Hoist Inkasso /BMW

30. Oktober 2016 Thema abonnieren
 Von 
guest-12331.10.2016 16:09:44
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Hoist Inkasso /BMW

Ich bzw. mein Mann hatte im November 2011 einen Unfall mit unserem BMW X3. Das Auto sollte im Dezember 2011 an BMW zurück gehen, und der Termin stand auch schon fest. Nun kam uns der Unfall dazwischen. Wir haben von unserer Versicherung mitgeteilt bekommen, dass wir unser Auto in eine Vertragswerkstatt bringen sollen. Dann stand das Auto fast 4 Monate in der Werkstatt und es passierte nichts, aber BMW wollte ihr Auto zurück. Viele Briefe die ich an die Versicherung geschrieben habe, waren erfolglos. Nach Monaten wurde dann endlich mit der Reparatur begonnen. Nachdem wir nach der ersten Reparatur festgestellt haben, dass noch ganz viele Mängel am Auto waren, kam nochmal ein Gutachter und das Auto sollte weiter repariert werden. Dann passierte es - irgend jemand kam in die Werkstatt lege unseren Eigenanteil von 1000,-€ auf den Tisch und nahm unser Auto mit. Meine persönlichen Gegenstände (Handykarte, CD`s und, und) alles weg und wir wissen bis heute nicht wär unser Auto geholt hat!!! Wir sind immer noch im Besitz der Autoschlüssel.
Dann war lange Zeit Ruhe - wir hörten nichts. Bis sich die Hoist Inkasso Gesellschaft eingeschaltet hat. BMW hat es weiter gegeben an die Hoist, weil BMW sich nicht die Finger schmutzig machen möchte. Das alles ist nun 5 Jahre her. Wir haben sehr viele Briefe von der Hoist bekommen mit irgendwelchen Schreiben, dass wir einen Nachlass vom 3000,-€ bekommen, weil bei der WM so und so viele Tore geschossen wurden...;-) Ein Schreiben vom Anwalt wie sich die Summe vom 9000,-€ (Forderung) zusammen setzt haben wir nie eine Antwort erhalten weder von BMW noch von der Inkasso. Letztes Jahr am 24.12.2015 habe ich einen Mahnbescheid von der Hoist erhalten, wo ich Widerspruch eingelegt habe. Nun, nach fast einem Jahr kam ein Schreiben von denen ihren Anwalt. Jetzt geht die ganze Sache doch vor Gericht. Ich bin auf das Urteil gespannt. Sollte unser Rechtsstaat so entscheiden, dass ich die 9000,-€ zahlen muss, dann verliere ich den glauben. Ich als Eigentümer kann doch nichts dafür, dass die Versicherung die Freigabe zur Reparatur nicht frei gibt. Ich hoffe, dass sich alles zum guten wendet und diese Inkasso Gesellschaft nicht Recht bekommt!!!

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27 Antworten
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#1
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9326 Beiträge, 3001x hilfreich)

Irrgendwie ist Dein Text völlig wirr.

Einmal ist es euer Auto, einmal soll es im Dez. 2011 zurückgegeben werden, was aber nicht erfolgte.

Dann kommen 9000 € ins Spiel, die nicht erklärt werden.

Und das Wichtigste: keinerlei Erklärung weshalb Hoist von Deinem Mann Geld will.

Eines fällt aber sofort auf. Wenn es einen verbindlichen Rückgabetermin mit BMW - aus welchen Gründen auch immer - gab, und ihr habt den nicht eingehalten ohne eine Verschiebung abzusprechen, ist das allein euer Problem.
Das der Wagen nicht repariert wird, weil die Versicherung keine Kostenübernahme erklärt, hat auf das Vertragsverhältnis zwischen Deinem Mann und BMW keinen direkten Einfluss.

Zitat (von stellina65):
Ich als Eigentümer kann doch nichts dafür, dass die Versicherung die Freigabe zur Reparatur nicht frei gibt.
Vermutlich nicht. Gleichwohl kann ein Fahrzeug auch unabhängig von einer Versicherungsleistung repariert werden, wenn es in absehbarer Zeit aufgrund vertraglicher Vereinbarungen mit einem anderen abgegeben werden muss. Hier liegt die Verantwortung nicht bei der Versicherung.

