Amazon Kreditkarte / LBB Bank Berlin

6. Mai 2020 Thema abonnieren
 Von 
MrZero7
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Amazon Kreditkarte / LBB Bank Berlin


Hallo liebe ForennutzerInnen!

Ich habe folgendes Problem und dazu ein paar Fragen:

Die LBB Bank hat mein Amazon Kartenkonto gekündigt und möchte die restliche Summe nun auf einen Schlag haben. Da ich diese Summe nicht bezahlen kann, soll ein Inkassounternehmen beauftragt werden und die SCHUFA Holding AG ebenfalls benachrichtigt werden...

Die Kündigung erfolgte da ich die monatliche Ratenzahlung immer zur Mitte des Monats überwiesen habe und die Abbuchung von Seiten der LBB zurückging. Dies ist drei Monate in Folge passiert. Wollte ich eigentlich vermeiden, aber da ich meinen Arbeitgeber gewechselt hatte und das Gehalt erst zur Mitte des Monats kam, war dies eben so. Ich habe meine Beiträge jedoch IMMER voll und ganz gezahlt, nur halt nicht pünktlich zum Einzugstermin seitens der LBB Bank...

Kann mir hier jemand sagen, ob die Möglichkeit besteht, den Schufa Eintrag zu umgehen? Ich habe ja jeden Monat meine Beiträge bezahlt, nur eben verspätet..

Außerdem finde ich es eine richtige Frechheit, da ich den Abbuchungszeitraum nicht ändern konnte, obwohl ich dies mehrfach auf dem alten (mittlerweile hat die LBB Bank ja ein neues System) Onlinebanking System versucht hatte. Habe damals leider nicht den Support kontaktiert, da ich davon ausgegangen bin, dass nichts größeres auf mich zukommt, wenn ich die Zahlungen immer tätige - ist ja nicht so, dass ich denen kein Geld bezahlt habe...

Im April habe ich der LBB Bank den letzten Betrag noch überwiesen, allerdings wurde dieser beim aktuellen Kontostand, welcher mit mitgeteilt wurde nicht berücksichtigt, das Geld habe ich bisher auch nicht zurück erhalten, der Support reagiert nicht und ich sehe es auch nicht ein, denen irgendwas zu bezahlen, bevor ich meine letzte Rate nicht zurück bekommen habe oder angerechnet bekomme...

Ich hatte noch nie mit einem Inkassounternehmen zu tun, wie sieht das denn da mit den Gebühren aus, wie hoch fallen diese aus? Die Summe, welche ich der LBB Bank schulde, beläuft sich auf 17xx€ und ich habe derzeit etwas Angst, dass ich zusätzlich noch eine immens hohe Summe an das Inkassounternehmen zahlen muss. Kann man bei einem Inkassounternehmen ebenfalls eine Ratenzahlung ausmachen und falls ja, kommen da dann noch weitere Gebühren drauf?

Gibt es vielleicht Erfahrungsberichte, ob man sich mit der LBB Bank noch darauf einigen kann, dass die Ratenzahlung nicht über ein Inkassounternehmen erfolgt, sondern über diese, nur eben so, dass die Karte weiterhin gesperrt bleibt.. quasi den Ärger über ein Inkassounternehmen zu umgehen..

Schon bemerkenswert, wie schnell einen Dienstleister als "bösen" Kunden abstempeln und dann direkt gegen die Wand fahren.... meine Lehre habe ich aus dem ganzen definitiv gezogen

Ich bedanke mich schonmal ganz herzlich bei allen, die sich den langen Text durchlesen und mir versuchen zu helfen!

Bleibt gesund!

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8 Antworten
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#1
 Von 
DStein
Status:
Praktikant
(626 Beiträge, 134x hilfreich)

Zitat (von MrZero7):
Ich hatte noch nie mit einem Inkassounternehmen zu tun, wie sieht das denn da mit den Gebühren aus, wie hoch fallen diese aus? Die Summe, welche ich der LBB Bank schulde, beläuft sich auf 17xx€ und ich habe derzeit etwas Angst, dass ich zusätzlich noch eine immens hohe Summe an das Inkassounternehmen zahlen muss. Kann man bei einem Inkassounternehmen ebenfalls eine Ratenzahlung ausmachen und falls ja, kommen da dann noch weitere Gebühren drauf?
Um schon mal diese Frage zu beantworten:
Wie viel du bezahlen musst, hängt in erster Linie davon ab, welches Inkasso sich bei dir melden wird. Ist es ein Masseninkasso wie zb. Infoscore, dann fallen bis 500 € Hauptforderung durchsetzungsfähige 18 Euro Inkassovergütung inkl. Auslagen an. In deinem Fall wären das bis 1800 € eine Gebühr von 45 € + 9 € Auslagen bei einer 0.3 Gebühr gemäß BGH. Ist es ein Konzerninkasso, dann wiederum 0 € bzw bei echten/unechten Factoring.

Allerdings wird die Forderung deutlich höher sein ... Aber wie gesagt fordern kann man viel, durchsetzen wenig. Inkasso's klagen aber selten bis nie... Aus guten Grund.

Ratenzahlung kann man in den meisten Fällen machen, allerdings lassen sich die Inkassos es sich fürstlich bezahlen. Das heißt es kommen zwischen 50 bis xxx € noch oben drauf wenn du Pech hast.

Allerdings ist dann die Bedingung dass man blind alle Gebühren auch bezahlt... du merkst also... du wirst viel Spaß haben.

Für die anderen Fragen wird man sich hier melden. Schufa und Banken sind so eine Sache.

