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Inkasso Unternehmen fordert bezahlten Betrag wiederholt zu begleichen - Was soll ich tun?

 Von 
fb547208-26
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkasso Unternehmen fordert bezahlten Betrag wiederholt zu begleichen - Was soll ich tun?

Hallo :-)

Vielleicht kann mir ja jemand von euch weiterhelfen...

Im August letzten Jahres habe ich aufgrund von meinem Kontowechsel eine Rücklastschrift erhalten. Daraufhin bekam ich ca. im Oktober Post von einer Firma names Paij Service GmbH, die mich aufforderte den Betrag (Einkauf war 12,08€ wert ) und mit deren Gebühren gesamt 45,08€ zu begleichen. Den vollständigen Betrag habe ich dann sofort überwiesen, damit schien die Sache für mich erledigt zu sein.

Dann bekam ich im April erneut Post (mit den üblichen Drohungen) von der Delta Inkasso, die wohl im Auftrag der Paij GmbH( die haben die selbe Anschrift in Ludwigshafen) arbeitet. Angeblich, steht wohl noch eine Zahlung von 20€ aus. Den Brief habe ich ignoriert, da ich nachweislich auf meinem Kontoauszug den vollen Betrag damals überwiesen hatte. Vor ca. 2 Wochen bekam ich dann nochmals Post. Ich hätte den Betrag in Höhe von 12,08€ vom 08.2019 noch nicht überwiesen. Mit Gebühren wären wir dann bei 100,90€, die ich überweisen soll. Nun bekam ich nochmals Post, in dem die mich aufforderten den ausstehenden Betrag vom letzten Brief in Höhe von 103,04 € (Betrag stimmt schon mal gar nicht mit dem vom letzten Brief überein..) und soll nun einen Betrag von 197,04€ überweisen, sollte ich das nicht tun leiten Sie ein gerichtliches Mahnverfahren gegen mich ein und Zitat; "Ich solle es nicht soweit kommen lassen".

Die Briefe sind vom Aufbau alle gleich und haben alle so eine gedruckte Unterschrift, was mir schon sehr komisch vorkommt.

Jetzt meine Frage, soll ich schon einen Anwalt einschalten? Oder wie soll ich mich verhalten? Oder ich würde dann per Einschreiben mit Rückschein in Widerspruch gehen, aber wie genau, formuliere ich das am Besten, damit ich nicht weiter von denen belästigt werde?

Vielen Dank schon mal für eure Antworten!!

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
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5 Antworten
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#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23564 Beiträge, 15422x hilfreich)

Mit den rund 33€ Gebühren sind die eh mehr als genug bedient.

Dass da also noch 20€ offen gewesen wären, dürfte frei erfunden sein. Die denken, sie könnten dich weiter melken.

Zitat:
Jetzt meine Frage, soll ich schon einen Anwalt einschalten?

Brauchst du nicht. Die bluffen ohne Ende. Das abzuwehren, da muss man kein Geld für einen eigenen Anwalt ausgeben.

Ich würde hier zwei Dinge tun:

1. Strafanzeige wegen Verdacht der Gebührenüberhebung, des gewerblichen Betruges und der Nötigung gegen alle Beteiligten. Begründen würde ich das damit:
- Sie haben offenbar deine erste Überweisung der kompletten 45€ verschwinden lassen oder sie tun so als ob. Das wäre der erste Ansatzpunkt für Betrug.
- Sie haben schon bei den 45€ zu viel verlangt
- Die Paji Services GmbH erbringt offenbar bereits eine Inkassodienstleistung, ist aber nicht als Inkassodienstleister registriert (siehe www.rechtsdienstleistungsregister.de). Das wäre der zweite Ansatzpunkt für Betrug. Zumal: Wenn die unter derselben Adresse arbeiten und dieselben Briefpapiere verwenden, sowie auch die Homepage aus demselben Baukasten stammt (mehr als offensichtlich), dürfte da auch eine Verbindung zwischen beiden Unternehmen bestehen. Die teilen sich offenbar sogar die Telefonanlage. Hier scheinen sie also mit Factoring und dem absichtlichen Verschleiern des Factorings illegal Geld scheffeln zu wollen.
- Dieses Inkasso erhebt neben den bereits eingetriebenen rund 33€ (die zu viel sind) weitere also insgesamt 190€ Gebühren. Das ist absurd und selbst bei inkassofreundlicher Rechtsprechung mit Maximum von 70,20€ um ein Mehrfaches zu hoch. Das wäre der Ansatzpunkt für den Wucher bzw. die Gebührenüberhebung.
- Die Drohung mit noch vielen weiteren gebühren und einem gerichtlichen Mahnverfahren dürfte ein empfindliches Übel sein und damit wären wir im Bereich der Nötigung.

