Inkasso berechnet unberechtigte und nicht nachvollziehbare Kosten // Collectia GmbH

28. Januar 2022 Thema abonnieren
 Von 
JohnDoe86
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkasso berechnet unberechtigte und nicht nachvollziehbare Kosten // Collectia GmbH

Hallo zusammen,

im letzten Jahr habe ich mich selbstständig gemacht und bin besser gestartet, als ich gedacht hätte. Seinerzeit hatte ich ca. 16.000€ Schulden und meine erste Handlung war, dass ich meine Gläubiger anschrieb und mich mit jedem auf einen Vergleich einigte. 9 von 10 Gläubigern stimmten meinem Vergleichsangebot zu und ich überwies umgehend die Vergleichssummen, aber eine Inkasso Firma (Collectia GmbH) lehnte ab und bestand auf Zahlung der vollen Forderung. Die Forderung betrug im November 2021 noch 820€ (Hauptforderung von Fit X waren damals 250€), als ich nach einer Ratenzahlungsvereinbarung fragte. Man schickte mir auch eine Vereinbarung zur Unterschrift zu, jedoch hatte ich in der Zwischenzeit wieder Geld verdient, sodass ich die 820€ in Einem zahlen wollte. Ich bat also um detaillierte und aktuelle Aufstellung der Forderungen mit dem Hinweis, den vollen Betrag durch meine Bank anweisen zu lassen. Die Forderungsaufstellung enthielt allerdings auch eine Gebühr für die Ratenvereinbarung (der ich nie zugestimmt habe) sowie zwei Mal 32€ für eine 'ZV-Ankündigung' im Dezember '21 und Januar '22, somit hat sich die Gesamtforderung innerhalb eines Monats um über 100€ erhöht. Ich schrieb das Inkasso Unternehmen an und machte darauf aufmerksam, dass ich seit über einem Monat die volle Summe zahlen möchte und die Gebühr für die Ratenvereinbarung bitte gestrichen werden soll, da ich keiner Ratenzahlung zugestimmt hätte. Leider sieht man die Dinge bei der Collectia etwas anders und es wird weiter auf diese Gebühren bestanden. Ich habe der Forderung, insbesondere der letzten Gebührenaufstellung, widersprochen, jedoch wird das völlig ignoriert und man schickt mir nun wöchentlich Zahlungsaufforderungen mit neuen Gebühren.
Da bereits ein Titel besteht, weiß ich nicht was ich nun tun sollen um nicht noch weitere Kosten zu verursachen. Ich hätte das Geld schon längst überwiesen und habe das Gefühl, dass das Inkasso-Büro eine Klärung bewusst hinauszögert, um weitere Gebühren zu generieren. Ich hätte die aktuelle Forderung gerne angehängt, finde aber leider keine Möglichkeit dazu.

Ich hoffe, mir kann jemand helfen und bedanke mich im Voraus.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
charlyt4
Status:
Master
(4158 Beiträge, 898x hilfreich)

Zitat (von JohnDoe86):
Da bereits ein Titel besteht,



Was, wurde `genau` von wem, wann und wie tituliert?

Hier braucht es den kompletten, genauen Ablauf wenn man sich eine Meinung bilden will wie aus 250€ nun fast 1000€ werden sollen.

Zitat (von JohnDoe86):
Ich hätte die aktuelle Forderung gerne angehängt, finde aber leider keine Möglichkeit dazu.


Extern hochladen - alle persönlichen Daten etc. schwärzen.

Signatur:

Gruß Charly

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
JohnDoe86
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Was, wurde `genau` von wem, wann und wie tituliert?


Der Fall lief damals über PNO Inkasso und leider weiß ich nicht mehr genau, wie hoch die Hauptforderung war (glaube es waren genau 250€). Die Schuld bei FitX resultiert aus dem Jahre 2014. Die Forderungsaufstellung beginnt allerdings im Jahre 2017 mit 499€. Ich vermute, dass PNO damals aufgelöst oder umfirmiert wurde und Collectia den Fall übernommen hat. Ich habe bereits um eine Abtretungserklärung gebeten, bekam dann eine generelle Vollmacht, die Collectia von Fit X hat.

Die Vollmacht und ein Schreiben zur Namensänderung habe ich hier hochgeladen: https://we.tl/t-gf4E5iJjml

Hier ist die aktuelle Forderungsaufstellung ohne persönliche Daten: https://we.tl/t-uszcwW6h1u

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#3
 Von 
The Mentalist
Status:
Praktikant
(970 Beiträge, 296x hilfreich)

Zahl die HF aus dem Vollstreckungsbescheid + PfÜB + Gerichtsvollzieher und die Zinsen der letzten 3 Jahre (hier ausrechnen: basiszins.de) und widerspreche dem Rest.

-- Editiert von The Mentalist am 29.01.2022 13:55

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#4
 Von 
12öel3
Status:
Frischling
(32 Beiträge, 9x hilfreich)

Also sofern der Vollsteckungsbescheid vom 13.4.2017 über 499,40€ vorliegt, kann man daran nichts mehr machen. Das sollte man nochmal prüfen.
Die Zinsen aus 2017 und 2018 sind verjährt.
Ich würde ohne weitere Rückfragen "nur Hauptforderung + Zinsen ab 2019 + Gerichtskosten und Gerichtsvollzieherkosten" überweisen (und das auch so im Betreff der Überweisung angeben).
Gerichtskosten und Gerichtsvollzieherkosten sollte man natürlich nur zahlen, wenn auch klar ist, dasss diese angefallen sind (es also z.B. einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss oder Besuch des Gerichtsvollziehers gab), ansonsten Belege anfordern.
Den unstrittigen Teil würde ich möglichst schnell zahlen.
Für alle anderen Positionen würde ich Belege anfordern (z.B. Ermittlungskosten), und die mehrfachen Gebühren für Tätigkeit des Inkassos für diverse Anträge halte ich für fragwürdig, da kennen sich aber andere besser aus. Für eine nicht abgeschlossene Ratenzahlungsvereinbarung gibt's jedenfalls kein Geld ...
Allerdings ist natürlich die Frage, ob sich der Streit lohnt gegenüber dem Ärger - der größte Teil der Forderung ist wohl berechtigt.

-- Editiert von 12öel3 am 29.01.2022 13:54

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von 12öel3):
Also sofern der Mahnbescheid vom 13.4.2017 über 499,40€ vorliegt, kann man daran nichts mehr machen.

Zitat (von The Mentalist):
Wenn die Forderung aus 2014 und nicht tituliert (=kein Vollstreckungsbescheid) ist, dann ist sie verjährt.

Wie kommt man auf den Unfug?



Zitat (von JohnDoe86):
und leider weiß ich nicht mehr genau, wie hoch die Hauptforderung war (glaube es waren genau 250€).

Gibt es denn einen Titel (also Vollstreckungsbescheid oder Urteil)?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
12öel3
Status:
Frischling
(32 Beiträge, 9x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von 12öel3):
Also sofern der Mahnbescheid vom 13.4.2017 über 499,40€ vorliegt, kann man daran nichts mehr machen.

Wie kommt man auf den Unfug?


Bei mir was es ein Schreibfehler, nach 1 Minute korrigiert - hat sich mit der Antwort wohl überschnitten. In der Aufstellung ist ein Vollstreckungsbescheid genannt, daher die Aussage.

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