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Forderung nach 16!!! Jahren Bfs Risk


#31
 Von 
hausfrau66
Status:
Lehrling
(1043 Beiträge, 736x hilfreich)

Zitat:
Und die Hauptforderung überweise ich gleich oder? Die muß ich ja in jedem Fall zahlen.

Das wird nicht reichen. Wurde die Aufstellung der 985 Euro aus dem Titel korrekt übertragen ?

-- Editiert von hausfrau66 am 23.11.2015 19:16

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#32
 Von 
DasAlien
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 19x hilfreich)

Die Hauptforderung im Titel inklusive Mahnkosten, inkassoksten und Zinsen und Gerichtskosten ist 1955,83DM = 985,03€
Ich werde aus der Auflistung nicht schlau. Danach hatte ich es ja schon fast bezahlt,oder? Ich erinnere mich nicht mal daran, das ich mich mit denen geeinigt hatte. Ich war mal bei ner privaten Schuldnerberatung als es anfing mir über den Kopf zu wachsen, die hatten damals auch einiges für mich geregelt. Da hatte ich 300,00 DM monatlich.bezahlt und die haben das dann verteilt. Irgendwann brachte ich die 300 DM dann nicht mehr auf. Danach war ich dann ne Weile arbeitslos, umgezogen wegen Arbeit und als es finanziell bei mir wieder ging, waren ja meine Unterlagen vernichtet und ich konnte nur die bezahlen, die mich nochmals angeschrieben haben oder nen Schufa Eintrag gemacht haben.

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#33
 Von 
hausfrau66
Status:
Lehrling
(1043 Beiträge, 736x hilfreich)

Die Aufstellung ist schon teilweise verwirrend. Da stimme ich Dir zu.

Ich lese es so, dass Du bislang 382,89 + 51,13 + 4 x 25,56 = 536,26 Euro bezahlt hast.
985,03 - 536,26 = 448,77 Euro sind vom Titel noch zu zahlen + Zinsen + unstrittige Kosten.

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#34
 Von 
InkassoNoGo
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 16x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Zitat:Schick denen ne Einrede der Verjährung
Wenn ein Titel vorliegt ist das Quatsch. 30 Jahre...


Das war auf Zinsen bezogen und auf nicht titulierte Kosten. ;)
Zitat:

Zitat:Du kannst evtl auch versuchen, ne Einrede der Verwirkung
Ohne wirklichen Grund bringt das auch nichts. Und nein, dass einfach Zeit verging, ist kein Grund.


Naja, wenn ich mir die Forderungsaufsetllung anschaue, ist ja seit fast 10 Jahren nichts mehr gemacht worden. Der Versuch wäre es wert.....

Ist zwar immer Schwierig...... aber der Gläubiger muss dann den Nachweis führen, das die Verwirkung nicht eingetreten ist..... oder seh ich das jetzt so falsch?? Man brauch halt ein Dickes Fell und viel Nerven ;)


"Die Verwirkung ist juristisch ein Unterfall der unzulässigen Rechtsausübung und basiert auf dem Grundsatz des § 242 BGB , Leistungen so zu bewirken, wie Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte es erfordern. Angewandt auf den konkreten Fall bedeutet dies, dass ein Gläubiger seine rechtmäßige Forderung trotz erfolgter Titulierung so zu stellen hat, dass der Schuldner noch mit der Geltendmachung zu rechnen hat.

Von besonderer Bedeutung dabei ist der Zeitfaktor. So kann allein die Dauer der Nichtausübung eines Forderungsrechtes, sprich die Dauer der Untätigkeit eines Gläubigers, zur Verwirkung führen. In der Rechtskommentierung wird als kritische Marke dafür immer wieder ein Zeitraum von acht bis zehn Jahren seit der letzten Maßnahme - etwa eine Zahlungsaufforderung, Mahnung oder die Mitteilung des Kontostandes - genannt. Zusätzlich zum Zeitfaktor können weitere Umstände zur Verwirkung einer Forderung führen. Dazu zählen etwa das besondere Schutzbedürfnis des Schuldners, Art und Umfang des Anspruches und die Untätigkeit des Gläubigers nach Einwendungen des Schuldners."

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#35
 Von 
DasAlien
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 19x hilfreich)

Und was mache ich jetzt? 500,00€ überweisen und Brief schreiben? Und in den Brief schreibe ich, daß ich die Kontoführungsgebühr für unberechtigt und die Zinsen für falsch berechnet halte?