Funfakt am Rande für die alten Hasen in diesem Forum. Beim Betrachten der Webseite sieht man, dass Delta-Inkasso nur eine Außenstelle der Modenbacher ist (***). die Kontakt-Mail soll zu *** gehen, einfach mal draufklicken ;-)

Ich würde das daher bei der Strafanzeige ruhig erwähnen, damit das ggf. auch an die dortige Staatsanwaltschaft gemeldet wird. Denn die Hinterleute dort standen ja bereits vor dem Strafgericht und haben sich da auch blaue Augen geholt. Es dürfte die dortige Staatsanwaltschaft interessieren, dass die mit einer anderen Scheinfirma im gleichen Stil arbeiten/ weitermachen.

2. Beschwerde beim Aufsichtsgericht des Inkassos. Denen würde ich all die Dinge inklusive der offensichtlichen absurd wucherischen Gebührenforderung auch mal stecken.

Sie mögen mal prüfen, wieso man so einem Inkasso eine Zulassung gibt, das nur eine Scheinfirma der Modenbacher zu sein scheint und das auch dermaßen überzieht bei den Gebühren.

Fazit: Das Briefpapier ist mit dem Aufsichtsgericht besser investiert als mit einem Schreiben an das Inkasso. Das Inkasso wird die Beschwerde und Anzeige mitbekommen.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#2
 Von 
fb547208-26
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!! Das werde ich auf jeden Fall so machen. Jetzt bin ich erstmal erleichtert, da mir das ganze doch ein wenig Sorgen bereitet hat. Dankeschön!!

Zitat (von mepeisen):
Mit den rund 33€ Gebühren sind die eh mehr als genug bedient.

Dass da also noch 20€ offen gewesen wären, dürfte frei erfunden sein. Die denken, sie könnten dich weiter melken.

Zitat:
Jetzt meine Frage, soll ich schon einen Anwalt einschalten?

Brauchst du nicht. Die bluffen ohne Ende. Das abzuwehren, da muss man kein Geld für einen eigenen Anwalt ausgeben.

Ich würde hier zwei Dinge tun:

1. Strafanzeige wegen Verdacht der Gebührenüberhebung, des gewerblichen Betruges und der Nötigung gegen alle Beteiligten. Begründen würde ich das damit:
- Sie haben offenbar deine erste Überweisung der kompletten 45€ verschwinden lassen oder sie tun so als ob. Das wäre der erste Ansatzpunkt für Betrug.
- Sie haben schon bei den 45€ zu viel verlangt
- Die Paji Services GmbH erbringt offenbar bereits eine Inkassodienstleistung, ist aber nicht als Inkassodienstleister registriert (siehe www.rechtsdienstleistungsregister.de). Das wäre der zweite Ansatzpunkt für Betrug. Zumal: Wenn die unter derselben Adresse arbeiten und dieselben Briefpapiere verwenden, sowie auch die Homepage aus demselben Baukasten stammt (mehr als offensichtlich), dürfte da auch eine Verbindung zwischen beiden Unternehmen bestehen. Die teilen sich offenbar sogar die Telefonanlage. Hier scheinen sie also mit Factoring und dem absichtlichen Verschleiern des Factorings illegal Geld scheffeln zu wollen.
- Dieses Inkasso erhebt neben den bereits eingetriebenen rund 33€ (die zu viel sind) weitere also insgesamt 190€ Gebühren. Das ist absurd und selbst bei inkassofreundlicher Rechtsprechung mit Maximum von 70,20€ um ein Mehrfaches zu hoch. Das wäre der Ansatzpunkt für den Wucher bzw. die Gebührenüberhebung.
- Die Drohung mit noch vielen weiteren gebühren und einem gerichtlichen Mahnverfahren dürfte ein empfindliches Übel sein und damit wären wir im Bereich der Nötigung.

