Bank Kündigt Kredit...und nun?!

2. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Marc01
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Bank Kündigt Kredit...und nun?!

Hallo liebe Forengemeinde,

Ich habe ein Riesenproblem.
Die Bank hat meinen Kredit gekündigt.
Es ist so , dass ich vor ca. Anderthalb Jahren 25.000 als Kredit aufgenommen habe.

Seit ende letzten Jahres konnte ich die Raten nicht mehr pünktlich zahlen , war mal mit einer Rate , mal mit zwei offen.
Hatte zwischendurch auch mal komplett gezahlt und dann wieder nicht.

Es ist gerade alles eine Riesengroße schei... und macht mich fertig.
Ich kann keine Insolvenz durchlaufen, weil die 10 Jahre von der letzten noch nicht vorbei sind..
Ich habe es einfach nicht gelernt..

Jedenfalls habe ich mich informiert und das gefunden:

Gemäß Paragraf 498 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) darf die Bank ein Darlehen kündigen, wenn der Kreditnehmer mit zwei Raten und zehn Prozent der Darlehenssumme in Verzug ist. Beträgt die Laufzeit mehr als drei Jahre, reichen bereits fünf Prozent aus. Als weitere Voraussetzungen, damit die Kündigung rechtens ist, sieht der Gesetzgeber eine schriftliche Mahnung mit einer Frist zum Begleichen der offenen Raten von 14 Tagen und ein Gesprächsangebot zur gemeinsamen Lösungsfindung vor.


Das mit den mehr als zwei Raten und mehr als 5 % stimmt.

Jedoch:
Ich habe mehrmals gefragt ob man die offene Summe Stunden könnte und auch mehrmals gefragt ob man die Raten kleiner machen könnte .

Beides wurde verneint mit der Begründung dass dies nicht möglich sei, falls es in Zukunft aber möglich sei man mich informieren werde.
Es ist ein Kredit von Younited Kredit ...die sind halt irgendwie keine richtige Bank...auch die Mitarbeiter im Support sind glaube ich keine richtigen Bankangestellten und sagen selbst, da sei vieles Automatisiert.

Es wurde also der Punkt , eine gemeinsame Lösung zu finden nicht wahrgenommen.

Ebenso kam nie eine schriftliche Mahnung per Brief an sondern nur per Email, reicht das aus?

Und zu guter letzt, gab man mir auch nicht 14 Tage zum Ausgleich der offenen Forderung.

Am 26.03.2024 wurde die Kündigung verfasst und in dem Brief steht, ich soll die komplett offene Summe bis zum 31.03.2024 zahlen.

Also innerhalb von 5 Tagen wo noch Feiertage mit drin sind.

Gesetzlich sind ja 14 Tage vorgeschrieben.

Jedenfalls bin ich am Arsch ...ich weiss nicht was ich machen soll.
Das schlimmste ist das mein Arbeitgeber davon erfahren wird und das aller aller schlimmste ist, dass mir meine Oma und Opa letzten Sommer 7000 Euro geliehen/ geschenkt haben weil unser Auto kaputt ging und wir uns davon einen gebrauchten gekauft haben ( 140.000 km)

Wenn dieses Auto gepfändet wird , dass würden meine Oma und Opa nicht verkraften ..Sie sind schon sehr alt und sagen immer , wir sind die einzigen in der Familie denen Sie vertrauen können.

Gebe es die Möglichkeit das Auto jetzt noch auf Oma und Opa umzumelden?
Streng genommen habe ich es zwar gekauft und es läuft auf mich , aber es war ja das Geld von Oma und Opa.
Welche Möglichkeiten gibt es da?


Ebenso was ist mit dem PC von unseren Sohn...den er vom Weihnachtsmann geschenkt bekommen hat?! Wird der auch gepfändet?
Was ist mit seiner Ps5 ...Auch gepfändet?

Ich habe gerade solche eine Angst !!! Ich kann nicht mehr schlafen und ich hasse mich .

Gibt es noch irgendeine Möglichkeit solche Pfändungen abzuwenden...irgendwelche Ratenzahlungen?!

Versteht mich nicht falsch.. ich arbeite Vollzeit war noch nie im Leben arbeitslos..Kann aber einfach mit Geld nicht umgehen weswegen das meine Frau ab jetzt auch übernimmt.

Jedenfalls ist meine einzige Hoffnung das die Bank den Kredit vll.an ein Inkassounternehmen verkauft anstelle es gleich Gerichtlich ein zu klagen , dass wäre Meine Einzige Möglichkeit eine Pfändung zu umgehen und eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Vielleicht hat irgendjemand einen Rat.

Ich bin echt sehr unruhig und traurig gerade.

Danke fürs lesen...
Marc

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2425 Beiträge, 719x hilfreich)

Zitat (von Marc01):
Ich kann keine Insolvenz durchlaufen, weil die 10 Jahre von der letzten noch nicht vorbei sind..

Warum die Angst? Als Schuldner weißt du doch wie es läuft.

Zitat (von Marc01):
Gibt es noch irgendeine Möglichkeit solche Pfändungen abzuwenden...irgendwelche Ratenzahlungen?!

Hast du denn eine (Lohn-)Abtretung beim Abschluss des Vertrages unterschrieben?
Ganz prinzipiell entscheidet der Gläubiger wie er verfahren wird. Einen Anspruch hast du nicht.

Zitat (von Marc01):
arbeitslos..Kann aber einfach mit Geld nicht umgehen weswegen das meine Frau ab jetzt auch übernimmt.

