Arzt stellt Anwaltskosten in Rechnung? Muss ich zahlen?

17. November 2015 Thema abonnieren
 Von 
daihiri
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Arzt stellt Anwaltskosten in Rechnung? Muss ich zahlen?

Hallo Zusammen,

da mir hier schon einmal geholfen wurde habe ich eine Frage die hoffentlich relativ einfach zu beantworten ist:

Ich befand mich bei einem Arzt in Behandlung und konnte einen Termin nicht wahrnnehmen. Diesen habe ich rechzeitig abgesagt, bekam aber dennoch eine Rechnung über 40 Euro für den nicht wahrgenommenen Termin. Die Rehnung habe ich nach der ersten Mahnung bezahlt.

Ich habe dann eine Bewertung über Jameda vorgenommen und ein Schreiben seiner Anwältin bekommen das ich doch bitte die Bewertung löschen soll. Dieses habe ich (um unnötige Kosten zu vermeiden) ebenfalls getan.

Nun stellt mir der Arzt die kosten für den Anwalt in Rechnung (genauer Wortlaut siehe unten) Muss ich diese begleichen?

Zitat:

xxxxxxx .1. XXX wegen Forderung
Sehr geehrter Herr XXX,

in obiger Angelegenheit haben Sie die Forderung meines Mandanten zwischenzeitlich gezahlt. Da Sie zu meiner Beauftragung Veranlassung gegeben haben, haben Sie gemäß §§ 284 , 286 BGB auch die in nachfolgender Kostennote berechneten RA-Gebühren für meine Inanspruchnahme zu tragen.
Verqütunqsrechnunq Nr. XXX
Gegenstandswert 40,00 €
Geschäftsgebühr §§ 13 , 14 RVG . Nr. 2300 VV RVG (1,3) 58:50 €
Pauschale für Post und Telekommunikation Nr. 7002 \N RVG 11,70 €
Zwischensumme netto 70,20 €
19 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG 13.34 €
zu zahlender Betrag 83,54

Überweisen Sie bitte den Rechnungsbetrag bis zum 27.11.2015 auf mein oben im Briefkopf genanntes Konto.
Nach Ablauf dieser Frist müssen Sie damit rechnen, dass ich mit der Einleitung gerichtlicher Maßnahmen beauftragt werde, die Ihnen ganz erhebliche zusätzliche Kosten verursachen würden.


Mit freundlichen Grüßen
xxxxxxx


-- Editiert von Moderator am 17.11.2015 15:09

-- Thema wurde verschoben am 17.11.2015 15:09

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
daihiri
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Bitte ggf. in "Forum Standesrecht, Anwalts- und Verfahrenskosten" verschieben.

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#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16155x hilfreich)

Der Anwalt wurde beauftragt, um das Geld anzumahnen oder beauftragt, um dich wegen dem Negativ-Eintrag abzumahnen?
Dein Negativ-Eintrag war sachlich formuliert?

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#3
 Von 
daihiri
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

der negativ Eintrag war natürlich sachlich formuliert. Der Anwalt wurde bezüglich der Negativ Bewertung eingeschaltet, hat aber auch auf die noch fehlenden 40 Euro hingewiesen. Beides wurde über einen einzigen brief kommuniziert.

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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16155x hilfreich)

Dann stellt sich die Frage, ob überhaupt hätte bezahlt werden müssen. Ohne die Vertragsdetails zu kennen, lässt sich dazu nichts sagen.
Ich würde dem Anwalt schreiben, dass man ganz grundsätzlich die Zahlung und die Löschung der Bewertung ohne Anerkenntnis irgendeiner Rechtspflicht geleistet hat und dass er doch bitte Klage beim örtlichen Amtsgericht einreichen möge, wobei man dann gerne das Geld per Gericht zurückfordern wird.

-- Editiert von mepeisen am 17.11.2015 14:46

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#5
 Von 
daihiri
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

ich habe den "Behandlungsvertrag" geprüft und sowiet ist auch ncihts gegen die 40 Euro zu sagen die habe ich ja auch bezahlt. Das der Herr Arzt jetzt allerdings auch noch seine Anwaltskosten auf mich abwältzen will damit seine Löscherei Negativer Bewertungen refinanziert wird sehe ich nicht so recht ein?

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#6
 Von 
andreas124
Status:
Lehrling
(1570 Beiträge, 463x hilfreich)

Die Kostennote hat ja zum Streitwert nur die 40 EUR Hauptforderung, also ist davon auszugehen, das auch nur diese Kosten und nicht auch die der Aufforderung zur Löschung mit abgerechnet werden.
Die Frage ist nun, befandest du dich schon im Verzug bevor du das Anwaltschreiben erhalten hast, wenn ja, wären die Kosten durch dich zu erstatten.

Oder was sagst du dazu @ mepeisen?

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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16155x hilfreich)

Zitat:
Oder was sagst du dazu @ mepeisen?

Sieht so aus, ja. Deswegen meine Frage, ob die 40€ so korrekt vereinbart wurden. Es gibt da eine Reihe interessanter Gerichtsurteile in diesem Bereich. Da wird schonmal argumentiert, die Terminabsprache sei am Ende nur eine unverbindliche Organisationshilfe für den Arzt, die aber bei rechtzeitiger Absage keine Schuld begründet. Vielleicht kann der TE mal dort recherchieren.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#8
 Von 
actrostom
Status:
Praktikant
(718 Beiträge, 246x hilfreich)

Zitat (von daihiri):
Die Rehnung habe ich nach der ersten Mahnung bezahlt.
Ich habe dann eine Bewertung über Jameda vorgenommen und ein Schreiben seiner Anwältin bekommen das ich doch bitte die Bewertung löschen soll.


Wenn die Rechnung schon bezahlt war ist der Fall erledigt.

Wie schon mepeisen sagte:
Dem Anwalt schreiben, dass man die Löschung der Bewertung ohne Anerkenntnis irgendeiner Rechtspflicht geleistet hat und keine Zahlung erfolgen wird.

Signatur:

Alle hier geschriebenen Worte sind frei gefunden und zufällig zusammengesetzt.

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