Inkassobüro fordert Geld ohne bestehenden Vertragsverhältnis

17. November 2004 Thema abonnieren
 Von 
nk291176
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkassobüro fordert Geld ohne bestehenden Vertragsverhältnis

Hallo,

habe gerade den Beitrag über O2 und das Inkassobüro, das einem ehemaligen O2 Kunden das Konto gesperrt hat, gelesen.

Ich war auch Kunde bei O2 und habe im Frühling letzten Jahres (2003) meinen Handyvertrag fristgerecht gekündigt. O2 hat mir diese Kündigung bestätigt. Da ich laut Vertrag ein Jahr lang Kündigungsfrist hatte, habe ich noch brav bis Frühling diesen Jahres jeden Monat meine Grundgebühr gezahlt. Das Handy aber nicht mehr genutzt.

Gestern Abend habe ich dann Post von BFS risk & collection GmbH erhalten. Das ist ein Inkassounternehmen, die im Auftrag von O2 arbeiten. Sie haben mir mitgeteilt, daß O2 mir fristlos den Vertrag kündigt (dabei ist der Vertrag schon seit 1 1/2 Jahren von mir gekündigt) und ich aufgefordert werde bis Freitag (also übermorgen) knapp 200 Euro zu bezahlen (100 Euro für offene Forderungen und 100 für das Inkassounternehmen) Die offenen Forderungen würden sich aus Rechnungen ergeben, die von Juni - Oktober nicht bezahlt worden. Diese Rechnungen habe ich aber nie gesehen. Schließlich war ich im Juni diesen Jahres auch kein O2 Kunde mehr.

Ich habe daraufhin heute Vormittag mit der Verbraucherzentrale telefoniert und die haben mir geraten, daß ich das Inkassounternehmen erstmal über meine Kündigung informiere, Ihnen die nötigen Unterlagen in Kopie (Kündigung, O2 Kündigungsbestätigung) zuschicke und sie auffordere die Forderungen zu erklären. Das habe ich auch heute per Einschreiben gemacht.

Habe jetzt trotzdem Sorgen wie das weitergeht. Hatte bislang noch nie mit solchen Leuten zutun.

Kann das Inkassounternehmen trotz meinem Einspruch und meiner vorliegenden Kündigung ein gerichtliches Mahnverfahren gegen mich einleiten?

Was passiert bei einem gerichtlichen Mahnverfahren eigentlich? Kommt dann sofort der Gerichtsvollzieher?
Darf der dann einfach was bei mir rausschleppen?

Und was mich ganz besonders interessiert, sollte ich die Forderung jetzt begleichen (auch wenn ich nicht weiß wofür, ich bin schließlich kein O2 Kunde mehr), gilt das dann wie ein Schuldeingeständnis? Und bekomme ich dann einen Eintrag in die Schufa?

Mich macht das gerade wirklich verrückt!

Würde mich freuen wenn Ihr mir helft!

Post vom Inkassobüro?

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21 Antworten
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#1
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

So schnell schießen die Preußen nicht ;)
Sollte das Inkassobüro wirklich das gerichtliche Mahnverfahren einleiten, dann würde vorab ein Mahnbescheid über das zuständige Mahngericht versendet, nach Ablauf von 14 Tagen kann der Gläubiger dann den Erlass des Vollstreckungsbescheides beantragen, der widerum an den Schuldner zugestellt wird.
Danach erhält der Gläubiger eine so genannte vollstreckbare Ausfertigung, mit der er einen Gerichtsvollzieher beauftragen kann.
Und der darf auch nicht vorbeikommen und die Wohnung leerräumen, wenn der Schuldner bereit ist, dieFordeurng zu begleichen.

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#2
 Von 
nk291176
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Naja, ok!

Aber genau genommen bin ich nicht bereit das Geld zu bezahlen. Denn erstens, wofür gibt es Kündigungfristen, wenn man danach trotzdem weiter zahlen darf? Und zweitens, wenn ich bezahle gilt das doch wie ein Schuldbekenntniss und dann bekomme ich einen Schufa Eintrag.

Dabei besteht zwischen O2 und mir doch gar kein Vertragsverhältnis mehr!

