Inkasso Gebühren zu hoch?

5. Juni 2023 Thema abonnieren
 Von 
Sophie1234
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkasso Gebühren zu hoch?

Hallo, ich habe leider eine Mahnung vom Inkasso erhalten, es ging um ein Betrag von 14,08€. Ich habe um ehrlich zu sein einfach versemmelt, die Rechnung zu überweisen.
Jetzt habe ich direkt, ohne eine einzige Mahnung vom Shop, ein Schreiben vom Inkasso erhalten mit einer Gesamtsumme von 134,15€.
Das erscheint mir ziemlich hoch zu sein :-(
Ist das denn so korrekt? Kennt sich jemand aus?

Der Antragsteller macht folgenden Anspruch geltend:
I. Hauptforderung:
Warenlieferung/-en gem. Nummer der Rechnung o.ä. 6365677 Mediherz vom 19.01.23

II. Verfahrenskosten (Streitwert: 14,08 EUR):
1. Gerichtskosten:
- Gebühr (5§ 3, 34, Nr. 1100 KV GKG)
36,00 EUR
2. Auslagen des Antragstellers für dieses Verfahren:
- Vergütung Inkassodienstleistung für die
Vertretung des Antragstellers im
Mahnverfahren (i.s.d. § 13 e Abs. 1 RDG)
58,80 EUR

Summe 94,80€


III. Nebenforderungen:
1. Mahnkosten 10 EUR
2. Auskünfte 15 EUR

IV. Zinsen:
1. laufende, vom Gericht ausgerechnete Zinsen zu Hauptforderung I.:
Zinsen von 5,000 Prozentpunkten über dem jeweils gültigen Basiszinssatz aus 14,08 EUR vom 18.02.23 bis 31.05.23
0,27€

Gesamt summe
134,15 €


2. hinzu kommen weitere laufende Zinsen zu Hauptforderung I.:
Zinsen von 5,000 Prozentpunkten über dem jeweils gültigen
Basiszinssatz aus 14,08 EUR ab dem 01.06.23


14,08 EUR
94,80 EUR
10,00 EUR
15,00 EUR
0, 27 EUR

134,15 EUR

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2373 Beiträge, 710x hilfreich)

Zitat (von Sophie1234):
III. Nebenforderungen:
1. Mahnkosten 10 EUR
2. Auskünfte 15 EUR

Bist du umgezogen und hast deine Adresse dem Gläubiger nicht mitgeteilt?
Ja, dann sind die Auskunftskosten weitestgehend iO. Über die Höhe kann man streiten, ob sich das wegen 5,00 EUR lohnt musst du entscheiden 10,00 € können verlangt werden.
Nein, dann würde ich dem MB diesbezüglich widersprechen.

Wie viele Mahnungen gab es? Ggf wäre auch diesbezüglich ein Teilwiderspruch sinnvoll.

Die restlichen Kosten sind iO und nicht zu beanstanden.

Der MB ist vom 1.6.? Oder ist das schon der VB?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat (von Sophie1234):
ein Schreiben vom Inkasso erhalten mit einer Gesamtsumme von 134,15€.

Ich würde das noch mal ganz sorgfältig lesen, was da tatsächlich gekommen ist.
Denn das zitierte sieht mir ganz und gar nicht nach einem "Schreiben vom Inkasso" aus ...



Zitat (von Sophie1234):
1. Mahnkosten 10 EUR

Wenn tatsächlich keine Mahnungen zugegangen sind, gibt es auch keine erstattungsfähigen Mahnkosten.
Insofern würde ich da mal die Zustellnachweise anfordern.



Zitat (von Sophie1234):
2. Auskünfte 15 EUR

Da würde ich nicht nur gerichtsfeste Belege fordern, sondern man möge auch die Notwendigkeit substantiiert darlegen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Das ist doch kein Schreiben von Inkasso. Das sieht nach einem gerichtlichen Mahnbescheid aus.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2231 Beiträge, 347x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Das ist doch kein Schreiben von Inkasso. Das sieht nach einem gerichtlichen Mahnbescheid aus


Dem schließe ich mich an.
Wenn das wirklich so vom Inkasso gekommen ist, dann würde ich das Ding zur Staatsanwaltschaft tragen und Strafanzeige erstatten (versuchter Betrug, Nötigung, ggf. Amtsanmaßung).

0x Hilfreiche Antwort

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