Forderung Deutscher Inkassodienst

20. Juli 2010 Thema abonnieren
 Von 
Hasenpf0te
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Forderung Deutscher Inkassodienst

Hallo,

ich habe mal eine Frage, bei der ich momentan selber nicht weiter weiß.
Es geht um meine Freundin, diese hat letzte Woche ein Schreiben vom deutschen Inkassodienst aus Hamburg erhalten, in der ihr vorgeworfen wird eine Rechnung aus dem Jahre 2001 (Otto Versand) nicht bezahlt zu haben.

Allerdings weiß sie von solch einer Bestellung absolut nichts und hat sich bisher auch nie etwas zuschulden kommen lassen. Auch war die angegebene Adresse eine, an der sie selber nie gewohnt hat (nur ihre Mutter mit gleichem Familiennamen) und dadurch auch nie Briefe vom besagten Inkassounternehmen erhalten hat.

Die Ursprungsforderung von etwas mehr als 80€ sind mittlerweile auf über 400€ gestiegen und sie sieht natürlich nicht ein diese zu zahlen. Nach einem Telefonat mit dem Inkassounternehmen wurde bereits ein Eintrag bei der Schufa gemacht und ein Vollstreckungsbescheid ausgestellt. Sie berufen sich darauf, das sie die Mahnungen nicht widerrufen hat (wie auch, wenn sie die Briefe selbst nie erhalten hat) und bitten sie zur Zahlung. Das Verhältnis zu ihrer Mutter, die die Briefe auch erhalten hat, ist leider nicht sonderlich gut, weshalb sie diese auch nie weitergeleitet hat.

Zwischendurch war meine Freundin überings 4 Jahre im Ausland, weshalb sie sich wohl auch erst jetzt wieder an die neuen Adresse wenden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie geht man am besten dagegen vor? Meine Freundin ist mittlerweile soweit, das sie die Forderung zahlen will damit die Sache aus der Welt ist, aber das kann es ja eigentlich nicht sein.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Vielen Dank im voraus,

Frank


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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

quote:
Nach einem Telefonat mit dem Inkassounternehmen wurde bereits ein Eintrag bei der Schufa gemacht und ein Vollstreckungsbescheid ausgestellt.


Wichtige Frage : Ist die Forderung tituliert ??
Von wann soll der Vollstreckungsbescheid sein ?
Gib mal den Wortlaut des Inkassoschreibens wieder !
Oder verlinke hier das Schreiben ( Namen - Anschrift abdecken )

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#2
 Von 
Hasenpf0te
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

danke für deine Antwort.
Der Vollstreckungsbescheid ist am 13.09.2002 erlassen worden, meine Freundin hat davon wie gesagt erst sein ein paar Wochen Kenntnis davon.

Das Schreiben lautet wie folgt:
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Abgetretene Forderung der Otto GmbH & Co KG
in Höhe von zzt. EUR 402,94

Sehr geehrte Frau Ball,

bisher zeigten wir Ihnen gegenüber sehr viel Geduld. Es ist höchste Zeit, die alte Sache aus der Welt zu schaffen.

Wir fordern Sie auf, die Gesamtforderung innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt dieses Schreiben unter Angabe der Forderungs-Nummer auf unser Konto bei der Postbank Hamburg zu überweisen.

Falls Sie wieder Erwarten diesen Betrag nicht fristgemäß auf einmal zahlen können, erwarten wir innerhalb derselben Frist eine Rate von mindestens EUR 33,00.

Teilen Sie uns Ihre Entscheidung in jedem Fall auf anliegendem Formular mit.

Sollten Sie nicht zahlen, werden wir erneute gerichtliche Zwangsmaßnahmen gegen Sie einleiten lassen.

Hochachtungsvoll,

...

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Sie hat bisher weder etwas unterschrieben, noch eine Zahlung veranlasst.
Nach dem Anruf hat man ihr eine komplette Forderungsaufstellung, sowie eine Kopie des Vollstreckungsbescheides zugeschickt.

Was genau meinst du mit tituliert? Es steht überall nur was von der abgetretenen Forderung der Otto GmbH, aber nicht genau um was es sich dabei handelt.

Nochmal Danke und viele Grüße,

Frank

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#3
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

quote:
Was genau meinst du mit tituliert?


quote:
sowie eine Kopie des Vollstreckungsbescheides zugeschickt.