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#3
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 343x hilfreich)

ob letztlich noch zahlungsverpflichtungen deinerseits bestehen lässt sich über internet ohne deine kündigungsbestätigungund ohne den vertrag gesehen zu haben.

solange dich nur das inkassobüro nervt ist das eigentlich egal. sollte aber ein mahnbescheid kommen ist es an der zeit sich mit den unterlagen (deren originale du ja hoffentlich gut aufbewahrt hast) an einen anwalt zu wenden der - soweit er einen gerichtsprozess gewinnt - auch von der gegenseite bezahlt wird.

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#4
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Vielleicht legt das Inkassobüro auch die Hauptforderung offen, evtl. sind es noch verbrauchte Telefoneinheiten, die noch nciht verrechnet wurden.
Am besten mal abwarten.

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#5
 Von 
fdecker
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo nk291176,
Sehr geehrte Damen und Herren Anwälte und Interessenten,

ich kann Ihnen bereits verraten, wie es weitergehen wird:

Sie werden (wahrscheinlich auch) noch VOR Ablauf der vom Inkassobüro eingeräumten Zahlungsfrist ein Anwaltsschreiben von einem Herrn Andreas Schneider, Verl, erhalten, der dann plötzlich über 200,-- EUR von Ihnen inkl. Schadensersatz verlangen wird; eben drum meldet er sich schnell bei Ihnen... Angeblich soll diese Person auch an der BFS Risk & Collection beteiligt sein.

Dieser Herr Schneider ist in verschiedenen Internetforen bereits sehr bekannt und hat durch dieses Vorgehen bereits für viel "Aufsehen" gesorgt. Anscheinend schrecken diesen Abräumer auch keine Anzeigen von Einzelpersonen und Staatsanwaltschaften ab.

Auch mir wurde seitens dieses dubiosen Inkassobüros fristlos gekündigt, obwohl der Vertrag mit O2 am 1.7.dJ. auslief (schriftliche Kündigungsbestätigung liegt vor). Gleich darauf kam der Bettelbrief dieses Anwalts mit einer Schadensersatzforderung, die stets mit dem .
Diese Person bezieht sich in ihren Antworten stets auf ein Vertragsende 1 Jahr später. Die auch ihm vorliegende Kündigungsbestätigung seitens O2, dass der Vertrag bereits ausgelaufen ist, wird stets ignoriert.

Das Schlimme ist:
- Sie können ihm (sogar per Einschreiben Eigenhändig) schreiben wie Sie wollen,
- ihn darauf hinweisen, dass der Vertrag ausgelaufen ist,
- ihm die Kündigungskopie hinschicken (habe ich auch zu diesem Inkassobüro getan, ohne Wirkung)
- ihn auf Formmängel hinweisen (keine ausreichende Darlegung der Forderungen sowie fehlende Rechnungen und Mahnungen seitens seiner Mandantin O2, Fristüberschneidungen usw.)
- ihn zu einer für den Verbraucher hinreichenden Darlegung (Transparenz) der Forderungen auffordern
- und ihn sogar zur Unterlassung auffordern. (Erstmal) Egal, denn auf Ihre schriftlichen Hinweise, Widersprüche und deren Inhalte wird er niemals eingehen sondern immer wieder folgende ignorierende Antwortschreiben an Sie schicken (Eintreffen immer Freitags!... schönes Wochenende also!):

- Variante A) Leider habe ich auf mein letztes Schreiben keine Reaktion erhalten. Bitte zahlen SIe bis... Ansonsten wird das Verfahren gegen Sie eröffnet ... fortgesetzt usw. usf.
- Variante B) Offensichtlich sind Sie nicht in der Lage den Betrag auf einmal zu zahlen, daher biete ich Ihnen an, den Betrag in 3 Raten zu zahlen, blablabla

Vermutlich soll dieses Vorgehen - neben der Ausübung psychischen Drucks - auch gegen etwaige Verjährung vorbeugen(?) und den Preis in die Höhe schrauben bzw. die Forderungen rechtfertigen...

