Inkasso H&M / Infoscore

5. November 2018 Thema abonnieren
 Von 
guest-12329.11.2022 00:29:27
Status:
Schüler
(156 Beiträge, 35x hilfreich)
Inkasso H&M / Infoscore

Freundin hat mal wieder vergessen H&M 40 EUR Bestellung zu bezahlen...Zwei Urlaube dazwischen und dann letzte Woche die Hauptforderung beglichen inkl. Zinsen und Mahnkosten, jedoch ohne Inkasso. Überweisung war auch entsprechend deutlich, dass Betrag nur für Hauptforderung mit Zinsen und Mahngebühren ist. Gegen die Inkassokosten wurde analog anderer Fälle Widerspruch eingelegt und dieser wurde per email und Fax mitgeteilt.

Ich hatte jetzt erwartet, dass demnächst die Droh- und Bettelbriefe kommen, jedoch kam jetzt schon die email vom Anwalt. Zahlung und deren Schritte hat sich wohl überschnitten. Müssen wir noch etwas beachten?

DANKE!!!

10.09.2018 Rechnung/en gem. Kaufvertrag - Warenlieferungen lt. 40,99 EUR
Mahnauslagen für Mahnungen vor dem 09.10.2018 4,00 EUR (1 Mahnung)
10.10.2018 Inkassokosten aus Inkassoauftrag (Verzugsschaden §§ 280 , 286 BGB ) analog §13 RVG i.V.m. VV:
1,0 Gebühr (Nr.2300 VV) 45,00 EUR zzgl. Auslagen (Nr.7002 VV) 9,00 EUR 54,00 EUR
02.11.2018 Rechtsanwaltsgebühren aus dem erteilten Mandat (Verzugsschaden §§ 280 , 286 BGB ) gem. §13 RVG i.V.m. VV: 1,2 Gebühr (Nr.2300 VV) 54,00 EUR zzgl. Auslagen (Nr.7002 VV) 10,80 EUR 64,80 EUR
12.11.2018 4,12% Zinsen aus 40,99 EUR (11.09.18-12.11.18) 0,30 EUR
RESTSCHULD PER 12.11.2018 164,09 EUR

Post vom Inkassobüro?

Post vom Inkassobüro?

Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12329.11.2022 00:29:27
Status:
Schüler
(156 Beiträge, 35x hilfreich)

Suche hilft...genau der Falll....:-) Nur andere Zahlen...
----------------------------------------------------
Die Kostendopplung aus Anwaltsgebühren und Inkassogebühren für dieselbe Tätigkeit ist grundsätzlich nicht zulässig.
Ich persönlich würde mich wegen dieser Kostendopplung sowohl beim Aufsichtsgericht des Inkassos als auch bei der zuständigen Anwaltskammer beschweren. Beides kostet nur Briefporto.

Dem Anwalt würde ich schreiben "Werter Anwalt. Ich habe mich soeben wegen der verbotenen Kostendopplung sowohl beim Aufsichtsgericht als auch bei der Anwaltskammer beschwert. Ihre Drohung mit weiteren 86€ Kosten betrachte ich als Nötigung und ich behalte mir vor, dies zur Anzeige zu bringen. Ich lasse mich nicht einschüchtern. Einem Mahnbescheid werde ich widersprechen."

Dass die mit der Kostendopplung jemals mehr machen als einen Mahnbescheid, halte ich für nahezu ausgeschlossen. Damit trauen die sich nicht in eine Klage.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12329.11.2022 00:29:27
Status:
Schüler
(156 Beiträge, 35x hilfreich)

Nur als Update, dass jetzt ein Mahnbescheid kam, dem ich (bzw. die offiziell die Freundin) heute widersprechen werde. Ist hier beim Widerspruch etwas zu beachten? Im Widerspruch selber gibt man ja einfach nur seine Daten an, bzw. gesetzlicher Vertreter und Prozessbevollmächtiger.

Es besteht auch eine Rechtsschutzversicherung von Ihr, macht es Sinn dies bzgl. den Kontakt zur RV herzustellen und dann im Widerspruch den Anwalt anzugeben? Oder ist dies nicht nötig und man gibt einfach die Daten der Freundin nur an?

Zusätzlich interessant zur Kostendopplung von Inkasso und Rechtsanwalt ist, dass beim Mahnbescheid der jetzt kam, nicht mal die überwiesene Hauptforderung berücksichtigt wurde, obwohl mit Verweis auf Hauptforderung bereits im November zumindest diese beglichen worden war...

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Zitat:
Ist hier beim Widerspruch etwas zu beachten?

Nö.
Kreuzchen machen, Otto drunter, fertig.
Zitat:
Es besteht auch eine Rechtsschutzversicherung von Ihr, macht es Sinn dies bzgl. den Kontakt zur RV herzustellen

Wenn man unsicher ist.... Das Kreuzchen bekommt man ansonsten auch ohne Anwalt hin. Wichtig wird es erst, sollte tatsächlich jemals eine Klageschrift folgen.
Zitat:
Zusätzlich interessant zur Kostendopplung von Inkasso und Rechtsanwalt ist, dass beim Mahnbescheid der jetzt kam, nicht mal die überwiesene Hauptforderung berücksichtigt wurde, obwohl mit Verweis auf Hauptforderung bereits im November zumindest diese beglichen worden war...