Funfakt am Rande für die alten Hasen in diesem Forum. Beim Betrachten der Webseite sieht man, dass Delta-Inkasso nur eine Außenstelle der Modenbacher ist (***). die Kontakt-Mail soll zu *** gehen, einfach mal draufklicken ;-)

Ich würde das daher bei der Strafanzeige ruhig erwähnen, damit das ggf. auch an die dortige Staatsanwaltschaft gemeldet wird. Denn die Hinterleute dort standen ja bereits vor dem Strafgericht und haben sich da auch blaue Augen geholt. Es dürfte die dortige Staatsanwaltschaft interessieren, dass die mit einer anderen Scheinfirma im gleichen Stil arbeiten/ weitermachen.

2. Beschwerde beim Aufsichtsgericht des Inkassos. Denen würde ich all die Dinge inklusive der offensichtlichen absurd wucherischen Gebührenforderung auch mal stecken.

Sie mögen mal prüfen, wieso man so einem Inkasso eine Zulassung gibt, das nur eine Scheinfirma der Modenbacher zu sein scheint und das auch dermaßen überzieht bei den Gebühren.

Fazit: Das Briefpapier ist mit dem Aufsichtsgericht besser investiert als mit einem Schreiben an das Inkasso. Das Inkasso wird die Beschwerde und Anzeige mitbekommen.

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#3
 Von 
fb547208-26
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!! Das werde ich auf jeden Fall so machen. Jetzt bin ich erstmal erleichtert, da mir das ganze doch ein wenig Sorgen bereitet hat. Dankeschön!!

Zitat (von mepeisen):
Mit den rund 33€ Gebühren sind die eh mehr als genug bedient.

Dass da also noch 20€ offen gewesen wären, dürfte frei erfunden sein. Die denken, sie könnten dich weiter melken.

Zitat:
Jetzt meine Frage, soll ich schon einen Anwalt einschalten?

Brauchst du nicht. Die bluffen ohne Ende. Das abzuwehren, da muss man kein Geld für einen eigenen Anwalt ausgeben.

Ich würde hier zwei Dinge tun:

1. Strafanzeige wegen Verdacht der Gebührenüberhebung, des gewerblichen Betruges und der Nötigung gegen alle Beteiligten. Begründen würde ich das damit:
- Sie haben offenbar deine erste Überweisung der kompletten 45€ verschwinden lassen oder sie tun so als ob. Das wäre der erste Ansatzpunkt für Betrug.
- Sie haben schon bei den 45€ zu viel verlangt
- Die Paji Services GmbH erbringt offenbar bereits eine Inkassodienstleistung, ist aber nicht als Inkassodienstleister registriert (siehe www.rechtsdienstleistungsregister.de). Das wäre der zweite Ansatzpunkt für Betrug. Zumal: Wenn die unter derselben Adresse arbeiten und dieselben Briefpapiere verwenden, sowie auch die Homepage aus demselben Baukasten stammt (mehr als offensichtlich), dürfte da auch eine Verbindung zwischen beiden Unternehmen bestehen. Die teilen sich offenbar sogar die Telefonanlage. Hier scheinen sie also mit Factoring und dem absichtlichen Verschleiern des Factorings illegal Geld scheffeln zu wollen.
- Dieses Inkasso erhebt neben den bereits eingetriebenen rund 33€ (die zu viel sind) weitere also insgesamt 190€ Gebühren. Das ist absurd und selbst bei inkassofreundlicher Rechtsprechung mit Maximum von 70,20€ um ein Mehrfaches zu hoch. Das wäre der Ansatzpunkt für den Wucher bzw. die Gebührenüberhebung.
- Die Drohung mit noch vielen weiteren gebühren und einem gerichtlichen Mahnverfahren dürfte ein empfindliches Übel sein und damit wären wir im Bereich der Nötigung.

Funfakt am Rande für die alten Hasen in diesem Forum. Beim Betrachten der Webseite sieht man, dass Delta-Inkasso nur eine Außenstelle der Modenbacher ist (***). die Kontakt-Mail soll zu *** gehen, einfach mal draufklicken ;-)

Ich würde das daher bei der Strafanzeige ruhig erwähnen, damit das ggf. auch an die dortige Staatsanwaltschaft gemeldet wird. Denn die Hinterleute dort standen ja bereits vor dem Strafgericht und haben sich da auch blaue Augen geholt. Es dürfte die dortige Staatsanwaltschaft interessieren, dass die mit einer anderen Scheinfirma im gleichen Stil arbeiten/ weitermachen.