Deshalb meine Frage(n):
1) Kann ich einen Anwalt, von dem ich mich regelrecht belästigt fühle, zur Unterlassung der Kontaktaufnahme auffordern, an die er sich halten muss. Falls ja, wie und wo kann ich diesen Verstoß anzeigen?
2) Was kann ich alternativ gegen so einen Anwalt unternehmen? Und wie muss das geschehen? Wie sieht es z.B. mit Nötigung, Belästigung, versuchten Betruges bzw. Beihilfe aus?
3) Wie gestaltet sich eine Beschwerde bei der entspr. Anwaltskammer und wo bekomme ich heraus, welche für diesen zuständig ist?!
4) Ich sehe es überhaupt nicht ein, meinen Anwalt mit 150,- EUR Selbstbeteiligung zu bewegen, nur weil so ein ... meint, er müsste bei mir um Geld betteln. Kann ich wirksam Geldforderungen gegen diesen Menschen erheben. Schließlich nötigt er mich zur Zuwehrsetzung. Wie müsste diese Forderungserhebung aussehen und wie hoch darf diese sein? Immerhin verbringe ich nunmehr viele Stunden damit, Widersprüche zu verfassen, auf die nicht reagiert wird. Im Gegenteil: "Leider habe ich auf mein letztes Schreiben keine Reaktion erhalten..."...
5) Wie soll ich mich am besten Verhalten??!?

Meinen herzlichen Dank für Ihre Mühen und Antworten!!! Auch wäre ich sehr erfreut, wenn wir insgesamt hierzu in Kontakt bleiben könnten, um schnellstmöglich eine "Interessengemeinschaft" gegen diesen Abräumer bilden zu können.

F. Decker

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#6
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

So lange kein Mahnbescheid kommt, können weitere Schreiben des Herrn Schneider einfach ignoriert werden.
Erst bei einem Mahnbescheid muss Widerspruch eingelegt werden.
Sollte die Kanzlei Schneider (deren Bankverbindung übrigens mit der des Inkassobüros übereinstimmt; zumindest sollen Zahlungen nur an das Inkassobüro geleistet werden) dann Klage erheben, sollte man getrost einen Rechtsanwalt beauftragen. Die Kosten zahlt der Kläger. Allerdings nur, wenn Kündigung und Kündigungsbestätigung vorliegen. Im Zusammenhang mit einem derartigen Prozess könnte man sich beim Anwalt auch gleich mal über die Möglichkeiten einer eventuellen Beschwerde schlau machen.
Alternativ kann man auch bei frag-einen-anwalt (Link links) nachfragen.
Dort bekommt man meistens auch sehr hilfreiche Auskünfte und kann den Preis selbst festsetzen.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
fdecker
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Sie meinen einen Mahnbescheid vom Gericht, oder?

Angenommen, es bestünden (äußerst strittige ca. 10,- EUR) Restforderungen seitens seiner Mandantin. Jdeoch stürzt sich dieser Mann immer wieder auf den Schadensersatz.

Trotzdem genau so verfahren, wie beschrieben?

-----------------
"Herzlichen Dank und gruß
F. Decker"

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#8
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Ja, ich meinte einen Mahnbescheid vom Gericht.

Das mit den Restforderungen ist schwierig zu beantworten. Sofern die Forderung berechtigt ist und der Schuldner sich im Verzug befindet, muss er auch anfallende Verzugsschäden, wie Rechtsanwaltskosten tragen.
Wenn die Forderung dagegen unberechtigt ist und der Anwalt auf die Zahlung besteht, dann muss die Sache wohl von einem Gericht geklärt werden. Beweislast für die Berechtigung der Forderung liegt hier allerdings beim Kläger.

