Hilfe & Kontakt
Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
525.056
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang

Einer falschen Rechnung nicht zeitnah widersprochen – Welche Folgen?

 Von 
Malte0112358
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Einer falschen Rechnung nicht zeitnah widersprochen – Welche Folgen?

Folgender Fall:

Die DB fordert von mir zu Unrecht eine Fahrpreisnacherhebung. Ich hatte mich jedoch nicht gleich darum gekümmert, sondern bin zunächst in den Urlaub gefahren.
Wider daheim finde ich eine zwei Wochen nach dem Vorfall abgeschickte Mahnung vor und einen Brief eines Inkassounternehmens, welches den Fall 3 weitere Wochen danach übernommen hat.

Meine Frage:
Die Fahrpreisnacherhebung selbst muss ich zwar nicht bezahlen, aber wie sieht es mit den Inkassogebühren aus? Jene sind ja dadurch entstanden, dass ich nicht pünktlich widersprochen habe. Die DB musste nicht wissen, dass ihre Forderung ungültig ist.
Oder hätte ich gar keine Pflichten gehabt und erst auf das gerichtliche Mahnverfahren reagieren müssen?


Für eine Antwort wäre ich dankbar

Malte

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Inkassogebühren Mahnverfahren DB Fahrpreisnacherhebung


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22610 Beiträge, 14897x hilfreich)

Kurze Rückfrage: Wieso denkst du, dass du nicht bezahlen musst bzw. dass sie den falschen haben?

Ansonsten: Wenn die Hauptforderung unberechtigt ist, sind auch sämtliche Inkassokosten unberechtigt.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Malte0112358
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort.

Der Fall war folgender:

Ich reiste eine Strecke mit Bus und anschließend mit der Bahn. Beim Busfahrer erwarb ich eine Karte für die gesammte Strecke. Ich hatte einen Kleinhund dabei, jedoch keine Transportbox. Deshalb hätte ich eigentlich für ihn, wie ich mittlerweile weiß, einen Kinderfahrschein erwerben müssen.

Der Busfahrer verlangte dies jedoch nicht und wies auch nicht darauf hin. Der Kontrolleur im Zug verlangte daraufhin 60 €.
Der Busfahrer war befugt, mir eine Fahrkarte zu verkaufen und ich durfte mich darauf verlassen, eine gültige Fahrkarte erworben zu haben. Darauf habe ich vor mich zu berufen.

Außerdem habe ich diese Strecke schon mehr als 200 mal mit Hund zurückgelegt, ohne dass sich je ein Kontrolleur beschwert hätte. Ich habe also immer wieder eine falsche Information erhalten von Personen, auf deren Auskunft ich mich verlassen können sollte.









0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22610 Beiträge, 14897x hilfreich)

Schwierig. Ich wüsste auf Anhieb nicht, ob man da raus kommt. Die Regeln der Bahn sind da allerdings durchaus eindeutig (wenn auch gut versteckt). Ohne Box dürfen Tiere nur mitgenommen werden, wenn sie unabdingbar sind (beispielsweise Blindenhund/ spezielle Therapiehunde).

Da offenbar bisher nicht geschehen, würde ich einen Widerspruch ans Inkasso schicken mit der Begründung, dass der Busfahrer eine gültige Karte verkauft hatte.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1141 Beiträge, 434x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):

Da offenbar bisher nicht geschehen, würde ich einen Widerspruch ans Inkasso schicken mit der Begründung, dass der Busfahrer eine gültige Karte verkauft hatte.

@mepeisen, der Busfahrer hat ihm keine Fahrkarte verkauft.
Ich sehe keinen Grund warum die DB auf die Forderung verzichten sollte.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22610 Beiträge, 14897x hilfreich)

Zitat:
@mepeisen, der Busfahrer hat ihm keine Fahrkarte verkauft.

Doch, das hatte er doch. Nur ebend keine, wo der Hund mitreisen kann bzw. keine zweite für den Hund.

Zitat:
Ich sehe keinen Grund warum die DB auf die Forderung verzichten sollte.

Den Grund gibt es durchaus. Niemand hatte ihm je gesagt, dass das so nicht in Ordnung sei, er wurde zigfach problemlos kontrolliert. Das Problem ist halt: Genau dieser Punkt ist unmöglich zu beweisen. Und damit bringt es nichts, sich darauf zu berufen.

Wenn ich zu einem Busfahrer sage, dass ich gerne von einem Stadtteil Berlins in einen zweiten will und er verkauft eine Fahrkarte, die nicht ausreicht, dann ist das keine Schwarzfahrt. Dann muss man ggf. nachlösen bzw. die Differenz bezahlen aber keine Strafe. So sehe ich das. Bleibt aber wie gesagt das Beweisproblem.

-- Editiert von mepeisen am 04.07.2019 19:36

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69590 Beiträge, 32085x hilfreich)

Zitat (von Malte0112358):
Der Busfahrer verlangte dies jedoch nicht und wies auch nicht darauf hin.

Da müsste man erst mal prüfen, in wie weit es da überhaupt eine Beratungs- und Hinweispflicht seitens des Busfahrers gäbe.

In der Regel hat der Fahrgast auch eine Informationspflicht bezüglich des lösens der korrekten Fahrkarten.


Die Argumentation vor Gericht zu bringen, das man jahrelang regelmäßig schwarz gefahren ist, kann auch gewaltig nach hinten losgehen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22610 Beiträge, 14897x hilfreich)

Die Lösung für die Irritationen kann ganz einfach sein: Unterschiedliche Beförderungsbedingungen zwischen Bus bzw. lokalem Verkehrsverbund und der deutschen Bahn. Mehr kann man dazu nicht sagen. An irgendeinem Punkt wird ein Kunden auch verpflichtet, Sonderregeln durchzulesen. Ob einem das hilft, dass es relativ versteckt ist. So Dinge wie Tiere und Fahrrad, dazu gibt es halt Sonderbedingungen.

Aber gut, der TE hat sich entschieden, das nicht einzusehen. Seine Entscheidung.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 180.594 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
76.544 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.