Inkasso nötig?

3. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Marc Olthans
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkasso nötig?

Folgende Situation: Letztes Jahr im April hatten ein damaliger Freund und ich die Idee, im August dieses Jahres auf ein Konzert zu gehen. Die Tickets für das mittlerweile ausverkaufte Konzert habe ich bei Eventim gekauft. Das Geld für sein Ticket hatte mir der Freund damals nicht gegeben. Es war mir zunächst auch egal, da ich es dann halt auf dem Konzert bekommen hätte oder er dafür vor Ort andere Dinge bezahlt hätte.

Mittlerweile sind wir zerstritten und ich möchte mit dem ehemaligen Freund nicht mehr auf das Konzert gehen. Ich habe ihm bereits vor einigen Monaten gesagt, dass ich das Geld für seine Konzertkarte haben möchte und im Gegenzug dafür ihm die Karte aushändigen würde. Hierauf reagierte er zunächst entschuldigend, und äußerte, er habe gehofft, dass wir vielleicht doch noch zusammen dahin gehen würden und das dann klären. Vor ein paar Wochen sprach ich ihn erneut auf das Thema an. Zunächst reagierte er nicht auf meine Nachricht, sagte dann jedoch, dass er mir seine Konzertkarte natürlich abkaufen würde, ggf. sogar beide, wenn ich gar nicht hingehen wolle. Er schlug mir vor, sich zu treffen, wenn ich das nächste Mal in x-Stadt bin und dort die Übergabe zu machen.

Am Osterwochenende informierte ich ihn, dass ich am Dienstag (gestern) in x-Stadt sei und wir dann die Übergabe des einen (oder beider) Tickets machen könnten. Er reagierte mal wieder nicht. Gestern Abend sandt ich ihm noch eine Sprachnachricht, in der ich meinen Unmut über sein Vorgehen zum Ausdruck brachte. Ich erinnerte ihn daran, dass er mir seit einem Jahr Geld schulde.

Frage ist nun wie ich am besten vorgehe, um an das Geld zu kommen (ca 70 Euro). Lohnt es sich hier schon ein Inkassounternehmen zu beauftragen? Dass wir die Tickets gemeinsam gekauft haben, kann ich durch unseren Chatverlauf nachweisen. Ebenso die Tatsache, dass er mir trotz mehrfacher Aufforderung das Geld nicht bezahlen möchte. Oder kann ich in einem solchen Fall einfach sagen, dass beide Karten nun mir gehören und er sein Recht, auf die Veranstaltung zu gehen, verwirkt hat?

Grüße

Post vom Inkassobüro?

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Marius938549
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 8x hilfreich)

Zitat (von Marc Olthans):
Lohnt es sich hier schon ein Inkassounternehmen zu beauftragen?

Könnte man machen

Alternativen wären u.a.
Anwalt
selber den Gerichtlichen Mahnbescheid beantragen
Geld abschreiben

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#2
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2423 Beiträge, 718x hilfreich)

Zitat (von Marc Olthans):
Lohnt es sich hier schon ein Inkassounternehmen zu beauftragen?

Davon abgesehen, dass sich damit weder ein RA noch ein IB beschäftigen wird wollen, sollte dir klar sein, dass die Beauftragung dein Geld kostet.

Zitat (von Marc Olthans):
Oder kann ich in einem solchen Fall einfach sagen, dass beide Karten nun mir gehören und er sein Recht, auf die Veranstaltung zu gehen, verwirkt hat?

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#3
 Von 
Marius938549
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 8x hilfreich)

Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
sollte dir klar sein, dass die Beauftragung dein Geld kostet.

Die meisten IB's arbeiten (auch für Privatpersonen) kostenneutral.

Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
Davon abgesehen, dass sich damit weder ein RA noch ein IB beschäftigen wird wollen

Sehe kein Grund, wieso den Auftrag niemand annehmen sollte.

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#4
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2423 Beiträge, 718x hilfreich)

Zitat (von Marius938549):
Die meisten IB's arbeiten (auch für Privatpersonen) kostenneutral.

Nein tun sie nicht.

Zitat (von Marius938549):
Sehe kein Grund, wieso den Auftrag niemand annehmen sollte.

Ich sehe gleich mehrere.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7179 Beiträge, 1506x hilfreich)

Man könnte auch versuchen, die Karte zurückzugeben an den Verkäufer. Der verkauft sie dann wiederum weiter

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#6
 Von 
Marc Olthans
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Merke schon der Ex-Inkassomitarbeiter ist n ganz wilder. Noch jemand konstruktive Meinungen?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2423 Beiträge, 718x hilfreich)

Zitat (von Marc Olthans):
Merke schon der Ex-Inkassomitarbeiter ist n ganz wilder.

Nö ist er nicht, er hat nur mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Branche und daher weiß ich, dass seriös niemand einen solchen Auftrag annehmen wird. "Kostenneutral" schon mal gar nicht.

Konstruktiv: Fordere den Kumpel gerichtsfest auf den Betrag bis zum (14 Tage) auf das Konto DE... zu überweisen. Kündige an, dass du die Karte bei Zahlungverweigerung anderweitig verkaufen oder zurückgeben wirst. Fertig. Wegen 70€ würde ich mir den Aufwand allerdings ersparen.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Marius938549
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 8x hilfreich)

Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
Nö ist er nicht, er hat nur mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Branche und daher weiß ich, dass seriös niemand einen solchen Auftrag annehmen wird

Ich hatte bereits "unseriösere" Forderungen einziehen lassen.

Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
"Kostenneutral" schon mal gar nicht.

Ich musste noch nie für meine Aufträge (außergerichtlich) nur einen Cent bezahlen, außer ich wollte irgend "Premiumdienstleistungen" wie Außendienst :???:

ob der Dienstleister "seriös" agiert, ist - zumindest für mich - zweitrangig, Priorität ist, ich bekomme mein Geld.

Es ist durchaus üblich, dass Inkassodienstleister selbst bei Nichterfolg vergütet werden möchten, jedoch gibt es genügend Dienstleister die einem nichts verrechnen.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(119833 Beiträge, 39783x hilfreich)

Zitat (von Marius938549):
jedoch gibt es genügend Dienstleister die einem nichts verrechnen.

Und diese begehen damit Betrug und der Auftraggeber gilt dabei als Mittäter.
Das die Opfer regelmäßig keine Anzeige erstatten, ändert im übrigen nichts daran.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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