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Inkasso - Kosten - Forderung verkauft

 Von 
Aining
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 18x hilfreich)
Inkasso - Kosten - Forderung verkauft

Hallo! Ich habe folgendes Problem:

Hatte bei der hanseatic Bank eine Kreditkarte, die ich dummerweise vor Jahren überzogen habe, und nun nach und nach in Raten seit Jahren abgestottert habe.
Nun bedingt durch Corona und plötzlich eingetrenene Kündigung konnt ich die Raten (auch 2 Raten vor Coronazeit) nicht mehr bezahlen.....
Habe der Bank mehrfach schriftlich mitgeteilt, dass es mir im Moment nicht möglich war, die Raten zu bezahlen und ob sie ein paar Raten aussetzen oder verringern könnten. Wurde alles abgelehnt.
Dann kam die Kündigung.
Danach kam direkt ein Schreiben von der GFKL.....Proceed Collection Services GmbH

"Sehr geehrte Frau ....
die Hanseatic Bank hat die bestehende Forderung zzgl. Nebenforderungen und Sicherungsrechten an die Lowell Investment GmbH verkauft und abgetreten, welche uns, die Proceed Collection Services GmbH mit der Einziehung dieser Forderung beauftragt hat......."

1.FRAGE: Laut meinen Recherchen hier im Forum darf die Bank sowas doch gar nicht an irgendjemand verkaufen? (der das an noch jemand weiter gibt zum eintreiben, da die Bank ja selbst Möglichkeiten hat zum eintreiben?)
Dadurch entstehen ja unnötige Inkassogebühren etc.? (Schadensminderungspflicht)

Auf den Gegenstandswert von 2649,36 € wurden satte
310,95 € Inkassogebühren
23,80 € Portogebühren
6,37 € Zinsen (für bis dahin 11 Tage) aufgeschlagen.

2.FRAGE: Lt Internetrecherche sind die Inkassokosten vieeeeel zu überhöht, und die dürften wenn überhaupt maximal 0,3 oder 0,5 verlangen.....aber nicht 1,3 wie hier. Richtig?

Dem ganzen Wisch lag nun eine Inkassovollmacht von der Lowell Investment GmbH dabei, natürlich in Kopie mit einer hineinkopierten (pixeligen) Unterschrift bei.
So wie ich gelesen habe, muss sowas im Original unterschrieben sein?
Und eigentlich müsste eine Vollmacht von der hanseatic Bank vorliegen oder?

Weiterhin bieten die mir Ratenzahlungsmöglichkeit an, aber nur wenn ich Einkommensnachweise vorlege.....sprich (ALG 1 Bescheid, Elterngeldbescheid und die Geburtsurkunden meiner Kinder !)
Dürfen die das überhaupt alles?? Das sind alles in allem doch hochsensible Daten?

Bin durch das viele Recherchieren hier unsicher geworden und weiss in den o.g. Punkten nicht genau, wie ich mein Recht hier anzuwenden habe?
Hoffe jemand kann mir da paar Stichpunkte zu geben?


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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Inkassogebühren Bank eintreiben verkaufen


13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79720 Beiträge, 33739x hilfreich)

Zitat (von Aining):
Laut meinen Recherchen hier im Forum darf die Bank sowas doch gar nicht an irgendjemand verkaufen?

Doch, darf sie durch aus.

Ich würde mal als erstes einen Blick in die vertraglichen Vereinbarungen werfen, was dort zu dem Thema steht.



Zitat (von Aining):
Weiterhin bieten die mir Ratenzahlungsmöglichkeit an, aber nur wenn ich Einkommensnachweise vorlege.....sprich (ALG 1 Bescheid, Elterngeldbescheid und die Geburtsurkunden meiner Kinder !)

Man kann auch ohne die Erlaubnis des Inkasso in Raten zahlen.
In der Regel kommt da nämlich noch eine Abzockgebühr in Form einer "Ratenzahlungvereinbarungsgebühr"



Zitat (von Aining):
Dürfen die das überhaupt alles??

Ja, dürfen die.



Zitat (von Aining):
Das sind alles in allem doch hochsensible Daten?

