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Bezahlte Titulierung / Erledigungsschreiben.

25. November 2012 Thema abonnieren
 Von 
cologne2006
Status:
Schüler
(169 Beiträge, 43x hilfreich)
Bezahlte Titulierung / Erledigungsschreiben.

Ist ein Inkassounternehmen oder desgleichen bei verlangen des Schuldners verpflichtet, bei Erledigung der Schuld ein Erledigungsschreiben auszustellen od. den Titel herauszugeben?

Und wenn ja, welche § od. Geschäftshandlung regelt dieses?

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cologne2006
Status:
Schüler
(169 Beiträge, 43x hilfreich)

Ist dieses miteinander gleichzusetzen ????

§ 371
Rückgabe des Schuldscheins


Ist über die Forderung ein Schuldschein ausgestellt worden, so kann der Schuldner neben der Quittung Rückgabe des Schuldscheins verlangen. Behauptet der Gläubiger, zur Rückgabe außerstande zu sein, so kann der Schuldner das öffentlich beglaubigte Anerkenntnis verlangen, dass die Schuld erloschen sei.

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#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16078x hilfreich)

bitte beschränke dich auf ein thema. dann wissen die antwortenden auch die hintergründe

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#3
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6031 Beiträge, 1338x hilfreich)

Die Themen sind zwar ähnlich, aber es ist nicht ersichtlich, dass es sich um exakt die selbe Sache handelt. Daher allgemein:

Aus § 371 BGB lässt sich analog die Verplichtung des Gläubigers ableiten, den entwerteten Titel bei Erledigung zurückzugeben.

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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16078x hilfreich)

ok, dann machen wir es noch allgemeiner. Es wird sehr gerne einmal nach 10-15 Jahren oder noch später (Titel sind 30 Jahre vollstreckbar) nachgefragt, ob man das bezahlen will. Selbstredend haben die meisten nach so langer Zeit keine Unterlagen mehr, erinnern sich auch nicht oder nur sehr ungenau daran. Insofern ist es auch aus Selbstschutz wichtig, auf die Herausgabe des Original-Titels (keine Kopie!) zu bestehen, sobald es bezahlt wurde.

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#5
 Von 
cologne2006
Status:
Schüler
(169 Beiträge, 43x hilfreich)

Der Meinung bin ich auch !!!! Doch was , wenn sich ein Gläubiger querstellt!
Allein schon für die eigene Kontrolle.


Ich war halt mal arbeitslos und arbeite alles nacheinander ab.

Dabei sind einige Inkasso schreiben etc angefallen.
Und meistens bekommt man diese in 10 facher Ausführung immer mal wieder.
Um der einfachhalber würde ich diese gerne vernichten, wenn die Sache abgezahlt ist um dann nur noch 1 Beleg abzuordnen.

Ich hab schon so nen dicken Hals, dass ich die Inkassostellen demnächst persönlich anfahre, um mir diese Belege einzuholen.

Die denken echt, die könnten sich über einige Dinge hinweg setzen.

Ich brauch nen Para od sowas um mir die Verpflichtung einzuholen . Es muss doch irgendwas geben , was dieses festsetzt?

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#6
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16078x hilfreich)

quote:
Doch was , wenn sich ein Gläubiger querstellt!

Vor Gericht Klage auf Herausgabe des Titels stellen. Dann wird er dazu gezwungen und erhält die Gerichtsgebühr als Strafe dazu.
Das macht man aber erst wenn es bezahlt ist und wenn es einen Nachweis zur Bezahlung gibt.

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#7
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6031 Beiträge, 1338x hilfreich)

Und nach Fristsetzung mit Klageandrohung.

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#8
 Von 
cologne2006
Status:
Schüler
(169 Beiträge, 43x hilfreich)

Könnte ein Inkassounternehmen nicht damit argumentieren, dass der Schuldner ebenso den Nachweis der Zahlung aufbewahren könnte statt des entwerteten Titels ? Und darüber hinaus die Austragung bei der Schufa .

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#9
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16078x hilfreich)

Nein. Es gibt eine explizite gesetzliche Pflicht, den Titel bei Befriedigung herauszugeben. Der Titel im Original ist dasjenige Dokument, was das Eintreiben der Schuld erlaubt. Die entsprechende Klausel wurde bereits genannt.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#10
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6031 Beiträge, 1338x hilfreich)

Wobei ich auch schon Meinungen gelesen habe, dass es sich bei der Aushändigung nicht um eine Bringschuld handelt und der Schulner somit ggf. noch Versandkosten für die Übersendung tragen muss.

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#11
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16078x hilfreich)

Das mag sein, diesen Euro kann man aber denke ich sogar noch bezahlen, wenn die Gegenseite dies einfordert.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
cologne2006
Status:
Schüler
(169 Beiträge, 43x hilfreich)

Zitat: Nein. Es gibt eine explizite gesetzliche Pflicht, den Titel bei Befriedigung herauszugeben. Der Titel im Original ist dasjenige Dokument, was das Eintreiben der Schuld erlaubt. Die entsprechende Klausel wurde bereits genannt. Zitat Ende.

§ 371 lässt sich ableiten !

Ja, aber auch nur ableiten .
Auch das mit der Bringschuld etc habe ich nachgelesen.

Es ist tatsächlich so, dass die Inkassounternehmen nicht auf die Anschreiben reagieren ...

Die Inkassounternehmen denken die könnten machen wat se wollen.

Es sind 3 Stück. Und ich möchte mit allen Mitteln die mir zustehenden Vollstreckungsbescheide um eine Mögliche Betrügerische Weitergabe oder einer Kostendoppelung zu vermeiden. Wat weiß ich was in 10 Jahren ist.

Was wäre mit § 775 Einstellung oder Beschränkung der Zwangsvollstreckung !

Ich gehe zum Gericht und mache mit meinen eingezahlten Quittungen glaubhaft, dass die Schuld beglichen ist.

Bekomme ich dann auch was ausgehändigt?
Ist dass überhaupt möglich?
Kann ich dass bei jedem Gericht machen ?
Was würde es etwa kosten ?







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-- Editiert cologne2006 am 02.01.2013 03:47

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#13
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16078x hilfreich)

quote:
Bekomme ich dann auch was ausgehändigt?
Ist dass überhaupt möglich?
Kann ich dass bei jedem Gericht machen ?
Was würde es etwa kosten ?

Natürlich, denn du hast Anspruch darauf. Wie das exakt abgeleiutet wird, das hat der Richter dann zu wissen. Vor einem Amtsgericht muss man nicht perfekt argumentieren, ohne Anwalt schonmal gar nicht. In meinen Augen genügt es, dem Gericht gegenüber zu belegen, dass der Gläubiger befriedigt ist und zu belegen, dass eine Aufforderung zur Herausgabe des Titels ergebnislos war.

Zuständig wäre in der Regel das örtliche Amtsgericht, da du Verbraucher bist (und soweit es nicht um Summen > 5000€ geht).

Du wirst gerichtskosten vortstrecken müssen. Das sind vom Streitwert http://www.anwaltskosten-berechnen.de/gerichtskostenvorschuss/. Da ich davon ausgehen würde, dass die Gegenpartei zur Herausgabe verurteilt wird, wird sie das dann am Ende alles zu zahlen haben.
Ob man deswegen auch direkt einen Anwalt mit der Klage beauftragt sei dahin gestellt. Beispiele eines Urteils: http://www.rws-verlag.de/hauptnavigation/volltexte.html?volltext=d840cc5d906c3e9c84374c8919d2074e&jahr=2008&date_anchor=24112008

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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