Das ist ein üblicher Taschenspielertrick. Man lässt das überwiesene Geld verschwinden und tut so, als habe man damit Inkassokosten u.ä. abbezahlt. Was natürlich aufgrund des Verwendungszwecks Unsinn ist. Wird man dann vor Gericht bei diesen Taschenspielertricks ertappt, zieht man sich auch regelmäßig zurück. ;-)

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12329.11.2022 00:29:27
Status:
Schüler
(156 Beiträge, 35x hilfreich)

Danke wie immer...an Dich und auch an generell an dieses Forum! Hammer!

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12329.11.2022 00:29:27
Status:
Schüler
(156 Beiträge, 35x hilfreich)

Für jeden den es betrifft...Mahnbescheid wurde widersprochen per Brief (Kreuz gemacht, unterschrieben...).

Das kam wohl auch an. Jetzt kam Post vom Anwalt mit einem Schreiben den Widerspruch entweder zurückzunehmen, die Forderung zu begleichen oder eben die Gründe für den Widerspruch darzulegen (welches wir im Rahmen des Widerspruch nicht gemacht haben. War ja auch nicht nötig.

Eigentlich will ich auf das Schreiben gar nicht reagieren, sondern einfach draufsetzen, dass es sich irgendwann von selbst erledigt. Umfangreiche Stellungnahme wurde bereits im November schon gesendet in der alles erklärt wird. Empfang wurde auch bestätigt. Ein Senden per Fax war übrigens nicht möglich (mehrfach probiert und Nummer war korrekt).

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121585 Beiträge, 40040x hilfreich)

Zitat (von moskito2803):
Eigentlich will ich auf das Schreiben gar nicht reagieren

Würde ich auch nicht.
Wenn die zu faul oder zu doof sind in der Akte nach zu lesen, ist das nicht Dein Problem.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Ich hätte maximal geschrieben:

Werter Anwalt. Offenbar haben sie im Studium nicht aufgepasst. Ich muss hier gar nichts begründen. Sie sind es, der diesen Unsinn zu begründen hat.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
guest-12329.11.2022 00:29:27
Status:
Schüler
(156 Beiträge, 35x hilfreich)

Vielen Dank so wie immer. Vor allem @mepeisen, aber auch an alle anderen!

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12329.11.2022 00:29:27
Status:
Schüler
(156 Beiträge, 35x hilfreich)

Und wieder als Update ein Hinweis, dass Sie wieder Post geschickt haben mit Nennung einer letzten Frist zur Zahlung des offenen Betrages von 142 EUR. Danach wird (angeblich) Klage erhoben.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

A) Ignorieren
B) Brief in Kopie an das Mahngericht senden mit dem Hinweis, dass die Gegenseite offenbar klagen will und man von ihr doch die Einzahlung der Gerichtskosten verlangen soll und das ans Prozessgericht abgeben soll.

-- Editiert von mepeisen am 16.03.2019 05:17

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12329.11.2022 00:29:27
Status:
Schüler
(156 Beiträge, 35x hilfreich)

Oh, den letzten Post hatte ich nicht mehr gelesen...

Aktueller Stand, dass jetzt wieder vom Anwalt die Rechnung mit den 142 EUR kam, jetzt jedoch mit einem Angebot nur 99 EUR zu zahlen und man damit eine Klage noch verhindern könnte. Naja...wurde abgeheftet....:-)

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
fb528745-38
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von moskito2803):
Oh, den letzten Post hatte ich nicht mehr gelesen...

Aktueller Stand, dass jetzt wieder vom Anwalt die Rechnung mit den 142 EUR kam, jetzt jedoch mit einem Angebot nur 99 EUR zu zahlen und man damit eine Klage noch verhindern könnte. Naja...wurde abgeheftet....:-)


Darf ich fragen, ob hier ein Schufa-Eintrag entstanden ist? Was war denn das Resultat des ganzen?

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
DStein
Status:
Praktikant
(633 Beiträge, 139x hilfreich)

Zitat (von fb528745-38):
Zitat (von moskito2803):
Oh, den letzten Post hatte ich nicht mehr gelesen...

Aktueller Stand, dass jetzt wieder vom Anwalt die Rechnung mit den 142 EUR kam, jetzt jedoch mit einem Angebot nur 99 EUR zu zahlen und man damit eine Klage noch verhindern könnte. Naja...wurde abgeheftet....:-)


Darf ich fragen, ob hier ein Schufa-Eintrag entstanden ist? Was war denn das Resultat des ganzen?
Solange eine Forderung umstritten ist, darf nach § 31 BDSG kein Schufa-Eintrag erfolgen. Zum Thema Infoscore verweise ich auf Post #14 aus dieser Frage.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 270.994 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
109.518 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen