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Forderung gegenüber Privatperson

23.2.2005 Thema abonnieren Zum Thema: Anwalt Geld Kosten
 Von 
Cocktail
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Forderung gegenüber Privatperson

Hallo!

Habe ein kleines Problem und hoffe, dass ich hier vielleicht Hilfe oder den ein oder anderen Tipp zur Lösung bekomme!
Habe ein Unternehmen und gegenüber einer Privatperson eine Leistung erbracht, aus der dieser mir nun Geld schuldet. Trotz der bereits 2. Mahnung (inklusive Verrechnung von Mahngebühren und Verzugszinsen) zahlt der "Kunde" nicht.

Ich habe nun vor, ihm noch die dritte Mahnung mit Androhung des gerichtlichen Mahnverfahrens zukommen zu lassen.

Daraus ergeben sich dann gleich mehrere Fragen meinerseits:
1. Wie verläuft ein solches Mahnverfahren ab bzw. wie wird es eingeleitet und was ist dabei zu beachten?
2. Kann man das "auf eigene Faust" (d.h. ohne Anwalt) durchziehen?
3. Wer trägt die Kosten des Verfahrens?
4. Kommt die Hilfe eines Inkassounternehmens in Frage? Wenn ja: Ablauf, Konditionen, Kontakt?
4. Welche alternativen Möglichkeiten gibt es, an sein Geld zu kommen?

Detailinfos:
- Kunde ist Privatperson, bezieht Arbeitslosengeld I/II und hat offenbar bereits einen SCHUFA-Eintrag
- geschuldeter Betrag ca. 2.000,- EUR
- seit mehr als 2 Monaten in Zahlungsverzug

Ich bedanke mich im voraus für eure Unterstützung!

Gruß,
Cocktail

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Anwalt Geld Kosten


13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ThomasV40
Status:
Schüler
(193 Beiträge, 31x hilfreich)

Zu den Fragen:

1) Sie besorgen sich im Schreibwarenhandel den Vordruck "Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids", füllen diesen aus und senden ihn an das für Sie zuständige Amtsgericht.
2) Das Mahnverfahren können Sie ohne Anwalt durchführen. Auch ein evtl. folgendes streitiges Verfahren ist bei der ausstehenden Summe von 2000 EUR ohne Anwalt möglich.
3) Die Kosten des Verfahrens müssen Sie zunächst vorschießen, kommen jedoch automatisch in den Mahnbescheid mit hinein.
Bei 2000 EUR wären dies zunächst 36,50 EUR.
4) Natürlich können Sie vorab auch ein Inkassounternehmen beauftragen oder gar diesem Ihre Forderung verkaufen. Allerdings müssen Sie hierbei erhebliche Einbußen in Kauf nehmen.
5) Alternativen: sofort Klage erheben, allerdings deutlich teurer; oder russisch-inkasso.de, ist wohl aber eher am Rande der Legalität ;)

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#2
 Von 
Clara26
Status:
Beginner
(54 Beiträge, 6x hilfreich)

@Cocktail:
Wenn Du mir Deine Mail-Adresse gibst, kann ich Dir ein Inkassounternehmen empfehlen, mit dem bin mit meinen Sachen auch günstig durchgekommen, hat mich letzendlich gar nichts gekostet.

-----------------
"Clara26"

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#3
 Von 
Mahnman
Status:
Junior-Partner
(5993 Beiträge, 1301x hilfreich)

Vor erlass des Mahnbescheides beim zuständigen Vollstreckungsgericht anfragen, ob der Schuldner bereits bekannt ist. Wenn negative Vorbelastung, dann den Anspruch als Forderung aus unerlaubter Handlung aufführen.

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#4
 Von 
Cocktail
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Möchte mich bei allen Antworten und guten Tipps recht herzlich bedanken! Hoffe, dass ich mit der Unterstützung meine Forderung reinbekomme...ansonsten melde ich mich einfach nochmal hier! ;-)

Danke nochmal und alles Gute!

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#5
 Von 
Cocktail
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen!

Jetzt muss ich nochmals Rat erfragen! Habe leider wieder viele Fragen...

Stand der Dinge ist, dass ich ihm die dritte Mahnung mit Androhung gerichtlicher Schritte habe zukommen lassen (inklusive Verrechung von Verzugszinsen und Mahngebühren)...leider erfolglos - mein "kunde" hat immer noch nicht bezahlt!

Habe beim Vollstreckungsgericht angefragt, und die haben mir mitgeteilt, dass die besagte Person im Juni 2003 eine EV abgelegt hat. Was genau bedeutet das? Gibt es dennoch Erfolgsaussichten, an mein Geld zu kommen? UNd scheinbar ist der Mensch laut Vollstreckungsgericht gar nicht an dem Wohnsitz gemeldet, welchen er mir im Vertrag angegeben hat! Hat das irgendwelche (negativen) Konsequenzen bzw. was ist dabei zu beachten?

Habe mir auch Informationen hinsichtlich Inkassofirmen eingeholt. Wenn ich das richtig verstanden habe, läuft das mit denen so ab, dass theoretisch mein Schuldner deren Kosten und Honorar erstatten muss. Wenn die jedoch beim Schuldner das Geld auch nicht kriegen, dann geht mir nicht nur das geschuldete Geld verloren, sondern ich muss noch zusätzlich für (erfolglose) Leistungen bezahlen! Ist das richtig???

Würde jetzt den Weg gehen, einen Mahnbescheid gegen meinen Schuldner zu beantragen. Hab gehört, dass es dazu ein Formblatt im Schreibwarenladen gibt. Gibt es da verschiedene Ausführungen bzw. Versionen (Datum etc.)?
Ist das Formblatt selbsterklärend oder muss man beim Ausfüllen etwas beachten bzw. besondere Sorgfalt walten lassen?
Wohin schicke ich diesen Mahnbescheid und wie geht's dann weiter?
Habe auch gelesen, dass man unbedingt darauf achten muss, nach 14 Tagen der Zustellung des Mahnbescheids den Vollstreckungsbescheid zu beantragen! Zählen da 14 Tage von dem Datum an, an dem ich das Mahnbeschied-Formular abgeschickt habe, oder wann ist der Zeitpunkt dafür?
Wie wird überhaupt ein Vollstreckungsbescheid erlassen und welche Auswirkungen hat dieser?

Bin in der ganzen Sache nicht nur ziemlich genervt, sondern leider auch fachlich nicht ganz firm, würde aber dennoch gerne ohne Anwalt auskommen, um die Kosten in Grenzen zu halten! Wäre daher überhaus dankbar für Antworten und Tipps, die mir dahingehend weiterhelfen!

Im voraus schon mal besten Dank!!!

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#6
 Von 
Mahnman
Status:
Junior-Partner
(5993 Beiträge, 1301x hilfreich)

Das MB Formular ist normalerweise selbst erklärend. Auf der Rückseite sind die entsprechenden Ausfüllhilfen zu finden.
Sorgfältig ausgefüllt sollte es trotzdem werden. Ansonsten könnte eine Monierung des Mahngerichts kommen, die Zeit kostet.
sobelad der MB vom Gericht erlassen ist, wird die Zustallung an den Schuldner veranlasst. Nachdem diese erfolgt ist, bekommt der Gläubiger eine Zustellungsnachricht. Frühestens 14 Tage nach Zustellung kann der Vollstreckungsbescheid beantragt werden. Maximale Frist: 6 Monate.
Nachdem der Vollstreckungsbescheid erlassen ud zugestellt wurde, erhält der Gläubiger die vollstreckbare Ausfertigung. Damit kann er dann einen Gerichtsvollzieher beauftragen.
Bei bereits geleisteter EV ist das aber wahrscheinlich Geldverschwendung.
Hier sollte man nach Erhalt des Vollstreckungstitels Strafanzeige wegen Betrugsverdacht stellen.


-----------------
"Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nicht behalten, sondern muss sie auf Anfrage zurückgeben."