-- Editiert von DStein am 06.05.2020 14:10

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#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16088x hilfreich)

Nochmal zurück zum Anfang....

Die Kündigung selbst ist fragwürdig, aber ggf. möglich. Wurde das denn angemahnt und dir die Kündigung angedroht?

Zitat:
Die LBB Bank hat mein Amazon Kartenkonto gekündigt und möchte die restliche Summe nun auf einen Schlag haben. Da ich diese Summe nicht bezahlen kann, soll ein Inkassounternehmen beauftragt werden und die SCHUFA Holding AG ebenfalls benachrichtigt werden...

Du hattest der LBB geschrieben, dass du das nicht sofort bezahlen kannst? Sprich: Die wissen das?

Zitat:
Kann mir hier jemand sagen, ob die Möglichkeit besteht, den Schufa Eintrag zu umgehen?

Nein, vermutlich eher nicht.

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#3
 Von 
MrZero7
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe das Problem, dass ich den Brief erst gestern geöffnet habe.. der Brief ist irgendwie beim Briefestapel meiner Lebensgefährtinggelandet..habe dann vor lauter Panik versucht mich schlau zu machen bzw mir das Geld zu borgen.. hatte so einen Fall bisher noch nie... :( klingt dumm und blöd.. ich merke auch, wie bescheuert ich derzeit agiere.. das Geld sollte bis spätestens heute bei denen ankommen..

-- Editiert von MrZero7 am 06.05.2020 18:21

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#4
 Von 
DStein
Status:
Praktikant
(626 Beiträge, 134x hilfreich)

Dann überweise doch einfach das an Amazon was die haben wollen solange noch kein inkasso bei dir geklingelt hat sprich einen Brief bekommen hast.

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#5
 Von 
MrZero7
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe derzeit leider keine 1700€ parat, die aktuelle Lage ist nicht ohne Spuren an mir vorbei gezogen.. kann ich mich irgendwie auf die letzte Zahlung beziehen, welche ich der Bank einen Tag nach der Rücklastschrift überwiesen hatte? Die tun nämlich so, als hätten die keine Zahlung von mir erhalten.. abgebucht wurde es von meinem Konto aber..

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#6
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16088x hilfreich)

Also wenn sich bisher noch kein Inkasso gemeldet hat, ist es sehr wichtig, dass du denen schreibst, dass du unmöglich auf einen Schlag alles bezahlen kannst. Zahle, was geht. Direkt an die LBB und zweckgebunden auf die Hauptforderung. Bitte einfach mal um eine weitere Ratenzahlung, auch wenn es nicht funktioniert, das ist egal.

Denn wenn du die Zahlungsprobleme aktiv anzeigst, sind denen hinsichtlich Inkassogebühren die Hände gebunden.

Zitat:
Die tun nämlich so, als hätten die keine Zahlung von mir erhalten.. abgebucht wurde es von meinem Konto aber..

Das ist ein separates Problem. Schulden hast du ja trotzdem. Mache einfach eine Gegenrechnung auf und schreibe denen ruhig, dass sie da eine Zahlung übersehen haben.

Wurde die Kündigung mit dieser angeblich nicht getätigten Zahlung begründet? Wenn ja, widerspreche auch der Kündigung mit dem Grund, dass sie da einen Buchungsfehler gemacht hatten. Das beschäftigt sie auch erst mal.

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#7
 Von 
MrZero7
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe jetzt einen Brief an die LBB Bank geschrieben, in der ich denen gesagt habe, dass ich aktuell finanziell nicht in der Lage bin, die volle Summe zu zahlen und die darauf hingewiesen habe, dass sie meine letzte Zahlung völlig ignoriert haben...

Der Brief vom Inkassounternehmen war sogar schon am 07.05 , d.h. EINEN Tag nach dem Ende der Frist im Briefkasten. Ich gehe also davon aus, dass dieser bereits vorher abgeschickt wurde, da man sowieso davon ausgegangen ist, dass ich die Summe nicht bezahlen kann? Kann ich da auch noch etwas dranhängen, um diesbezüglich noch etwas Zeit - wofür auch immer - zu gewinnen?

Das Inkassounternehmen schreibt in Ihrem Brief, dass Sie mir eine Ratenzahlung nur Anbieten können, sofern ich ein konkretes schriftliches Angebot unter Beifügung meiner letzten drei Einkommensnachweise, sowie einer Übersicht meiner Ausgaben erfolgen kann... ist dies denn rechtens?!

Vielen Dank schonmal für die zahlreichen Antworten, konnte leider erst jetzt antworten, da ich berufsbedingt sehr stark eingespannt war...

PS: Schon lustig, dass man in unserer Gesellschaft für Dinge, die man einfach in einer Notlage nicht erledigen kann, doppelt und dreifach ge***** wird..

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#8
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16088x hilfreich)

Zitat:
ist dies denn rechtens?!

Theoretisch Ja. Aber eine Ratenvereinbarungen bei einem Inkasso, nachdem die ursprüngliche gekündigt wurde ist völliger Unsinn. Du musst dann deren gebührenirrsinn von mehreren hundert Euro anerkennen. Ganz ehrlich: Ein Mahnbescheid und eine Ratenzahlung beim Gerichtsvollzieher kommt deutlich billiger.

Zitat:
PS: Schon lustig, dass man in unserer Gesellschaft für Dinge, die man einfach in einer Notlage nicht erledigen kann, doppelt und dreifach ge***** wird..

Das hätten sie halt gerne. Aber nicht alles, was Inkassos so wollen, ist auch erlaubt oder gerichtlich durchsetzbar. Ist aber müßig, auf dieser Ebene zu diskutieren.

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