Inkassoforderung Bayerischer Inkasso Dienst

4. Juni 2018 Thema abonnieren
 Von 
Enachenn79
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)
Inkassoforderung Bayerischer Inkasso Dienst

Hallo,

Ich habe Post vom BID bekommen im Auftrag von 1&1 Mail&Media ( geht um GMX)) mit einer Gesamtforderung von 89,52 Euro.

Übergebene Forderung beläuft sich auf 24,54 Euro, GMX Promail Account.
Diese Forderung ist auch insofern unstrittig, hatte den Betrag zurück gebucht da ich Geld brauchte, 1-2 Mahnungen soweit so gut.

Meine Frage lautet jetzt, ob die Inkasso-Kosten aber nicht zu hoch sind.

Geschäftsgebühr: 54,00 Euro
Pauschale Post/Kommunikation : 10,80
Zinsen: 0,18 Euro

Hätte die 90 Euro jetzt auch einfach in 3 Raten bezahlt, aber für Ratenzahlungen wollen die dann nochmal extra 81 Euro, dann wär ich bei insgesamt fast 171 Euro.

Jetzt frag ich mich was ich denen schreiben soll, die Hauptforderung erkenn ich ja an, finde die Inkassokosten aber zu hoch.

Hoffe es jemand ein paar Tips für mich wie ich mit denen am besten umgehe.

mfg
Marc Schröder

Post vom Inkassobüro?

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5 Antworten
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#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Ich finde die auch zu hoch. Angemessen sind laut Verbraucherzentralen maximal 0,8 Gebühren. Das wären 36€ plus 7,20€ Auslagen. Manche sagen auch, es sei nur eine Gebühr für Schreiben einfacher Art erlaubt (18€ insgesamt).

Man könnte sich allerdings auch auf das aktuelle BGH-Urteil beziehen (vom 21.03.2018 - VIII ZR 17/17 ). Darin heißt es, dass keine Inkassogebühren erlaubt sind bei echtem oder unechtem Factoring. Das Inkasso kann ja durch eine vollständige Vertragskopie des zwischen 1&1 und dem Inkasso geschlossenen Vertrags beweisen, dass dieser Fall des BGH nicht vorliegt.

Ich persönlich würde also die 24,54€ plus 1,50€ für Briefpost und Zinsen und ggf. die Rücklastschriftgebühr (maximal 5€) bezahlen. Dann einen Brief schicken. ich würde das so formulieren: "Wertes Inkasso. Gemäß BGH vom 21.03.2018 - VIII ZR 17/17 sind Inkassogebühren nicht erlaubt. Es steht Ihnen frei, mir durch vollständige Kopie des zwischen Ihnen und 1&1 geschlossenen Vertrages, eines ausführlichen Tätigkeitsnachweises und einer Überweisungsbestätigung der Inkassogebühren (durch 1&1 an Sie) nachzuweisen, dass eine Rechtsdienstleistung erbracht wird und welchen Umfang diese hat. Bis zum Liefern des Nachweises gehe ich davon aus, dass die Behauptung, dass Sie eine Rechtsdienstleistung erbringen erfunden ist. Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich widersprechen. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien."

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

3x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Enachenn79
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,

Nochmals danke für die Antwort, konnte mich erst jetzt melden, da ich kurzfristig ins Krankenhaus musste.

Hatte denen jetzt nen ähnlichen Brief geschickt, wo ich erstmal ne Vollmacht forderte und die Höhe der Inkassokosten in Frage gestellt habe, hat die aber nicht sonderlich beeindruckt.

Da ich die Hauptforderung erst zum 29.6. begleichen kann, habe ich denen einen Vergleich angeboten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in ihrem Antwortschreiben vom 05.06.2018 sind Sie leider nicht auf mein Schreiben vom 04.06.2018 eingegangen.

Ihrem Schreiben liegt leider erneut keine Vollmacht bei und auch keine Erklärung vor, warum ihre Inkassokosten auf einem Satz von über 0,8 beruhen, obwohl meine Angelegenheit weder umfangreich noch schwierig ist.

Die Hauptforderung von 24,54 Euro bestreite ich nicht und werde ich zum 29.6.2018 überweisen.

Ich bin jedoch nicht bereit die Inkassokosten in dieser Höhe zu bezahlen, sondern biete ihnen hiermit einmalig und unter Vorbehalt an, 36,00 Euro (0,8 Gebühr ) + 7,20 Euro Auslagen zum 31.7 zu bezahlen.

Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich wiedersprechen und notfalls auch vor Gericht gehen.

Zudem möchte ich Sie darauf hinweisen, das ich ALG 2 Empfänger bin ( Bescheid kann notfalls nachgereicht werden) und sich dies aus gesundheitlichen Gründen auch nicht mehr ändern wird. Nächster Schritt der Reise wird dann die EU-Rente sein.
I
ch verfüge also über kein pfändungsfähiges Einkommen bzw. Vermögen, bei mir ist nichts zu holen.

mfg
Marc Schröder

Darauf hab ich aber auch noch keine Antwort und bin mal gespannt was als nächstes kommt.

Gruß
Marc Schröder

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Enachenn79
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,

So habe heute Antwort vom BID erhalten, gehen kein bisschen auf meine email und mein Angebot ein und verlangen ereut vollständige Zahlung von 89,61 Euro bis zum 26.6.

Ansonsten erfolgen gerichtliche Maßnahmen.

Jemand ne Idee wie ich weiter verfahren soll, sobald der Mahnbescheid da ist.

Wiedersprechen obwohl die Hauptforderung unstrittig ist bzw. bis zum Erhalt werde ich diese ja direkt an GMX überwiesen haben.

Oder nicht wiedersprechen und aussitzen, haben dann zwar einen Vollstreckungstitel und gegebenfalls Kontopfändung und EV aber bei mir ist ja wegen ALG2 nichts zu holen.

mfg
Marc Schröder

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Enachenn79
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)

--

-- Editiert von Enachenn79 am 21.06.2018 13:58

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Kannst du mir eine PM schicken mit deiner eMail-Adresse? Wir suchen für den Inkassowatch solche Fälle mit überzogenen Inkassogebühren. Bei ALG2-Empfängern steht zudem ein verein im Hintergrund, der die Anwaltskosten übernimmt.

-- Editiert von mepeisen am 21.06.2018 17:49

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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