Inkasso keine Unterlagen mehr und Kosten viel zu hoch !

16. April 2021 Thema abonnieren
 Von 
Passionlavier
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 1x hilfreich)
Inkasso keine Unterlagen mehr und Kosten viel zu hoch !

Hallo zusammen,

Wir haben vor einiger zeit einen Brief von einem Inkasso Unternehmen erhalten zu einer Forderung aus dem Jahr 2012 da wir nun nicht wussten was es damit auf sich hat haben wir dann auch nach gehakt und ein paar Unterlagen angefordert.

Den Gläubiger der Forderung ?
Wann ist der Vertrag der eingetrieben werden soll entstanden ?
Die Rechnungsnummer, eine eventuelle Kundennummer und weitere Informationen wie
beispielsweise das Datum der letzten Mahnung des Auftraggebers.
Eine Aufschlüsselung der Haupt und Nebenforderungen
Eine beglaubigte Kopie der original Mandatierung

Nun teilte man uns mit die geforderten Unterlagen seien nicht mehr vorhanden aber man verweise auf einen Vollstreckungstitel vom Amtsgericht mit AZ kein Name des Amtsgerichtes keine Kopie des Vollstreckungstitels nichts.

eine Aufschlüsselung der Kosten war aber dabei und zwar:

Mahngebühr: 37,50 €
Auslagenpauschale: 07,50 €
Anschriften Ermittlung 2015: 3,90
Anschriften Ermittlung 2017: 5,90

es geht dabei um eine Hauptforderung von 17,97 € und einer Titulierten forderung von 55,50 €

Nun stellt sich mir natürlich die frage ist das so rechtens das man keine Unterlagen vorweisen kann und die oben genannten Gebühren.

Post vom Inkassobüro?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6984 Beiträge, 1465x hilfreich)

Ohne Unterlagen, ohne Titel kein Geld fürs Inkasso. Ganz einfach. Und so würde ich denen das auch schreiben. Mit Fristsetzung. Nach verstreichen der Frist würde ich das Anliegen des Inkassobüros als erledigt ansehen.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2386 Beiträge, 711x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Nach verstreichen der Frist würde ich das Anliegen des Inkassobüros als erledigt ansehen.

Die Frist ist für das IB nicht bindend.

@TE ich würde eine Titelkopie anfordern. Liegt ein Titel vor muss dir nichts mehr nachgewiesen werden

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Zitat:
Die Frist ist für das IB nicht bindend.

Das nicht, aber wenn sie das verstreichen lassen ohne Aufklärung, liegt ein Verstoß gegen §11a RDG vor und dann kann man auch ruhig mal beim Aufsichtsgericht ein Bußgeld beantragen.

Wie du aber richtig schreibst, reicht die Titelkopie. Das, was im Titel steht, ist dann erst mal unumstößlich und muss nicht mehr nachgewiesen werden. Die Zusatzgebühren wie Anschriftenermittlung müssen aber trotzdem nachgewiesen werden.

Insofern würde ich hier auch mit einem überdeutlichen Schreiben das Inkasso auffordern, die Titelkopie vorzulegen. Beispiel: "Wertes Inkasso. Sie werden unverzüglich aufgefordert, den angeblich vorhandenen Titel in Kopie vorzulegen. Bei Weigerung werde ich eine Beschwerde und ein Bußgeldantrag wegen Verstoßes gegen §11a RDG an das zuständige Gericht schicken. Sie haben 7 Tage Zeit. Wir behalten uns bei fehlerhafter Zustellung einen Einspruch und Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand vor."

Dann abwarten, wie sie reagieren. Wichtig: Wenn der Titel kommt, direkt am selben Tag vor allem die Adresse prüfen und ob ihr damals dort gewohnt hattet, wo er zugestellt worden sein soll. Wenn nicht, direkt bei Gericht die Anträge einreichen. Das Inkasso hat dann die Wahl: Zuzugeben, dass ihr die falschen Personen seid oder den Titel für immer verlieren.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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