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#36
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23373 Beiträge, 15331x hilfreich)

Zitat:
Das war auf Zinsen bezogen

Die in der Aufstellung ja auch nur seit 2012 berechnet wurden...

Zitat:
Der Versuch wäre es wert.....

Es bringt absolut nichts. Zur Verwirkung muss neben dem Zeitmoment auch ein Umstandsmoment vorliegen. beispielsweise war man zwischenzeitlich wieder Kunde dort und der Gläubiger hat nie auf die Altschulden hingewiesen...

Zitat:
oder seh ich das jetzt so falsch??

Ja, das siehst du falsch. In der Beweislast liegt der Schuldner. Ansonsten würde es ja eine verkappte Verkürzung der Verjährung sein und das läuft dem Gesetz zuwider. Außerdem gibt es die Verwirkung als Gesetz gar nicht. Sie leitet sich lediglich aus anderem Gesetz her. Nach Treu und Glauben liegt ein Umstand vor (neben einer langen Zeitdauer also), weswegen der Schuldner annehmen durfte, dass der Gläubiger auf das Geld verzichtet.

Was auch immer du da zitiert hast, das ist Quatsch. Es mag mal so gewesen sein, aber der BGH hat das schon vor Urzeiten klargestellt. Wie gesagt: Neben dem Zeitmoment, der durchaus so bei 10 Jahren oder so liegt, muss es einen besonderen Umstand geben. Es mag sein, dass ein Amtsgericht vor Ort das etwas anders bzw. lockerer sieht. Aber die meisten werden insbesondere bei Dauerschuldnern, die über 10 Jahre mit kaputter Bonität zu kämpfen haben, das reine Zeitmoment nicht anerkennen.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#37
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23373 Beiträge, 15331x hilfreich)

Zitat:
Und was mache ich jetzt? 500,00€ überweisen und Brief schreiben? Und in den Brief schreibe ich, daß ich die Kontoführungsgebühr für unberechtigt und die Zinsen für falsch berechnet halte?

500€ kommt hin, ja. Müsste man nochmal nachrechnen, vielleicht zwei drei Euro ncoh draufpacken.
In den Brief würde ich schreiben: "Werte Infoscore. Ihre Forderungsaufstellung ist falsch. Weder sind die Kosten für Bonitätsabfragen noch die Kosten von "monatliche Kontoführungsgebühr" zu erstatten. Daneben sind die Zinsen auf 5% über Basiszins zu überleiten. Ich fordere hiermit binnen 7 Tagen den entwerteten Titel zurück. Sollten Sie sich weigern oder die Frist verstreichen lassen, werde ich ohne zu zögern einen Anwalt aufsuchen und ohne weitere Vorwarnung Klage auf Titelherausgabe anstrengen. Das kommt sie dann sehr teuer, daher glaube ich nicht, dass sie das wollen. Im Übrigen bin ich auch dazu bereit, sofort gegen Sie Strafanzeige wegen Nötigung zu erstatten, sollten Sie mit Nachdruck, Pfändungen oder einer Drohung auf beispielsweise Kontoführungskosten bestehen wollen. Ich diskutiere nicht, ich gewähre keine Fristverlängerung."

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#38
 Von 
hausfrau66
Status:
Lehrling
(1043 Beiträge, 736x hilfreich)

Zitat:
Und was mache ich jetzt? 500,00€ überweisen und Brief schreiben? Und in den Brief schreibe ich, daß ich die Kontoführungsgebühr für unberechtigt und die Zinsen für falsch berechnet halte?

Ich würde 2 Überweisungen machen und die Verwendung explizit in den Verwendungszweck schreiben !
Einmal die 293,55 Euro - nur zur Verrechnung mit der Hauptforderung.
Die zweite Überweisung rund 210 Euro - nur zur Verrechnung mit den verzinslichen Kosten + Zinsen.
Danach ist der Titel bezahlt. Zum Brief wurde schon etwas geschrieben. Wenn dann noch etwas übrig bleibt, kannst du Dich vor dem Bezahlen hier noch einmal melden.




