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CCS Inkasso & Rossmann

21. April 2019 Thema abonnieren
 Von 
rebuhasi
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
CCS Inkasso & Rossmann

Guten Abend,

mein Freund hatte im Dezember 2018 bei Rossmann mit Karte gezahlt, die Lastschrift konnte jedoch nicht erfolgen.
Im Februar habe ich, anhand der Benachrichtigung der Bank über die Rücklastschrift, den offenen Betrag von 31,52 € an Ingenico Payment überwiesen.

Seither erfolgte keinerlei Benachrichtigung von Rossmann bzw einem Ingenico Payment Services GmbH - bis jetzt.

Nun kam am 15.04.19 ein Brief von CCS Inkasso mit dem Betreff "Letzte Mahnung vor Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens". Zuvor erfolgte jedoch keine Mahnung bzw. Information darüber, dass zusätzliche Kosten entstanden sind und beglichen werden müssen!

Folgende Auflistung an Kosten sind in dem Schreiben aufgeführt:

1. Hauptforderung 25,35
2. Bankrücklastschriftkosten 7,50
3. Mahnspesen 2,47
4. Belegermittlungskosten 6,62
5. Adressermittlungskosten 17,34
6. Geschäftsgebühr 33,75
7. Post- und Telekommunikationspauschale 6,75

8. bereits geleistete Teilzahlungen 31,52
___________________________________________________________
Gesamt 68,26


Das erscheint mir doch sehr dubios, dass nach 2 Monaten plötzlich eine "letzte Mahnung" mit Rechnungsaufstellung ins Haus flattert und man zuvor jedoch rein gar nichts gehört hat.

Kann mir hier jemand weiterhelfen, wie man am besten nun vorgeht?

LG

-- Editiert von rebuhasi am 21.04.2019 22:51

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104128 Beiträge, 37601x hilfreich)

Zitat (von rebuhasi):
den offenen Betrag von 31,52 €

Wie genau hat der Betrag sich zusammengesetzt?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4807 Beiträge, 1888x hilfreich)

Ich vermute, Du hast mit den EUR 31,52 die Hauptforderung (EUR 25,35) und die Rücklastschriftkosten mit EUR 6,17 überwiesen.
Damit ist die Forderung beglichen.

Zitat:
1. Hauptforderung 25,35


Bereits bezahlt an den Gläubiger!

Zitat:
2. Bankrücklastschriftkosten 7,50


EUR 7,50 sind viel zu hoch. Eigentlich sind EUR 6,17 auch zu hoch. Mit EUR 4 zahlt man locker den Schaden.

Zitat:
3. Mahnspesen 2,47


Für was? Rücklastschrift war eine Selbstmahnung. Daraufhin hat der Schuldner sofort gezahlt.

Zitat:
4. Belegermittlungskosten 6,62


Das war nicht nötig, denn der Schuldner hat die Forderung bereits gezahlt.

Zitat:
5. Adressermittlungskosten 17,34


Das war nicht nötig, denn der Schuldner hat die Forderung bereits gezahlt.

Zitat:
6. Geschäftsgebühr 33,75


Inkasso musste nicht eingeschaltet werden, da die Forderung ja bereits beglichen wurde.

Zitat:
7. Post- und Telekommunikationspauschale 6,75


Unsinn!

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
rebuhasi
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Ich vermute, Du hast mit den EUR 31,52 die Hauptforderung (EUR 25,35) und die Rücklastschriftkosten mit EUR 6,17 überwiesen.
Damit ist die Forderung beglichen.

Dachten wir ja auch. Und nun kam der Wisch -.-
Wie reagiert man denn nun am besten darauf?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16060x hilfreich)

Ich würde denen folgendes senden:
"Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Sie wurden tätig, nachdem die Forderung längst bezahlt war. Ich bestreite, dass sie jemals eine Rechtsdienstleistung erbringen. Stattdessen handelt es sich bei Ihrer Tätigkeit um echtes/unechtes Factoring im Sinne des BGH, 21.03.2018 - VIII ZR 17/17 .
Es steht Ihnen frei, mir durch Vorlage des vollständigen mit Gläubiger geschlossenen Vertragswerkes, eines ausführlichen Tätigkeitsnachweises und eines Kontoauszuges, dass die Inkassokosten in meinem Fall vom Gläubiger bezahlt wurden, das Gegenteil nachzuweisen."

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#5
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9330 Beiträge, 2980x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Sie wurden tätig, nachdem die Forderung längst bezahlt war.


Aus dem Text ergibt sich das nicht.

Zitat (von rebuhasi):
im Dezember 2018 bei Rossmann mit Karte gezahlt


Zitat (von rebuhasi):
Im Februar habe ich
Zitat (von rebuhasi):
Nun kam am 15.04.19 ein Brief von CCS Inkasso mit dem Betreff "Letzte Mahnung


Dass sind die hier bekannten Fakten, die nicht ausschließen, dass das Inkasso schon vor der Überweisung eingeschaltet wurde.

Berry

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
rebuhasi
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Wann das Inkasso eingeschalten wurde, ist mir nicht bekannt, da wir erst jetzt im April schriftlich etwas von denen gehört haben - zuvor wie gesagt nicht.

Zuvor gab es nur eine Rücklastschrift - und diese haben wir beglichen (mit den dort aufgeführten zusätzlichen Kosten).

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16060x hilfreich)

Zitat:
Aus dem Text ergibt sich das nicht.

Doch. Lies nochmal. Im Februar wurde anhand der Bankbenachrichtigung beglichen. Zwei Monate später (im April) wurde das Inkasso erst aktiv, erklärt die Überweisung kurzerhand als Teilzahlung, um dann nochmals Gebühren aufzuschlagen. Das ist vom Ablauf her für mich klar.