Ja, deshalb sollte man auch gut überlegen, wem man die weiter gibt.



Zitat (von Aining):
Lt Internetrecherche sind die Inkassokosten vieeeeel zu überhöht, und die dürften wenn überhaupt maximal 0,3 oder 0,5 verlangen

Verlangen kann man auch 3,0 denn verlangen kann man ja fast alles.

Probleme gibt es meist erst beim „bekommen" bzw. „durchsetzen", denn da spielen eine Vielzahl von Faktoren (kann er, will er, darf er, ist er vertraglich verpflichtet, sind diese vertraglichen Verpflichtungen gültig, … ;) mit.


Ich tendiere hier zu maximal 0,3.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Aining
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 18x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Aining):
Laut meinen Recherchen hier im Forum darf die Bank sowas doch gar nicht an irgendjemand verkaufen?

Doch, darf sie durch aus.

Habe hier gelesen, dass es zwar schon geht, aber dann fallen die Inkassogebühren ganz weg, weil die Bank ja selbst eintreiben hätte können. Ausserdem wussten sie ja bereits im Vorfeld über die (vorübergehende) Zahlungsunfähigkeit und haben sich aber auf keine Lösung eingelassen.....Darum die Frage...


Zitat (von Harry van Sell):
Ich würde mal als erstes einen Blick in die vertraglichen Vereinbarungen werfen, was dort zu dem Thema steht.

Von der hanseatic bank?



Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Aining):
Weiterhin bieten die mir Ratenzahlungsmöglichkeit an, aber nur wenn ich Einkommensnachweise vorlege.....sprich (ALG 1 Bescheid, Elterngeldbescheid und die Geburtsurkunden meiner Kinder !)

Man kann auch ohne die Erlaubnis des Inkasso in Raten zahlen.
In der Regel kommt da nämlich noch eine Abzockgebühr in Form einer "Ratenzahlungvereinbarungsgebühr"

Jaja die Leier kenn ich schon von jemand anderem mit der Abzockgebühr.
Aber soll ich das einfach in Raten an die zahlen und fertig? Oder wie ist das mit der Erlaubnis gemeint?


Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Aining):
Das sind alles in allem doch hochsensible Daten?

Ja, deshalb sollte man auch gut überlegen, wem man die weiter gibt.

Ja das will ich ja nicht. Aber die schreiben halt, dass NUR durch geeignete Nachweise eine Ratenzahlungsvereinbarung zustande kommen kann.....


Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Aining):
Lt Internetrecherche sind die Inkassokosten vieeeeel zu überhöht, und die dürften wenn überhaupt maximal 0,3 oder 0,5 verlangen

Verlangen kann man auch 3,0 denn verlangen kann man ja fast alles.
Probleme gibt es meist erst beim „bekommen" bzw. „durchsetzen", denn da spielen eine Vielzahl von Faktoren (kann er, will er, darf er, ist er vertraglich verpflichtet, sind diese vertraglichen Verpflichtungen gültig, … ;) mit.
Ich tendiere hier zu maximal 0,3.


Ja das habe ich auch höchstens ausgerechnet. Aber ist die Frage ob halt die Inkassogebühren überhaupt erstattungsfähig sind, da die ursprüngliche Forderung ja verkauft und abgetreten wurde und das Inkassobüro somit in eigener Sache für sich tätig ist..... (So hab ich es hier aus nem anderen Thema verstanden...)

Ausserdem ist diese Proceed Collection Services GmbH (die das eintreiben soll) zugehörig zu der Gruppe GFKL Lowell Investment GmbH (die haben die Forderung gekauft).......also Konzernverbunden...

-- Editiert von Aining am 04.07.2020 22:35

-- Editiert von Aining am 04.07.2020 22:36

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23790 Beiträge, 15526x hilfreich)

Aus meiner Sicht darf das Inkasso exakt 0,00€ Inkassogebühr/Portogebühr fordern. Warum? Du hattest vor dem Einschalten des Inkassos mehrfach versucht, dich mit der Bank zu einigen und sie über deine Probleme informiert. Streng genommen wäre sogar die Kündigung selbst angreifbar, denn bei Krediten bist du eigentlich gesetzlich in der Corona-Zeit geschützt.