Und du meinst ernsthaft, dass die es besser kann? Sie weiß doch von den Anschaffungen, den Ausgaben,... . Wenn du/ihr die Einnahmen nicht erhöhen könnt müsst ihr an die Ausgaben ran. Kürzen, streichen, Verträge/Abos kündigen,... . Ggf gibts bei der Schuldnerberatung/Verbraucherzentrale jemanden der euch unterstützt.

Zitat (von Marc01):
Ebenso kam nie eine schriftliche Mahnung per Brief an sondern nur per Email, reicht das aus?

Klar

Zitat (von Marc01):
Gebe es die Möglichkeit das Auto jetzt noch auf Oma und Opa umzumelden?

Klar, wenn man mit den straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen leben will.

Zitat (von Marc01):
Ebenso was ist mit dem PC von unseren Sohn...den er vom Weihnachtsmann geschenkt bekommen hat?! Wird der auch gepfändet?
Was ist mit seiner Ps5 ...Auch gepfändet?

Realistisch interessieren diese Dinge keinen GV.

Zitat (von Marc01):
Jedenfalls ist meine einzige Hoffnung das die Bank den Kredit vll.an ein Inkassounternehmen verkauft anstelle es gleich Gerichtlich ein zu klagen

Und da haben wir bereits dein nächstes Problem. Das IB wird auch Geld kosten und die Vereinbarung auch nochmal. Du kennst das doch alles. Auch wenn die sich auf eine Vereinbarung einlassen wirst du diese bei eurem Lebenswandel/Denkweise wieder nicht einhalten.

An deiner Stelle würde ich jetzt ersteinmal schauen ob eine Lohnabtretung unterschrieben wurde und der Arbeitgeber genannt ist.

Dann ist zwingend eine Einnahmen- Ausgabentabelle zu machen. Vergesst nicht jährliche Kosten und setzt die Ausgaben realistisch an und nicht zu niedrig. Bedenkt auch Reparatur Kosten, Neuanschaffungen,... Dann überlegen was weg kann. Ggf caritativen Schuldnerberater aufsuchen.

Dann erst schauen ob man mit dem Kreditgeber verhandeln kann. Dies sollte schriftlich erfolgen. Sollte eine Abgabe ans IB erfolgen mit denen schriftlich verhandeln. Aber auch erst wenn man weiß was auch wirklich stemmbar ist ohne in ansehbarer Zeit wieder vorm gleichen Problem zu stehen.

Wenn ihr / du immer wieder die gleichen Probleme habt hilft vielleicht auch eine dauerhafte Führung eines Haushaltsbuches.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38441 Beiträge, 14004x hilfreich)

Mein Rat: Schuldnerberatung aufsuchen.

Außerdem: erkennen, dass die Insolvenz kein Werkzeug ist, das "über die Verhältnisse leben" von Zeit zu Zeit zu regulieren, so dass andere auf Deinen Schulden sitzen bleiben. Außerdem mal den Kreditvertrag lesen, dann weiß man auch, unter welchen Voraussetzungen dieser wirksam gekündigt werden konnte. Ferner, wenn Dich das überhaupt erreicht: jede Ausgabe muss auf den Prüfstand, auch Selbstverständlichkeiten wie PKW, xy-Handys in der Familie, Versicherungen u.s.w.. Also, Lebensstil dem Einkommen und nicht den Bedürfnissen anpassen.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120082 Beiträge, 39829x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Also, Lebensstil dem Einkommen und nicht den Bedürfnissen anpassen.

Das wird aufgrund der Pfändungen mehr oder weniger automatisch passieren.



Zitat (von Marc01):
Jedenfalls habe ich mich informiert und das gefunden:

Statt Falschinformationen von irgendwelche ominösen Websiten zu beziehen, würde ich immer im jeweiligen Paragrafen nachlesen.



Zitat (von Marc01):
Es wurde also der Punkt , eine gemeinsame Lösung zu finden nicht wahrgenommen.

Und?
Da der nicht Pflicht ist, ist das völlig irrelevant.



Zitat (von Marc01):
Es ist ein Kredit von Younited Kredit ...die sind halt irgendwie keine richtige Bank

Doch sind sie, sitzen halt nur in Frankreich.



Zitat (von Marc01):
Und zu guter letzt, gab man mir auch nicht 14 Tage zum Ausgleich der offenen Forderung.

Wenn das BGB anwendbar wäre hier der § 498 BGB - wäre das nicht rechtens.
Aber mal realistisch, was würde das ändern?



Zitat (von Marc01):
Gebe es die Möglichkeit das Auto jetzt noch auf Oma und Opa umzumelden?

Klar.
Nützt aber nichts, denn man ist ja Eigentümer.



Zitat (von Marc01):
den er vom Weihnachtsmann geschenkt bekommen hat?! Wird der auch gepfändet?
Was ist mit seiner Ps5 ...Auch gepfändet?

Gerichtsvollzieher glauben nicht an den Weihnachtmann ...
Aber das Eigentum des Sohnes ist in nicht so großer Gefahr, denn Sippenhaft gibt es nicht.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16984 Beiträge, 5890x hilfreich)

Zitat (von Marc01):
........sieht der Gesetzgeber eine schriftliche Mahnung..........vor.
Wo steht, dass diese schriftlich zu erfolgen hat?

Zitat (von Marc01):
.......mit einer Frist zum Begleichen der offenen Raten von 14 Tagen........
Bei einem Darlehensvertrag ist es egal ob der Darlehensgeber eine Bank oder irgendein Unternehmen ist. §498 ist gültig.

Ich würde schnellstens die ausstehenden Raten zahlen und dann der Bank mitteilen, dass deren Kündigung, aus besagtem Grund, unwirksam sei.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

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