-- Editiert von hausfrau66 am 24.11.2015 09:12

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#39
 Von 
DasAlien
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 19x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
In den Brief würde ich schreiben: "Werte Infoscore. Ihre Forderungsaufstellung ist falsch. Weder sind die Kosten für Bonitätsabfragen noch die Kosten von "monatliche Kontoführungsgebühr" zu erstatten. Daneben sind die Zinsen auf 5% über Basiszins zu überleiten. Ich fordere hiermit binnen 7 Tagen den entwerteten Titel zurück. Sollten Sie sich weigern oder die Frist verstreichen lassen, werde ich ohne zu zögern einen Anwalt aufsuchen und ohne weitere Vorwarnung Klage auf Titelherausgabe anstrengen. Das kommt sie dann sehr teuer, daher glaube ich nicht, dass sie das wollen. Im Übrigen bin ich auch dazu bereit, sofort gegen Sie Strafanzeige wegen Nötigung zu erstatten, sollten Sie mit Nachdruck, Pfändungen oder einer Drohung auf beispielsweise Kontoführungskosten bestehen wollen. Ich diskutiere nicht, ich gewähre keine Fristverlängerung."

Ich habe immer Angst das so "frech" zu schreiben. Aber wenn ich dann schon den Großteil überwiesen habe sollte eigentlich nichts passieren oder?
Vielen Dank nochmals für eure Hilfe, ich melde mich sobald ich wieder was neues habe.

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#40
 Von 
DasAlien
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 19x hilfreich)

Betreff : Forderungssache mit dem Aktenzeichen Blablabla Kundennummer : blablablabla

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Forderungsaufstellung ist leider falsch. Weder sind die Kosten für Bonitätsabfragen noch die Kosten für monatliche Kontoführungsgebühren zu erstatten. Daneben sind die Zinsen auf 5% über Basiszins zu überleiten.
Ich habe bereits 293,55€ Hauptforderung und 210€ zur Verrechnung der Zinsen überwiesen.
Ich fordere Sie hiermit auf mir den entwerteten Titel binnen 7 Tagen, bis zum 4.11.2015, zurück zu senden. Sollten Sie sich weigern oder die Frist verstreichen lassen, werde ich ohne weitere Vorwarnung einen Anwalt aufsuchen und eine Klage auf Titelherausgabe anstrengen.
Ich bin im Übrigen auch dazu bereit, sofort gegen Sie Strafanzeige wegen Nötigung zu erstatten, sollten Sie mit Nachdruck, Pfändungen oder einer Drohung auf beispielsweise Kontoführungskosten bestehen wollen.
Desweiteren habe ich Ihnen schon im letzten Brief mitgeteilt, daß ich umgezogen bin und eine neue Adresse habe. Bitte senden Sie alles weitere an :
Bla Bla
Am Blablaweg
12121 Blabla

Mit freundlichen Grüßen




So, abgeschickt. Toitoitoi.

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#41
 Von 
hausfrau66
Status:
Lehrling
(1043 Beiträge, 736x hilfreich)

Zitat:
So, abgeschickt. Toitoitoi.

wirklich schon abgeschickt ?

Zitat:
binnen 7 Tagen, bis zum 4.11.2015, zurück zu senden.

Das kannst Du leider nicht fordern, der 4.11. war bereits...


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#42
 Von 
DasAlien
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 19x hilfreich)

Hoppla... 4.12. sollte das heißen. Schei..e. Ist wirklich schon abgeschickt.

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#43
 Von 
DasAlien
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 19x hilfreich)

Hallo,
Habe immernoch keine Antwort von denen bekommen. Ist das jetzt gut oder schlecht?

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#44
 Von 
Simoff
Status:
Beginner
(143 Beiträge, 96x hilfreich)

Was wurde denn 2001 bezahlt und warum? Wenn es ein Vergleich war, dann sollte man den Inhalt kennen um richtig zu reagieren. Wurde nur angezahlt, dann zahlt man besser den Rest (HF) + Verfahrenskosten.

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#45
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23373 Beiträge, 15331x hilfreich)

Zitat:
Ist das jetzt gut oder schlecht?

Du hast das, was ggf. noch offen war überwiesen?
Dann würde ich nun einen Anwalt einschalten und eine Klage auf Titelherausgabe. So wie man es angekündigt hatte.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#46
 Von 
DasAlien
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 19x hilfreich)

Hallo,
Falls es jemanden interessiert, wie es ausgegangen ist.
Ich hatte nach meinem letzten Brief und der Überweisung von 505,55€ einfach abgewartet, was von denen als nächstes kommt.
Es kam lange garnichts. Jetzt habe ich meinen Titel bekommen mit einem Schreiben, das die Sache ihrerseits als erledigt gilt.

Ich danke euch vielmals für Eure hilfreichen Antworten. Vielleicht hilft dieser Beitrag auch anderen, das man eben nicht deren Phantasie Gebühren bezahlen muß. Und die das auch wissen.

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