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Forderung EOS Deutscher InkassoDienst


#61
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23100 Beiträge, 15178x hilfreich)

Zitat:
Also meinst Du, erstmal (oder garnicht) nicht die Vollmachten an die Telekom schicken?

Ich meine, dass das ein überflüssiger Nebenschauplatz ist, der keinen Einfluss haben wird. Der eigentliche Knackpunkt ist die Frage, ob der Titel erfolgreich zugestellt wurde bzw. eine Personenverwechslung vorliegt.

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#62
 Von 
peterpan34
Status:
Beginner
(102 Beiträge, 45x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Zitat:
Also meinst Du, erstmal (oder garnicht) nicht die Vollmachten an die Telekom schicken?

Ich meine, dass das ein überflüssiger Nebenschauplatz ist, der keinen Einfluss haben wird. Der eigentliche Knackpunkt ist die Frage, ob der Titel erfolgreich zugestellt wurde bzw. eine Personenverwechslung vorliegt.

Ich habe meinen Titel heute vom Amtsgericht erhalten. Kostenpunkt 2,50 €.

Bei mir ist 2003 keine Zustellung erfolgt. Jetzt habe ich 2 Möglichkeiten:

1) Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand beantragen
2) Ich wende mich an den Gläubiger und plädiere auf Verwirkung und verlange die Streichung des Titels

Ich überlege noch, tendiere aber zu 2.
Bei mir geht es um Hauptforderung 130 € tituliert und 190 € weitere Kosten, die aber kaum zum tragen kommen sollten (doppelte Inkasso und Rechtsanwaltsgebühren)

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#63
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23100 Beiträge, 15178x hilfreich)

Zitat:
Bei mir ist 2003 keine Zustellung erfolgt. Jetzt habe ich 2 Möglichkeiten:

Das heißt, dass da eine Adresse draufsteht, wo du 2003 nicht gewohnt hattest?
Wenn ja würde ich Variante 1 wählen. Zur Sicherheit. Das mit der Verwirkung ist halt eine schwierige Nummer und die Fristen laufen trotzdem.

Falls da die korrekte Adresse draufsteht und auch sonst keinerlei Hinweis zu finden ist, dass die Zustellung problematisch war, dann eher Variante 2.

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#64
 Von 
toschm
Status:
Schüler
(288 Beiträge, 80x hilfreich)

Zitat (von peterpan34):

Bei mir ist 2003 keine Zustellung erfolgt.

Steht das dann auf dem Vollstreckungsbescheid, dass keine Zustellung erfolgt ist oder wie lässt sich das dann belegen? Wahrscheinlich dann durch die An-oder Abmeldebestätigun eines Wohnsitzes, oder?


Zitat (von peterpan34):
Ich wende mich an den Gläubiger und plädiere auf Verwirkung

Ich dachte, habe aber auch kein großes Wissen in dem Bereich, wenn der Titel besteht, dann ist der 30 Jahre gültig. Auf was für einer Grundlage kann man denn dann auf Verwirkung plädieren?


Grüße
toschm

-- Editiert von toschm am 16.01.2020 07:20

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#65
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23100 Beiträge, 15178x hilfreich)

Zitat:
Auf was für einer Grundlage kann man denn dann auf Verwirkung plädieren?

Steht ja vorne. Er war seither weiterhin Kunde bei der Telekom und die fordern nichts mehr. Haben sie die ganze Zeit nicht.

Hier zeigt sich eine Fallgrube für die Inkasso-Abzocke mit Abtretungen usw. Offiziell fordern die ja eine Telekom-Forderung ein, behaupten, für die Telekom tätig zu sein. Zu dumm, wenn die Telekom das nicht mehr interessiert und sie sich ein Jahrzehnt nicht drum kümmert, dann den Schuldner weiterhin/wieder als Kunde akzeptiert. Dann hat das Inkasso irgendwann plötzlich einen nicht eintreibbaren und wertlosen Titel.

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#66
 Von 
toschm
Status:
Schüler
(288 Beiträge, 80x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Er war seither weiterhin Kunde bei der Telekom und die fordern nichts mehr. Haben sie die ganze Zeit nicht.

Ok, dann ist der Weg dass ich die Titelkopien abwarte und dann überprüfe, ob sie an die richtige Adresse zugestellt worden sind damals.

