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EOS Otto Deutscher Inkasso Dienst

15. Oktober 2014 Thema abonnieren
 Von 
guest-12324.07.2020 10:55:57
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 186x hilfreich)
EOS Otto Deutscher Inkasso Dienst

Hallo miteinander,

ich habe Schreiben des EOS Inkassodienstes im Auftrag von Otto bekommen, da ich eine berechtige Forderung i.H.v. 23,60€ vergessen habe zu überweisen.

Die Forderung des Inkassos schlüsselt sich wie folgt auf:

Hauptforderung: 23,60
Bisherige Kosten/
Mahnkosten des Auftraggebers: 40,00

Inkassovergütung: 54,00

Zinsen: 0,03

Gesamtforderung: 117,63€


Nun ist mir klar, dass Inkassogebühren als Solches nicht eingeklagt werden.
Wie sieht das allerdings mit den Mahnkosten des Auftraggebers i.H.v. 40€ aus? Können diese eingeklagt werden? Oder handelt es sich dabei sogar um eine Doppelung der Inkassokosten?

Liege ich mit folgendem Vorgehen richtig?

- Hauptforderung + Zinsen + Porto = Insgesamt 28€ mit dem Verwendungszweck wie angegeben überweisen

- Schreiben an das Inkasso, dass jegliche Meldung an Auskunfteien untersagt wird

- alles weitere ignorieren

- ggfs. Mahnbescheid widersprechen


Für eine hilfereiche Antwort danke ich im Voraus.

Gruß, Fabian.

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16078x hilfreich)

quote:
Mahnkosten des Auftraggebers: 40,00
Vollkommener Blödsinn. Maximal 2,50€ wären erlaubt. Das sind die Koste für Briefporto, Briefpapier usw.

quote:
Inkassovergütung: 54,00

Im Falle EOS definitiv nicht erstattungsfähig. EOS gehört zu Otto. Das, was die hier behaupten, dass der Otto ein Schaden entstehen würde, ist in Wahrheit ein Reingewinn für den Konzern.

Mit 28€ sind die sicherlich sehr gut bedient. Überweise das direkt an Otto und im Verwendungszweck "HF + Zinsen + Briefporto". Mehr nicht.

Der EOS würde ich ein "Ich weise die Forderung als Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht zurück. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien."

EOS wird sicherlich versuchen, seine Kosten zu begründen. Irgendetwas von Schadensersatz schreiben. In diesem Fall würde ich eine Beschwerde ans Amtsgericht Hamburg schreiben (so etwas kostet nichts). "Wertes Gericht. Bekanntlich gehört EOS DID zum Otto-Konzern. Unter Aktenzeichen XYZ hat mich EOS zur Zahlung einer Otto-Rechnung aufgefordert und dabei zum einen Mahngebühren in Höhe von satten 40€ frei erfunden, sowie eine Inkassogebühr erhoben. EOS will mich zur Zahlung der Gebühren zwingen mit dem Argument, dass hier ein Schaden entstanden wäre. Nach meiner Recherche ist das gelogen und eine pure Erfindung, denn EOS DID führt die Gewinne logischerweise an den Otto-Konzern ab. Ich beantrage, dem Inkasso die Lizenz zu entziehen wegen einem offensichtlichen Betrugsversuch und wegen ungerechtfertigter Bereicherung. Ich bin gewiss nicht der einzige, bei dem EOS DID diesen Betrugsversuch unternimmt."

Dann weiß das Inkasso, woran es ist. Hintergrundinfo: EOS DID steht unter Beobachtung wegen dieser Masche bei konzerninternem Inkasso zu lügen, dass irgendwelche Schäden entstehen würden.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12324.07.2020 10:55:57
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 186x hilfreich)

Vielen Dank für die Antwort.
Dann werde ich das genau so machen :-)


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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6389x hilfreich)

quote:
- Hauptforderung + Zinsen + Porto = Insgesamt 28€ mit dem Verwendungszweck wie angegeben überweisen


Würde ich auch so machen

quote:
Der EOS würde ich ein "Ich weise die Forderung als Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht zurück. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien."


OK - aber stell Dich mental trotzdem darauf ein das man Dir in einem weiteren Schreiben "erklären" wird warum Du die Inkassogebühren zu zahlen hast

Ich würde noch zusätzlich die kantaktaufnahme per telefon untersagen

Wie bereits von @mepeisen erwähnt ist EOS eine 100 % Tochter von Otto ;-)

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"EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse "

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12324.07.2020 10:55:57
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 186x hilfreich)

Die Mahnung wurde nun auch an meine Eltern geschickt, bei denen ich schon lange nicht mehr wohne und auch schon weit über ein Jahr nicht mehr gemeldet bin.
Kann man dagegen vorgehen?


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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105986 Beiträge, 37845x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Die Mahnung wurde nun auch an meine Eltern geschickt, <hr size=1 noshade>

Vermutlich schon geöffnet den Brief?

Wenn der nächste kommt, nicht öffnen, Anschrift durchstreichen, "UNBEKANNT - ZURÜCK" drauf schreiben und in den nächsten Briefkasten werfen.





-----------------
"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12324.07.2020 10:55:57
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 186x hilfreich)

Danke.

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""

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16078x hilfreich)

Man könnte über eine Strafanzeige wegen Nötigung nachdenken oder mindestens über eine Beschwerde beim Aufsichtsgericht. Die müssen ja wissen, dass die Adresse veraltet ist. Die machen das offensichtlich absichtlich, nachdem sie festgestellt haben, dass dort nach wie vor jemand gleichen Nachnamens wohnt. Die machen das also nur, um die öffentlich bei unbeteiligten Dritten richtig bloß zu stellen. Das ist Nötigung...

Insbesondere unter dem Blickwinkel, dass wie gesagt die Inkassogebühren hier wirklich frei erfunden sind, da konzernintern...

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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