Forderung von Unitymedia - Router nicht zurückgeschickt

19. Dezember 2015 Thema abonnieren
 Von 
berlinger123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Forderung von Unitymedia - Router nicht zurückgeschickt

Hallo,
dieses Jahr habe ich aufgrund Umzug meinen Unitymedia Anschluss gekündigt und bei der Kündigung meine neue Adresse angegeben. Kündigungstermin war im Juli.
Nun bekam ich von einem Inkasso Unternehmen die Nachricht mit einer offenen Forderung von Unitymedia, da ich den Router nicht zurückgesendet hatte. Gesamtkosten: ca.190 Euro. Das ich den Router zurücksenden musste war mir nicht bewusst - auch wenn das in den AGB drin steht. Unitymedia hat mich unter meiner alten Adresse nicht mehr erreicht - logisch, wohne dort ja nicht mehr, und daher die Forderung an das Inkasso Unternehmen abgetreten.
Den Router schicke ich nun natürlich selbstverständlich zurück, dennoch bleiben Kosten in Höhe von ca. 70 Euro.
Muss ich diese bezahlen? Was kann ich tun?
Fakt ist, dass ich zum Zurücksenden verpflichtet war, dieso Info in den AGB steht, mir das aber nicht bewusst war.
Fakt ist, dass Unitymedia eine Email von mir hat (und immer noch hat), in der meine neue Adresse steht.
Fakt ist, dass ich seit Auszug nicht erfolgreich benarichtigt wurde. Die Benachtichtung erfolgte nun per Email vom Inkasso. Diese Emailadresse hat natürlich auch Unitymedia.
Welche Möglichkeiten habe ich?
Vielen Dank für die Hilfe!

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
alucard2005
Status:
Praktikant
(520 Beiträge, 320x hilfreich)

Erst mal den router zurück schicken und zunächst keinerlei schriftl kommunikation mit dem Inkassobüro
Dann wieder posten wenn sich die inkassobude meldet

6x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
berlinger123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke!.
Ja, das Paket geht heute noch raus. Ich melde mich dann wieder!

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
berlinger123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
nachdem ich den Router zurückgeschickt habe, habe ich Unitymedia geschrieben, dass der Router unterwegs ist, und dass es nicht meine Schuld ist, wenn Unitymedia meine neue Adresse verschlampt hat. Ich habe sie aufgefordert das Inkasse Unternehmen daher von mir abzuziehen.
Nun habe ich eine Antwort von UM erhalten:

"Die Hardware haben wir erhalten.
Das Ihnen zugewiesene Inkassobüro IFM Infoscore Forderungsmanagement GmbH (ehem. BFS risk & collection GmbH) wurde über die Änderung informiert und wird diesbezüglich keine Forderung mehr erheben. "

Ich gehe davon aus, dass sich damit der Fall erledigt hat.

Vielen Dank für deine Hilfe. Sollte doch noch was kommen, melde ich mir hier wieder!

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Ln_a
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

ich habe ein ähnliches Problem. Ich habe die Adressänderung allerdings schriftlich per Post mitgeteilt, gleichzeitig mit der Kündigung. Das Inkassounternehmen verlangt aber trotzdem die Gebühr und Unitymedia sagt, sie könnten da nichts machen. Ich habe dann das Inkassounternehmen angerufen und mitgeteilt, dass ich nicht am Zahlungsverzug (zu spät den Router zurück gesendet) schuld bin, da die Post an die alte Adresse ging. Die waren sehr unfreundlich und haben behauptet ich müsste die Gebühr zahlen, da das so in den AGB von Unitymedia steht und es an das Rücksenden keine erneute Erinnerung gäbe. Interessante Aussage, da Unitymedia eine Erinnerung/Rechnung und eine Mahnung an meine alte Adresse geschickt hatte. Rücksenden des Routers hat mir einen Rabatt gebracht aber die Kosten des Inkassobüros müsse ich trotzdem zahlen.
Ich weiß nicht, was ich noch tun kann. Die Verbraucherschutzwebseite ist nicht sehr hilfreich und der Kundenservice von Unitymedia ist nicht in der Lage irgendetwas anderes zu tun als mit zu sagen, ich müsse das mit dem Inkassobüro klären.

Vielen Dank

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1988 Beiträge, 754x hilfreich)

Einfach den Router an unitiymedia zurücksenden. Einlieferungsbeleg gut aufheben.

Fakt ist: Ohne Mahnung bist du mit der Rücksendung nicht in Verzug. Ohne Verzug der Rücksendung kann auch kein Schadenersatz gefordert werden. Somit kannst du mit der Schadensersatzforderung erst Recht nicht in Verzug sein.

