Inkasso schickt Daten an Drittpersonen

5. August 2023 Thema abonnieren
 Von 
EinJohannes
Status:
Frischling
(30 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkasso schickt Daten an Drittpersonen

Hallo,

Ich habe eine (leider) legitime Forderung eines Inkassos, wegen einem Fitnessstudio, welches ich 2019 beansprucht und dann in der Corona-Zeit vollkommen vergessen habe.

Das Problem ist nur:
Die Forderung wurde nicht mir, sondern an eine dritte Person weitergegeben. In dieser Forderung wurde auch der Vertrag nochmals mitgeschickt, da waren unter Anderem:
- voller Name
- Geburtstag
- alte Adresse
- Kontonummer
- Handynummer
Die Person ist mein Vater, also erstmal halb so schlimm. Uns ist nur nicht klar, woher man seine Email-Adresse hat...

Dass die Forderung bezahlt werden müsste, ist mir klar, bzw. müsste meines Verständnis nach von der Einrede der Verjährung Gebrauch gemacht werden? (2019 Forderung, dann 3 Jahre, 2020, 2021, 2022, also ab 01.01.2023 Verjährung möglich?).

Meine Frage wäre nun, ob ich dem Inkasso irgendwie eine mitgeben kann, da hier durchaus sensible Daten an Dritte weitergegeben wurden?

Danke für die Hilfe!

-- Editiert von User am 5. August 2023 07:24

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat (von EinJohannes):
In dieser Forderung wurde auch der Vertrag nochmals mitgeschickt, da waren unter Anderem:

Dazu hat der Gesetzgeber die Inkassos verpflcihtet



Zitat (von EinJohannes):
müsste meines Verständnis nach von der Einrede der Verjährung Gebrauch gemacht werden?

Durchaus, ja



Zitat (von EinJohannes):
Uns ist nur nicht klar, woher man seine Email-Adresse hat...

Das erfährt man, wenn man eine Auskunft nach DSGVO fordert.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
EinJohannes
Status:
Frischling
(30 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Dazu hat der Gesetzgeber die Inkassos verpflcihtet


Ist ja an sich ok, aber es ist trotzdem die Frage, warum die Mail eines Anderen herausgegeben wird und nicht meine?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Marius938549
Status:
Beginner
(74 Beiträge, 8x hilfreich)

Zitat (von EinJohannes):
Zitat (von Harry van Sell):
Dazu hat der Gesetzgeber die Inkassos verpflcihtet


Ist ja an sich ok, aber es ist trotzdem die Frage, warum die Mail eines Anderen herausgegeben wird und nicht meine?


Es ist möglich, dass die E-Mail mal zur Bezahlung bei einem Online-Händler angegeben wurde, und die an eine Auskunftei weitergeleitet wurde.
Bei einer Bonitätsanfrage ist dann die Mail dabei, so ist es bei einigen Schuldnern von unseren Firmen bereits geschehen (CRIF Bürgel Auskunft), dass auf einmal die E-Mail eines Elternteiles / einer dritten Person dabei war.

Man kann natürlich über vieles mutmaßen, nachfragen würde wahrscheinlich schneller das Anliegen abschließen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
EinJohannes
Status:
Frischling
(30 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Marius938549):
nachfragen würde wahrscheinlich schneller das Anliegen abschließen.

ist schon passiert. Mein Vater hat das Inkasso darauf hingewiesen, dass er nicht der Schuldner ist, sowie ich habe das Inkasso kontaktiert. Dieses ignoriert aber die Kontaktaufnahme und schickt weiterhin Mails an meinen Vater

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat (von EinJohannes):
Dieses ignoriert aber die Kontaktaufnahme und schickt weiterhin Mails an meinen Vater

Angesehen davon, dass das Datenschutzrechtlich ein fettest Bußgeld bedeuten sollte, besteht da durchaus auch unter mehreren Punkten strafrechtliche Relevanz.

Dazu könnte man noch über Abmahnung, strafbewehrte Unterlassungserkläung / -klagen nachdenken.


Beides gilt übrigens für Vater und Sohn.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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