichen Dank für jede Idee und jeden Hinweis schon im Voraus,

t_hines

Post vom Inkassobüro?

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1901 Beiträge, 603x hilfreich)

Die können verlangen was sie wollen. Du musst es jedenfalls nicht umsetzen. Ich würde keine Anzeige erstatten, schließlich wurdest du nicht betrogen.

Du hast gegenüber dem IB deinen Standpunkt klar gemacht. Das reicht. Sollte ein MB kommen dann fristgerecht WI beim AG einlegen.

Es kann passieren, dass Amazon das Kundenkonto sperrt.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4879 Beiträge, 1907x hilfreich)

Zitat:
Meine Frage:
a) ist es richtig, daß Paigo hier von mir die Anzeige fordert um die Beitreibung einzustellen?


Niemals! Aber auch niemals mit Inkassounternehmen telefonieren! Die erzählen Dir nur Müll.
Du musst rein gar nichts machen.

Zitat:
b) Was kann ich tun, um Amazon zum Abschluß des - nach Aussage vom 9.4. bereits abgeschlossenen - Betrugsverfahrens zu bringen?


Das kann Dir recht herzlichst egal sein.
Falls Inkassobriefe eintrudeln -> Nutze das Papier als kostenfreies Klopapier!
Falls ein gerichtlicher Mahnbescheid zur besten Weihnachtszeit eintrifft -> Widerspruch mit einem Kreuz!

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Kalanndok
Status:
Lehrling
(1386 Beiträge, 223x hilfreich)

Ich würde hier durchaus Strafanzeige erstatten.
Aber gegen Paigo.
Die versuchen eine nicht bestehende Forderung (Mandant hat sie als erledigt erklärt) wieder besseren Wissens weiterzubetreiben.

3x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16078x hilfreich)

Zitat:
Das e-Mail, das ich von Amazon bereits am 9.4. erhalten hatte, hat für Paigo keine Bedeutung.

Das wäre für mich der Moment, wo ich Strafanzeige gegen die Mitarbeiter der Firma Paigo stellen würde. Beihilfe zum Betrug und Nötigung. Sie unterstützen hier den ursprünglichen Betrüger und wollen wissentlich den von Amazon selbst als erledigt geklärten Fall weiterverfolgen und dich per Nötigung (Geldforderung, Gerichtsverfahren usw.) dazu bringen, dass du irgendwie Aufwand auf dich nimmst, um diesen Unfug zu verfolgen.

Stimme Kalanndok hier zu.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

3x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Semi87
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 10x hilfreich)

Hallo,
Ich habe im Moment einen ähnlichen Fall.
Angeblich hätte ich etwas bestellt aber nicht gezahlt. Das soll ein Jahr her sein. Komischerweise sind diese Bestellungen nicht in meinem Bestellverlauf zu finden (es handelt sich um eine Erweiterung bei Amazon Prime Video) und diese sind ebenfalls immer in der bestellübersicht zu sehen bzw. bekommt man eine E Mail wenn so etwas getätigt wurde.
Mein Amazon Konto wurde gesperrt.
Die Mitarbeiter von Amazon sagen ständig das ich mich bei Paigo melden soll, bzgl des Problems…… hat jemand einen Tipp für mich?
Lg

10x Hilfreiche Antwort

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