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#9
 Von 
kdw
Status:
Schüler
(246 Beiträge, 29x hilfreich)

He Mann bleib ruhig:
Selbst wenn ein Mahnbescheid kommt-das Gericht prüft diesen nicht-kannste immer noch widersprechen und das Spiel geht wieder von vorn los.Es ist allgemein bekannt das Anwälte mit ihren Abmahnungen und Forderungen die Leute drangsalieren-zum Glück sind das aber nur Ausnahmen-der überwiegende Teil der Anwälte sind seriöse Leute und werden aber durch solche Ar......cher in Verruf gebracht.Wichtig ist das man alles belegen kann und wenn man das kann sollte man diese Briefe ignorieren.Also keine Angst

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#10
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 343x hilfreich)

es gibt im grunde nur sehr wenig anwälte die im bereich des unseriösen inkasso arbeiten. andererseits muss bedacht werden, dass bei der derzeitigen zahlungsmoral auch unternehmen wie O2 und Quelle inkassopartner brauchen.

diese unternehmen bekommen aber nicht wie der kleine anwalt papierstapel mit rechnungen etc sondern per datentransfer die summe nebst forderungsgrund und versuchen diese dann einzutreiben - angesichts des geringen wertes ginge das aber auch nicht anders, da die gesetzliche vergütung augrund der zumeist geringen werte zu niedrig ist um in diesem bereich wirtschaftlich zu arbeiten.

das geht in den meisten fällen (wenn man mal von überzogenen mahn- und inkassogebühren absieht) auch gut - wenn es aber nicht gutgeht weil die forderung nicht berechtigt ist ergeben sich probelme - der juritische ansprechpartner hat nämlich überhaupt gar keine unterlagen (verträge, rechnungen etc) um zu überprüfen ob das was er fordert berechtigt ist - das nennt sich dann outsourcing und ist ein prima yuppie schlagwort.

was sich mir aber auch nicht recht erschließt ist warum dann klagen einreicht werden ohne sich einmal genau zu informieren, denn die entsprechenden büros verlieren ihre klagen reihenweise von teilweise bis ganz.

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#11
 Von 
kdw
Status:
Schüler
(246 Beiträge, 29x hilfreich)

Hallo luDa,
Ihre Informationen können nur teilweise stimmen,denn als ich damals mit einem Provider schriftlich korrespondierte und Aufklärung verlangte war die Antwort darauf beschränkt,das die Unterlagen beim Inkasso-Büro liegen würden und ich von dort weitere Infos erhalten werde.Hinsichtlich deutlicher höherer Zusatzkosten beim Inkasso haben die Verbraucherschützer bereits Schranken gesetzt die dann automatisch auch vor Gericht vom Gericht auf ein erträgliches Maß beschnitten werden sofern sie überhöht oder aus erkennbaren Gründen nicht nachvollziehbar sind.Ebenso verhält es sich ,wenn der Gläubiger abweichend vom Vertrag bestimmte Dinge einfordert die so vertraglich nicht vereinbart waren.

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#12
 Von 
Mosch
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)

Wenn ein vertragsverhältnis tatsächlich nicht vorliegt, dann besteht auch überhaupt kein Grund zur einforderung seitens eines inkassounternehmens. Sobald ein Mahnbescheid erfolgen sollte, so kannst du hinsichtlich mangelnden Vertragsverhältnisses widerspruch dem Grunde und der höhe nach einreichen. Einer Begründung bedarf es dabei zunächst nicht. Hilfsweise kannst Du im Falle des antrages auf das streitige Verfahren auch vortragen, dass Inkassokosten neben Rechtsanwaltsgebühren nicht gefordert werden dürfen.

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#13
 Von 
fdecker
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Zusammen,

nach erneuten Schreiben seitens des RA Andreas Schneider zwecks Zahlungsaufforderung in Raten, auf die ich nicht reagiert habe, erhalte ich heute folgendes Schreiben (wieder ein normaler Brief, kein Einschreiben o.ä.):

"in der vorgenannten Sache haben Sie das Ratenangebot leider nicht beachtet. Ich gebe Ihnen namens meiner Mandantin nunmehr Gelegenheit, statt des Gesamtbetrages von EUR 210,11 mindestens EUR 121,99 so zu überweisen, dass der Betrag bis 04.02.2005 auf dem oben genannten Konto eingeht.

Nur bei Einhaltung der Frist wird meine Mandantin auf den Rest verzichten.

