Brauche Hilfe, Mahnbescheid Zwangsvollstr. wie gehts weiter

13. Juli 2004 Thema abonnieren
 Von 
JoergKR
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Brauche Hilfe, Mahnbescheid Zwangsvollstr. wie gehts weiter

Hallo ich hoffe mir kann einer einen Tip geben,

ich habe im vergangenen Jahr häufiger das Wohngeld für meine Eigentumswohnung nicht gezahlt und bin nun per Mahnbescheid dazu aufgefordert wurden die Zahlungen zu leisten. Soweit so gut.

Nun ist folgendes passiert, ich habe dem Anwaltsbüro einen Vorschlag für eine Ratenzahlung in sehr großen Raten vorgeschlagen und habe keinen Widerspruch gegen den Mahnbescheid eingeleitet.

Nun hat mir einen Tag vor Ablauf der 14-Tagefrist das Anwaltsbüro einen Vorschlag unterbreitet, der meine Ratenzahlung akzeptiert, gleichzeitig jedoch die Abtretung meiner Mietansprüche an den Hausverwalter vorsieht. Da mein Haus noch nicht abbezahlt ist benötige ich die Mieteinnahmen um die Hypotheken zu bedienen. Diese Geschichte würde mich in die private Insolvenz treiben. Welche Möglichkeiten habe ich?

Was passiert wenn ich mich auf diese Geschicjte nicht einlasse, der Anwalt dorht mit Zwangsvollstreckung. Hat das zu bedeuten ich bin meine Wohnung los, oder kann ich danach immer noch eine Ratenzahlung zu normalen Verhältnissen vereinbaren?

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-57
Status:
Lehrling
(1131 Beiträge, 273x hilfreich)

Zunächst solltest Du 3 x täglich eine Reality-Pille schlucken und wirst dann feststellen, daß es so, wie Du Dir es vorstellst, ja nun doch nicht geht.
Du kannst nicht mit den Schulden an der Eigentümergemeisnchaft ein anderes Haus finanzieren.
Und Du hast keinen Anspruch auf Ratenzahlung.

Geh lieber in die Insolvenz, da richtest Du keinen Schaden mehr an.

Wolfgang

-----------------
"Wirtschafts-Consult Gesundheitsberufe "

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#2
 Von 
Leiti
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 1x hilfreich)

Klasse Wolfgang, bist ne echte Hilfe.... gähn!

An JoergKR:

grundsätzlich solltest Du klären ob die abgetretenen Mieten auch direkt zur Tilgung, oder nur zur Sicherung eingesetzt werden. Das da gesundes Misstrauen vorliegt ist ja wohl klar. Von daher ist es doch nur verständlich, wenn der Anwalt sich die Mieteinnahmen abtreten lässt, damit er -falls Du mal wieder "vergißt" die Raten zu zahlen- die Miete kassieren kann um deine Schulden zu begleichen. Zahlst Du die Raten artig bis zum Ende, so wird er die Mieten auch nicht einkassieren...

Gruß
Thorsten

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Mati
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo Jörg,

Thorsten liegt mit seinem Tipp schon völlig richtig. Dennoch würde ich rein vorsorglich Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen, damit nicht doch noch irgendein Büroangestellter pennt und einen Vollstreckungsbescheid mit anschließender Vollstreckung beantragen kann. Zu der Begründung des Widerspruches kannst Du ja angeben, dass Du in Vergleichsverhandlungen mit der Antragstellerseite stehst. Natürlich ist dazu nur anzuraten, wenn Du auch wirklich Deine Vereinbarungen mit dem Rechtsanwalt einhälst.

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#4
 Von 
guest123-57
Status:
Lehrling
(1131 Beiträge, 273x hilfreich)

Normalerweise ist Grundlage jedes Ratenzugeständnisses des Klägers, daß die Forderung tituliert wird, d.h. der Vollstreckungsbescheid ergeht und kein Einspruch eingelegt wird. Kein Gläubiger macht eine Ratenzahlungsvereinbarung und fängt die Titulierung von vorne an.
Insofern ist der Ratschlag weltfremd.

Wolfgang

-----------------
"Wirtschafts-Consult Gesundheitsberufe "

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Nemo
Status:
Schüler
(345 Beiträge, 44x hilfreich)

Du brauchst einen Widerspruch nicht begründen.
Zu Wolfgang, bevor Du wieder vorschlägst, dem Schuldner die Finger abzuhacken,solltest Du die Zitierung der Inkassobüros sein lassen,nach dem Motto, ich schicke Dir einen VB, aber lege bitte keinen Widerspruch ein

-----------------
" Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zugang hat (Friedrich Dürrenmatt)"

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
BlackDevil
Status:
Schüler
(249 Beiträge, 63x hilfreich)

Das mit dem Widerspruch halte ich für sehr gefährlich.

Sollte der Antragsteller auf die Idee kommen, die Abgabe ans Streitgericht zu beantragen, entstehen einiges an Kosten die dann wohl Joerg bezahlen wird, da die Forderung wohl rechtens ist!

Außerdem hat der Antragsteller das Recht sich die Forderung durch einen Vollstreckungsbescheid sichern zu lassen.

Ich kenne auch div. Briefe von Rechtsanwälten, in denen steht, falls Widerspruch erhoben werden sollte, die Ratenzahlungvereinbarung aufgehoben wird.

Also würde ich wirklich raten keinen Widerspruch einzulegen, da das wirklich teuer werden kann.

Warum sollte denn auch der Antragsteller den Gerichtsvollzieher beauftragen bzw. die Vollstreckung beantragen, wenn er eh das Geld in Raten bekommt.


1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest123-57
Status:
Lehrling
(1131 Beiträge, 273x hilfreich)

Außerdem ist eine Ratenzahlungsvereinbarung, wenn sie eingehalten wird, ein Vollstreckungshindernis und wird von jedem Gerichtsvollzieher und von jedem Vollstreckungsgericht so gesehen.

Im übrigen stoppt kein vernünftiger Gläubiger in ganz Deutschland seine Titulierung, nur weil der Schuldner sich bequemt, von Raten zu sprechen...

Und wenn er Widerspruch einlegt und so die Forderung nicht anerkannt, ist sowieso Schluß mit Lustig und mit jeglicher Nachsicht.

Wolfgang

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"Wirtschafts-Consult Gesundheitsberufe "

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