Ich würde das Inkasso informieren, dass man deren kompletten gebühren als frei erfunden zurückweist, vor allem aufgrund der oben genannten Begründungen. Ich würde schreiben, dass man die ursprünglichen Angebote (verringerte Rate) wiederholt, aber ohne jedwede Inkassogebühr. Wenn sie sich weigern, würde man das gerne auch aufgrund der Sondergesetze zu Corona vor Gericht durchdiskutieren.

Dann würde ich abwarten, wie sie reagieren.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79720 Beiträge, 33739x hilfreich)

Zitat (von Aining):
Von der hanseatic bank?

Ja.



Zitat (von Aining):
und das Inkassobüro somit in eigener Sache für sich tätig ist

Nein, sind sie nicht. Sie haben einen Auftraggeber.



Zitat (von Aining):
also Konzernverbunden

Und damit betragen die durchsetzbaren Kosten 0,0 EUR



Zitat (von Aining):
Aber soll ich das einfach in Raten an die zahlen und fertig?

Ja. Verwendungszweck sollte eindeutig sein, also so was wie "Hauptforderung" und das Aktenzeichen.


Und natürlich die Mitteilung von mepeisen absenden.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1894 Beiträge, 701x hilfreich)

Es gibt hier, wie schon angemerkt, mehrere gute Gründe dass die Gebühren nicht durchsetzbar sind:
- der ursprüngliche Gläubiger wusste von den Zahlungsproblemen. In Anbetracht der Schadensminderungspflicht ist die Einschaltung eines Inkassos daher Unsinn
- der neue Gläubiger tritt an Stelle des alten, daher gilt dies weiterhin
- der neue Gläubiger hat offenbar selbst auch keine Bemühungen unternommen
- es liegt keine Rechtsdienstleistung vor, da die Unternehmen verbunden sind

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#6
 Von 
Aining
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 18x hilfreich)

Zitat (von fm89):
Es gibt hier, wie schon angemerkt, mehrere gute Gründe dass die Gebühren nicht durchsetzbar sind:
- der ursprüngliche Gläubiger wusste von den Zahlungsproblemen. In Anbetracht der Schadensminderungspflicht ist die Einschaltung eines Inkassos daher Unsinn
- der neue Gläubiger tritt an Stelle des alten, daher gilt dies weiterhin
- der neue Gläubiger hat offenbar selbst auch keine Bemühungen unternommen
- es liegt keine Rechtsdienstleistung vor, da die Unternehmen verbunden sind

Danke dir, soweit habe ich das auch verstanden....

Nun bin ich mir nicht ganz sicher wie ich denen antworten soll?
Mache eine Gegenrechnung nur mit den 2649,36 €, den Rest weise ich zurück?
Was mache ich wenn die weiter darauf bestehen oder ein Mahnbescheid kommt? Widerspreche ich den vollständig oder nur teilweise?
War bisher nie so weit.....

Kann die Summe auch nicht auf einmal bezahlen, Ratenzahlungsanspruch habe ich ja, soweit ich mich eingelesen habe, nicht.....

-- Editiert von Aining am 06.07.2020 10:31

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#7
 Von 
Aining
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 18x hilfreich)

So es gibt ein neues Update.
Hatte diesen Inkassotypen einen Brief wie oben vorgeschlagen, geschrieben.
Jetzt vor paar Tagen flatterten mehrere einzelne Antwortbriefchen in mein Haus.
Einfach nur amüsant, sag ich euch:

