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Forderung aus 40 Jahre alten Titel

9. Februar 2022 Thema abonnieren
 Von 
atlantis4453
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Forderung aus 40 Jahre alten Titel

Ich habe ein Forderungsaufstellung vom Inkasso paigo.com bekommen.

Mit einem SEPA Einzugs Mandat


Auf der Seite SEPA Einzugs Mandat mit Unterschrift des Kontoinhabers soll ich mich noch mal selber für Blöd Verkaufen lassen dort die steht dann noch.

Ich erkenne die Gesamtforderung in Höhe von XXXX EUR an.

SEPA-Einzugs-Mandat

Bedingungen. Gläubiger-Identifikationsnummer:

Zahlungspflichtiger Kontoinhaber
Kreditinstitut:
IBAN: BIC:

Ort, Kontopfändungsschutz Datum Unterschrift Kontoinhaber

Unterschreiben und Antworten werde ich nicht.

Titulierte Forderung von 1982 also 40 Jahre alter Titel vom Versandhaus Quelle.
Letzte Handlung letzter versuch der Vollstreckungseintreibung
des Gerichtsvollziehers 1995 vor 27 Jahre . Danach gab es keine Eintreibungs Versuche mehr und
auch meinerseits keine Zusagen und Zahlungen.

Sie Versuchen es mit einer neuen Anerkennung ihre Forderung .


Und auf der Rückseite zum SEPA Einzugs Mandat dann der
Hinweis zu den Rechtsfolgen der Anerkennung der Forderung.

Alle Einwendungen tatsächlicher und rechtlicher Natur, die bei Abgabe der Erklärung bereits begründet waren, werden ausgeschlossen. Das bedeutet, Sie können sich z.B. nicht mehr auf eine zu diesem Zeitpunkt bereits eingetretene Erfüllung oder Verjährung berufen. Sie können nicht mehr vorbringen, dass die Forderung nicht besteht, weil Sie den
zugrundeliegenden Vertrag nicht abgeschlossen, ihn angefochten, gekündigt oder widerrufen haben. Auch die Einrede des nicht erfüllten Vertrages können Sie dann nicht mehr geltend machen.
Die Verjährung eines anerkannten Anspruchs beginnt damit von Neuem (§212 Abs. 1Nr. 1BGB.

Muss ich da noch was machen.


-- Editiert von atlantis4453 am 09.02.2022 22:08

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103987 Beiträge, 37584x hilfreich)

Zitat (von atlantis4453):
Muss ich da noch was machen.

Nö, man kann auch warten bis der Gerichtsvollzieher kommt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
atlantis4453
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Nö, man kann auch warten bis der Gerichtsvollzieher kommt.


Nö dazu muss das Inkasso Gerichtlich einen Auftrag Erteilen,dann wird Widerspruch erhoben
somit wird es vom Gericht Überprüft. Das was da von ihnen Behauptet wird geht ja mal gar nicht. Ohne Gericht kann ein Inkasso keinen Gerichtsvollzieher Losschicken.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103987 Beiträge, 37584x hilfreich)

Zitat (von atlantis4453):
Nö dazu muss das Inkasso Gerichtlich einen Auftrag Erteilen,dann wird Widerspruch erhoben
somit wird es vom Gericht Überprüft.

Du hast da etwas entscheidendes nicht verstanden: Dein Widerspruch interessiert niemanden und kein Gericht wird da etwas prüfen.
Zitat (von atlantis4453):
Titulierte Forderung

Das Inkasso hat offenbar bereits einen Titel, bedeutet die erteilen dem GV nur den Auftrag und fertig. Dann kommen die Vollstreckungskosten noch mal oben drauf ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
atlantis4453
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das Inkasso hat offenbar bereits einen Titel, bedeutet die erteilen dem GV nur den Auftrag und fertig. Dann kommen die Vollstreckungskosten noch mal oben drauf ...


Ach ja Lesen ist nicht die Stärke Titel ist 40 Jahre alt.