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#7
 Von 
Clara26
Status:
Beginner
(54 Beiträge, 6x hilfreich)

Hallo!
Wenn Du kein Inkassounternehmen bauftragen willst, dann musst Du den Mahnbescheid selbst beantragen. Wenn Du aber sagst, dass Dein Schuldner unbekannt verzogen ist bzw. Dir die aktuelle Anschrift nicht bekannt ist, musst Du erstmal beim Einwohnermeldeamt nachfragen. Also bei dem Amt, wo Dein Schuldner lt. Deinen Unterlagen gewohnt hat. Da bekommst Du gegen eine Gebühr viell. die Auskunft, wo er jetzt wohnt. je nach dem, ob dieser sich vernünftig umgemelet hat. Wenn Du eine aktuelle Anschrift hast, holst Du dir in nem Schreibwarenladen nen Manbescheid-Vordruck. So schwer ist der nicht auszufüllen. Den musst Du bei dem Amtsgericht einreichen, welches für Dich zuständig ist. Also in dem AG-Bezirk, in dem Du wohnst. Der Rest ist ganz einfach. Du musst Deinen Anspruch nicht begründen oder so, nur aufführen und schreiben woraus der Anspruch resultiert, z.B. Rechngung vom ..... Forderung aus Dienstleistung.... Am Besten reichst Du den direkt persönlich beim AG ein, da Du auch noch Gerichtskosten dafür zahlen musst. Der graue Durchschlag ist für Deine Unterlagen. Der Schuldner hat nach Erhalt des MB 14 Tage Zeit Widerspruch einzulegen. D.h. wenn die abgelaufen sind, kannst Du den Vollstreckungsbescheid beantragen. Aber nicht zwangsläufig nach 14 Tagen. Vor Ablauf von sechs Monaten nach Zustellung des MB musst Du den VB aber beantragen, sonst wars das mit dem MB. Naja, wie gesagt, Du kannst den VB nach 14 Tagen beantragen. Wenn gegen diesen kein Einspruch vom Schuldner eingelegt wird, ist Deine Forderung tituliert, d.h. Du hast mind. 30 Jahre Zeit Deinen Anspruch beim Schuldner zu realisieren sprich, Du kannst den Gerichtsvollzieher beauftragen usw., aber so weit soll es erstmal kommen.... Ich hoffe das ich einigermaßen verständlich geschrieben habe und Dir helfen konnte. Ein schönes Wochenede und viel Erfolg!

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#8
 Von 
tatcher_a_hainu
Status:
Schüler
(292 Beiträge, 30x hilfreich)

@Clara26

Ach ja, erzähl mal

-----------------
"So dumm wie ich bin sehe ich lange noch nicht aus"

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#9
 Von 
Cocktail
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo nochmal!

Nachdem ich in o.a. Sache inzwischen anderweitig bzw. im Guten versucht habe, an mein Geld zu kommen, dies aber leider erfolglos blieb, geht es jetzt in die vollen...d.h. Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids.

Habe in diesem Zusammenhang jedoch noch keine praktischen Erfahrungen, so dass sich trotz intensiver Recherche in diesem ausgezeichnetem Forum noch die ein oder andere Frage habe. Hoffe auch diesmal wieder auf freundliche Unterstützung!

1. Der Forderungsanspruch ist aus meiner unternehmrischen Tätigkeit entstanden. Ist daher als Antragsteller sowohl Spalte 3 auszufüllen, ausschließlich diese oder nur die Spalte 1?

2. Habe im Vorfeld beim zuständigen Vollstreckungsgericht Informationen über den Schuldner eingeholt. Wie es scheint, ist dieser nicht an seinem dortigen Wohnsitz gemeldet (wurde dann via Namen und Geburtsdatum gefunden), aber dort anzutreffen (auch mit Klingelschild). Reicht es die mir bekannte Adresse des Schuldners als Anschrift des Antragsgegners aufzuführen, oder muss ich herausfinden, wo dieser gemeldet ist un dann diese Anschrift verwenden?