Weitere Zugeständnisse erfolgen nicht. Bei fruchtlosem [... blablabla ...] Mahnbescheid über die Gesamtforderung zzgl. Kosten [...] beim Amtsgericht Hagen zu beantragen"

Dieser Herr Schneider fordert aufgrund mangelhafter Forderungsbasis, da ich den Vertrag ersatzweise ordentlich gekündigt hatte, was mir von O2 mi übrigen auch schriftlich bestätigt wurde, und der Vertrag somit am 01.07.2004 abgelaufen war, denn:

- In seinen Forderungen wurde Schadenseratz für den seitens "seines" Inkassobüros BSF risk collection - und nach ordentlichem Auslaufen - außerordentlich gekündigten Vertrages für die restliche Laufzeit geltend gemacht. Hier hatte ich mir mehrmals die Finger wundgetippt und ihm die schrfitliche Kündigungsbestätigung zukommen lassen. Wie zu ersehen, ohne jeglichen Erfolg.
- Etwaige restliche Forderungen für Grundgebühren o.ä. wurden nicht transparent bzw. eindeutig dargelegt, was ich in jedem meiner vorherigen Schreiben bemerkt und deshalb die Forderungen zurückgewiesen habe. Es erfolgte eine höchst oberflächliche Aufstellung aus der nicht ersichtlich war, wie sich was zusammensetzt. Auch die entsprechenden Belege fehlten. Natürlich wurde dort auch immer wieder auf diesem angeblichen Schadensersatz herumgepocht...
- Des weiteren wurden Formerfordernisse und Fristen seinerseits nicht eingehalten (z.B. fehlende Rechnungen und Mahnungen, sowie Anwaltsschreiben vor Fristablauf der vom Inkassobüro erstellten Rechnung).
- Ein restliches Gesprächsguthaben ist seitens O2 nicht mit den etwaigen Forderungen verrechnet worden.

Die restlichen Forderungen können sich höchstenfalls so um die 5-10 EUR belaufen. Jedoch kann ich dies nur schwer bzw. umfassend rekonstruieren, da mir ja auch die letzte Rechnung fehlt, die ich aber auch nicht weiter angefordert habe. Somit fordert der Anwalt urpsünglich 210,11 EUR, nun 121,99 EUR für urprünglich 5-10 EUR unverrechnete bzw. zweifelhafte Restforderungen seitens O2. Und ich stelle mich stur, weil die mir ans Bein ...

Natürlich werde ich keine 121,99 EUR zahlen!!!

Also nach wie vor die "Füße stillhalten"?! Ja, oder?

Gruß
F. Decker

-- Editiert von fdecker am 26.01.2005 16:07:44

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
fdecker
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Zusammen,

nun werde ich die 129,- EUR bzw. 210,- EUR nicht zahlen, da hier eine falsche Basis zugrundeliegt. Aber mich würde brennend interessieren, ob die unberechtigen Forderungen (z.B. Schadensersatz und darauf berechnet Anwaltskosten usw.) durch einen berechtigten Forderungsteil (höchst zweifehlhaft weil nicht verrechnet usw., aber wenn, dann ca. 5%) diesen Vorgang teilweise oder ganz ungültig machen?! Müsste der Anwalt die Sache neu "aufrollen", oder kommt er beim Amtsgericht nah meinem Widerspruch mit der geringen Teilforderung durch, ohne weitere Schritte einleiten zu müssen?

Ich sehe es überhaupt nicht ein, mit 150 Selbstbeteiligung einen Anwalt hinzuziehen zu sollen, für eine Forderung, die der Betragshöhe nach zu min. 95%, eher ganz unberechtigt, ist?
macht es Sinn, seine Mandantin O2, ebenfalls schriftlich darüber aufzuklären, dass hier ein Irrtum vorliegt? Und wenn ja, wie sollte so ein Brief aussehen? Oder ist stillschweigen auch nach letzten Beitrag die beste Vorgehensweise?

Vielen Dank für Ihre Antwort(en)

-----------------
"Herzlichen Dank und gruß
F. Decker"

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#15
 Von 
fdecker
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Schade, dieses Forum ist eindeutig tot!

