Inkasso durch accredis (45€ wegen 2,95€ Forderung)

13. November 2014 Thema abonnieren
 Von 
Ropott
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 5x hilfreich)
Inkasso durch accredis (45€ wegen 2,95€ Forderung)

Hallo,

habe heute ein Inkassoschreiben erhalten.

Es geht um eine Forderung von 2,95€ wegen "Telekommunikationsdienstleistungen". Durch Mahnspesen & Ermittlungskosten (10€), Geschäftsgebühr (27€) und Auslagenpauschale (5,4€) summiert sich das dann auf etwas über 45 Euro, die ich überweisen soll.

Angeblich soll am 20.10.2014 durch IN-telegence GmbH eine Mahnung zugestellt worden zu sein.

Mir ist die Forderung absolut schleierhaft. Ich erinnere mich düster vor Ewigkeiten evtl. eine kostenpflichtige Support Hotline von Unitymedia angerufen zu haben, bin aber davon ausgegangen, dass das dann auch über mein Unitymedia-Anschluss abgerechnet wird. Weder eine Rechnung noch die Mahnung habe ich bis heute in meinem Briefkasten gefunden. Eventuell ist der sehr unwahrscheinliche Fall eingetreten, dass ich den Brief versehentlich weggeworfen habe, da er sich in einem Prospekt befand o.ä.. Auf jeden Fall ist hier nichts per Einschreiben zu mir gekommen.

Finde die Forderung absolut überzogen. Wie komme ich jetzt am günstigsten aus der Sache raus? Steht dem Inkassounternehmen überhaupt eine derart hohe Forderung zu? Ich mein, das sind fast 2000% von der Hauptforderung...

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-- Editiert Ropott am 13.11.2014 10:23

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18 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Das die Gebühren in dieser Höhe nicht mal ansatzweise durchsetzungsfähig sind ist kein Geheimnis

Aus welchem Jahr soll die Forderung sein ?
Forderungen aus 2010 oder früher wären verjährt
Mahnbriefe,RA /Inkassobriefe in den letzten Jahren ändern nichts an diesen Sachverhalt

Formulierungsvorschlag

"Zwecks Überprüfung der Forderungsangelegenheit bitte ich um Zusendung folgender Unterlagen :
Rechnungskopie, Forderungsaufstellung gem BGB 367, Vollmacht gem BGB 174,
Mit der Kontaktaufnahme per telefon bin ich nicht einverstanden - ich untersage die Weitergabe meiner daten gem BDSSG"



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"EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse "

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

Achja: Beschwerde beim zuständigen Aufsichtsgericht und Antrag, dem Inkasso die Lizenz zu entziehen wegen Verstoß gegen §11a RDG . In das erste Inkassoschreiben gehört hinein:

quote:<hr size=1 noshade>
1. den Namen oder die Firma ihrer Auftraggeberin oder ihres Auftraggebers,
2. den Forderungsgrund, bei Verträgen unter konkreter Darlegung des Vertragsgegenstands und des Datums des Vertragsschlusses,
3. wenn Zinsen geltend gemacht werden, eine Zinsberechnung unter Darlegung der zu verzinsenden Forderung, des Zinssatzes und des Zeitraums, für den die Zinsen berechnet werden,
4. wenn ein Zinssatz über dem gesetzlichen Verzugszinssatz geltend gemacht wird, einen gesonderten Hinweis hierauf und die Angabe, aufgrund welcher Umstände der erhöhte Zinssatz gefordert wird,
5. wenn eine Inkassovergütung oder sonstige Inkassokosten geltend gemacht werden, Angaben zu deren Art, Höhe und Entstehungsgrund,
6. wenn mit der Inkassovergütung Umsatzsteuerbeträge geltend gemacht werden, eine Erklärung, dass die Auftraggeberin oder der Auftraggeber diese Beträge nicht als Vorsteuer abziehen kann.
<hr size=1 noshade>


Insbesondere an Punkt 2 fehlt es hier offensichtlich.

