Inkassobüro eingeschaltet, ohne Mahnung

1. Mai 2015 Thema abonnieren
 Von 
Filmegucker
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkassobüro eingeschaltet, ohne Mahnung

Hallo zusammen,

ich bereits mit google gesucht jedoch noch nichts konkretes hierzu gefunden.

Ich habe folgendes Problem ein bekannter Onlinedienst zum Filmegucken, nennen wir ihn XY, bietet mir einen kostenlosen Testmonat an.
Ich willige ein verpasse es jedoch rechtzeitig zu kündigen. Soweit ist klar, meine Schuld.

Jetzt kamen aber keine weiteren E-Mails, ich denke alles ist i.O.

Plötzlich habe ich Post einem Inkassobüro.
Also habe ich mich sofort mit der Firma XY in Verbindung gesetzt. Die behaupten sie hätten mir E-Mails geschickt und ich erhielt irgendwelche Outlook Dateien. Erhalten habe ich aber definitiv nix!

Meine Frage ist nun, bevor jemand meine Daten an ein Inkasso Unternehmen weiterreichen kann, müssen die mir doch nachweise dass ich auch mind. 1 Mahnung erhalten habe, oder liege ich da Falsch?
Sollte ich recht haben würde ich mich über den entsprechenden Paragrafen freuen, denn diesen konnte ich bei meiner bisherigen Recherche leider nicht finden.


Bzw. wie sollte ich überhaupt weiterhin vorgehen?

vielen Dank schonmal im Voraus
Lg

Post vom Inkassobüro?

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107945 Beiträge, 38090x hilfreich)

Wenn der Zeitpunkt der Zahlung klar bestimmt ist, benötigt es keine Mahnung, dann tritt der Verzug automatisch ein.


Wurden auf dem Inkassoschreiben denn auch alle Pflichtangaben gamacht:
- Name oder Firma der Auftraggeberin oder des Auftraggebers,
- den Forderungsgrund, bei Verträgen unter konkreter Darlegung des Vertragsgegenstandes und Datums des Vertragsschlusses,
- wenn Zinsen geltend gemacht werden, eine Zinsberechnung unter Darlegung der zu verzinsenden Forderung, des Zinssatzes und des Zeitraums für den die Zinsen berechnet werden,
- wenn ein Zinssatz über dem gesetzlichen Verzugszinssatz geltend gemacht wird, einen gesonderten Hinweis darauf und die Angabe, aufgrund welcher Umstände der erhöhte Zinssatz gefordert wird,
- wenn eine Inkassovergütung oder sonstige Inkassokosten geltend gemacht werden, Angaben zu deren Art, Höhe und Entstehungsgrund,
- wenn mit der Inkassovergütung Umsatzsteuerbeträge geltend gemacht werden, eine Erklärung, dass die Auftraggeberin oder der Auftraggeber diese Beträge nicht als Vorsteuer abziehen kann.
- Auf Anfrage sind der Privatperson folgende Informationen ergänzend mitzuteilen:
- a. eine ladungsfähige Anschrift der Auftraggeberin oder des Auftraggebers, wenn nicht dargelegt wird, dass dadurch schutzwürdige Interessen der Auftraggeberin oder des Auftraggebers beeinträchtigt werden,
- b. der Name oder die Firma desjenigen, in dessen Person die Forderung entstanden ist, (relevant bei Abtretungen),
- c. bei Verträgen die wesentlichen Umstände des Vertragsschlusses.



Wurde keine Abbuchung vereinbart?
In jedem Falle würde ich dann mal überlegen die unstrittige Hauptforderung an den Ursprungsgläibiger überweisen



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16089x hilfreich)

Mini-Korrektur: Wenn der Zeitpunkt der Zahlung [b]vertraglich[b] klar vereinbart ist.

Zitat:
In jedem Falle würde ich dann mal überlegen die unstrittige Hauptforderung an den Ursprungsgläibiger überweisen

Dabei unbedingt "Nur Hauptforderung" ergänzen im Verwendungszweck.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

2x Hilfreiche Antwort

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