3. Mir wurde empfohlen, für den Fall, dass der Schuldner negative Vorbelastung (Auskunft Vollstreckungsgericht: EV in Juni 2003) hat, den Anspruch als Forderung aus unerlaubter Handlung aufzuführen. Mache ich das, indem ich das unter "Sonstiger Anspruch" so formuliere oder wie kann ich das konkret realisieren?

4. Die laufenden Zinsen würde ich mit 5% über Basiszinssatz angeben. Muss ich dann die Ausgerechneten Zinsen (IIb) selbst eintragen, oder wird das vom zuständigen Gericht dann automatisch und tagesaktuell aufgeführt?

5. Es liegt mir fern, dem Schuldner noch zusätzliche Kosten aufzudrücken, jedoch zumindest möchte ich die meinerseits entstanden Kosten erstattet bekommen. Würde als Auslagen (III) 5 € für Vordruck und Porto ansetzen. Zusätzlich würde ich unter Nebenforderungen Mahnkosten in Höhe von 20 € (1 Erinnerungsschreiben und 3 Mahnungen per Einschreiben) und 10 € Inkassokosten (zahlreiche Anrufe bei Schuldner und ein persönlicher Besuch/Fahrtkosten). Ist das realistisch oder zu niedrig bzw. hoch angesetzt?

6. Nach meiner Information werden bei Einreichen des Antrags 36,50 € beim Amtsgericht fällig. Sind diese Kosten explizit im Antrag mit aufzuführen, oder werden diese automatisch mit verrechnet?

7. Vor welchem Gericht wäre ein streitiges VErfahren durchzuführen? Denke zwar Amtsgericht (1), bin mir aber nicht ganz sicher!? Und was konkret bedeutet die Option, im Falle eines Widerspruchs die Durchführung eines streitigen Verfahrens durchzuführen?

8. Soviel ich weiß, wird nach Eingang des Antrages der Mahnbescheid seitens Gericht and en Schuldner versandt und dieser hat dann 14 Tage Widerspruchsfrist. Was genau passiert bzw. wie ist weiter vorzugehen, wenn dieser tatsächlich Widerspruch einlegen sollte? Da ich denke, dass Widerspruch seitens des Schuldners wenig Sinn macht, gehe ich davon aus, dass das nicht geschehen wird. Somit würde mir also meines Wissens nach paar Wochen (?) ein Vollstreckungsbescheid zukommen, oder!? Was genau kann ich damit machen bzw. wie hilft mir der weiter? Ist das dann dieser vielzitierte Titel, der 30 Jahre Gültigkeit hat bzw. für mich gleichzusetzen ist mit 30 Jahren Rechtsanspruch auf meine Forderung inkl. Verzugszinsen?

9. Für den Fall, dass der Schuldner Zahlungsunfähig ist bzw. keinerlei Bereitschaft zur Einigung zeigen sollte, möchte ich Strafanzeige wegen Betrugs stellen. Wie setze ich das konkret um und welche Erfolgschancen und Auswirkungen hat das?

10. Letzter Punkt: meines Wissens wird der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids beim zuständigen Amtsgericht eingereicht, wobei ein Obulus von 36,50 € zu entrichten ist. Muss ich den Antrag persönlich einreichen oder kann ich dies auch auf dem Postwege tun? Falls Letzteres auch möglich ist, wie erfolgt dann die Entrichtung der Gebühr?

Auch wenn es ziemlich viele und zum Teil auch sehr umfassende Fragen sind, hoffe ich dennoch auf eure freundliche Unterstützung!