Dem Inkasso würde ich schreiben: "Wertes Inkasso. Ich betrachte ihr Schreiben als Gegenstandslos. Ich habe nie eine Rechnung oder Mahnung erhalten, sie haben keine Vollmacht im Original mitgeschickt und im Übrigen weiß ich absolut nicht, worum es geht. Es mangelt insbesondere an den Informationspflichten hinsichtlich §11a RDG . Daher habe ich beim für Sie zuständigen Aufsichtsgericht beantragt, Ihnen die Lizenz zu entziehen. Weitere Bettelbriefe werde ich nicht beantworten. Wenn ihre angebliche Mandantin etwas fordert, kann Sie mir sicherlich erst einmal eine Rechnung schicken."

Damit weiß das Inkasso auch gleich, woran es ist.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3155 Beiträge, 3146x hilfreich)

Ok, da muss ich jetzt ein wenig ausholen.

Bei Anruf eines Mehrwerdienstes kommt ein Vertrag zwischen Anrufer und Mehrwertdienstanbieter zu Stande.

In-telegence ist aber nicht der Mehrwertdienstanbieter, sondern ein Verbindungsnetzbetreiber und hat damit keinen eigenen Vergütungsanspruch (BGH, AZ III ZR 3/05 ). Sie machen die Ansprüche in eigenem Namen, aber für den Mehrwertdienstanbieter geltend (§185 BGB ).

Damit hat man schon die Möglichkeit, eine Vollmacht gemäß §174 BGB zu verlangen, ansonsten kann IN-telegence die Forderung nicht weiter geltend machen.

Hinzu kommt noch, dass IN-telegence zumindest teilweise die Nummern nicht direkt an den Mehrwertdienstanbieter vermietet, sondern da noch weitere Firmen dazwischen sitzen, welche dann von IN-telegence als Dienstanbieter aufgeführt werden. Diese haben aber auch keinen eigenen Vergütungsanspruch (gleiches BGH-Urteil), sondern müssten auf Verlangen wieder eine Vollmacht vorlegen, auf deren Basis sie dann IN-telegence bevollmächtigen können.

Ich würde also zusätzlich zu der Forderung einer Vollmacht von IN-telegence an das Inkasounternehmen noch eine Vollmacht der Mehrwertdienstanbieters verlangen, mit der IN-telegence zum Einzug der Forderungen ermächtigt wird. Bei mir konnten Sie das trotz mehrfacher Nachfrage bislang nicht.

Zudem ist noch anzumerken, dass IN-telegence selbst das Inkasso für die eigenen Kunden übernimmt. Es ist also nicht einzusehen, warum sie überhaupt ein Inkassounternehmen benötigen, wenn doch Inkassotätigkeiten zum Kerngeschäft gehören. Die Inkassogebühren sind also alleine wegen des Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht zurückzuweisen.

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"Juristischer Laie - Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr."

3x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Ropott
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 5x hilfreich)

Hi,

vielen Dank für eure Antworten. Hat mir sehr weitergeholfen und ich hatte inzwischen ein paar Briefwechsel mit dem Inkassounternehmen.

Zuerst habe ich geschrieben, dass ich nie eine Rechnung erhalten halte, überhaupt nicht weiß worum es geht und erst einmal folgende Unterlagen brauche, um den Vorgang evtl. nachvollziehen zu können:

"Rechnungskopie, Vollmacht von IN-telegance GmbH gem. BGB 174 sowie die Vollmacht der Mehrwertdienstanbieter, mit der die IN-telegence GmbH zum Einzug der Forderungen ermächtigt wird."

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Dann kam eine knappe Antwort samt Vollmacht. Allerdings war die Vollmacht lediglich von der IN-telegance GmbH und vor allem erst nachträglich ausgestellt. Das Datum der Vollmacht lag nach dem Datum meines Schreibens - weiß nicht ob das wichtig ist.

Also habe ich geschrieben, dass die Vollmachten der Mehrwertdienstanbieter fehlen und ich immer noch keine Rechnung oder Mahnung habe.

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Jetzt kam wieder eine Antwort rein ohne Anhang. Dort schreibt man mir:

"[...] Hierdurch ist ein Vertrag zwischen Ihnen und dem Anbieter der Mehrwertdienstleistung zustand gekommen, welcher nicht der Schriftform bedarf. Unsere Mandantin ist insofern zum Einzug der Forderung berechtigt. Diese im Wege des Mehrwertdienstes entstandene Forderung wurde vom Telennetzbetreiber (z.B. der Telekom DEutschland GmbH) gemäß § 45g Abs. 2 der TKG ordnungsgemäß abgerechnet. Die abgerechneten Dienstleistungen finden Sie auf der Telefonrechnung Nr.: xxxxxxxxx vom 16.09.2014 unter "IN-telegence GmbH". Die offene Forderung wurde bereits im Vorfeld durch unsere Mandantin am 20.10.2014 angemahnt. [...]"

