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Deutsche Bahn Inkasso - Bahn Card

30. Mai 2022 Thema abonnieren
 Von 
jcks
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Deutsche Bahn Inkasso - Bahn Card

Ich habe ein Abo für eine Bahn Card 25. Letztes Jahr (2021) bin ich umgezogen und hatte meine Bank geändert, so dass die BahnCard (55€) nicht automatisch bezahlt wurde. Ich hatte auch vergessen meine postalische Adresse zu aktualisieren.

Als ich vor zwei Wochen die neue Rechnung für 2022 bekommen habe, ist mir beides eingefallen und habe dann die postalische Adresse aktualisiert und die Zahlung gemacht. Zusätzlich habe ich die DB per E-Mail kontaktiert. Heute habe ich von der Universum Inkasso GmbH eine Mail mit eine Forderung von 130€ (50€ Geschäftsgebühr + 10 € Auslagenpauschale + 12€ für 3x Adressanfragen + ...) bekommen.

Ist dies gerecht und muss ich den vollen Betrag zahlen?

Mir ist bewusst dass die Situation mein Fehler ist, ich hätte aber erwartet von der DB bzw. vom Inkasso-Unternehmen aktiv kontaktiert zu werden. Ich habe die Rechnung für die BahnCard per E-Mail bekommen und danach auch regelmäßig andere Informationen zur Änderung der Vertragsbedingungen usw. über diesen Weg bekommen. Hätte ich eine Mahnung o.Ä. bekommen hätte ich direkt gezahlt, ich wurde aber kein einziges Mal diesbezüglich kontaktiert. Ich bin bereit ein gewisses Lehrgeld zu zahlen, aber angesichts der Tatsache dass die von Anfang an eine gültige Kontaktadresse gehabt haben (E-Mail) und die nicht benutzt wurde, finde ich den Betrag viel zu hoch - als ob die extra die Zeit vergehen lassen würden um den Betrag und die Zinsen hochzuschrauben.

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104271 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von jcks):
Hätte ich eine Mahnung o.Ä. bekommen

Die bekam man wohl, 1-2 Stück, die blieben nur unbeachtet ...



Zitat (von jcks):
3x Adressanfragen

Hatte man sich ordentlich umgemeldet?



Und was sind
Zitat (von jcks):
+ ...



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
jcks
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Die bekam man wohl, 1-2 Stück, die blieben nur unbeachtet ...


Dass kann sein, die sind bei mir aber nie angekommen. Bei der alten Wohnung stand mein Name nicht mehr, wurden die per Post geschickt hätten die zurückgehen sollen. Wenn die E-Mail Adresse gut genug ist um mir Rechnungen zu schicken, hätte ich erwartet dass die auch für Mahnungen verwendet werden kann.

Zitat (von Harry van Sell):
Hatte man sich ordentlich umgemeldet?


Ja, ich bin im Mai umgezogen und habe mich direkt umgemeldet - habe dazu auch die Bestätigung der Stadt (Umzug innerhalb der gleichen Stadt). Die Bahn Card erneuert sich jedes Jahr im Juni und die Adressanfragen waren im August 21, November 21 und März 22. Die anderen Kostenpunkte sind "4,12 % (5,00 Prozentpunkte über Basiszinssatz) aus 55€ vom XX.08.2022 - XX.05.2022)" und "Mandantenmahnauslagen", beide aber sehr gering.

Edits: kleinere Typos korrigiert

-- Editiert von jcks am 30.05.2022 00:58

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
cirius32832
Status:
Master
(4652 Beiträge, 1134x hilfreich)

Zitat (von jcks):
Wenn die E-Mail Adresse gut genug ist um mir Rechnungen zu schicken, hätte ich erwartet dass die auch für Mahnungen verwendet werden kann.


Ich hätte das nicht erwartet.....

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104271 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von jcks):
Bei der alten Wohnung stand mein Name nicht mehr, wurden die per Post geschickt hätten die zurückgehen sollen.

