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Inkasso Schreiben nach 7 Jahren

1.12.2019 Thema abonnieren
 Von 
Sabia1964
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkasso Schreiben nach 7 Jahren

Hallo,

ich habe letzte Woche ein Schreiben von einem Inkassounternehmen bekommen und werde zu einer Zahlung auffordert. Angeblich geht es um eine Stromrechnung mit VB aus dem Jahr 2013. Zu diesem Zeitpunkt habe ich an der zugestellten Adresse nicht mehr gewohnt nur noch mein Exmann. Möglicherweise ist das auch schon längst bezahlt von meinem Exmann. Was soll ich jetzt machen? Ich habe keine Ahnung wie man auf so ein Schreiben reagiert? Wenn ich dem Inkassodienst mitteile, daß ich nicht mehr an der Adresse gewohnt habe, genügt das? Falls die Schuld nicht von meinem Ex gezahlt wurde, kann das sein, das die nach so langer Zeit an mich heran treten?

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
The Mentalist
Status:
Praktikant
(621 Beiträge, 187x hilfreich)

Titelkopie anfordern und schauen welche Adresse drauf steht, dann hast du 14 Tage Zeit die Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand zu beantragen mit dem Hinweis, dass du laut Einwohnermeldeamt dort nicht gewohnt hast zu der Zeit.

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#2
 Von 
Sabia1964
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Was bedeutet das, wiedereinsetzung in den vorherigen stand? Soll ich das beim Inkassodienst anfordern? Kann ich denen gleich mitteilen, dass das nicht meine Adresse war damals?

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#3
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1197 Beiträge, 448x hilfreich)


Wiedereinsetzung muss beim ausstellenden Gericht beantragt werden und die Meldebescheinigung sollte man in Kopie beifügen. Wie bereits erwähnt wurde hast du hierfür genau 14 Tage Zeit ab dem Moment wo du den VB das erste Mal gesehen hast.

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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22916 Beiträge, 15073x hilfreich)

Wiedereinsetzung bedeutet, dass das Gericht feststellt, dass die Zustellung fehlerhaft war. Das Mahnverfahren wird dann so zurückgesetzt als sei der Brief nicht angekommen und als würdest du widersprechen.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#5
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1427 Beiträge, 629x hilfreich)

Wichtig: nachdem das Gericht dies akzeptiert hat beginnen die zwei Wochen. Am besten gleich bei der Beantragung erwähnen, dass man dem Mahnbescheid bei Einsetzung in den vorherigen Stand widerspricht

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#6
 Von 
Sabia1964
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank vorab für Eure Hilfe. Ich bin wirklich absoluter Laie. Fordere ich die Titelkopie beim Inkasso an oder beim Gericht? Und wenn ich die habe widerspreche i h beim Gericht zur Einsetzung in den vorherigen Stand da ich zu diesem Zeitpunkt dort nicht mehr gemeldet war?

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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22916 Beiträge, 15073x hilfreich)

Zitat:
Fordere ich die Titelkopie beim Inkasso an oder beim Gericht?

Am besten bei beiden und dann abwarten, wer schneller ist :-)
Zitat:
Und wenn ich die habe widerspreche i h beim Gericht zur Einsetzung in den vorherigen Stand da ich zu diesem Zeitpunkt dort nicht mehr gemeldet war?

Ja. Sofern halt wie gesagt die Adresse nicht stimmt. Als Begründung: Fehlerhafte Zustellung und als Beweis eine Kopie einer erweiterten Meldeauskunft.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#8
 Von 
Sabia1964
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Gut danke, dann werde ich das mal machen. Und wie geht das dann weiter, falls es in den vorherigen Stand gesetzt wird?

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#9
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22916 Beiträge, 15073x hilfreich)

Dann müssten die ihren Anspruch begründen und beweisen. Und dann sieht man, was da an Substanz dahinter ist. Vorsicht ist geboten, wenn die Hauptforderung berechtigt ist und nicht verjährt ist. Aber dazu müsste man ja auch mal die Schlussrechnung sehen usw. Eventuell bezieht es sich ja auch auf einen Zeitraum nach dem Auszug.

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