Inkasso Forderung zu hoch ?

13. Februar 2022 Thema abonnieren
 Von 
MLP96
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkasso Forderung zu hoch ?

Hallo zusammen,

ich war am 02.10.2020 im Verzug bei einem Fitnessstudio und habe dann auch recht schnell ein Inkasso Schreiben erhalten.

Ich hatte einen Tag vor dem Schreiben das Geld überwiesen habe mich aber trotzdem im Verzug befunden.

Forderung belief sich auf 15€ + 2,50 Rücklastschriftskosten. Diese hatte ich an das Fitnessstudio überwiesen und die haben mir dann am 30.12.2020 mitgeteilt, dass meine überwiesenen 22,50€ an das Inkasso weitergeleitet werden. Leider hat das Fitnessstudio dies jedoch nicht gemacht und nur 7,50€ an das Inkasso weitergeleitet und 15€ für den nächsten Monat verrechnet.

Ich habe dann zweckgebunden am 02.02.2021 15€ an das Inkasso überwiesen. Dies war der Tag wo ich vom Fitnessstudio Bescheid bekommen habe, dass dort etwas schief gelaufen war und nur 7,50€ weitergeleitet wurden.

Dann kam nochmal ein Schreiben vom Inkasso und es war erstmal ein Jahr Ruhe, jetzt habe ich ein neues Schreiben bekomme wo mit einem Mahnbescheid gedroht wird.

Es sollen noch 100,93€ offen sein, was ich schon echt viel finde. Vielleicht kann sich ja mal jemand die Posten ansehen.

02.10.2020: Mitgliedsbeitrag = 15€
02.10.2020: Rücklastschriftkosten =2,50€
02.10.2020: Aufnahme-/Bearb.-Geb. = 2,50€
25.10.2020: Aufnahme-/Bearb.-Geb. = 2,50€
26.11.2020: 1,0 Geschäftsgebühr gem. den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Gläubiger i.V. m. Nr. 2300 VV RVG aus 22,50= 45€
26.11.2020: Post- und Telekommunikationsentgeltpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG = 9€
14.12.2020: 1,3 Geschäftsgebühr gem. den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Gläubiger i.V. m. Nr. 2300 VV RVG aus 22,50 = 13,50€
14.12.2020: Post- und Telekommunikationsentgeltpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG = 2,70€
31.12.2020: 4,12% (5% Prozentpunkte) = 0,14€
12.01.2021= Zahlungseingang -7,50€
02.02.2021= Zahlungseingang -15€
30.06.2021= 4,12% (5% Prozentpunkte) = 0,46€
10.02.2022= 4,12% (5% Prozentpunkte) =0,57€
10.02.2022= Inkassokosten: Erstattung der vertraglich mit dem Gläubiger vereinbarten 1,0-Verfahrensgebühr analog Nr. 3305 VV RVG abzüglich der anzurechnenden vorgerichtlichen Geschäftsgebühr* = 19,75€
10.02.2022= Post- und Telekommunikationsentgeltpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG = 9,80€

= 100,93€

*Sie zahlen nur 4,90, wenn Sie die Gesamtforderung von dann 76,28€ (statt 100,93€) sofort zahlen.

Mir erscheint das irgendwie alles etwas seltsam und zu hoch. Was denkt ihr ? Werden die einen Mahnbescheid veranlassen ? Ich würde hier umfassend widersprechen und es dann auf eine Klage drauf ankommen lassen.

Mich macht es nur irgendwie etwas sauer, dass das Fitnessstudio die 22,50€ nicht an das Inkasso weitergeleitet hat sondern für den Folgemonat verrechnet hat. Dies habe ich zum Glück auch schriftlich vom Betreiber. Da durch sind ja leider noch weitere Kosten entstanden.

Danke euch!



-- Editiert von MLP96 am 13.02.2022 22:46

-- Editiert von MLP96 am 13.02.2022 22:48

-- Editiert von MLP96 am 13.02.2022 22:50

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Laerton
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 5x hilfreich)

Die Daten wären eher interessant, denn mit der Forderungsabtretung ist das Inkassobüro der Gläubiger.

