Forderung gegen GmbH - Zustellproblem

29. Januar 2017 Thema abonnieren
 Von 
neogeo
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Forderung gegen GmbH - Zustellproblem

Hallo Leute,

ich habe eine "geringe" Forderung gegen eine GmbH, ein Mahnbescheid kann jedoch nicht von Amts wegen zugestellt werden.

Iwelche Vorschläge, wie ich weiterkommen könnte?

Grüße


-- Editier von neogeo am 29.01.2017 08:26

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11 Antworten
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#1
 Von 
guest-12328.06.2022 18:42:04
Status:
Praktikant
(770 Beiträge, 248x hilfreich)

Zitat (von neogeo):


ich habe eine "geringe" Forderung gegen eine GmbH, ein Mahnbescheid kann jedoch nicht von Amts wegen zugestellt werden.


Woran liegt es? Reiner Formfehler? Eine GmbH wird durch einen oder mehrere Geschäftsführer vertreten.

Also:

Geldspeicher GmbH
vertreten durch den Geschäftsführer Dagobert Duck
4711 Entenhausen
Am Geldspeicher 0815

Oder gibt es die GmbH nicht mehr oder ist sie "umgezogen" oder hat sie einen anderen Geschäftsführer? Handelsregisterauskunft hilft ggf. weiter, (https://www.handelsregister.de).

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#2
 Von 
neogeo
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Briefkasten an der Geschäftsadresse ist "nur" mit dem Nachnamen einer der Gesellschafter beschriftet.
Der GF hat falsche Angaben beim Melde/ HRegister gemacht. Es scheint sich nur um OWI zu handeln.

Ich bin nicht der einzige mit der Forderung.



-- Editiert von neogeo am 29.01.2017 09:01

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16176x hilfreich)

Ich würde dann wohl (ggf. mit Hilfe eines Anwalts) Klage einreichen gegen die GmbH und die Privatperson des GF als Gesamtschuldner, sowie gegen die Privatpersonen der Gesellschafter. Den Rückgriff auf den GF wegen vorsätzlich falschen Angaben. Natürlich muss man das beweisen können. Ebenso den Rückgriff auf die Privatpersonen der Gesellschafter. Ein Anwalt müsste das entsprechend gut begründen können.

Wenn man nur einer von vielen ist und hier Straftaten im Raum stehen (ich lese das mal zwischen den Zeilen raus): Sicher, dass man jemals Geld zurück beikommen wird?

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#4
 Von 
salkavalka
Status:
Lehrling
(1614 Beiträge, 981x hilfreich)

Man kann auch an die Wohnanschrift des Geschäftsführers zustellen, wenn diese bekannt ist ( nicht an die Wohnadresse eines Gesellschafters).
Ferner muss die Geschäftsanschrift der GmbH beim Handelsregister eingetragen sein. Kann unter der dort angegeben Adresse (oder der Adresse eines im Handelsregister eingetragenen Zustellbevollmächtigten) nicht zugestellt werden, ist auch die öffentliche Zustellung möglich. Da würde ich aber vorher beim Mahngericht anrufen, was die als Nachweis für die gescheiterte Zustellung haben wollen. Kann sein, dass vorher die Zustellung an die Wohnanschrift des Geschäftsführers versucht werden muss. Da bin ich mir nicht ganz sicher.

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#5
 Von 
guest-12328.06.2022 18:42:04
Status:
Praktikant
(770 Beiträge, 248x hilfreich)

Zitat (von salkavalka):
Man kann auch an die Wohnanschrift des Geschäftsführers zustellen, wenn diese bekannt ist ( nicht an die Wohnadresse eines Gesellschafters).


Zitat (von mepeisen):
Ich würde dann wohl (ggf. mit Hilfe eines Anwalts) Klage einreichen gegen die GmbH und die Privatperson des GF als Gesamtschuldner, sowie gegen die Privatpersonen der Gesellschafter.


Zitat (von mepeisen):

Wenn man nur einer von vielen ist und hier Straftaten im Raum stehen (ich lese das mal zwischen den Zeilen raus): Sicher, dass man jemals Geld zurück beikommen wird?


Da weiß doch jeder, was für eine GmbH das ist....soll man da gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen? Bitter, ist aber so.

Ansonsten schon mal überlegt, Insolvenzantrag gegen die GmbH zu stellen?

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#6
 Von 
salkavalka
Status:
Lehrling
(1614 Beiträge, 981x hilfreich)

Eine offene Forderung und fehlende Adresse reichen nicht für einen Insolvenzantrag.

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#7
 Von 
neogeo
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen dank bis hierhin an alle!

Wäre es denn einer Privatperson übehaupt möglich, eine Auskunft bezgl. Adresse anzufragen? Und wenn, wo (Melderegister - HR)?

-- Editiert von neogeo am 29.01.2017 19:23

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#8
 Von 
arnonym117
Status:
Praktikant
(728 Beiträge, 228x hilfreich)

Zitat (von neogeo):
Wäre es denn einer privatperson übehaupt möglich, eine Auskunft bezgl. Adresse anzufragen? Und wenn, wo (Melderegister - HR)?


Wenn die Beitreibung der "geringen" Forderung nicht dringend ist (z.B. wegen zu beachtender Verjährungsfrist), würde ich erst mal an das zuständige Registergericht schreiben, denen die Tatsache mit der falschen Anschrift mitteilen und eine Kopie des Unzustellbarkeitsvermerks des Mahnbescheids beilegen. Dann abwarten, was sich von dieser Seite aus wegen der Anschrift tut.

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#9
 Von 
salkavalka
Status:
Lehrling
(1614 Beiträge, 981x hilfreich)

Eine Auskunft ist problemlos möglich. Für die Wohnanschrift des Geschäftsführers ist beim Melderegister anzufragen, die eingetragene Geschäftsanschrift kann online über das Handelsregisterportal in Erfahrung gebracht werden.

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#10
 Von 
Koenig Arthur
Status:
Praktikant
(633 Beiträge, 213x hilfreich)

Man kann auch einfach zum _Registergericht_ gehen und dort sofort Einsicht in die Akten der Firma nehmen.
-- Nach einer Begründung fragt keiner,
-- und kosten tut das auch nix, ausser wenn man eine Kopie machen lassen will.

Da findet man die Privatadressen all der Firmeneigner, sowie weitere Infos.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12328.06.2022 18:42:04
Status:
Praktikant
(770 Beiträge, 248x hilfreich)

Zitat (von neogeo):
Vielen dank bis hierhin an alle!

Wäre es denn einer Privatperson übehaupt möglich, eine Auskunft bezgl. Adresse anzufragen? Und wenn, wo (Melderegister - HR)?


Melderegister kann man eine "einfache Melderegisterauskunft" bekommen, kostet aber ein paar EUR.

Besser ist Handelsregister (www.registerportal.de) Man kann sich dort registrieren (dauert ein paar Tage) und online recherchieren.
Wenn man Dokumente einsehen will, kann man die für kleines Geld herunterladen.

Andere Möglichkeit: Bundesanzeiger. Eine GmbH ist bilanzpflichtig, und die Bilanzen werden im "Bundesanzeiger" veröffentlicht. Frage ist allerdings, ob da überhaupt was bilanziert wurde...Die Einsicht dort ist kostenlos.

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