Wenn sie korrekt zugestellt wurden, dann gibt es vielleicht die Möglichkeit auf Verwirkung zu plädieren

Wenn die Titelkopien an eine andere Adresse - wo ich nicht gewohnt habe - zugestellt wurden, dann gibt es zwei Möglichkeiten:
- Auch auf Verwirkung plädieren
- Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand beantragen

Das hab ich jetzt soweit verstanden.

Auf "Verwirkung plädieren" - dafür wird sich dann mit der Telekom in Verbindung gesetzt?
"Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand beantragen" wird dann am Mahngericht Euskirchen beantragt?

Danke :-)

Grüße
toschm

-- Editiert von toschm am 16.01.2020 08:04

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#67
 Von 
peterpan34
Status:
Beginner
(102 Beiträge, 45x hilfreich)

Hallo mepeisen und toschm,

die Zustellung wurde versucht, aber ich wurde nicht angetroffen. Sowohl die versuchte Zustellung des Mahnbescheids als auch des Vollstreckungstitels wurde im Briefkasten hinterlegt. Das dokumentiert der Postbeamte.

Meine damalige Wohsituation gibt es her, dass ich keine Ahnung habe (unten Kneipe direkt bei den Briefkästen zzgl. Restaurant und dann 4 Stockwerke obendrauf eine WG mit bis zu neun Mietern).

Ich schätze den Weg der Verwirkung in meinem Fall als effizienter. Der Titel geht über 130,-- €, in dem Inkasso und Rechtsverfolgung drinnen sind. Hierauf sind dann die letzten beiden Jahre zu verzinsen. Fertig.

Ich argumentiere gegen die Widereinsetzung in den vorherigen Stand, weil ich dies als Zugeständnis der Hauptforderung sehe.

Wobei mir folgende Frage aufkommt: Wenn ich auf Antrag eine Forderung zum Status vor Titulierung erhalte, tritt dann die Verjährung in Kraft? Kann der Antrag auf Widerherstellung des Status vor Titulierung ein Schuldanerkenntnis sein?

Kurze Darstellung meiner Nebenstrategie: Bei mir geht es um eine Forderung bei AXA, wo ich Kunde bin. Mir wird innerhalb der nächsten Wochen ein Forderungsspiegel zugesandt, in dem alle Versicherungsnummern und Forderungen aufgelistet sind. Die titulierte Forderung wird dort nicht enthalten sein. Glaubt Ihr, dass ich auf dieser Basis eine Streichung des Titels beim Amtsgericht durchbekomme?

-- Editiert von peterpan34 am 16.01.2020 08:23

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#68
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23100 Beiträge, 15178x hilfreich)

Zitat:
Auf "Verwirkung plädieren" - dafür wird sich dann mit der Telekom in Verbindung gesetzt?

Im Prinzip Ja. Das ist ein "Hey, das ist verwirkt liebes Inkasso, ich will den Titel zurück. Falls nicht, klage ich."
Zitat:
"Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand beantragen" wird dann am Mahngericht Euskirchen beantragt?

Korrekt.
Zitat:
die Zustellung wurde versucht, aber ich wurde nicht angetroffen. Sowohl die versuchte Zustellung des Mahnbescheids als auch des Vollstreckungstitels wurde im Briefkasten hinterlegt. Das dokumentiert der Postbeamte.

Dann gilt es als zugestellt.
Wichtig ist nur, dass du da gewohnt hattest. Wenn die Wohn Situation chaotisch war und das Ding weggekommen ist, wenn es gar ein WG-Mitbewohner war, all das ist nicht relevant. Es sei denn, du hast dafür Beweise und ggf. wurde ein WG-Mitbewohner öfter bei so etwas erwischt und strafrechtlich belangt.
Aber so ist es dann wohl zugestellt, wenn die Adresse stimmt.

Eine Wiedereinsetzung ist vom Tisch. Das wäre nur möglich, wenn falsch zugestellt.

Zitat:
Kann der Antrag auf Widerherstellung des Status vor Titulierung ein Schuldanerkenntnis sein?

Nein. Eine Wiedereinsetzung sagt ja nur "Verfahren so zurücksetzen, als sei das nie passiert". So etwas wie wenn du im Computerspiel einen alten Spielstand wieder laden würdest.

Zu dem Axa-Fall. Du musst eine Wiedereinsetzung formal begründen. Damit, dass du keine Chance hattest, dich zu wehren. Weil die Adresse nicht gestimmt hat. Das ist der Grund. Nichts anderes. Dass das Inkasso auf doof macht und dir den Titel nicht nennen will, ist kein Grund für eine Wiedereinsetzung.

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