Berry

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#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Geht's hier um ein Leasing?

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#3
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9326 Beiträge, 3001x hilfreich)

Leasing und "Ich als Eigentümer" passen aber nicht wirklich zusammen, oder?

Berry

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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Deswegen frage ich. "Ich bin Eigentümer" und zeitlich vorgesehene Rückgabe an BMW passt aber genauso wenig zusammen.

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Ergänzung: Eine normale Schuld, die in 2011 oder 2012 entstanden ist, ist eigentlich seit Ende 2015 spätestens verjährt. Mit Hemmung des Mahnbescheides war spätestens diesen Sommer Schluss.

Zitat:
Jetzt geht die ganze Sache doch vor Gericht.

Behaupten die das nur oder gibt es wirklich eine Klageschrift, die euch schon vorliegt?

Je nachdem, wie du die Fragen beantwortest, sehe ich keinen Grund mir Sorgen zu machen. Eigenen Anwalt müsste man wegen dem Streitwert (Landgericht) sowieso einschalten und mit dem einen Wort "Verjährung" bekommt man das recht schnell vom Tisch meiner Meinung nach.

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#6
 Von 
guest-12331.10.2016 16:09:44
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zum einen ist mein Schreiben überhaupt nicht wirr. Was gibt es daran nicht zu verstehen, dass mein Mann einen Unfall hatte und wir das Auto nicht zum gewünschten Zeitraum zurück geben konnten.
Im November 2011 war der Unfall und im Dezember 2011 sollte das Auto zurück an BMW gehen. Wir haben den Schaden sofort schriftlich BMW mitgeteilt. Das Auto stand dann von November bis Februar in der Werkstatt, weil die Versicherung keine Freigabe zur Reparatur erteilt hat.
4 Jahre bekommen wir jetzt irgendwelche Schreiben von der Hoist Inkasso mit einer Forderung. Wir haben vor Jahren einen Anwalt beauftragt, dass wir eine detalierte Rechnung haben möchten, wo ersichtlich ist, aus was sich die Summe von 9000,-€ zusammen setzten, da das Auto dann wie neu war!
Jetzt kam ein Schreiben vom Anwalt den die Inkasso beauftragt hat! Übrigens, war das Auto finanziert!

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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Zitat:
Im November 2011 war der Unfall und im Dezember 2011 sollte das Auto zurück an BMW gehen

Und die Frage ist: Warum. Wenn es wirklich euer Auto war, wieso sollte es zurück zu BMW?
Leasing? Nicht eingehaltene Ratenzahlung? Da gibt es in der rechtlichen Beurteilung nämlich gewaltige Unterschiede.

Es ist immer noch nicht klar, was eigentlich gefordert wird.

Wenn es eine Forderung aus einem Darlehen ist, dann könnte auch meine obige Angabe mit der Verjährung falsch sein...

Also beantworte bitte die Fragen, dann bekommst du auch einen Rat.

Alternative: Gehe direkt zu einem Anwalt vor Ort. zeige ihm alles und frage ihn, was du machst.

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121703 Beiträge, 40050x hilfreich)

Zitat (von stellina65):
Dann passierte es - irgend jemand kam in die Werkstatt lege unseren Eigenanteil von 1000,-€ auf den Tisch und nahm unser Auto mit. Meine persönlichen Gegenstände (Handykarte, CD`s und, und) alles weg und wir wissen bis heute nicht wär unser Auto geholt hat!!!

Was war denn das Ergebnis der Anzeige bei der Polizei?



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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#9
 Von 
arnonym117
Status:
Praktikant
(728 Beiträge, 228x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Was war denn das Ergebnis der Anzeige bei der Polizei?


Das wäre meine zweite Frage zu dem Thema gewesen. Meine erste Frage dazu lautet:

Was hat die Werkstatt gesagt, wem sie das Auto gegeben haben bzw. wie haben sie begründet, dass sie das Auto an eine wildfremde Person ohne Legitimation herausgegeben haben?

Zitat (von stellina65):
Wir haben den Schaden sofort schriftlich BMW mitgeteilt.


Und wie hat BMW darauf reagiert?

Zitat:
Wir haben von unserer Versicherung mitgeteilt bekommen, dass wir unser Auto in eine Vertragswerkstatt bringen sollen.