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Steven271
Status:
Frischling
(35 Beiträge, 7x hilfreich)

Hallo, ich habe ein etwas ähnliches Problem mit Talkline. Ich habe im April 2004 ein Handy zugeschickt bekommen ohne das ich dieses je bestellt hätte. Jedenfalls habe ich das Paket original verpackt zurück gesendet. Irgenwann kam mal Post vom Inkasso das ich doch bittschön 120 € überweisen soll, das ganze für angefallene Gebrauchsspuren. Nunja es folgte ein hin und her und auch ein Angebot bzw. vergleich. Sämtliche erklärungen von mir halfen nichts, im Januar hat das Inkasso das ganze an einen Rechtsanwalt abgegeben und der hat 2 Wochen später einen Mahnbescheid erstellt. Im übrigen liegt der Fall seid Anfang an bei meinen Anwalt der sich auch darum kümmert, leider interessiert das niemanden. Schauen wir mal was nun kommt, meine rechtsschutzvers. zahlt und mein Anwalt freut sich.

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#17
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

sicherlich war doch jemand anwesend als du das Händy verpackt hast und kann den ordnungsgemäßen Zustand bestätigen. ?

gruß
thehellion

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
struessjer
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 5x hilfreich)

@ fdecker

Ich hatte ein ähnliches Problem mit diesem Inkassobüro auf Grund einer, meiner Meinung nach, unberechtigten Forderung von O2.
Die ganze Sache zog sich über ca. 1 1/2 Jahre, und endete im Januar diesen Jahres damit, daß das Inkassobüro die eingereichte Klage, nach widersprochenem Mahnbescheid, ohne Angabe von Gründen, vollumfänglich zurückgezogen hat. Ich habe mich hierbei von einem RA vertreten lassen, und konnte mir somit den Schreibkram sparen. Das Inkassobüro blieb also auf der Forderung sitzen, und muss zusätzlich die Kosten meines RA's zahlen :) .
Ich habe den Eindruck gewonnen, daß man bei dieser Fa. nur standhaft bleiben muß, wenn man sicher ist, daß die Forderungen unberechtigt sind.
Ich wünsche dir viel Erfolg!

-----------------
"Gruß struessjer (made in Cologne)"

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
fdecker
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

@struesser,

da hast Du wohl Recht und Glückwunsch für den Ausgang. Allerdings bliebe ich bei Einschaltung eines Rechtsanwaltes so oder so auf meinen 153,- Euro Selbstbeteiligung sitzen. Das sehe ich sowas von überhaupt nicht ein! Letztendlich wäre die Begleichung dieses "Erpressungsversuches" seitens dieses gegnerischen Anwaltes günstiger gekommen...

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 343x hilfreich)

@fdecker,
wenn die gegenseite in einem gerichtlichen verfahren unterliegt, muss sie die anwaltskosten ihres anwalts komplett tragen. weder müssen sie eine selbstbeteiligung aufbringen noch ihre rechtschutzversicherung etwas zahlen.

es bleibt ihnen nur zu raten auf schreiben nicht zu reagieren und sich sobald ein mahnbescheid kommt einen rechtsanwalt zu beauftragen dem die dann natürlich ihre unterlagen zur verfügung stellen müssen. sollte auf den widerspruch keine begrünung folgen bleiben sie unter Umständen auf den Kosten für den Widerspruch sitzen - diese betragen allerdings nur etwa 15 euro.

dieses gilt aber nur für die gesetzlichen gebühren und nicht für darüber hinausgehende gebührenvereinbarungen.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Drake_pdm
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo alle zusammen,

mit interesse habe ich die Forumeinträge gelesen. Ich fühle mich genauso ungerecht behandelt wie einige andere hier.
Ich habe jetzt folgendes Schreiben verfasst nun ist aber die Frage ob es bei den bezeichneten Herrn Schneider überhaupt was bringt. Ist dringend! Danke

-----------------------------------------------------

Abgabe der eidesstattlichen Versicherung


Sehr geehrte Damen und Herren,

lt. Schreiben vom 08.03.2005 werde ich von meiner zuständigen
Gerichtsvollzieherin Marion Schulz dazu aufgefordert meine Vermögensverhältnisse am 16.03.2005 darzulegen.

Ich streite mich schon seit einigen Jahren mit Ihrer Kanzlei über eine Forderung der O2 Germany GmbH von momentan 1413,66 Euro. Alle Versuche die Angelegenheit einvernehmlich zu klären sind gescheitert.