2. Beschwerde beim Aufsichtsgericht des Inkassos. Denen würde ich all die Dinge inklusive der offensichtlichen absurd wucherischen Gebührenforderung auch mal stecken.

Sie mögen mal prüfen, wieso man so einem Inkasso eine Zulassung gibt, das nur eine Scheinfirma der Modenbacher zu sein scheint und das auch dermaßen überzieht bei den Gebühren.

Fazit: Das Briefpapier ist mit dem Aufsichtsgericht besser investiert als mit einem Schreiben an das Inkasso. Das Inkasso wird die Beschwerde und Anzeige mitbekommen.

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#4
 Von 
fb547208-26
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Kannst du mir vielleicht bitte noch einmal sagen, wer bei denen das zuständige Aufsichtsgericht ist und wie ich mich mit denen in Verbindung setzten kann? Also nur wenn du das zufällig weißt. Vielen Dank!!! :-)

Zitat (von fb547208-26):
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!! Das werde ich auf jeden Fall so machen. Jetzt bin ich erstmal erleichtert, da mir das ganze doch ein wenig Sorgen bereitet hat. Dankeschön!!
Zitat (von mepeisen):
Mit den rund 33€ Gebühren sind die eh mehr als genug bedient.

Dass da also noch 20€ offen gewesen wären, dürfte frei erfunden sein. Die denken, sie könnten dich weiter melken.

Zitat:
Jetzt meine Frage, soll ich schon einen Anwalt einschalten?

Brauchst du nicht. Die bluffen ohne Ende. Das abzuwehren, da muss man kein Geld für einen eigenen Anwalt ausgeben.

Ich würde hier zwei Dinge tun:

1. Strafanzeige wegen Verdacht der Gebührenüberhebung, des gewerblichen Betruges und der Nötigung gegen alle Beteiligten. Begründen würde ich das damit:
- Sie haben offenbar deine erste Überweisung der kompletten 45€ verschwinden lassen oder sie tun so als ob. Das wäre der erste Ansatzpunkt für Betrug.
- Sie haben schon bei den 45€ zu viel verlangt
- Die Paji Services GmbH erbringt offenbar bereits eine Inkassodienstleistung, ist aber nicht als Inkassodienstleister registriert (siehe www.rechtsdienstleistungsregister.de). Das wäre der zweite Ansatzpunkt für Betrug. Zumal: Wenn die unter derselben Adresse arbeiten und dieselben Briefpapiere verwenden, sowie auch die Homepage aus demselben Baukasten stammt (mehr als offensichtlich), dürfte da auch eine Verbindung zwischen beiden Unternehmen bestehen. Die teilen sich offenbar sogar die Telefonanlage. Hier scheinen sie also mit Factoring und dem absichtlichen Verschleiern des Factorings illegal Geld scheffeln zu wollen.
- Dieses Inkasso erhebt neben den bereits eingetriebenen rund 33€ (die zu viel sind) weitere also insgesamt 190€ Gebühren. Das ist absurd und selbst bei inkassofreundlicher Rechtsprechung mit Maximum von 70,20€ um ein Mehrfaches zu hoch. Das wäre der Ansatzpunkt für den Wucher bzw. die Gebührenüberhebung.
- Die Drohung mit noch vielen weiteren gebühren und einem gerichtlichen Mahnverfahren dürfte ein empfindliches Übel sein und damit wären wir im Bereich der Nötigung.

Funfakt am Rande für die alten Hasen in diesem Forum. Beim Betrachten der Webseite sieht man, dass Delta-Inkasso nur eine Außenstelle der Modenbacher ist (***). die Kontakt-Mail soll zu *** gehen, einfach mal draufklicken ;-)

Ich würde das daher bei der Strafanzeige ruhig erwähnen, damit das ggf. auch an die dortige Staatsanwaltschaft gemeldet wird. Denn die Hinterleute dort standen ja bereits vor dem Strafgericht und haben sich da auch blaue Augen geholt. Es dürfte die dortige Staatsanwaltschaft interessieren, dass die mit einer anderen Scheinfirma im gleichen Stil arbeiten/ weitermachen.