War das tatsächlich eure "eigene" Versicherung oder eine über die Leasingfirma abgeschlossene Versicherung?

Zitat:
Wir haben vor Jahren einen Anwalt beauftragt, dass wir eine detalierte Rechnung haben möchten, wo ersichtlich ist, aus was sich die Summe von 9000,-€ zusammen setzten


Was ist denn dabei herausgekommen? Bzw. wenn gar nichts dabei rausgekommen ist, wie hat euer Anwalt das begründet, wieso er nicht an die Informationen gelangen konnte?

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#10
 Von 
guest-12313.09.2017 08:51:03
Status:
Student
(2271 Beiträge, 713x hilfreich)

Zitat (von stellina65):
Zum einen ist mein Schreiben überhaupt nicht wirr.


Irgendwie schon, da wesentliche Angaben fehlen oder falsch dargestellt sind. Da braucht man sich auch nicht wundern, wenn
Zitat (von stellina65):
unser Rechtsstaat so entscheiden, dass ich die 9000,-€ zahlen muss

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#11
 Von 
Xipolis
Status:
Lehrling
(1744 Beiträge, 831x hilfreich)

Abgesehen davon, dass hier schon längst die Verjährung eintreten ist, was genau ist denn das Problem, was, Stellina65, wollen Sie?

Bei Erhalt einer Klageschrift, müssen Sie ohnehin einen Rechtsanwalt mandatieren, da vor dem Landgericht Anwaltszwang gegeben ist. Wenn Sie dann keinen Rechtsanwalt mandatieren, wir es ein Versäumnisurteil gegen Sie geben.

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#12
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Nach dem, was mir per PM an Hinweisen geschickt wurde, ist das ein Leasing-Fall und mitnichten ein Autokauf auf Raten.
Wie dem auch sei. Stellina will zu einem Anwalt vor Ort. Das dürfte die beste Idee sein, wenn sie nicht durchblickt (nicht böse gemeint).

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#13
 Von 
vundaal76
Status:
Junior-Partner
(5065 Beiträge, 1964x hilfreich)

Zitat:
Abgesehen davon, dass hier schon längst die Verjährung eintreten ist, was genau ist denn das Problem, was, Stellina65, wollen Sie?


Da wäre ich mir nicht so sicher.
Der TE hat uns nur geschrieben:
Zitat:
Nun, nach fast einem Jahr kam ein Schreiben von denen ihren Anwalt. Jetzt geht die ganze Sache doch vor Gericht.


Das klingt tatsächlich so, dass der Gläubiger keine Klage vor dem 01.07.2016 eingereicht hat.
Nur frage ich mich, wieso der Anwalt des Gläubigers hier überhaupt ein Schreiben aufsetzt.

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#14
 Von 
arnonym117
Status:
Praktikant
(728 Beiträge, 228x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Das klingt tatsächlich so, dass der Gläubiger keine Klage vor dem 01.07.2016 eingereicht hat.
Nur frage ich mich, wieso der Anwalt des Gläubigers hier überhaupt ein Schreiben aufsetzt.


Vermutlich, um die TE unter Druck zu setzen, doch noch zu bezahlen. Der wird denken, dass sie nicht weiß, dass die Sache bereits verjährt ist (wovon ich nach den bisherigen Schilderungen ausgehe).

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#15
 Von 
Xipolis
Status:
Lehrling
(1744 Beiträge, 831x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Nach dem, was mir per PM an Hinweisen geschickt wurde, ist das ein Leasing-Fall und mitnichten ein Autokauf auf Raten.
Wie dem auch sei. Stellina will zu einem Anwalt vor Ort. Das dürfte die beste Idee sein, wenn sie nicht durchblickt (nicht böse gemeint).


Bei dem Streitwert wird vor dem Landgericht verhandelt und da geht nichts ohne Anwalt.

Allerdings sollte Sie aus Kostengründen diesen erst dann mandatieren, wenn die Klageschrift eingegangen ist.

Eine Erstberatung kann aber schon Sinn machen, da Stellina hier scheinbar ab dem Unfall-Ereignis zahlreiche Fehler unterlaufen sind, bzw. sie scheinbar - so die Schilderung - es einfach unterlassen hat sich um die aufgetretenen Problem angemessen zu kümmern.