Brief 1: vom 27.07.2020
"""Sie haben die Inkassokosten gemäß der vertraglichen Vereinbarung mit dem Auftraggeber nach §§ 280, 286 BGB aus dem Gesichtspunkt des Verzuges zu erstatten. Bei der Berechnung der Inkassokosten haben wir die Begrenzung nach § 4 Abs. 5 RDGEG beachtet.
Hierzu sei auch ausgeführt, dass die Kosten für außergerichtliche Tätigkeiten bereits mit einem Kostensatz von 1,3 analog Nr. 2300 VV RVG erhoben werden dürfen, wenn der Umfang oder die Schwierigkeit nicht über dem Durchschnitt liegt (BT Drucksache 15/1971, BGH Urteil vom 11.7.2012 - VIII ZR 323/11, BGH Urteil vom 31.Oktober 2006 - VI ZR 261/05, aaO Rn. 8; BGH Urteil vom 13.Januar 2011 - IX ZR 110/10, NJW 2011, 1603 Rn. 16, Goebel Inkassokosten, 2. Aufl. 2016, § 2 Rn. 262f.; ebenso der Bundesverband der Inkasso-Unternehmen e. V. Seitz, Inkasso-Handbuch, 4. Aufl. 2015. Kap. 4 Rn. 34.)

Hinzu kommt die Auslagenpauschale i. H. v 20,00 €."""

Eine Originalvollmacht mit original Unterschrift (pp..Irgendwas nicht entzifferbares) haben sie diesmal sogar tatsächlich beigefügt...

Brief 2 vom 29.07.2020
"""in obiger Angelegenheit haben wir Ihnen eine Rückzahlungsvereinbarung unter der Voraussetzung, das Sie uns Ihre Einkommensnachweise in Kopie vorlegen, zukommen lassen.

Ferner bitten wir ebenso nochmals um Rücksendung eines unterschriebenen Exemplars der Vereinbarung.
Bis heute können wir keinen Eingang feststellen. Damit die Vereinbarung wirksam wird, ist es erforderlich, dass Sie uns Ihre Unterlagen bis zum 8.8.2020 zusenden."""

Brief 3 vom 29.07.2020 (der Knaller !!!)

"""Mahnung zur Ratenzahlungsvereinbarung,

in der vorgenannten Forderungsangelegenheit haben wir Ihnen zum 26.06.2020 eine Ratenzahlung gewährt. Bei Abschluss der Zahlungsvereinbarung haben wir Sie darauf hingewiesen, dass die Wirksamkeit der Vereinbarung von einer regelmäßigen Zahlung der vereinbarten Raten abhängig ist.

Leider haben Sie die Fälligkeit der letzten Rate um mehrere Tage überschritten bla bla bla"

Also es ist wirklich witzig, weil sie einerseits von mir Fordern, ich soll quasi die Hosen ausziehen und denen ALLES offenlegen, im Gegenzug krieg ich ne Mahnung, OBWOHL eigentlich noch GAR NICHTS vereinbart, geschweige denn unterschrieben ist. Hammer oder?

Der Text von Brief 1 klingt so typisch nach Textbaustein...auf meine Argumente sind sie so gar nicht eingegangen.


Hat jemand noch Tipps wie ich weiter vorgehen soll?

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#8
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1894 Beiträge, 701x hilfreich)

Ich würde empfehlen, die Briefe zu ignorieren. Stattdessen würde ich, falls möglich, selbstständig damit beginnen die Forderung in Raten zu begleichen. Einfach überweisen mit entsprechendem Verwendungszweck (z.b "Nur Hauptforderung"). Falls nichts geht, dann eben aussetzen. Eventuell gewinnst du so etwas Zeit

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79720 Beiträge, 33739x hilfreich)

Zitat (von Aining):
im Gegenzug krieg ich ne Mahnung, OBWOHL eigentlich noch GAR NICHTS vereinbart, geschweige denn unterschrieben ist.

Abgesehen davon, das eine Unterschrift irrelevant ist, weil so was auch "mündlich" vereinbart werden kann: nur weil Inkasso draufsteht, kann dennoch Chaos drin sein ...

Vermutlich hat da einer irgendwo in der Akte was von "Ratenzahlungsvereinbarung" gelesen und hat dann auf den Bausteingenerator geklickt ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#10
 Von 
Aining
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 18x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Aining):
im Gegenzug krieg ich ne Mahnung, OBWOHL :grins: :grins: eigentlich noch GAR NICHTS vereinbart, geschweige denn unterschrieben ist.

Abgesehen davon, das eine Unterschrift irrelevant ist, weil so was auch "mündlich" vereinbart werden kann: nur weil Inkasso draufsteht, kann dennoch Chaos drin sein ...

Vermutlich hat da einer irgendwo in der Akte was von "Ratenzahlungsvereinbarung" gelesen und hat dann auf den Bausteingenerator geklickt ...

Ja wie gesagt, die hatten mir ja weis machen wollen, dass die Vereinbarung NUR greift, wenn ich denen Einkommensnachweise etc. vorlege, was ich natürlich nicht mache (von daher gibts ja sogesehen gar keine Vereinbarung)
Und für diese nicht vorhandene Vereinbarung kriege ich dann eine Mahnung, wo darauf hingewiesen wurde, dass da doch eine Vereinbarung war, etc. Finds einfach nur witzig, dass bei denen die eine Hand nicht weiß, was die anderere tut, und die sich komplett selbst widersprechen. :grins:

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#11
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23790 Beiträge, 15526x hilfreich)

Du könntest nun das Diskutieren anfangen, um Zeit zu gewinnen. Ich würde erst mal diskutieren, was das für eine Ratenzahlungsvereinbarung sein soll. Also: "Wertes Inkasso. Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine Ratenzahlungsvereinbarung unterschrieben zu haben. Was soll diese Mahnung denn sein? Können Sie mir die unterschriebene Ratenzahlungsvereinbarung in Kopie zusenden?"

Danach könnte man nochmal schreiben, dass dem Gläubiger deine Zahlungsprobleme bekannt waren und dass du gelesen hast, dass in solchen Fällen keine Inkassogebühr erstattet werden muss, da das Inkassoverfahren überflüssig war.

Halt etwas herumdiskutieren. Gerne auch per eMail um Geld fürs Porto zu sparen.

Wichtig wirds erst, wenn sie einen gerichtlichen Mahnbescheid schicken. Das ist der Punkt, wo du nachrechnen musst, denn ziemlich sicher wird deren Forderung nicht stimmen, wenn du parallel nur auf die Hauptforderung bezahlst. Sie werden das ziemlich sicher falsch verrechnen.

Mehr kannst du derzeit nicht tun.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#12
 Von 
Aining
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 18x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Du könntest nun das Diskutieren anfangen, um Zeit zu gewinnen. Ich würde erst mal diskutieren, was das für eine Ratenzahlungsvereinbarung sein soll. Also: "Wertes Inkasso. Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine Ratenzahlungsvereinbarung unterschrieben zu haben. Was soll diese Mahnung denn sein? Können Sie mir die unterschriebene Ratenzahlungsvereinbarung in Kopie zusenden?"

Danach könnte man nochmal schreiben, dass dem Gläubiger deine Zahlungsprobleme bekannt waren und dass du gelesen hast, dass in solchen Fällen keine Inkassogebühr erstattet werden muss, da das Inkassoverfahren überflüssig war.

Halt etwas herumdiskutieren. Gerne auch per eMail um Geld fürs Porto zu sparen.

Wichtig wirds erst, wenn sie einen gerichtlichen Mahnbescheid schicken. Das ist der Punkt, wo du nachrechnen musst, denn ziemlich sicher wird deren Forderung nicht stimmen, wenn du parallel nur auf die Hauptforderung bezahlst. Sie werden das ziemlich sicher falsch verrechnen.

Mehr kannst du derzeit nicht tun.

Ja wie ist es denn nun? Soll ich die Raten dann jetzt einfach anfangen zu zahlen jeden Monat? Mit dem Zweck "Nur Hauptforderung".. heisst es dann nicht gleichzeitig, dass man deren "Vereinbarung" stillschweigend auch akzeptiert ? Also wenn man einfach nur still bezahlt.

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#13
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23790 Beiträge, 15526x hilfreich)

Zahle einfach mit Verwendungszweck "Nur Hauptforderung" die Raten. Am besten leicht abweichende Beträge wie diejenigen, die sie von dir verlangen.

Zitat:
heisst es dann nicht gleichzeitig, dass man deren "Vereinbarung" stillschweigend auch akzeptiert

Im Prinzip ja. Zudem machst du durch das zusätzliche Schreiben klar, dass es keine Ratenvereinbarung gibt.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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