Fitnessstudio will 22 Monatsbeiträge + Schadensersatz + Inkasso bei 3 monatiger Vertragslaufzeit

2. Januar 2024 Thema abonnieren
 Von 
dmdba
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Fitnessstudio will 22 Monatsbeiträge + Schadensersatz + Inkasso bei 3 monatiger Vertragslaufzeit

Ich habe 2020 mein Bankkonto geändert. Dabei vergessen, dass bei meinem Fitnessstudio anzugeben. Hier hatte ich einen Vertrag, den ich alle 3 Monate kündigen kann. Alle 3 Monate wird dann auch erneut eine "Servicepauschale" fällig. Zu Corona habe ich dann den Vertrag online gekündigt, habe aber darüber keinen Nachweis. Ich habe dann überhaupt nicht mehr daran gedacht und bekomme jetzt 2023 ein Schreiben vom Inkasso, über 1305 Euro. In der Auflistung sind
- 15 Mitgliedsbeiträge x 30 €
- 5 Mitgliedsbeiträge x 40€
- 5 "Servicepauschalen" x 15€
- Schadensersatz 314€ (Bei 3 Monaten Laufzeit?)
- unzählige Positionen Zinskosten
- Inkassokosten 134 €
- Geschäftsgebühr ...RVG 114€
- Postpauschale 20€

Hätten die nicht längst selbst mir kündigen müssen nach 2 Jahren ohne Zahlungseingang und einer Kündigungsfrist von 3 Monaten? Können die so viel Schadensersatz verlangen... welcher Schaden...? Außerdem hat sich die Kündigungsfrist wohl plötzlich auf 6 Monate verändert, wie an den Servicepauschalen zu sehen. Ich habe jetzt in meinem Spam Ordner eine "2. Mahnung" von 2022 gefunden, über 21 Mitgliedbeiträge. Sonst nichts.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121030 Beiträge, 39978x hilfreich)

Zitat (von dmdba):
Hätten die nicht längst selbst mir kündigen müssen nach 2 Jahren ohne Zahlungseingang und einer Kündigungsfrist von 3 Monaten?

Nö.



Zitat (von dmdba):
Können die so viel Schadensersatz verlangen...

Komische Frage - den Beweis dafür hat man doch schwarz auf weiß auf dem Tisch liegen?



Zitat (von dmdba):
welcher Schaden...?

Das frage man sinnigerweise denjenigen welcher den Ersatz fordert ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2448 Beiträge, 721x hilfreich)

Zitat (von dmdba):
15 Mitgliedsbeiträge x 30 €
- 5 Mitgliedsbeiträge x 40€
- 5 "Servicepauschalen" x 15€

Unstrittig oder?
Zitat (von dmdba):
Schadensersatz 314€ (Bei 3 Monaten Laufzeit?)

Müsstest du klären. Vertrag / AGB lesen, aufschlüsseln lassen vom IB.

Zitat (von dmdba):
unzählige Positionen Zinskosten

Könnte iO sein

Zitat (von dmdba):
Inkassokosten 134 €
- Geschäftsgebühr ...RVG 114€

Was hast du genau bekommen? Ein Schreiben vom IB/RA oder MB/VB? Sollte es nicht vom Gericht kommen, so ist die Kostendopplung nicht gestattet. Ggf kannst du uns mal mitteilen nach welchen Paragraphen gefordert wird.

Zitat (von dmdba):
Postpauschale 20€

iO

Zitat (von dmdba):
Ich habe jetzt in meinem Spam Ordner eine "2. Mahnung" von 2022 gefunden, über 21 Mitgliedbeiträge. Sonst nichts.

Was willst du denn noch? Ist mehr als nötig.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
dmdba
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Um vielleicht einmal etwas präziser zu formulieren worum es mir geht... Ich hatte eigentlich gekündigt. Deswegen trifft mich dieses Schreiben recht unerwartet. Ich habe allerdings in meinen Emails keine Bestätigung erhalten. Das ist natürlich mein Versagen das nicht überprüft zu haben. Was mich ärgert ist halt, dass die erste Mahnung nach mind. einem Jahr nicht bezahlter Beiträge gekommen sein muss (wenn überhaupt). Ich also lange überhaupt keinen Kenntnisstand von deren Ansprüchen hatte. Das ist dann wohl Taktik. Bei anderen wird man ja recht schnell darauf hingewiesen.

Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
Zitat (von dmdba):
15 Mitgliedsbeiträge x 30 €
- 5 Mitgliedsbeiträge x 40€
- 5 "Servicepauschalen" x 15€

Unstrittig oder?


Klar wie sich das ergibt. Allerdings ergibt sich hieraus eben, dass die Kündigungsfrist wohl von 3 auf 6 Monate geändert wurde. Darüber habe ich auch keine Email erhalten (auch nicht im Spam).

Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
Unstrittig oder?
Zitat (von dmdba):
Schadensersatz 314€ (Bei 3 Monaten Laufzeit?)

Müsstest du klären. Vertrag / AGB lesen, aufschlüsseln lassen vom IB.


Wäre mir jetzt einleuchtend, wenn die mir vorab aufgrund ausstehender Zahlungen kündigen und dann die noch zu begleichenden Beiträge für die eigentliche Laufzeit als Schaden deklarieren. Das passt aber vom Betrag nicht. Wären ja knapp 8 Monate.

Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
Was hast du genau bekommen? Ein Schreiben vom IB/RA oder MB/VB? Sollte es nicht vom Gericht kommen, so ist die Kostendopplung nicht gestattet. Ggf kannst du uns mal mitteilen nach welchen Paragraphen gefordert wird.


"Inkassokosten": 134,40€
"0,9 Geschäftsgebühr §13e RDG, analog § 13 Abs. I RVG Nr.2300 Abs. II VV RVG" 114,30€
Das Schreiben ist von einem "Registrierter Inkassodienstleister, XY GmbH & Co. KG"

Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
Was willst du denn noch? Ist mehr als nötig.
Natürlich ist das nötig. Allerdings habe ich wie oben eben minimum über ein Jahr, wenn nicht fast zwei, überhaupt nichts von meinem Zahlungsrückstand (und dadurch die nicht durchgegangene Kündigung) erfahren. Wenn die zweite Mahnung nach erst fast zwei Jahren Zahlungsrückstand kommt...

Zudem habe ich jetzt noch eine Email gefunden. Die hatten mir geschrieben, ich denke aufgrund des registrierten Kontowechsels:

"Sehr geehrter Herr XY,

Sie wurden als Zahlungspflichtiger in einem Vertrag hinterlegt. Für den erfolgreichen Lastschrifteinzug senden wir ihnen das ausgefüllte SEPA-Mandat im Anhang. Bitte prüfen sie die Angaben und senden uns das Dokument unterzeichnet zurück.

Viele Grüße"

Und ich habe denen das SEPA-Mandat unterschrieben zurückgeschickt. Sie hatten also die ganze Zeit meine korrekte Kontoverbindung, haben aber nicht abgebucht. Und jetzt ist es meine Schuld und ich soll die ganzen extra Kosten bezahlen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121030 Beiträge, 39978x hilfreich)

Zitat (von dmdba):
Natürlich ist das nötig.

Juristisch gesehen ist es mangels Rechtsgrundlage nicht nötig.



Zitat (von dmdba):
Und ich habe denen das SEPA-Mandat unterschrieben zurückgeschickt.

Zurückschicken reicht nicht, ankommen muss es ...



Zitat (von dmdba):
Sie hatten also die ganze Zeit meine korrekte Kontoverbindung

Das könnte man wie konkret beweisen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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