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#16
 Von 
Xipolis
Status:
Lehrling
(1744 Beiträge, 831x hilfreich)

Zitat (von arnonym117):
Zitat (von vundaal76):
Das klingt tatsächlich so, dass der Gläubiger keine Klage vor dem 01.07.2016 eingereicht hat.
Nur frage ich mich, wieso der Anwalt des Gläubigers hier überhaupt ein Schreiben aufsetzt.


Vermutlich, um die TE unter Druck zu setzen, doch noch zu bezahlen. Der wird denken, dass sie nicht weiß, dass die Sache bereits verjährt ist (wovon ich nach den bisherigen Schilderungen ausgehe).


Hätte der Antragsteller auf den Widerspruch beantragt, dass Verfahren an das Streitgericht abzugeben, dann hätte die Antragstellerin schon längst vom Mahngericht eine Abgabenachricht erhalten und vom Streitgericht die Abschrift eines Beschlusses, in welchem der Antragsteller, nunmehr Kläger zur Einreichung einer Klageschrift aufgefordert worden wäre.

-- Editiert von Xipolis am 02.11.2016 00:19

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#17
 Von 
arnonym117
Status:
Praktikant
(728 Beiträge, 228x hilfreich)

Zitat (von Xipolis):
Hätte der Antragsteller auf den Widerspruch beantragt, dass Verfahren an das Streitgericht abzugeben, dann hätte die Antragstellerin schon längst vom Mahngericht eine Abgabenachricht erhalten und vom Streitgericht die Abschrift eines Beschlusses, in welchem der Antragsteller, nunmehr Kläger zur Einreichung einer Klageschrift aufgefordert worden wäre.


Da kann ich jetzt auch nur wieder spekulieren, dass wohl irgendwer die Frist versäumt hat und der Anwalt über den "Drohbrief" versucht, noch irgendwas zu retten.

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#18
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9326 Beiträge, 3001x hilfreich)

Zitat (von Xipolis):
Abgesehen davon, dass hier schon längst die Verjährung eintreten ist, was genau ist denn das Problem, was, Stellina65, wollen Sie?


1) Verjährung sehe ich hier absolut nicht
2) Und Stellina will die geforderte 9000 € Summe nicht bezahlen, obwohl sie bzw. ihr Mann das KFZ nicht hat reparieren lassen.

Solange die 9000 € Forderung nicht erklärt wird, kann man dazu keine begründete Einschätzung abgeben.

Berry

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#19
 Von 
Xipolis
Status:
Lehrling
(1744 Beiträge, 831x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
1) Verjährung sehe ich hier absolut nicht


Verjährung im Leasingrecht laut Reinking/Eggert, Rn 823 ff., sind drei Jahre, beginnend mit dem Schluß des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist (§§ 195 , 199 I BGB).

Das inkludiert auch Ansprüche aus: Restwertausgleich, Kündigungsschaden, Minderwertausgleich und Schadenersatz wegen Pflichtverletzungen.

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#20
 Von 
Xipolis
Status:
Lehrling
(1744 Beiträge, 831x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
1) Verjährung sehe ich hier absolut nicht


Verjährung im Leasingrecht laut Reinking/Eggert, Rn 823 ff., sind drei Jahre, beginnend mit dem Schluß des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist (§§ 195 , 199 I BGB).

Das inkludiert auch Ansprüche aus: Restwertausgleich, Kündigungsschaden, Minderwertausgleich und Schadenersatz wegen Pflichtverletzungen.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Zitat:
2) Und Stellina will die geforderte 9000 € Summe nicht bezahlen, obwohl sie bzw. ihr Mann das KFZ nicht hat reparieren lassen.

Die Geschichte der TE war eine ganz andere.
Eine Versicherung hat sich blöd gestellt, Mann hat mehrfach reklamiert. Irgendwann wurde mit der Reparatur begonnen, aber mangelhaft, deswegen hätte weiter repariert werden müssen. Bevor es dazu kam, verschwand das Auto in einem dunklen Kanal.

Man sollte schon bei der Wahrheit bleiben bzw. bei dem, was als Geschichte von der TE als Wahrheit behauptet wird.

Du hast Recht, dass insofern beim Leasing erst mal die Frage nach der Versicherung relativ egal ist. Wir haben hier eine wunderbare Dreiecksbeziehung. Zwischen BMW, Mann der TE und Versicherung des Unfallgegners.