Wenn das Inkasso schon vorher eingeschaltet gewesen sein soll, wieso weiß es dann im ersten Forderungsbrief bereits von der Teilzahlung?

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
rebuhasi
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich hatte dem Inkasso nun geschrieben und als Antwort kam:

" [...] Jede von der Bank nicht eingelöste Lastschrift verursacht Bankgebühren. Zugleich verursacht eine Rücklastschrift eine Aufwandsentschädigung bei der Ingencio Payment Services GmbH.

Sie sind seit dem Scheitern des Lastschrifteinzugs mit der Erfüllung des fälligen Kaufpreises in Verzug, ohne dass es einer Mahnung bedurft hätte.
Nachdem der Kaufpreis im Wege des Lastschriftverfahrens nicht eingezogen werden konnte, ist durch diese Selbstmahnung bereits Verzug eingetreten, so dass die infolge des Verzugs entstandenen Kosten als Verzugsschaden ersatzfähig und von Ihnen zu tragen sind.

Auch das wiederholte Einziehen des offenen Forderungsbetrages am 17.01.2019 scheiterte. Hierdurch sind weitere Gebühren entstanden.

Die Ingenico Payment Services GmbH beauftragte einen Dienstleister damit, den von Ihnen unterzeichneten Lastschriftbeleg beizubringen. Hierfür berechnete die Firma Rhenus einen Betrag von 6,62 Euro. In der Anlage überreichen wir einen Nachweis.

In Form einer 1-Cent-Überweisung auf Ihr Konto informierte die Ingenico Payment Services GmbH Sie nochmals über die offene Kartenzahlung sowie über unsere mögliche Beauftragung. Hierbei wurde Ihnen unsere Telefonnummer zur Kontaktaufnahme mitgeteilt.

Ihre Überweisung von 31,52 Euro ist am 19.02.2019 eingegangen.

Da bis zur mitgeteilten Frist kein vollständiger Ausgleich der offenen Forderung erfolgte, wurden wir mit dem Vorgang beauftragt. In der Anlage überreichen wir eine Vollmacht.

Im Rahmen der Abwicklung einer girocard-Kartenzahlung werden lediglich Daten wie Bankverbindung, Kartenfolgenummer, das Kartenverfallsdatum, sowie der Kaufbetrag, Datum und Uhrzeit übermittelt.

Zum Zwecke der Geltendmachung der Forderung musste demzufolge Ihre Adresse gegen Zahlung von 17,34 Euro ermittelt werden. In der Anlage überreichen wir einen Nachweis. [...]"

Die Vollmacht wurde am 15.01.19 unterschrieben. Ein Schreiben über die 17,34€ liegt ebenfalls vor.

Mich irritiert, dass sie vor der 2. Abbuchung bevollmächtigt wurden, jedoch jetzt erst im April plötzlich ein "letzte Mahnung" - Schreiben kommt.

Bin jetzt unsicher, ob und was wir zahlen müssen

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16060x hilfreich)

Ich würde entweder das Schreiben ignorieren oder denen folgendes schreiben:
---
Werte CCS. Selbst wenn es eine Aufwandsentschädigung bei der Ingenico Payment Services GmbH ausgelöst haben sollte - was ich bestreite - wissen Sie, dass nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sämtliche Aufwandsentschädigungen und Personalkosten grundsätzlich niemals vom Schuldner gefordert werden dürfen.
Wie sie ebenfalls wissen, sind wiederholte Einzugsversuche, sogenannte Hoffnungsläufe, nichts, wozu ich jemals einen Schaden ersetzen muss. Auch dies ist ständige Rechtsprechung.
Das angebliche Beibringen eines Lastschriftbelegs per externen Dienstleister wird von mir bestritten. Ebenfalls wird von mir bestritten, dass dies jemals Kosten von 6,62 Euro verursachen soll. Es ist unsinnig anzunehmen, dass die ursprüngliche Gläubigerin gleich mehrere Dienstleister beauftragen muss, um Lastschriftbelege, die sie selbst vorliegen hat, beizubringen. Im Endeffekt handelt es sich hier aber ebenfalls um versteckte Personalkosten.
Meine Adresse musste genauso wenig ermittelt werden, da ich das, was durchsetzbar erscheint, längst bezahlt hatte.
In Summe erscheint mir all das, was sie schreiben, ein Fall von gewerblichem Betrug zu sein. Sie scheinen auch absichtlich Falschangaben dazu zu machen, was gerichtlich durchsetzbar ist und was sie an Gebühren frei erfunden haben. Ich stelle daher in Aussicht, Strafanzeige zu erstatten, wenn Sie mich nicht in Ruhe lassen.
Im übrigen haben Sie meiner Aufforderung Folge zu leisten, mir den vollständigen zwischen Gläubigerin und Ingenico, sowie zwischen Ingenico und CCS geschlossenen Vertrag vorzulegen, sowie nachzuweisen, dass die Inkassokosten jemals an Sie bezahlt wurden. Ich benötige diese Unterlagen zur Sachprüfung, ob jemals eine Rechtsdienstleistung von Ihnen erbracht wird, was ich bestreite. Solange Sie mir die Sachprüfung eines geringeren Schadens ausdrücklich verweigern, bin ich -ö auch das wissen sie sicher - zu exakt gar nichts verpflichtet."

Ich bin für deutliche Worte. Im Grunde ist das viel zu viel, was man schreibt. Es ist auch nichts, was die jemals hören wollen...

Signatur:

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