Ich möchte nun nochmal einmal detailliert auf den Verfahrensweg eingehen.

Mir wird vorgeworfen das ich im Alter von 16 oder 17 Jahren einen Vertrag mit der o.g. Telekommunikationsgesellschaft abgeschlossen habe. Aus diesem Vertrag sind Kosten entstanden die sich bis jetzt auf einen Betrag von 1413,66 Euro summiert haben.

Da ich diesen Vertrag nie persönlich abschließen hätte können hat meine bis dahin noch Erziehungsberechtigte Mutter, ********* lt. § 108 Abs. 1 BGB dem Vertrag widersprochen. Damals wurde mir bereits versichert das, dass Verfahren daraufhin eingestellt werden sollte. Das ebenbezeichnete Schreiben wurde auf Anraten der O2 Kundenbetreuung an die zuständige Stelle der O2 Germany GmbH übersandt.

Des Weiteren habe ich den Verlust meines Personalausweises Ihnen gegenüber angezeigt. Ich kann nur Vermuten das der Vertrag auf unlautere Weise durch andere Personen geschlossen wurde.
Wie das allerdings möglich ist obliegt nicht meiner Vorstellungskraft.

Nach einiger Zeit bekam ich dann ein Schreiben Ihrer Kanzlei das ich aufgefordert werde den bis dahin fälligen Betrag zu tilgen.


Ich habe mich daraufhin an Sie gewendet und die Situation nochmals geschildert darauf hin forderten sie eine Kopie, wie oben bereits erwähnt, meines Personalausweises. Die ich Ihnen dann auch übersandt habe.

Danach habe ich einige Zeit nichts mehr von Ihnen gehört und war in der Annahme das die Sache eingestellt sei.

Nun erhielt ich von Ihnen vor kurzem ein Schreiben indem Sie mich darum baten eine Anzeige bei meiner zuständigen Polizei zustellen. Auch dieses habe ich getan.
Leider hatte ich bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Gelegenheit bei meinem zuständigen Hauptkommisar Herrn Beyer vorzusprechen.
Eine Kopie der Anzeige sowie eine Bestätigung dieser mit Tagebuchnummer habe ich Ihnen per E-Mail übersandt.

Dann wieder lange nichts von Ihnen.

Und jetzt erhalte ich eine Einladung zur Abgabe der EV bei meiner Gerichtsvollzieherin Marion Schulz, weil Sie in der zwischen Zeit eine vollstreckbaren Titel beim Amtsgericht Hagen erwirkt haben. Selbst auf Telefonate
mit Kollegen von Ihnen waren fruchtlos. Mir wurde gesagt, nachdem Sie den titulierten Titel hatten: “Es tut mir leid Herr Kobow aber Sie hätten dem Mahn- und Vollstreckungsbescheid widersprechen müssen!”

Aber mal ehrlich hätte ich das mit meinen17 Jahren Wissen können?
Oder hätte ein Widerspruch etwas gebracht wenn ich ohnehin noch minderjährig
bin?

Was mich ebenfalls verwundert ist, dass ich einen Schufa vermerk aufgrund des titulierten Titels hatte. Auf Antrag meinerseits wurde dieser aber nach Absprache mit der BFS Risk & collection GmbH gelöscht.

Ich Frage mich also warum ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt die EV abgeben muss.

In der Anlage übersende ich Ihnen eine eidesstattliche Versicherung in der ich alles hier eben geschilderte nochmals darlege!

Ich bitte Sie den Antrag auf Zwangsvollstreckung zurück zu ziehen.

Insofern noch gegen mich Ansprüche geltend gemacht werden, werde ich vor meinem zuständigen Amtsgericht Klage einreichen. Auf antrag Ihrerseits werde ich ebenfalls gerne vor meinem Gericht vorsprechen.


Mit freundlichen Grüßen


Eine Kopie dieses Schreiben erhalten: GV’ in Marion Schulz, KOM Beyer, Rechtspfleger des Amstgerichts Potsdam sowie Ihre zuständige Anwaltskammer.

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