Mann der TE schuldet bei Ende der Leasing-Laufzeit die entsprechende Rückgabe des Fahrzeuges. Das Problem für den Mann stellt sich vor allem im möglichen Schadensersatz, der sich aus dem leasing-Vertrag ergibt, nicht im Wertersatz des Autos. Denn: Der Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung schuldet dem Eigentümer (BMW) die Reparaturkosten bzw. den Wiederbeschaffungswert.

Das Vorzeitige Entfernen des Autos aus der Werkstatt, wer auch immer das war, hat letztendlich nur bewirkt, dass der Eigentümer (BMW) seinen eigenen Anspruch beschnitten hat gegenüber der gegnerischen Versicherung. Das ist deren eigenes Problem.
Der Versuch, nun irgendeinen Wertverlust auf den Mann der TE abzuwälzen, ist grober Unfug.

Trotz allem wissen wir nicht, wie sich die 9000€ zusammensetzen. Womöglich geht's dabei gar nicht um den Fahrzeugschaden, sondern wirklich nur aus Zahlungen aufgrund des Leasing-Vertrages. Dann sind Versicherung, Werkstatt und all die Fragen total egal geworden.

Zitat:
1) Verjährung sehe ich hier absolut nicht

Und es wäre mal interessant, wie du das begründest. Nicht dass wir alle hier was übersehen.
Beginn der Frist ist, wenn man gutmütig ist, irgendwann in 2012. Verjährt ist es somit am 1.1.2016.
Durch den Mahnbescheid gehemmt bis irgendwann in den Juli hinein.

Wo siehst du hier ein Problem? Wie begründest du einen anderen Beginn der Frist? wo eine andere Länge der Frist?

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1x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9326 Beiträge, 3001x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Und es wäre mal interessant, wie du das begründest. Nicht dass wir alle hier was übersehen.
Beginn der Frist ist, wenn man gutmütig ist, irgendwann in 2012. Verjährt ist es somit am 1.1.2016.


Seh ich auch so.

Zitat (von mepeisen):
Durch den Mahnbescheid gehemmt bis irgendwann in den Juli hinein.


Unter Berücksichtigung von § 204 Absatz 2 letzter Satz ist Deine Aussage vermutlich formal richtig, das Verfahren kann gleichwohl weiter betrieben werden.

Ansonsten erwähnst Du einige Punkte, die hier nirgendwo zuvor erwähnt wurden.
Zitat (von mepeisen):
Mann der TE schuldet bei Ende der Leasing-Laufzeit die entsprechende Rückgabe des Fahrzeuges.
Ich hätte geschrieben des intakten Fahrzeugs.

Zitat (von mepeisen):
Wir haben hier eine wunderbare Dreiecksbeziehung.


Der Mann hat zu beiden, also zu BMW und zu seiner Versicherung eine vertragliche Beziehung.
Eine direkte Verbindung zwischen BMW und der Versicherung ist nicht erkennbar.

Zitat (von mepeisen):
Das Vorzeitige Entfernen des Autos aus der Werkstatt, wer auch immer das war, hat letztendlich nur bewirkt, dass der Eigentümer (BMW) seinen eigenen Anspruch beschnitten hat gegenüber der gegnerischen Versicherung.

1) war der Rückführungstermin lt der TE lange überfällig, von einem vorzeitigen Entfernen kann da nicht gesprochen werden.
2) Macht der Eigentümer (BMW) Ansprüche gegen den Leasingnehmer geltend.

Du hast Recht, wir wissen nicht aus welchem Grund.
Naheliegend, aber nur Spelulation da sich die TE dazu ja nicht äußert wäre Teilforderung wegen verspäteter Rückgabe und Teilforderung wegen Unfallschaden. Soweit Du zur Teilforderung wegen Unfallschaden eine Nichtdurchsetzbarkeit siehst - warum auch immer - bin ich anderer Meinung, denn die Auseinandersetzung zwischen der Versicherung und dem Leasingnehmer muss sich BMW nicht zurechnen lassen.
Wenn die Versicherung nicht zahlt schuldet der Leasingnehmer gleichwohl die Rückgabe eines intakten Autos.
Es war bis zur vermuteten Zwangsabholung auch ausreichend Zeit um das Auto fachgerecht Instand setzen zu lassen.

