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Inkassobescheid, obwohl ich unschuldig bin.

15.3.2019 Thema abonnieren
 Von 
go510882-27
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkassobescheid, obwohl ich unschuldig bin.

Schönen guten Tag,

ich habe soeben einen Inkassobescheid erhalten indem ich aufgefordert werde 130€ , für das angebliche Schwarzfahren in Halle (Saale) , zu bezahlen.
Das Problem ist, dass ich nie in Saale gewesen bin und dementsprechend auch nicht schwarz gefahren bin und diese Forderung gegen mich unrechtmäßig ist.

Scheinbar hat jemand meine Daten den Kontrollören_Innen oder Polizisten_Innen angegeben, sodass dieser Bescheid an mich adressiert wurde.

Mein (ausländischer) Name wurde hierbei falsch herum angegeben (Vorname und Nachname vertauscht), was dafür spricht, dass kein Ausweisdokument vorlag. Mein Geburtsdatum hingegen wurde korrekt angegeben. Ich habe Freunde, die Bezeugen könnten, dass ich mich zum Tatzeitpunkt in Hamburg befand. Ich habe einen geistig verwirrten Bruder, welcher diese Tat begangen haben könnte und sich derzeit in Behandlung befindet, welche vermutlich im Besitz eines abgelaufenen Semestertickets von mir ist, und sich damit eventuell ausgewiesen haben könnte. Ich habe aktuell keinen Kontakt zu ihm, sodass ich zunächst auf dieser vermutung sitzen bleibe.

Das Inkassounternehmen behauptet, dass ich in der Nachweispflicht wäre zu beweisen, dass ich dies nicht gewesen sein kann indem ich hieb und stichfeste Beweise wie Stechkarten meines Arbeitsplatzes vorlege, welche ich nicht habe. Schriftliche Zeugenaussagen würden nicht akzeptiert werden, sodass ich keine Kooperationsmöglichkeit mit dem Inkassodienst sehe.

Wie ist hier die Rechtslage? Vielen herzlichen Dank für Ratschläge im Voraus!


-- Editiert von go510882-27 am 15.03.2019 13:44

-- Editiert von go510882-27 am 15.03.2019 13:49

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hausfrau66
Status:
Praktikant
(811 Beiträge, 595x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Das Inkassounternehmen behauptet, dass ich in der Nachweispflicht wäre zu beweisen, dass ich dies nicht gewesen sein kann indem ich hieb und stichfeste Beweise wie Stechkarten meines Arbeitsplatzes vorlege, welche ich nicht habe. Schriftliche Zeugenaussagen würden nicht akzeptiert werden, sodass ich keine Kooperationsmöglichkeit mit dem Inkassodienst sehe.

Es ist genau anders herum. Das Inkassobüro muss nachweisen, dass Du der richtige Schuldner bist. Ich würde denen auch nichts von einem verwirrten Bruder erzählen. Einmal schriftlich die Forderung zurückweisen, da es sich bei Dir nicht um die gesuchte Person handelt.

Zitat:
Mein (ausländischer) Name wurde hierbei falsch herum angegeben (Vorname und Nachname vertauscht), was dafür spricht, dass kein Ausweisdokument vorlag.

Eine Vertauschung der Vor- und Nachnamen kommt durchaus oft vor und stellt m.E. keinen Hinderungsgrund dar, dass Du es doch gewesen sein kannst.


-- Editiert von hausfrau66 am 15.03.2019 14:28

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#2
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(25239 Beiträge, 13878x hilfreich)

Einmal schriftlich die Forderung zurückweisen, da es sich bei Dir nicht um die gesuchte Person handelt. Genau. Und falls dann ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt, gegen diesen Einspruch einlegen.

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#3
 Von 
go510882-27
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Alles klar, vielen lieben Dank für die Hilfe. :)

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#4
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1287 Beiträge, 586x hilfreich)

Kleiner Tipp: pass auch noch auf, dass nicht vielleicht noch eine Anzeige wegen Leistungserschleichung rein kommt.
Ist zwar unwahrscheinlich, aber manchmal schießen die Verkehrsbetriebe zu schnell...

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21608 Beiträge, 14561x hilfreich)

Testvorschlag, wie ich es schreiben würde:
"Wertes Inkasso. Ich habe Zeugen, dass ich mich an dem Tag etwa 400km entfernt aufgehalten habe und nie in Halle war. Ich muss hier ansonsten gar nichts beweisen. Sie sind es, der zweifelsfrei zu beweisen hat, dass ich in dieser Bahn in Halle schwarz gefahren sein soll. Gerne können wir das vor Gericht ausdiskutieren. Von mir erhalten sie keinen Cent. Wenn sie den Fall nicht binnen 14 Tagen als erledigt erklären, werde ich aktiv gegen Sie vorgehen: negative Feststellungsklage, Beschwerde beim Aufsichtsgericht und Strafanzeige wegen Nötigung und Verdacht, frei erfundene Forderungen eintreiben zu wollen. Ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt."

Ich halte es immer für wichtig, die passenden Signalwörter zu verwenden. Masseninkasso funktioniert nach Datentöpfen. Du musst in den Datentopf "Lässt sich nicht verarschen, beißen wir uns die Zähne aus". Dann verschwinden die auch ganz schnell.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#6
 Von 
go510882-27
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen lieben Dank für den Vorschlagstext mepeisen. :)
Ich werde dann versuchen meinem Widerspuch den notwendigen Ausdruck zu verleihen.

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