2. Beschwerde beim Aufsichtsgericht des Inkassos. Denen würde ich all die Dinge inklusive der offensichtlichen absurd wucherischen Gebührenforderung auch mal stecken.

Sie mögen mal prüfen, wieso man so einem Inkasso eine Zulassung gibt, das nur eine Scheinfirma der Modenbacher zu sein scheint und das auch dermaßen überzieht bei den Gebühren.

Fazit: Das Briefpapier ist mit dem Aufsichtsgericht besser investiert als mit einem Schreiben an das Inkasso. Das Inkasso wird die Beschwerde und Anzeige mitbekommen.

Zitat (von mepeisen):
Mit den rund 33€ Gebühren sind die eh mehr als genug bedient.

Dass da also noch 20€ offen gewesen wären, dürfte frei erfunden sein. Die denken, sie könnten dich weiter melken.

Zitat:
Jetzt meine Frage, soll ich schon einen Anwalt einschalten?

Brauchst du nicht. Die bluffen ohne Ende. Das abzuwehren, da muss man kein Geld für einen eigenen Anwalt ausgeben.

Ich würde hier zwei Dinge tun:

1. Strafanzeige wegen Verdacht der Gebührenüberhebung, des gewerblichen Betruges und der Nötigung gegen alle Beteiligten. Begründen würde ich das damit:
- Sie haben offenbar deine erste Überweisung der kompletten 45€ verschwinden lassen oder sie tun so als ob. Das wäre der erste Ansatzpunkt für Betrug.
- Sie haben schon bei den 45€ zu viel verlangt
- Die Paji Services GmbH erbringt offenbar bereits eine Inkassodienstleistung, ist aber nicht als Inkassodienstleister registriert (siehe www.rechtsdienstleistungsregister.de). Das wäre der zweite Ansatzpunkt für Betrug. Zumal: Wenn die unter derselben Adresse arbeiten und dieselben Briefpapiere verwenden, sowie auch die Homepage aus demselben Baukasten stammt (mehr als offensichtlich), dürfte da auch eine Verbindung zwischen beiden Unternehmen bestehen. Die teilen sich offenbar sogar die Telefonanlage. Hier scheinen sie also mit Factoring und dem absichtlichen Verschleiern des Factorings illegal Geld scheffeln zu wollen.
- Dieses Inkasso erhebt neben den bereits eingetriebenen rund 33€ (die zu viel sind) weitere also insgesamt 190€ Gebühren. Das ist absurd und selbst bei inkassofreundlicher Rechtsprechung mit Maximum von 70,20€ um ein Mehrfaches zu hoch. Das wäre der Ansatzpunkt für den Wucher bzw. die Gebührenüberhebung.
- Die Drohung mit noch vielen weiteren gebühren und einem gerichtlichen Mahnverfahren dürfte ein empfindliches Übel sein und damit wären wir im Bereich der Nötigung.

Funfakt am Rande für die alten Hasen in diesem Forum. Beim Betrachten der Webseite sieht man, dass Delta-Inkasso nur eine Außenstelle der Modenbacher ist (***). die Kontakt-Mail soll zu *** gehen, einfach mal draufklicken ;-)

Ich würde das daher bei der Strafanzeige ruhig erwähnen, damit das ggf. auch an die dortige Staatsanwaltschaft gemeldet wird. Denn die Hinterleute dort standen ja bereits vor dem Strafgericht und haben sich da auch blaue Augen geholt. Es dürfte die dortige Staatsanwaltschaft interessieren, dass die mit einer anderen Scheinfirma im gleichen Stil arbeiten/ weitermachen.

2. Beschwerde beim Aufsichtsgericht des Inkassos. Denen würde ich all die Dinge inklusive der offensichtlichen absurd wucherischen Gebührenforderung auch mal stecken.

Sie mögen mal prüfen, wieso man so einem Inkasso eine Zulassung gibt, das nur eine Scheinfirma der Modenbacher zu sein scheint und das auch dermaßen überzieht bei den Gebühren.

Fazit: Das Briefpapier ist mit dem Aufsichtsgericht besser investiert als mit einem Schreiben an das Inkasso. Das Inkasso wird die Beschwerde und Anzeige mitbekommen.

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23564 Beiträge, 15422x hilfreich)

Siehe www.rechtsdienstleistungsregister.de
Das wäre dann wohl das Landgericht Mainz.

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