Fassen wir die bekannten Fakten zusammen:
1) das Auto wurde nicht zum vereinbarten Termin zurückgegeben
2) das Auto war in irgend einer hier nicht näher beschriebenen Art und Weise defekt.

Berry

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#23
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Zitat:
Unter Berücksichtigung von § 204 Absatz 2 letzter Satz ist Deine Aussage vermutlich formal richtig, das Verfahren kann gleichwohl weiter betrieben werden.

Nö. Das Mahnverfahren endet mit dem Widerspruch. Da ist Schluss und damit ist auch hinsichtlich Verjährung Schluss.

Man hätte bis spätestens Juli Klage erheben müssen. Dann, nur dann wäre durch das dann neue Zivilverfahren eine neue Unterbrechung der Verjährung eingetreten. Nun, da es seit Sommer verjährt ist, ist es endgültig vorbei.

Zitat:
Der Mann hat zu beiden, also zu BMW und zu seiner Versicherung eine vertragliche Beziehung.
Eine direkte Verbindung zwischen BMW und der Versicherung ist nicht erkennbar.

Zunächst einmal habe ich von der Versicherung des Unfallgegners gesprochen. Du gehst davon aus, dass der Mann den Unfall verschuldet hat. Das sind zwei völlig verschiedene Ansätze.
Ansonsten ist es aber üblich, dass im Leasing-Vertrag eine Vollkasko-Versicherung abgeschlossen wird für selbst verschuldete Unfälle. Dann bleibt es üblicher weise immer noch ein Anspruch von BMW gegenüber der Versicherung. Bestenfalls kann die Versicherung sich das Geld vom Mann wiederholen, wenn dieser beispielsweise absichtlich gegen einen Baum gefahren ist.

Zitat:
denn die Auseinandersetzung zwischen der Versicherung und dem Leasingnehmer muss sich BMW nicht zurechnen lassen.

Ich glaube du übersiehst hier eines: Beim Leasing ist man nicht Eigentümer des Fahrzeuges. Ansprüche meldet der Eigentümer an und nicht der Besitzer. Oder?

Zitat:
Fassen wir die bekannten Fakten zusammen:
1) das Auto wurde nicht zum vereinbarten Termin zurückgegeben
2) das Auto war in irgend einer hier nicht näher beschriebenen Art und Weise defekt.

Das ist beides korrekt.
Ich würde noch Punkt 3 dazu tun, dass es ein Leasing-Vertrag war und kein Ratenkauf. Was mir per PM mitgeteilt wurde war, dass es einen vorab verabredeten Zeitpunkt zur Rückgabe gab. Das macht nur bei Leasing Sinn, nicht bei einem Ratenkauf. Die Angabe der TE, dass der Mann Eigentümer das Fahrzeugs war, ist wohl einfach nur falsch.

Und Punkt 4) All das ändert nichts dran, dass gemäß der Erzählungen der TE die Forderung inzwischen verjährt ist. Wer nun was fordert und wieso und ob das richtig ist oder nicht, ob teilweise berechtigt oder nicht, alles egal. :-)



-- Editiert von mepeisen am 04.11.2016 14:58

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#24
 Von 
vundaal76
Status:
Junior-Partner
(5065 Beiträge, 1964x hilfreich)

Zitat:
Naheliegend, aber nur Spelulation da sich die TE dazu ja nicht äußert wäre Teilforderung wegen verspäteter Rückgabe und Teilforderung wegen Unfallschaden.


Das ist auch mein Verständnis vom Problem.

Zitat:
Zum einen ist mein Schreiben überhaupt nicht wirr. Was gibt es daran nicht zu verstehen, dass mein Mann einen Unfall hatte und wir das Auto nicht zum gewünschten Zeitraum zurück geben konnten.


Diese Antwort unterstreicht unsere Vermutung.
Der vertraglich vorgesehene Abgabetermin des Autos an den Leasinggeber (wer weiss, ob das überhaupt direkt BMW ist) wurde vom Leasingnehmer versäumt.
Das Auto wurde dann nach einiger Zeit in der Werkstatt zwangsbeschlagnahmt.
Die EUR 9000 entstehen aus dem Wertverlust wg. Unfall und einer möglichen Vertragsstrafe wg. verspäteter Abgabe.