Das war damit gemeint !
Der Vollstreckungsbescheid ist der Titel !

Abgesehen vom 4 jährigen Auslandaufenthalt ..Was könnte Eurer Meinung der Grund sein das es bisher zu keinen weiteren Beitreibungsmaßnahmen gekommen ist ?
(Gerichtsvollzieher .- Kontopfändung etc)
Titel ist immerhin schon 8 Jahre alt
Wie sieht die Schufa der Freundin aus ?
( EV ? )
Laufen oder liefen andere Beitreibungsmaßnahmen anderer Gläubiger ?
Hintergrund meiner Frage ist - auszuloten ob die Gegenseite zu einem Vergleich bereit sein könnte

lg


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-- Editiert am 22.07.2010 22:46

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#4
 Von 
Hasenpf0te
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

das ist eine gute Frage, wie gesagt war ihr bis vor wenigen Wochen gar nicht bewusst das ein Inkassobüro eine Forderung gegen sie hat. Wie gesagt war sie zwischenzeitlich 4 Jahre im Ausland, meine Vermutung wäre das das Inkassounternehmen erst wieder aktiv geworden ist, seitdem sie wieder in Deutschland gemeldet ist (auch wenn sie bereits seit einem Jahr wieder hier lebt).

Ein Schufaeintrag wurde laut dem Telefonat vom Inkassobüro vorgenommen, ansonsten hat sie da nichts stehen, auch hat sie keine anderen Gläubiger (oder jemals welche gehabt) und auch noch nie eine EV abgegeben.

Wie gesagt ist sie auch 100%ig Überzeugt das sie bei Otto nie was bestellt hat und zu dem Zeitpunkt wo etwas bestellt worden sein sollte hat sie dort gar nicht mehr gewohnt, allerdings hat die Mutter wohl die Briefe entgegengenommen, aber leider nicht weitergeleitet.

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#5
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

quote:
Wie gesagt ist sie auch 100%ig Überzeugt das sie bei Otto nie was bestellt hat und zu dem Zeitpunkt wo etwas bestellt worden sein sollte hat sie dort gar nicht mehr gewohnt, allerdings hat die Mutter wohl die Briefe entgegengenommen, aber leider nicht weitergeleitet.


Nochmal sicherheitshalber nachgefragt :
IM Vollstreckungsbescheid steht der korrekte Name der Freundin ( Vor und Nachname)
Ist es möglich das die Mutter bestellt hat ?

lg

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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Hasenpf0te
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zum damaligen Zeitpunkt steht der korrekte Name dor drin, 2004 hat sie allerdings geheiratet und somit noch einen anderen Namen (damals war der Familienname der gleiche wie von der Mutter).

Wir vermuten selber, das die Mutter auf ihren Namen bestellt hat, da sie das gleiche auch mit ihrer Schwester ab und an macht (hier allerdings wurde immer alles bezahlt), nur streitet sie das komplett ab.

Wenn nichts anderes übrig bleibt beissen wir halt in den sauren Apfel und bezahlen das, damit das vom Tisch ist. Ein gutes Gefühl habe ich dabei allerdings nicht (wer will schon was bezahlen, was er selber nicht bestellt hat).

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#7
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Lasst doch erst mal einen Testballon steigen :

Bietet dem Inkassobüro einen Vergleich an :

Tenor in Kurzform :
"....ein guter Freund/Familienangehöriger leiht mir einmalig und zweckgebunden 150 € gegen Rückgabe des Titels ....etc "

Unabhängig davon :
Zahlungen immer zweckgebunden ( Im Überweisungströger : Verrechnung mit Titel )
Zinsen müssten aller 3 Jahre neu tituliert werden ( die Zinsen ab 2006 sind verjährt )
Nachgeschobene nichttitulierte Inkassogebühren sind nicht zu zahlen
Ich empfehle keinen Ratenzahlungsvertrag mit dem Inkasso zu unterschreiben


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#8
 Von 
floriansmom
Status:
Schüler
(382 Beiträge, 166x hilfreich)

Warum thehellion?? Ich würden gar nichts zahlen. Wie ich das gelesen habe hat die Freundin der TE den Titel nie erhalten.

