Höhe von Inkassogebühren angemssen?

8. Januar 2008 Thema abonnieren
 Von 
Schnappschuss28
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 4x hilfreich)
Höhe von Inkassogebühren angemssen?

Guten Abend,

vielleicht ist mein vorheriger Post etwas zu groß und umfangreich gewesen. Deshalb habe ich mal eine "seperierte" Frage, die vielleicht auch später noch für andere Leser des Forums von Interesse sein könnten. (Deshalb auch die Ausgliederung).

Es geht um die Höhe von Inkassogebühren in Verbindung in Anhängigkeit der Inkassogebühren.

Dazu sei gesagt, dass es sich dabei um Forderungen aus einem und dem selben Vertragsverhältnis handelt, weshalb ich nicht verstehe, dass die Forderung nicht als eine behandelt wird, sondern getrennt (Inkassobüro will verdienen?)

(Hf=Hauptforderung)

1. Fall
HF = 8,40 EUR

2. Fall
HF = 103,20 EUR

3. Fall
HF = 77,34 EUR

Sind für alle Fälle eine Inkassogebühr von 57,00 EUR
(netto) zulässig?

Nach Nr. 2400 VV RVG steht dort was für um die 20 EUR.

zudem werden Zinsen, Kontoführungsgebühren noch seperiert abgerechnet.

Kann die Zusammenlegung der Forderungen zu einer VERLANGT werden, so das nur einmal Gebühren fällig sind oder ist dies eine rein frewillige Leistung?

Für Antworten wäre ich sehr dankbar! :)

Post vom Inkassobüro?

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6415x hilfreich)

Das Inkassobüro verritt selbstredend Eigene Interessen und nicht Deine :grins:
Erlaubt und zulässig ist eigentlich Alles
Nach oben gibt es kaum Grenzen - Wenn der Schuldner die Gebühren ohne murren zahlt hat es sich für das Inkasso gelohnt
Das OLG Frankfurt a.M. NJW 1996, 2172 sagt sogar :
" Überhöhte Inkassogebühr ist kein Betrug "
Freie MarkwirtschaftIch eben.
Ob explicit wg nicht beglichener Inkassogebühren dann geklagt wird steht auf einem anderen Blatt ! Mir ist bisher kein erfolgreich durchgezogenes Verfahren bekannt
Ich würde deshalb - wäre ich an Deiner Stelle - die 3 Haupt Forderungen (sofern nicht strittig)
direkt an den Gläubiger überweisen und hier sicherheitshalber noch 10 € obendrauflegen und das Inkassobüro komplett ignorieren

lg

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Schnappschuss28
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 4x hilfreich)

Dann nehme ich an, dass die Splitung auf 3 Forderungen auch unter das Gesetz der "Freien Marktwirtschaft" fällt?

Obwohl dies aus einem Vertragsverhältnis stammt ?

Es handelt sich hierbei um die monatliche Grundgebühr eines Abo Vertrages eines DVD-Versenders. (Januar 2007 bis Dezember 2007)

Im Dezember 2006 wurden die bereits abgebuchten Beiträge (per Lastschrift) durch den Vertragspartner durch Widerspruch nicht eingelöst.

Die Leistung durch den DVD-Versender im Januar 2007 (aufgrund des Zahlungsrückstandes) eingestellt, die monatlichen Gebühren aber auf Grund der angeblich nicht vorliegenden Kündigung (wurde per Fax geschickt, Sendeprotokoll liegt jedoch vor) weiter berechnet bis Dezember 2007. Die Beweislage für den Kunden ist also relativ schlecht.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
alucard2005
Status:
Praktikant
(520 Beiträge, 320x hilfreich)

http://www.123recht.net/Ist-eine-K%C3%BCndigung-per-Fax-rechtswirksam-und-somit-fristwahrend__a22846.html

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Zappelphilipp
Status:
Schüler
(199 Beiträge, 79x hilfreich)

je nachdem wie zeitnah die aufträge ans inkasso gingen, würde ich sagen, dass die schon zusammenfassen müssten, stichtwort schadensminderungspflicht nach § 254 BGB .

von der höhe her scheint der betrag sogar mehr als einee entsprechende 1,5fache anwaltsgebühr nach RVG zu sein, so dass das wohl zuviel sein dürfte. selbst ein RA dürfte b ei einem einfachen schreiben nur 0,3fache RVG-gebühr bzw. ansonsten 1,3fache-1,5fache gebühr nehmen.

:grins:

-----------------
"Bässäwissä."

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6415x hilfreich)

Zappelphilipp -
Echt gemein das das Inkasso den Fragesteller versucht gebührentechnisch über den Tisch zu ziehen ... :devil:
Bleibt die Frage was macht der Inkassoladen
wenn @Schnappschuss28 nun sauer ist und nun überhaupt keine Gebühren an den Beitreibungsprimaten zahlt sondern einfach nur die HF plus 10 € an den tasächlichen Gläubiger rüberschiebt ?


lg

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Zappelphilipp
Status:
Schüler
(199 Beiträge, 79x hilfreich)

ach liebste teufelsbrätin: :kotz:

wer weiss schon was dann passiert?!

:grins:

-----------------
"Bässäwissä."

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6415x hilfreich)

ICH weiß es !

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Schnappschuss28
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 4x hilfreich)

Ich auch...ne Menge Spaß und bitterböse Briefe :)

Danke für die Antworten ;)

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Schnappschuss28
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 4x hilfreich)

http://www.123recht.net/Ist-eine-K%C3%BCndigung-per-Fax-rechtswirksam-und-somit-fristwahrend__a22846.html
von alucard2005 - 09.01.2008 08:10:18

Danke Alucard2005, das habe ich mir schon gedacht, dass ein Sendebericht nicht beweiskräftig genug ist, dass das Fax abgesendet worden ist.

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