AuPair Vertrag gekündigt, Familie fordert Geld für Sprachkurs

27. Januar 2017 Thema abonnieren
 Von 
alexanderl1
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
AuPair Vertrag gekündigt, Familie fordert Geld für Sprachkurs

Hallo zusammen,
meine Freundin und ich haben aktuell ein Problem:

Meine Freundin ist im August als AuPair nach Deutschland gekommen.
Der Vertrag und die Vermittlung liefen über eine AuPair Vermittlerin - Sie hat den Vertrag aufgesetzt.
In dem Vertrag wurde neben dem Taschengeld festgelegt, dass die Gastfamilie sich dazu verpflichtet, dem AuPair 50€ pro Monat für einen Deutschkurs zu bezahlen.

Die Gastfamilie hat aber anstatt die 50€ pro Monat zu zahlen, einen Intensiv-Deutschkurs gebucht und 480€ gezahlt.

Nach 6 Monaten war das Verhältnis zwischen der Familie und meiner Freundin so schlecht, dass Sie die Stelle kündigen wollte.
Wir haben nach Vorlage der AuPair Vermittlerin eine Kündigung unter Einhaltung der 14-tägigen Frist geschrieben.

Die Gastfamilie hat Ihre Kündigung nicht akzeptiert und auf eine eigene Kündigung beharrt, in dieser wollte die Familie jedoch Kosten geltend machen, die laut AuPair Vermittlerin nicht statthaft gewesen wären.
Die AuPair Vermittlerin hat uns geraten, die Familie sofort zu verlassen und nichts zu unterschreiben.
Sie hätte telefonisch mit beiden Parteien gesprochen, beide Parteien hätten deutlich gemacht, dass sie nicht auf die Einhaltung der 14-tägigen Frist beharren, der Vertrag wäre somit beendet.

Nun hat meine Freundin Post von einem mit der Gastfamilie befreundeten Anwalt erhalten.
Der Brief ist heute, am 27.01, angekommen (vom 24.01) und der Anwalt fordert bis zum 30.01 einen Betrag von 137€.
Heute ist Freitag, es ist somit unmöglich den Betrag bis zum 30.01 auf das Konto gutzuschreiben.
Außerdem halten Sie sich weitere Forderungen offen (Krankenversicherung und Vertragsbruch, es gab aber keine Vertragsstrafe in dem Vertrag)

Für uns stehen nun folgende Fragen aus:
-Laut AuPair Vermittlerin muss der zuviel gezahlte Betrag nicht zurückgezahlt werden, da es keine schriftliche oder mündliche Einigung gab, was im Falle eines früheren beenden des Vertrags passiert. (Moralisches möchte ich in diesem Fall außen vor lassen, da wir noch keine Entscheidung getroffen haben und die Familie mit sehr unfairen Mitteln arbeitet)
Außerdem gab Sie an, dass es in diesem Fall um einen Härtefall, begründet durch psychologischen Druck, handelt und somit keine Kündigungsfrist bestehe ("Vertragsbruch").
Wäre es besser, den Betrag zu zahlen oder der AuPair Vermittlerin zu glauben?

-Wie gehe ich mit dem Anwalt weiter um? Ich möchte keinen Betrag zahlen, wenn weitere Forderungen offen gehalten werden. Außerdem halte ich die "Frist" für unzumutbar und ein weiteres Druckmittel, sodass ich keine Informationen einholen kann.

-Wie ist der ganze Fall rechtlich zu bewerten?

Ich danke fürs lesen und für jede Antwort,
vielen Dank,
Alexander

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
The Mentalist
Status:
Praktikant
(970 Beiträge, 296x hilfreich)

Keine Rechtsberatung.

Zitat:
Wir haben nach Vorlage der AuPair Vermittlerin eine Kündigung unter Einhaltung der 14-tägigen Frist geschrieben.

Die Gastfamilie hat Ihre Kündigung nicht akzeptiert und auf eine eigene Kündigung beharrt, in dieser wollte die Familie jedoch Kosten geltend machen, die laut AuPair Vermittlerin nicht statthaft gewesen wären.

Ihr habt also bei der Vermittlerin gekündigt? Ihr habt ja auch einen Vertrag mit der Vermittlerin und nicht mit der Familie?
Es braucht keine Kündigung gegenüber der Familie, da ihr mit dieser keinen Vertrag habt.
Zitat:

Nun hat meine Freundin Post von einem mit der Gastfamilie befreundeten Anwalt erhalten.
Der Brief ist heute, am 27.01, angekommen (vom 24.01) und der Anwalt fordert bis zum 30.01 einen Betrag von 137€.

Welcher Forderunggrund? Die Deutschkurse? Ihr habt die Deutschkurse nie gebucht, war also eine reine Gefälligkeitsleistung von der Familie. Aus meiner Sicht muss man das nicht zahlen.
Zitat:

Außerdem halten Sie sich weitere Forderungen offen (Krankenversicherung und Vertragsbruch, es gab aber keine Vertragsstrafe in dem Vertrag)

Wenn es bei anderen Gläubigern ist: Irrelevant. Der Anwalt macht also eine Vertragsstrafe auch noch zusätzlich geltend?
Zitat:

Laut AuPair Vermittlerin muss der zuviel gezahlte Betrag nicht zurückgezahlt werden, da es keine schriftliche oder mündliche Einigung gab, was im Falle eines früheren beenden des Vertrags passiert.

Welcher zu viel bezahlter Betrag? :???:
Zitat:
Außerdem gab Sie an, dass es in diesem Fall um einen Härtefall, begründet durch psychologischen Druck, handelt und somit keine Kündigungsfrist bestehe ("Vertragsbruch").

Das hat nichts mit Vertragsbruch zu tun?
Zitat:

-Wie ist der ganze Fall rechtlich zu bewerten?

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