Herzlichen Dank schon mal im voraus und viele Grüße,

Cocktail

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#10
 Von 
Clara26
Status:
Beginner
(54 Beiträge, 6x hilfreich)

zu1.
entweder spalte 3 mit ner 3 kennzeichnen und firmenbezeichnung angeben und inhaber mit "e.K." kennzeichnen oder spalte 1 mit ner 1 kennzeichnen und deine fa nicht erwähnen- das nur, wenn es sich um eine einzelfirma handelt. sonst musst noch mal fragen
zu2. würde vorher lieber eine anfrage beim einwohnermeldeamt machen, kannst du dann später als ermittlungskosten mit in den mb nehmen.
zu3......
zu4. die zinsen musst du nicht ausrechnen, es reicht wenn in spalte 40 der prozentsatz angegeben ist, der hinweis ob jährl./moantl. oder tägl. und ab wann zinsen geltend gemacht werden (1.tag + 1.mon. nach rechnungsstellung) naja und vorne eben auch welche zeilennummer gemeint ist.
zu5. ich gebe die kosten so an: vordruck 2,5 / 10,23 mahngebühren
zu6. ich nehme an du meinst die gerichtskosten, die werden dir nach einreichung des mb in rechnung gestellt und müssen nicht von dir angegeben werden
zu7. wenn die forderung unter 5000 euro ist, dann ne 1 und zuständig ist dann das ag, wo der schuldner seinen wohnsitz hat
zu8.wenn kein widerspruch eingelet wird, kannst du den vb beantragen, den vordruck bekommst du direkt vom gericht zugeschickt und musst den nur ausfüllen, eigentlich nur zwei mal ne 1 angeben, sofern der schuldner noch nichts gezahlt hat. dann bekommst du denn titel vom gericht wieder. dauert einige tage. du hast dann nen titel und kannst deinem geld ewig hinterher laufen.
zu9....
zu10. einfach per post, wie oben gesagt, werden dir die kosten in rechnung gestellt, eigentlich wirds dem schuldner auferlegt, nur wenn der nicht zahlt, bleibst du drauf sitzen.

bei zwei fragen hab ich mir das mitteilen meines halbwissens gespart.

-- Editiert von Clara26 am 30.05.2005 17:26:47

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#11
 Von 
Mahnman
Status:
Junior-Partner
(5993 Beiträge, 1301x hilfreich)

Dann greif ich doch mal helfend ein: ;)

1. Sollte eigentlich egal sein. Sofern es ein Einzelunternehmer ist, kann man entweder den Inhaber als Privatperson, oder aber die Firma mit dem Inhaber als Vertreter eintragen.
2. Es reicht aus. Wenn der MB nicht zustellbar ist, bekoomst Du darüber entsprechende Nachricht. Die EMA-Anfrage kann dann nachgeholt werden (kostet ja auch).
3. Forderung aus unerlaubter Handlung wird, wie vermutet, als sonstiger Anspruch eingetragen. Man kann es noch etwas konkretisieren (z.B. Kaufpreisanspruch aus unerlaubter Handlung, etc.)
4. Wie Clara schon gesagt hat, einfach die 5 bei % über dem Basiszinssatz angeben und den Beginn der Zinsberechnung eintragen.
5. Im Falle eines Widerspruchs wirst Du die Inkassokosten nicht durchsetzen können. Es ist hier vielleicht besser, diese bei Mahngebühren mit aufzunehmen.
6. Über die Gerichtskosten erhälst Du eine Kostenrechnung. Die Kosten müssen einfach per Überweisung beglichen werden. Ohne Zahlung gibt es keinen Vollstreckungsbescheid.
7. Das zuständige Gericht findest Du im Zweifelsfall unter www.gerichte.org Die örtliche Zuständigkeit hattest Du ja bereits herausgefunden (Vollstreckungsgericht); die Forderungshöhe hat Clara bereits erklärt. Ich rate davon ab, den Antrag auf Durchführung des Verfahrens bereits vorab mit zu stellen. Im Bedarfsfall ist das sehr einfach (Zahlung des weiteren Gerichtskostenvorschusses)
8. dazu habe ich nichts hinzuzufügen.
9. Eine Anzeige kann schriftlich an die Polizei, die Staatsanwaltschaft oder (danke an wastl für die Info) an das Gericht gestellt werden (persönlich natürlich auch). Dazu Auftrag, Rechnung + Mahnungen, sowie den Vollstreckungsbescheid kopieren und als Beweismittel mitschicken. Weiterhin auf die bereits erfolgte EV hinweisen.
10. Die Gerichtskosten müssen in jedem Fall vom Gläubiger bezahlt werden. der Schuldner muss sie grundsätzlich erstatten (wenn denn was zu holen ist).