So, ich bin bei Unity Media mit TV, Internet und Telefon. Dort schaue ich mir eigentlich nie die Rechnungen an, weil das ja automatisch abgebucht wird.

Jedoch finde ich nun in meiner Kontoübersicht bei Unity Media keine Rechnung vom 16.09.2014 oder mit der vom Inkasso genannten Rechnungsnummer. Eine Mahnung habe ich wie gesagt meines Wissens auch nie erhalten.

Bei meinem Mobiltelefon-Anbieter das Gleiche...


Für einen Tipp wie ich weiter vorgehen könnte, wäre ich sehr dankbar.

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1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Eine rechnungskopie war auch dabei `?

Erinnere die Gegenseite daran das man Dir noch das Prüfprotokoll zukommen lassen wollte welches in einem seperaten Schreiben von Dir eingefordert wurde

http://www.elo-forum.org/schulden/22820-wehre-mich-gegen-strittige-telefongebuehren.html

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"EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse "



-- Editiert thehellion am 23.01.2015 10:36

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Ropott
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 5x hilfreich)

Hi und vielen Dank.

Nein, eine Rechnungskopie war nicht dabei - sonst könnte ich das ja vielleicht sogar im Ansatz nachvollziehen.

Also am besten Prüfprotokoll und Rechnungskopie anfordern?

Ich ziehe demnächst um - die Antwort vom Inkasso wird also nicht zugestellt werden können. Sollte ich dem Inkasso sagen, wohin ich umziehen werde?



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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Unter uns : Das wird schon allein aus wirtschaftlichen Gründen nie im Leben eingeklagt eher wird Ozzy Osbourne Zeuge Jehova ;)

FAX ans accredis

"Sehr geehrtes Inkassobüro,
Leider haben sie mir nicht das von mir innerhalb der 8 Wochenfrist eingeforderte kostenlose Prüfprotokoll gem TKG § 45 i zugesand
Ebenso fehlt immer noch die Rechnungskopie
Bis zum Erhalt der Unterlagen mache ich von meinem Zurückbehaltungsrecht (§ 273 BGB ) Gebrauch.
Ich untersage explicit die Kontaktaufnahme per telefon"


quote:<hr size=1 noshade>Ich ziehe demnächst um - die Antwort vom Inkasso wird also nicht zugestellt werden können. Sollte ich dem Inkasso sagen, wohin ich umziehen werde? <hr size=1 noshade>

Nachsendeantrag wird aber gemacht ?

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"EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse "

-- Editiert thehellion am 23.01.2015 13:29

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
thomas1973
Status:
Beginner
(73 Beiträge, 23x hilfreich)

Hallo Ropott
habe das gleiche Problem wie du ,bin auch bei Unitymedia .Das Inkassounternehmen HIB will 24 Euro haben ,weil ich angeblich im Jahre 6/2012
1,99 Euro nicht bezahlt haben soll, bei dem Drittanbieter telegate .Ich kann nur raten dich stur zu stellen ...verlange das Prüfungsprotokoll und zwar das orginal und nicht von denen zusammengefasste Protokoll .Den das orginal soll nach Angaben im Internet ca 100 Euro kosten ,welche das Inkassounternehmen bezahlen müsste.Schreibe auch das du jeden Mahnbescheid bei Gericht widersprechen wirst.So habe ich es bis jetzt gemacht mal schauen was als nächstes kommt .