Man müsste also erst prüfen, wann die Forderungsabtretung war.

Zitat (von MLP96):
Ich hatte einen Tag vor dem Schreiben das Geld überwiesen habe mich aber trotzdem im Verzug befunden.


Hast du den Betrag also "rechtzeitig" inkl. Verzugskosten überwiesen, hätte das Inkassobüro erst gar nicht beauftragt werden können.

Wurdest du überhaupt in Verzug gesetzt?

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
MLP96
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Laerton):
Man müsste also erst prüfen, wann die Forderungsabtretung war.


Abtretung war laut Gläubiger am 26.11.2020, am 04.12.2020 habe ich das Geld überwiesen. Am 05.12.2020 war der erste Brief vom Inkasso im Briefkasten.

Das Fitnessstudio hatte mir dann mitgeteilt am 30.12.2020 das die 22,50€ an das Inkasso weitergeleitet wurde. Dann kam am 07.02.2021 eine E-Mail, dass leider nur 7,50€ verrechnet wurden und 15€ für den nächsten Monat verrechnet wurden.

Ich finde nur 100,93€ Kosten für eine 15€ Forderung viel zu hoch.

Auch den Posten finde ich etwas merkwürdig:

10.02.2022= Inkassokosten: Erstattung der vertraglich mit dem Gläubiger vereinbarten 1,0-Verfahrensgebühr analog Nr. 3305 VV RVG abzüglich der anzurechnenden vorgerichtlichen Geschäftsgebühr* = 19,75€

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118682 Beiträge, 39616x hilfreich)

Zitat (von MLP96):
02.10.2020: Aufnahme-/Bearb.-Geb. = 2,50€
25.10.2020: Aufnahme-/Bearb.-Geb. = 2,50€

Das wäre doch mal erläuterungsbedürftig, für was konkret das denn sein soll,



Zitat (von MLP96):
26.11.2020: 1,0 Geschäftsgebühr gem. den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Gläubiger i.V. m. Nr. 2300 VV RVG aus 22,50= 45€
26.11.2020: Post- und Telekommunikationsentgeltpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG = 9€
14.12.2020: 1,3 Geschäftsgebühr gem. den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Gläubiger i.V. m. Nr. 2300 VV RVG aus 22,50 = 13,50€
14.12.2020: Post- und Telekommunikationsentgeltpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG = 2,70€

Zu hoch, ich würde hier von einem Schreiben einfacher Art (15 EUR) ausgehen.



Zitat (von MLP96):
10.02.2022= Inkassokosten: Erstattung der vertraglich mit dem Gläubiger vereinbarten 1,0-Verfahrensgebühr analog Nr. 3305 VV RVG abzüglich der anzurechnenden vorgerichtlichen Geschäftsgebühr* = 19,75€
10.02.2022= Post- und Telekommunikationsentgeltpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG = 9,80€

Überaus unglaubwürdig, das man das hier schon gemacht haben soll.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2236 Beiträge, 349x hilfreich)

Das grenzt schon an versuchten Betrug.

Da wird als Teil einer Forderungsaufstellung eine gerichtliche Verfahrensgebühr(!) mitsamt Post- und Telekommunikationspauschale aufgelistet, die mangels gerichtlichem Verfahren noch gar nicht entstanden sien kann.

Im Sternchentext wird zwar so getan als ob man das klarstellen wollte, aber trägt meiner Meinung nach eher zur Täuschung bei.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
MLP96
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe erstmal dem Schreiben per Einschreiben widersprochen.

Ich warte jetzt ab, sollte da ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen werde ich gegen diesen umfassend Widerspruch einlegen.

Kann mir nicht vorstellen, dass die sich damit vor Gericht trauen… Erstens müssten die in Vorkasse mit dem Mahnbescheid gehen und zweitens kann ich mir nicht vorstellen das den 100,93€ zu steht.

Sollten die wirklich Klage erheben, wir es natürlich im Falle eines Urteils um einiges teurer dank Anwaltskosten, Verfahrenskosten usw. aber mal sehen was passiert.

0x Hilfreiche Antwort

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