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"Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nicht behalten, sondern muss sie auf Anfrage zurückgeben."

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#12
 Von 
Cocktail
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo nochmal!

In oben genannter Sache geht's jetzt in die nächste Phase und wieder brauche ich eure Hilfe!

Sachverhalt: Habe Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids eingereicht, die 40,50 € bezahlt und jetzt einen Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheids erhalten.

Fragen:
1. den genannten Antrag hab ich in zweifacher Ausführung bekommen. Einmal in blau und einmal in grau. Gehe ich recht in der Annahme, dass der graue für meine Unterlagen ist, während der blaue ausgefüllt an das Gericht gesandt werden muss? Falls nicht, lasse ich mich gerne korrigieren...
2. In Zeile 6 des Antrags kann ich wählen zwischen 1 (Zustellung VB durch Gericht) und 2 (VB selbst durch GV zustellen lassen). Welche Auswirkungen haben die jeweiligen Optionen und welche davon ist zu wählen?
3. Kann ich in Zeile 8 ein Kreuzchen machen (Antrag auf Verzinsung der Kosten des Verfahrens), ohne weitere Auslagen in Zeile 7 geltend zu machen?
4. Ist Zeile 9 (Anschrift des Antragsgeners) zwingend auszufüllen, oder nur, wenn sich die Anschrift womöglich geändert hat?
5. Wie geht es weiter, nachdem ich den Antrag eingeschickt habe? Bedeutet das Vorliegen des Antrags automatisch auch, dass der Schuldner nicht keinen Widerspruch eingelegt hat?
6. Welche Auswirkungen hat eine Strafanzeige wegen unerlaubter Handlung? Wie ist diese durchzuführen und sind dabei evtl. Fristen zu beachten?
7. Wenn ich alles wichtig verstanden habe, wird mir nach dem Antrag der Vollstreckungsbescheid zugesandt (kann der Schuldner in dieser Phase weiterhin Widerspruch einlegen?), welcher einen gerichtlichen Titel darstellt und 30Jahre lang gültig ist. Wie verhilft mir das, meine Forderung einzuholen? Kann ich damit beim Schuldner eine Kontopfändung veranlassen (habe eine Bankverbindung des Schuldner herausgefunden)? Behält der Titel seine Gültigkeit solange bis die Forderung bezahlt wurde, oder "verfällt" sie mit einer Aktion wie bspw. Einholung einer EV, Beauftragung eines Gerichtsvollziehers etc.? Kann ich bei ausbleibendem Erfolg die Prozedur dann theoretisch alle paar Jahre 30 Jahre lang wiederholen...solange bis ich Erfolg habe?

Bin auch etwaige Hinweise, die nicht explizit von mir erfragt wurden, sehr dankbar. Besten Dank im voraus für die Unterstützung!

Viele Grüße,
Cocktail

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#13
 Von 
Mahnman
Status:
Junior-Partner
(5993 Beiträge, 1301x hilfreich)

1. Der graue sollte die Zustellungsnachricht darstellen und ist als Zweitschrift gedacht. Der Blaue muss an das Gericht.
2. Eigene Zustellung kostet, kann dafr schneller gehen.
3. Ja. Du kannst auch noch 2 Euro pauschal für Portoaufwand geltend machen.
4. Nur bei Änderung.
5. Ja. Bei Widerspruch wäre der Antrag nicht gekommen. Außer die Sache hätte sich überschnitten.
6. Kann bei der Polizei gestellt werden, ist aber vom Zivilrechtlichen unabhängig.
7. Der Titel bleibt gültig, muss aber nach Zahlung an den Antragsgegner augehändigt werden, wenn dieser ihn anfordert.

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