Ich würde dem DID schreiben, dass ich 2002 da und da gewohnt habe und ggf irgendetwas beifügen was dies belegt notfalls durch eine Einwohnermeldeamtsbestätigung. Sollte dann der DID die Fdg immer noch aufrechterhalten würde ich einen RA beauftragen der soll Klage einreichen.

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#9
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Dürfte leider tituliert sein :

quote:
Nach dem Anruf hat man ihr eine komplette Forderungsaufstellung, sowie eine Kopie des Vollstreckungsbescheides zugeschickt.


lg

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0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
floriansmom
Status:
Schüler
(382 Beiträge, 166x hilfreich)

Auch war die angegebene Adresse eine, an der sie selber nie gewohnt hat (nur ihre Mutter mit gleichem Familiennamen) und dadurch auch nie Briefe vom besagten Inkassounternehmen erhalten hat.

Habe das mal vom Ausgangsthread rauskopiert, da ich hier immer noch nicht herausbekommen habe wie man zitiert. Ergo nur die TE kann sagen ob sie an der Adresse von Titel überhaupt gewohnt hat und somit die Einspruchsmöglichkeiten nutzen konnte.

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#11
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Text markieren - dann kopieren - und im Antwort Feld einfügen
und dann im Antwortfeld
erneut markieren und oben links den kasten (zitat) anklicken

lg



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0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
anephan
Status:
Lehrling
(1270 Beiträge, 416x hilfreich)

floriansmom hat völlig Recht!
Wenn es nachweisbar ist, z.B. durch eine Meldebescheinigung, dass Ihre Bekannte zum fraglichen Zeitpunkt nicht an der angegebenen Adresse gewohnt hat, dann müsste das IKU nachweisen, dass der Titel korrekt zugestellt wurde - was aber wohl schwer sein dürfte ...
Wenn kein Vollstreckungsbescheid zugestellt wurde bzw. an falscher Adresse niedergelegt worden ist, dann kann die Titulierung rückgängig gemacht werden.

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" Das Forum - wo Böcke gärtnern und Vergleiche hinken dürfen ... :) "

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#13
 Von 
kasztan75
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hey zwar ist das Thema hier schon älter aber ich muss schreiben das das mit dem Ausland (aber nur 2 Jahre) genauso bei mir zutritt.
Ich bekomme jedes Jahr sagen wir mal Drohbriefe zahlen sie jetzt .... habe aber bis jetzt nicht unterschrieben. Wollte mich irgendwann darum kümmern was das solle darauf hin bekamm ich ein Schreiben mit der Kopie der Vollsteckunsbescheid . ok alls stimmt damaliger Wohnort und Fristen . Wochen tat sich wieder nicht kamm ein schreiben vom Gericht das der zustänige GVZ darum kümmere.
aber jetzt sind wieder 1 jahr vergangen und es passiert nicht .ach ja ich habe auch keinen Schufa eintag.Klar könnte ich jetzt zum Gericht fahren und nach schauen ob das alles stimmt aber warum sollte ich das ich vermute man irgendwas haben das ikasso unternehmen verschlammt
und versuchen jetzt mir nur Angst zu machen. Und wenn die Foderrung wirklich rechtens wäre warum so ein hin und her denn gestern lag wieder ein Brief im Briefkasten....

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#14
 Von 
anephan
Status:
Lehrling
(1270 Beiträge, 416x hilfreich)

Und was wollen Sie uns damit sagen ... !? :)
Vielleicht :
1.Ich bin ein ständig säumiger Zahler.

quote:
Ich bekomme jedes Jahr sagen wir mal Drohbriefe zahlen sie jetzt ....

2. Ich kümmere mich nicht um meine Angelegenheiten - ich sitze alles aus.
quote:
Wollte mich irgendwann darum kümmern was das solle ...

3. Das Amtsgericht arbeitet schlampig.
quote:
...schreiben vom Gericht das der zustänige GVZ darum kümmere. aber jetzt sind wieder 1 jahr vergangen und es passiert nicht ...

4. siehe 2.
quote:
Klar könnte ich jetzt zum Gericht fahren und nach schauen ob das alles stimmt aber warum sollte

Alle Feststellungen sind möglicherweise richtig, möglicherweise auch nicht (wobei 1, 2 und 4 wohl unstreitig sein dürften ... :) ).
Aber was wollten Sie uns damit sagen?



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