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2x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3155 Beiträge, 3146x hilfreich)

Naja, für das Prüfprotokoll ist es jetzt ein wenig spät, das muss nicht nur binnen 8 Wochen geliefert, sondern auch binnen 8 Wochen nach Rechnungszugang angefordert werden.

quote:<hr size=1 noshade>Dann kam eine knappe Antwort samt Vollmacht. Allerdings war die Vollmacht lediglich von der IN-telegance GmbH und vor allem erst nachträglich ausgestellt. Das Datum der Vollmacht lag nach dem Datum meines Schreibens - weiß nicht ob das wichtig ist. <hr size=1 noshade>

Das Datum der Vollmacht ist unerheblich, man kann auch mündlich oder per generellem Vertrag bevollmächtigen. Eine Vollmacht im Original muss nur auf Verlangen vorgelegt werden, es ist daher ausreichend, sie nach der Anforderung durch den Gläubiger zu erstellen.
Ich würde weiterhin auf eine auf einen Nachweis der Ermächtigung von Intellegence durch den Mehrwertdienstleister im Original bestehen. Der BGH hat in seinem Urteil AZ VIII ZR 203/13 deutlich gemacht, dass ein solcher Nachweis gefordert werden kann. Der entsprechende Paragraph um die Forderung bis zu deren Vorlage zurückzuweisen wäre (da muss ich mich korrigieren) eher § 182 Abs. 3 , § 111 BGB . Wobei auch der BGH offen gelassen hat, ob nicht vielleicht auch §174 BGB anzuwenden sein könnte.

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"Juristischer Laie - Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr."

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

quote:
Naja, für das Prüfprotokoll ist es jetzt ein wenig spät, das muss nicht nur binnen 8 Wochen geliefert, sondern auch binnen 8 Wochen nach Rechnungszugang angefordert werden.


Ich würde trotzdem so tun als ob ich ich in einem zweiten schreiben das Protokoll eingefordert hätte - außerdem ist der Inkasso Agent diesbezüglich ohnehin wissenstechnisch überfordert

Der Fragesteller hat ja erst durch das Inkassoschreiben erfahren das da angeblich was offen sein soll und trot Einforderung keine rechnungskopien beommen

Die frühere angeblich dem Schuldner zugeschickte Post (Telekom Rechnung und die Mahnung) kann ja vom Inkassoladen nicht rechtssicher nachgewiesen werden da Normalpost und kein Einschreiben











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"EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse "



-- Editiert thehellion am 23.01.2015 23:19

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Naja, für das Prüfprotokoll ist es jetzt ein wenig spät, das muss nicht nur binnen 8 Wochen geliefert, sondern auch binnen 8 Wochen nach Rechnungszugang angefordert werden. <hr size=1 noshade>

Dazu müsste es A) eine Rechnung gegeben haben und B) ordnungsgemäß zugestellt worden sein.

Wenn ihr so eine Rechnung nicht habt, würde ich kurzen Prozess machen. Ich würde Strafanzeige erstatten wegen Betrugs, darüber hinaus das Aufsichtsgericht informieren, dass die mit frei erfundenen Rechnungsnummern hausieren gehen, sowie nicht existierenden Mahnungen und gegen §11a RDG verstoßen haben (Informationspflichten zum Vertragsschluss).
Das Inkasso würde ich nur kurz informieren, dass ich ohne Prüfprotokoll exakt gar nichts zahle und dass es sich mit Aufsichtsgericht und Staatsanwaltschaft auseinandersetzen soll wegen ihrer Lügengeschichte.

Dann wird man sehen, was heraus kommt.

P.S.: Ich hatte etwas ähnliches bei 1und1. Vor 4 Jahren oder so hatte ich meine Mail-Adresse geändert. Das lief alles richtig gut. Bis auf die vermaledeiten "0190 Mehrwertdienste". Ich hatte tatsächlich irgendwo mal etwas in Anspruch genommen. 1und1 konnte mir aber nicht beantworten, warum die Rechnung weder im Kundencenter ersichtlich war als separate Rechnung noch warum ich keine per Mail bekam. Rätsels Lösung: Die separate Rechnung fand man erst nach Durchklicken durch Einzelverbindungsnachweise usw. Und meine eMail-Adresse war wirklich überall geändert, nur in der Rechnungsabteilung der Mehrwertdienste nicht. haarsträubender Blödsinn, aber vielleicht sollte man vorab mal mit dem Telekommunikationsanbieter sprechen, wo diese angebliche Rechnung und Mahnung steckt. Nicht dass die auch bei euch irgendwo unsichtbar im System herum hängt, wo man sie nicht sofort sieht ;-)


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1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Ropott
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 5x hilfreich)

Hi,

erst einmal vielen Dank für Eure zahlreiche Antworten, auf deren Basis ich dann auch ein entsprechendes Schreiben verfasst habe.

