Amazon Riverty Inkasso

5. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
vulubalulu
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Amazon Riverty Inkasso

Zum bisherigen Verlauf.
kurz:
- alle 3 Inkassobriefe ignoriert, weil Annahme dass es um Betrug handelt.
- Inkassobrief doch legitim (digital abo durch Fremdzugriff getätigt). Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
- Mahnbescheid per Einschreiben widersprochen
- keine eindeutige Stellungnahme seitens Amazon zur Forderung

-Riverty fragt nun schriftlich, nach dem Gründen für den Widerspruch mit ordentlicher 2-Wochen-Frist.


lange Version:
Im Oktober bekomme ich post von Riverty Inkasso bzgl eines Online Abos. Ich dachte beim Brief handelt es sich um Betrug weil
a) ich kein Abo abgeschlossen hatte
b) an meinen alten Vornamen + Namen addressiert war, den ich seit über 7 Jahren nicht verwende
c) die Zahlungsfrist in 2 Tage sei - um Zahlungsdringlichkeit zu erwirken

Ich habe den Brief ignoriert, stattdessen habe ich Amazon kontaktiert und möglichen Betrug erwähnt. Die Dame hat mir versichert, dass alles von Amazon geklärt wird und ich nichts weiter tun müsse. Nicht wie erwartet kam ein zweiter Brief mit höheren Mahngebühren usw.
Zahlungsfrist war erneut sehr nah, dachte mir, die Masche der Betrüger ist äußerst durchdacht, ein legitimes Inkassobüro zu engagieren und Kosten werden nicht gespart. Den QR-Code als Zahlung habe ich aus Neugier gescannt und wurde auf eine 401-Seite weitergeleitet, was bedeutet, dass die Seite nicht existiert, sodass ich dachte, dass die Dame am Telefon sich doch um die Sache gekümmert hatte.
Ein dritter Brief folgte im Dezember, den ich auch ignoriert hatte.

Zwischenzeitlich habe ich mehrmals den Kundensupport Amazons kontaktiert mit unterschiedlichem Erfolg. Mal wird die Auskunft aufgrund des Datenschutzgesetzes verwehrt, mal wird mir versichert, dass es an die interne Sicherheitsabteilung weitergeleitet wird und ich nichts weiter tun muss.

Es kam ein Mahnbescheid vom Gericht Coburg im Januar und mir wurde bewusst, dass es sich doch nicht um eine Betrugsmasche handelt.
Ich habe fristgerecht dem Mahnbescheid per Einschreiben widersprochen und jetzt fast 8 Wochen später kommt ein Brief von Riverty mit der Bitte, ich solle den Widerspruch begründen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Die Forderung von mittlerweile ca. 160 Euro bleibt, mit einer 2-Wochen-Frist. Als kleines Extra senden sie mir ein Formular zur Widerspruchsrücknahme.



Frage:
Was sollte der nächste Schritt sein? Was kann ich erwarten wenn ich nicht antworte.

Kommentar:
Ich möchte nicht antworten, insofern ich das nicht machen muss. Die Vorgehensweise dieses Inkasso-Büros hat mir so viel Stress bereitet, dass ich keinen Wunsch habe denen auf irgendeiner Weise entgegenzukommen. Es auf eine Klage ankommen zu lassen, stehe ich zwiespältig da. Ich bezweifle, dass ich vor Gericht verliere, aber als Laie bin ich mir nicht sicher, ob es irgendein anderes Gesetz gibt, gegen welches ich unwissend verstoßen habe und doch noch zahlen muss. Anwaltskosten übersteigen Streitwert. Im Notfall verteidige ich mich selbst vor Gericht und zahle, wenn ich verliere, kommt aufs selbe hinaus. Ich habe einen ganzen Tag das Internet zu durchforsten und ähnliche Fälle zu finden. Einige posts meinen, dem Inkasso-Büro nicht zu schreiben, um sie im Blinden zu lassen, falls es doch zu einer Gerichtsverhandlung kommt.

Post vom Inkassobüro?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121920 Beiträge, 40081x hilfreich)

Zitat (von vulubalulu):
Was sollte der nächste Schritt sein?

Ignorieren.
Die Begründung muss von denen kommen.



Zitat (von vulubalulu):
Was kann ich erwarten wenn ich nicht antworte.

Irgendwas zwischen "nichts" und "verurteilung"



Zitat (von vulubalulu):
Die Vorgehensweise dieses Inkasso-Büros hat mir so viel Stress bereitet

Ich kann jetzt nicht ganz nachvollziehen, weshalb "ignorieren" hier so viel Stress bereitet hat?



Zitat (von vulubalulu):
digital abo durch Fremdzugriff getätigt

Bedeutet jetzt was genau?



Zitat (von vulubalulu):
Zwischenzeitlich habe ich mehrmals den Kundensupport Amazons kontaktiert

Die wohl nutzloseste und inkompetenteste Abteilung im Unternehmen ...
Aber man hat Fragen und Antworten gesichert?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
vulubalulu
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ignorieren.
Die Begründung muss von denen kommen.

Gefällt mir. Mach ich so.


Zitat (von Harry van Sell):
Ich kann jetzt nicht ganz nachvollziehen, weshalb "ignorieren" hier so viel Stress bereitet hat?

Das Ignorieren war einfach. Der Stress kam durch die Mahnbrief-induzierte-Paranoia.


Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von vulubalulu):
digital abo durch Fremdzugriff getätigt

Bedeutet jetzt was genau?

Das bedeutet, dass jemand an die Logindaten meines seit Jahren unbenutzen Amazon-Kontos gelangt ist und ein digitales Abo in Höhe von 44.99 Euro abgeschlossen hat.


Zitat (von Harry van Sell):
Aber man hat Fragen und Antworten gesichert?


Ja in Form des Chatverlaufs und zwar sogar im vollen Umfang. Etwas konnte ich schon aus denen rausquetschen: ersten und letzen Buchstaben der email und ein paar Ziffern des Bankkontos. Beide mir unbekannt.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2463 Beiträge, 726x hilfreich)

Zitat (von vulubalulu):
Die Vorgehensweise dieses Inkasso-Büros hat mir so viel Stress bereitet,

Wie lächerlich ist das denn? Du hast doch alles ignoriert

Zitat (von vulubalulu):
b) an meinen alten Vornamen + Namen addressiert war, den ich seit über 7 Jahren nicht verwende

Was soll man sich darunter vorstellen? Hast du deine Namen offiziell geändert oder nennst dich privat nur anders?
Zitat (von vulubalulu):
Ich habe den Brief ignoriert, stattdessen habe ich Amazon kontaktiert

Macht voll Sinn ... Nicht.

Zitat (von vulubalulu):
Es auf eine Klage ankommen zu lassen,

Ich vermute mal, dass es wegen des Streitwertes zu keiner Klage kommen wird. Das ist aber wirklich nur eine Vermutung.

Zitat (von vulubalulu):
Ich habe einen ganzen Tag das Internet zu durchforsten und ähnliche Fälle zu finden

Macht ebenfalls keinen Sinn, da es immer auf Einzelfälle ankommt.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121920 Beiträge, 40081x hilfreich)

Zitat (von vulubalulu):
Das bedeutet, dass jemand an die Logindaten meines seit Jahren unbenutzen Amazon-Kontos gelangt ist und ein digitales Abo in Höhe von 44.99 Euro abgeschlossen hat.

Das könnte zu einem Problem werden - denn wie will man das beweisen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

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