Daher: Nichts zahlen, da keine Forderungsgrundlage besteht. Nicht mehr telefonieren, sondern das Inkasso schriftlich informieren dass der Router zurückgesendet wurde und du der Forderung mangels Verzugs widersprichst.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Ln_a
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

das habe ich bereits getan. Ich habe einen Brief bekommen, dass ich den Router nun nicht mehr bezahlen muss aber die Inkasso- und Mahngebühren bleiben.
Ich bin im Verzug, weil nach BGB § 286 (2) ein Datum im Kalender bestimmt werden konnte, ab dem der Router zurück hätte sein müssen. Wäre ja auch ok für mich, wenn die Rechnung und die erste Mahnung, die noch von Unitymedia und nicht vom Inkassobüro kam, bei mir eingetroffen wären. Das wären nach Abzug des Routers nur 2,50 € (Mahnung).
Ich habe ausserdem gelesen, dass große Konzerne gar keine Inkassounternehmen beauftragen dürfen, da ihnen zuzumuten ist, ihre Forderungen selbst einzutreiben. Schwer festzustellen, ob Unitymedia "groß genug" ist.
Ich werde die Verbraucherzentrale anrufen. Wenn die mir nicht helfen können, bleibt mir nur noch zahlen um Gerichts- und Anwaltskosten der Gegenseite zu vermeiden :(

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1988 Beiträge, 754x hilfreich)

Völlig falsch. Ein Datum im Kalender ist nicht von vorn herein bestimmt, da die Forderung erst mit Ende des Vertrages entsteht. Wenn ich heute einen solchen Vertrag abschließe, steht dort mit Sicherheit nicht "Router muss bis 01.09.2018 zurück geschickt werden."
Deine Schlussfolgerung daraus ist auch falsch. Ähnliche Fälle wie deiner sind hier schon behandelt worden. Mir ist noch nicht zu Ohren gekommen, dass die Gebühren dort irgendwann mal eingeklagt worden sind. Die wissen selbst, dass die Forderung haltlos ist und hoffen gerade auf solche Leute wie dich, die dann Angst bekommen und übereilt zahlen. Allenfalls kommt mal ein Mahnbescheid, demman aber einfach widerspricht.

Hier z.B. ähnliche Fälle: http://www.123recht.net/Sky-Receriver-und-Infoscore-Forderungsmanagement-__f328448.html

-- Editiert von fm89 am 30.08.2016 16:04

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Stimme fm89 zu.
Davon abgesehen ist man selbst wenn man die Bestimmung nach dem Kalender bejahen würde, maximal mit der Rücksendung des Routers in Verzug. Die Geldforderung gab es bis dato noch nie und ohne dass die Geldsumme gefordert wurde, kann man mit dieser auch nie in Verzug geraten sein.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#9
 Von 
Ln_a
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Lieber fm89, ich weiß den genauen Wortlaut nicht aber man kann das mit dem Verzugseintritt an ein Ereignis knüpfen z.B. wäre "10 Tage nach Vertragsende" bereits ein im Kalender festlegbares Datum. Die Rücksendung der Hardware wurde bei der Kündigungsbestätigung (auf der Rückseite) verlangt. Ich schätze ich bin im Verzug aber 6 Monate lang Post ins Nichts zu schicken, die Forderungen anzuheben und mich dann erst zu kontaktieren finde ich frech.

Lieber mepeisen, ich sehe es auch so, dass die Geldforderung/Rücksendeforderung nicht einfach aufgestockt werden kann ohne dass mich Mahnungen erreicht hätten. Leider droht das Inkassobüro mit dem Anwalt und wenn es zu einem Vergleich kommt, werde ich Gerichtskosten zahlen müssen. Die werden sich von meinem Recht nicht abhalten lassen es trotzdem zu versuchen.

Danke für eure Hilfe

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Frage: welches Inkasso ist das und wie ist der wortlaut mit der anwaltsdrohung?
Die ist nicht nur lächerlich. Wenn du wolltest könntest funktioniert denen maximalen ärger bereiten.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
fb486800-39
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin in exakt derselben Situation und schlage mich schon seit über einem Jahr mit dem Inkasso-Unternehmen COEO wegen dem verspätet zurückgesendeten Unity Media Router herum. Eins zu eins die selbe Geschichte, deshalb würde ich gerne wissen wie das hier ausgegangen ist? Sind die wirklich vor Gericht gezogen oder wurde aus Angst (welche ich durchaus nachvollziehen kann) doch bezahlt?

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