Alles in einem zeigt das Beispiel wieder, dass das Auto-Leasing für Privatverbraucher i.d.R. kein gutes Geschäft ist.
Auch verstehe ich durch solche Beispiele, wieso Menschen, die nur halb so viel verdienen wie ich, sich immer so teure Autos leisten können.

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#25
 Von 
Xipolis
Status:
Lehrling
(1744 Beiträge, 831x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Der vertraglich vorgesehene Abgabetermin des Autos an den Leasinggeber (wer weiss, ob das überhaupt direkt BMW ist) wurde vom Leasingnehmer versäumt.


Die Frage dabei ist dann aber, ob sich der Leasingnehmer dafür ein Verschulden anrechnen lassen muss. Und das käme meines Erachtens nur dann in Betracht, wenn nachdem Unfall nicht ausreichend mit dem Leasinggeber kommuniziert wurde und wenn nicht alles getan wurde um das Fahrzeug schnellstmöglich instand zu setzen.

Zitat:
Das Auto wurde dann nach einiger Zeit in der Werkstatt zwangsbeschlagnahmt.


Der Leasinggeber wird dann sicher so verfahren dürfen.

Zitat:
Die EUR 9000 entstehen aus dem Wertverlust wg. Unfall und einer möglichen Vertragsstrafe wg. verspäteter Abgabe.


Man müsste dazu tatsächlich den Schriftwechsel, die Protokolle und die Gesprächsnotizen einsehen um dazu genau eine Auskunft zu bekommen.

Sollte der Leasinggeber nun klagen, würde ich erwidern und dabei beantragen, abweisen + ggf. Verzichtsurteil, mit der Begründung verjährt. Bei Rücknahme der Klage dann Kostenantrag stellen.

Zitat:
Alles in einem zeigt das Beispiel wieder, dass das Auto-Leasing für Privatverbraucher i.d.R. kein gutes Geschäft ist.


Im Grunde empfehle ich, sich das Auto zu kaufen, welches man mit seinen Ersparnissen bar bezahlen kann.

Zitat:
Auch verstehe ich durch solche Beispiele, wieso Menschen, die nur halb so viel verdienen wie ich, sich immer so teure Autos leisten können.


Es gibt eben Personen, denen ein hochwertiges Fahrzeug wichtiger ist als andere Dinge und die dafür dann auch andere Nachteile in Kauf nehmen. Immerhin tun sie damit etwas Gutes für die Wirtschaft und Vater Staat.

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9326 Beiträge, 3001x hilfreich)

Zitat (von Xipolis):
Die Frage dabei ist dann aber, ob sich der Leasingnehmer dafür ein Verschulden anrechnen lassen muss. Und das käme meines Erachtens nur dann in Betracht, wenn nachdem Unfall nicht ausreichend mit dem Leasinggeber kommuniziert wurde und wenn nicht alles getan wurde um das Fahrzeug schnellstmöglich instand zu setzen.


Von Verschulden sprach doch bisher keiner.
Kosten für eine verspätete Rückgabe werden auch ohne Verschulden fällig.

Das nicht alles getan wurde um das Auto schnellstmöglich reparieren zu lassen liegt hier doch auf der Hand (4monatiger Werkstattaufenthalt). Man hat auf die Versicherung bzw. deren Leistung oder Zusage gewartet.

Berry

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#27
 Von 
Xipolis
Status:
Lehrling
(1744 Beiträge, 831x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Von Verschulden sprach doch bisher keiner.


Das könnte aber eine Rolle spielen.

Zitat:
Kosten für eine verspätete Rückgabe werden auch ohne Verschulden fällig.


Der Anspruch besteht dann gegen den Fahrer/Halter/gegnerische Haftpflichtversicherung oder gegen die eigene Kaskoversicherung.

Es kommt dann auch auf den Vertrag zwischen Leasinggeber und -nehmer an, inweit der Leasingnehmer verpflichtet wurde, Reparaturschäden abzuwickeln.

Zitat:
Das nicht alles getan wurde um das Auto schnellstmöglich reparieren zu lassen liegt hier doch auf der Hand (4monatiger Werkstattaufenthalt). Man hat auf die Versicherung bzw. deren Leistung oder Zusage gewartet.


Vermutlich.

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