Nun kam die Antwort und zwar samt "Technischer Prüfbericht nach §45i Abs.3 TKG ". Ausgestellt durch die IN-telegence GmbH, also der Firma für die eingetrieben wird.

Da steht nun dass ich im August 2014 für knapp 5 Minuten mit DPD telefoniert haben soll. Kann ich ehrlich gesagt weder bestätigen noch verneinen. Kann sicherlich möglich gewesen sein, ich erinnere mich jedoch nicht daran. Es bleibt aber dabei, dass ich mir jetzt besonders sicher bin keine Rechnung oder Mahnung diesbezüglich erhalten zu haben.

Ob der Anruf auf einer alten Rechnung von Unity Media in irgendeiner Form vermerkt wurde (ich lasse wie gesagt einfach nur abbuchen und kontrolliere da nichts), kann ich nun leider auch nicht mehr einsehen, da ich durch meinen Umzug eine neue Kundennummer bekommen und keinen Zugriff auf die alten Rechnungen mehr habe.

Besonders dreist finde ich insbesondere diese total überzogene Summe von 46,78€ wegen läppischen 2,95€, weshalb ich auch eigentlich nur sehr ungern zahlen möchte.

Gibt es noch eine (nicht allzu riskante) Möglichkeit sich zu wehren oder sind mir nun durch den Prüfbericht die Hände gebunden?

-- Editiert von Ropott am 22.03.2015 08:43

1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

Der Prüfbericht der fordernden Firma ist nichts Wert. Verlange stur die Rechnung und Mahnung, sowie den Prüfbericht deines Telefonanbieters (UnityMedia). Verlange stur einen Nachweis, dass wirklich von deinem Anschluss angerufen wurde und dass dir von deinem Anbieter oder von In-telegence eine Rechnung gestellt wurde, zudem angemahnt wurde und dass du diese Rechnung nicht bezahlt hast.

Der deutsche Paketdienst betreibt im übrigen eine 0180-Nummer laut Homepage, die lediglich 0,20€ bis maximal 0,60€ pro Anruf kosten soll (siehe http://www.dpd.com/de/home/siteutilities/kontakt). Das ist nicht ersichtlich, wieso die auf 2,95€ kommen wollen.
Daher stinkt das aus meiner Sicht zum Himmel. Frag das Inkasso doch mal, wie das funktioniert, wenn das angeblich nur 20 Cent pro Anruf kostet, wieso die plötzlich 2,95€ fordern und wieso der Prüfbericht richtig sein soll, wenn die Beträge gar nicht stimmen? Ob das bedeutet, dass sie dich betrügen wollen und du lieber zur Polizei gehen sollst wegen diesem Betrug...

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Kannst Du mal das zugeschickte Protokoll verlinken ?

Anschrift und Telefonnummern schwärzen

Signatur:

EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse

2x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Ropott
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 5x hilfreich)
1x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Es fehlen die detailierten Ausdrucke der CDRs (CallDataRecord). Diese müssen lückenlos vom Einwählenden bis zum Endgeräte vorhanden sein.
http://www.kathringibtdirrecht.de/2011/05/31/%C2%A7-45i-tkg-technische-prufung-muss-ausfuhrlich-sein/

Du könntest wie folgt antworten :

" ...Sehr geehrtes Inkassobüro - bei dem von Ihnen mir vorgelegten Schreiben handelt es sich nicht um einen Prüfbericht gem §45i Abs.3 TKG
Trotz dieses Sachverhaltes habe ich heute - ohne Anerkennung einer Rechtspflicht - den betrag von 2,95 zweckgebunden zur Verrechnung mit der Hauptforderung - auf Ihr Konto überwiesen "

In der Überweisung dann : Nur HF - Zahlung unter Vorbehalt

Abgesehen davon ist die 8 Wochenfrist ohnehin längst abgelaufen ;)









-- Editiert von thehellion am 24.03.2015 21:41

Signatur:

EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse

1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

Ich wrde die 2,95€ nicht überweisen. es ist in meinen Augen noch viel zu viel offen. Vor allem wie ich sagte: Die DPD-Hotline kostet zwanzig Cent pro Anruf, keine 2,95€.

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
alucard2005
Status:
Praktikant
(520 Beiträge, 320x hilfreich)

Rechnungskopie war auch nicht dabei

2x Hilfreiche Antwort

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