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Inkasso nach Zahlung des Betrags

 Von 
muerbe
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
Inkasso nach Zahlung des Betrags

Mein Mobilfunkanbieter hatte mir nach mehreren Mahnungen eine letzte Frist für die Zahlung einer Forderung bis zum 30.12.2015 gesetzt. Überwiesen wurde der Betrag am 04.01.2016. Das geschah online. Fristlose Kündigung der aktiven Nutzung zum 04.01. habe ich erhalten. Nun ging heute ein auf den 11.01.2016 datiertes Schreiben eines Inkassounternehmens ein. Dort werden neben einer Hauptforderung (die im übrigen ein merkwürdig runder Betrag ist) ein Schadensersatz, Verzugszinsen bis zum 11.01., Rücklastkosten & Mahnkosten des Mobilfunkanbieters (die vorher nie gefordert wurden, Inkassokosten 1,3 Geschäftsgebühr gem § 4 Abs. 5 RDGEG i. V. m Nr. 7002VV RVG sowie eine Post- und Telekommunikationspauschale (11,70 Euro) gem § 4 Abs. 5 RDGEG i. V. m Nr. 7002VV RVG verlangt. Untendrunter steht:

Zitat:
Als Folge Ihrer verspäteten Zahlung haben sie dem Mobilfunkanbieter den entsprechenden Verzugsschaden gemäß § 280 I, II, 286 BGB zu ersetzen. Hierzu zählen auch die Kosten unserer Tätigkeit. Diese sind als Kosten der Rechtsverfolgung zusätzlich zu bezahlen.


Dann kommt noch der Hinweis, daß ggf. Informationen an die SCHUFA gehen.

Meine Frage: Muß ich das zahlen? Wenn ja, was alles?

-- Editier von muerbe am 13.01.2016 19:23

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Forderung Kündigung Euro zahlen


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
alucard2005
Status:
Praktikant
(520 Beiträge, 295x hilfreich)

Ist der von Dir überwiesene Betrag bereits aufgelistet?

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#2
 Von 
muerbe
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von alucard2005):
Ist der von Dir überwiesene Betrag bereits aufgelistet?

Der Zahlungseingang ist im Inkasso-Schreiben nicht aufgelistet, falls Du das meinst.

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#3
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2076 Beiträge, 1342x hilfreich)

Wie hoch war denn die Ursprungsforderung?

Tip:
Einschreiben an das Inkassobüro, wo die Forderung betritten wird und die Weitergabe an Auskunfteien untersagt wird.

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#4
 Von 
muerbe
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Also: Ich habe einen Betrag überwiesen. Offenbar haben die aber eine weitere Rechnung gleich mit in die Forderung eingepackt, weil mir die fristlose Kündigung erteilt wurde. Was ich nun aber nicht verstehe: Wie kommen die bei einer Hauptforderung von 99 Euro (von der man ca. 85 Euro abziehen muß, die am 04.01. überwiesen wurden) auf Schadensersatz von ca. 45 Euro UND eine Inkassogebühr von 58,50 (1,3-Gebühr) plus Post & Telekommunikationspauschale von 11,70? Zum einen scheint es ja üblich zu sein, daß für so einen großen Abmahnladen mit Massenabfertigung eine geringere Gebührensetzung gilt und zudem ist das doch bis 500 Euro gedeckelt, oder?

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20746 Beiträge, 14280x hilfreich)

Was die Inkassogebühren angeht: Da diskutiert man im Masseninkasso grundsätzlich normalerweise nur über eine 0,3 Gebühr (Schreiben einfacher Art). Mindestgebühr sind 15€, davon 20% für Auslagen macht 18€.
Aber selbst das ist zumindest strittig, vor allem wenn es ein Kostenlos-Inkasso ist.

Die Sperre war hier gerechtfertigt, da die Schuld offenbar höher als 75€ war.

Frage: Wie hoch waren die Mahngebühren und die Rücklastschriftgebühren? Hier übertreiben es Anbieter gerne einmal.

Schadensersatz ist übrigens die Hälfte der Grundgebühr bis zum Ende des Vertrages. Das steht dem Anbieter durchaus zu. Der war sowieso monatlich kündbar?

Ich würde das Inkasso auf die Zahlung bevor es eingeschaltet wurde hinweisen, würde den Inkassokosten mangels Verzug widersprechen und ansonsten selbst schauen, was man regulär noch so überweisen muss..

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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#6
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7369 Beiträge, 3196x hilfreich)

Zitat (von muerbe):
Mein Mobilfunkanbieter hatte mir nach mehreren Mahnungen eine letzte Frist für die Zahlung einer Forderung bis zum 30.12.2015 gesetzt. Überwiesen wurde der Betrag am 04.01.2016. ... Fristlose Kündigung der aktiven Nutzung zum 04.01. habe ich erhalten.
Damit ist klar, das eine berechtigte fristlose Kündigung erfolgt. Der ausstehende Betrag und 50% der Grundgebühr bis Vertragsende werden auch ohne Leistung fällig und erklären den Betrag vermutlich. Da es dafür gar keine Rechnung, sondern sofort ein Inkassoschreiben gab, können alle Pauschalen und Inkassoforderungen ignoriert werden und nur der Betrag (s.o. + Mahngebühren nach Preisliste) zügig an den Mobilfunkanbieter überwiesen werden.

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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