GELÖSCHT WEGEN VERSTOß GEGEN URHEBERRECHT

-- Editiert von Moderator am 10.02.2022 00:49

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103987 Beiträge, 37584x hilfreich)

Zitat (von atlantis4453):
Ach ja Lesen ist nicht die Stärke

Ich kann sogar rechnen, denken und habe Praxiserfahrung.



Zitat (von atlantis4453):
Titel ist 40 Jahre alt.

Irrelevant.



Zitat (von atlantis4453):
letzter versuch der Vollstreckungseintreibung des Gerichtsvollziehers 1995 vor 27 Jahre

27 ≠ 30



Zitat (von atlantis4453):
Die Rechtsprechung nimmt im Regelfall an, dass der Gläubiger sein Recht verwirkt hat, wenn er mit der Durchsetzung der titulierten Forderung für einen längeren Zeitraum gewartet hat.

Zumindest für DE nimmt das die Rechtsprechung im Regelfall nicht an.

In DE orientiert sich die Rechtsprechung daran:
Ein Recht gilt als verwirkt, wenn seit der Möglichkeit der Geltendmachung längere Zeit verstrichen ist (Zeitmoment) und besondere Umstände hinzutreten, die die verspätete Geltendmachung als Verstoß gegen Treu und Glauben erscheinen lassen (Umstandsmoment). Allein der Ablauf einer gewissen Zeit nach Entstehung des Anspruchs vermag das notwendige Umstandsmoment nicht zu begründen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 2010 - VII ZR 213/07, BauR 2010, 618 Rn. 25 = NZBau 2010, 236 = ZfBR 2010, 353).

Auch interessant: der Verpflichtete muss sich im Vertrauen auf das Verhalten des Berechtigten in seinen Maßnahmen so eingerichtet haben, dass ihm durch die verspätete Durchsetzung des Rechts ein unzumutbarer Nachteil entstünde (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 29. Januar 2013 - EnZR 16/12, RdE 2013, 369 Rn. 13; Urteil vom 20. Juli 2010 - EnZR 23/09, NJW 2011, 212 Rn. 20 - Stromnetznutzungsentgelt IV, jew. m.w.N.).
Vereinfacht formuliert: ein "verdammt nun muss ich meine Schulden doch bezahlen" entsteht kein unzumutbarer Nachteil.



Da Dich das aber vermutlich nicht überzeugen wird, einfach abwarten und beizeiten über den weiteren Verlauf berichten.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13834 Beiträge, 8495x hilfreich)

Zitat:
§ 212 BGB stellt klar, dass die Verjährung neu beginnt, wenn der Schuldner beispielsweise Abschlagszahlungen oder Zinszahlungen vornimmt, den Anspruch in anderer Weise anerkennt oder eine gerichtliche oder behördliche Vollstreckungshandlung vorgenommen oder beantragt wird

Richtig.
Und im Eingangsbeitrag steht Letzte Handlung letzter versuch der Vollstreckungseintreibung
des Gerichtsvollziehers 1995 vor 27 Jahre .

D.h. im Jahr 1995 hat die Verjährungsfrist neu begonnen und läuft somit bis 2025.

Im Übrigen sollten Sie den langen Text aus der Antwort von 23:49 löschen.
Auch Texte von Webseiten unterliegen dem Urheberrecht. Und ich vermute mal, dass Sie nicht die Erlaubnis der betreffenden Rechtsanwaltskanzlei (Z...&M...) haben, deren Texte von deren Homepage zu klauen.
Könnte sonst den nächsten Titel geben.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Kalanndok
Status:
Lehrling
(1289 Beiträge, 202x hilfreich)

Den ursprünglichen Gläubiger gibt es nicht mehr (wurde aufgelöst).
Da wäre evtl. interessant auf welcher Grundlage das Inkasso hier den Titel einfordert.
Vom Gläubiger beauftragt können sie ja eigentlich nicht sein (die aktuelle Quelle GmbH ist meines Wissens nicht Rechtsnachfolger der alten aufgelösten).

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