Dazu bedarf es einer "Vorausverfügung" des Absenders. Ansonsten kann es passieren das die nicht zurückgehen und es keine Rückmeldung über die Unzustellbarkeit gibt.



Zitat (von jcks):
Wenn die E-Mail Adresse gut genug ist um mir Rechnungen zu schicken, hätte ich erwartet dass die auch für Mahnungen verwendet werden kann.

Nun, die DSGVO steht dem mitunter entgegen ...



Zitat (von jcks):
die Adressanfragen waren im August 21, November 21 und März 22.

Offenkundig sinnlose und wirkungslose Adressanfragen müssen nicht vom Schuldner bezahlt werden ...



Zitat (von jcks):
"Mandantenmahnauslagen"

Postalische Mahnungen sind in der Regel mit 1 - 1,50 EUR zu vergüten, elektronische in der Regel mit 0 EUR.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
jcks
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Ich hätte das nicht erwartet.....

Zitat (von Harry van Sell):
Nun, die DSGVO steht dem mitunter entgegen ...


Wie soll ich das verstehen? Schreibt die DSGVO vor dass Mahnungen nur per Post - und nicht per E-Mail verschickt werden sollen? Als Laie sehe ich dass sowohl in der Rechnung wie auch der Mahnung meine persönliche Daten (Name, Adresse,...) sowie dass ich denen Geld überweisen muss stehen. In den anderen Mails die ich von der DB bekommen habe waren auch wichtige Infos wie Preisanpassungen, Änderung der Vertragsbedingungen u.Ä.

Wie kommt die Geschäftsgebühr zusammen? Ist die anfechtbar bzw. hängt die vom Zahlungszeitpunkt ab? Ich weiß dass ich mir die Probleme verursacht habe, fühle mich aber trotzdem unfair behandelt... Ich kann nicht verstehen dass ich darüber erst nach einem Jahr von eigener Hand erfahre, obwohl die zwei gültige Kontaktadressen haben. Was wäre passiert wenn ich nicht darüber gedacht hätte? Warten die extra mehrere Jahre bevor die probieren dass Geld einzusammeln um so mehr Geld zu kassieren?

PS: Danke für die Antworten

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104271 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von jcks):
Schreibt die DSGVO vor dass Mahnungen nur per Post - und nicht per E-Mail verschickt werden sollen?

Nö, aber sie schreibt vor, das die Nutzung personenbezogener Daten ohne Erlaubnis verboten ist.

Jetzt ist halt fraglich, was man bezüglich der E-Mail und auch den Versand von Mahnungen vertraglich vereinbart hat.



Zitat (von jcks):
Wie kommt die Geschäftsgebühr zusammen?

Findet sich da nicht in der Ausstellung, z.B. irgendwas mit "RVG"?



Zitat (von jcks):
Was wäre passiert wenn ich nicht darüber gedacht hätte?

Mit Glück wäre es dann verjährt und man hätte gar nichts mehr zahlen müssen ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
jcks
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Findet sich da nicht in der Ausstellung, z.B. irgendwas mit "RVG"?


Ah, ja, da steht "1,10 Geschäftsgebühr analog § 4 Abs. 5 S. 1 RDGEG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG aus 55 EUR". Zusätzlich "Auslagenpauschale analog Nr. 7002 VV RVG"

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4810 Beiträge, 1888x hilfreich)

Regelmäßig werden Forderungen für eine Bahncard nicht eingeklagt.
Nach einem widersprochenen Mahnbescheid und Bettelbrief ist i.d.R. Schluss.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Kalanndok
Status:
Lehrling
(1305 Beiträge, 204x hilfreich)

Zitat (von jcks):
1,10 Geschäftsgebühr


Würde ich für den Fall, dass der Schuldner (aus Sicht des Gläubigers) unbekannt verzogen ist erstmal für korrekt halten.

Es ist aber zu prüfen, warum es 3 Adressermittlungen gebraucht hat, wenn man sich doch ordentlich umgemeldet hat.

1x Hilfreiche Antwort

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