Inkasso- und Mahngebühr nachträglich zurückfordern

10. März 2015 Thema abonnieren
 Von 
pal379176-5
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 4x hilfreich)
Inkasso- und Mahngebühr nachträglich zurückfordern

Guten Tag,

Im Sommer 2012 hat sich mein Telefon leider ohne mein Wissen ins Internet eingewählt und Kosten i. H. v. 299,60€ verursacht. Darauf folgte ein ziemliches Hickhack mit verschiedenen Entgegenkommen, Mahnungen, Kartensperrungen etc.., soweit alles i. O. Irgendwann hab ich das dann schludern lassen, der Vertrag wurde im August 2013 außerordentlich gekündigt, ich bin auch ohne Mitteilung umgezogen und irgendwann kam dann Post vom Inkassobüro. Ich teilte mit, dass ich nicht alles auf einmal zahlen kann und bat darum, den Betrag in Raten i. H. v. 60€/Monat zahlen zu dürfen. Dem wurde am 22.11.2013 zugestimmt und im Juni 2014 war die Gesamtforderung beglichen. Nachdem ich nun nochmal mit etwas Abstand auf den Fall geblickt habe, kommen mir allerdings einige Dinge falsch vor:

Der Telefonanbieter hat pro Mahnung 9€ verlangt.
Für die Ratenzahlungsvereinbarung wurden 54€ berechnet.
Für die Forderungsaufstellung (die ich mir vor der Ratenzahlung nochmal hatte zukommen lassen) wurden 5€ berechnet (als Posten "Unterlagenkopien")
Als Inkassokosten wurden 70,20€ berechnet (Die Ermittlungskosten nicht enthalten, die waren gesondert aufgeführt).
Ebenfalls sind in der Forderungsaufstellung 16,50€ "Mahnkosten Auftraggeber" aufgeführt. Die vorher angefallenen Mahngebühren waren allerdings schon in die Hauptforderung reingerechnet.

Ich bin mir sicher, dass dies nicht alles gezahlt hätte werden müssen. Da ich die Ratenzahlungsvereinbarung nie unterschrieben und hingeschickt habe, überlege ich nun, das zuviel gezahlte zurückzufordern. Bestehen Chancen oder habe ich durch die Überweisung aller Raten trotzdem quasi zugestimmt? Welchen Aufwand das Rückfordern macht, ist mir egal, ich bin da mittlerweile abgehärtet.. Es geht mir eigtl nur darum, ob es nicht von vornherein zu spät ist.

Vielen Dank im Voraus für alle Antworten!

-----------------
""

Post vom Inkassobüro?

Post vom Inkassobüro?

Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16168x hilfreich)

Schuldanerkenntnisse müssen schriftlich erfolgen. Anders gesagt: Da du nichts unterschrieben hast, hast du auch direkt nichts anerkannt. Freiwillig werden die dein Geld allerdings nicht rausrücken.

-----------------
"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
alucard2005
Status:
Praktikant
(520 Beiträge, 320x hilfreich)

Auch wenn diverse Märchengebühren in der Inkassobranche vor Gericht nicht durchsetzungsfähig sind und bei Nichtzahlung nicht expl eingeklagt werden heißt das ja nicht das sie nicht erlaubt sind

Hier wird sehr oft auf Unwiisenheit des Schuldners gehofft
Die Rechnung geht leider immer noch oft auf

Die Chancen das man Dir diese Gebühren freiwillig zurückerstattet sind wie mepeisen bereits erwähnt hat extrem gering

Du kannst trotzdem mal einen Versuch starten und anschließend - bei abschlägiger Beurteilung - eine Beschwerde an den zuständigen Landgerichtspräsidenten ( Sitz des Inkassobüros) schicken

Ist alles kostenlos und evtl hast Du Glück

Ansonsten : Verbuche es als Lehrgeld - denselben fehler wirst Du nicht noch mal machen



-----------------
" "

-- Editiert alucard2005 am 10.03.2015 12:12

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Andrea.O
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 8x hilfreich)

Ich gehe auch davon aus, dass du doch Schwierigkeiten haben wirst, das Geld zurückzubekommen. Vielleicht hättest du doch damals besser aufpassen sollen. Aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer. Natürlich ist es auch sehr ärgerlich. Du kannst es natürlich versuchen, die Kosten wieder rückerstatten zu lassen. Aber wie schon die Vorredner gesagt haben, wird das sicher nicht freiwillig und ohne großes TamTam vonstatten gehen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
pal379176-5
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 4x hilfreich)

Vielen Dank erstmal für das bisher geschriebene. Auf das "große Tamtam" lasse ich mich gerne ein, da bin ich wie gesagt abgehärtet. Ich habe dem Inkassobüro nun erstmal eine Auflistung der meines Erachtens unberechtigten Forderungen geschickt, mit der Aufforderung, das zuviel gezahlte binnen 14 Tagen zu erstatten. Ich rechne natürlich erstmal mit einer Ablehnung und werde mich dann wohl mal mit Beratungsghilfeschein an einen Anwalt wenden. Ich berichte dann, wie es weitergegangen ist.

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
pal379176-5
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 4x hilfreich)

Kleiner Zwischenbericht: Bisher keine Reaktion von Inkasso und Telefonanbieter. Einschreiben sind aber angekommen. Habe jetzt eine "Zahlungserinnerung" verschickt (auch per Einschreiben) und angekündigt, bei Nichtzahlung anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Werde weiter berichten.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 267.277 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
108.007 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen