Inkassoforderung aber Inkasso möchte keine Unterlagen senden

6. Dezember 2015 Thema abonnieren
 Von 
Zillomanie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 10x hilfreich)
Inkassoforderung aber Inkasso möchte keine Unterlagen senden

Hallo Gemeinde,

ich habe die lezten Jahre meine , nicht wenigen , Schulden begleichen können und meine Schufa bereinigt. So dachte ich.

Der letzte Posten in der Schufa war von einem Inkassounternehmen, die Forderung hatte ich dann aber über einen Anwalt abgelöst. Daraufhin wurde mit dem Erledigungsschreiben der Eintrag in der Schufa auf erledigt gesetzt.

Kurze Zeit später tauchte er wieder auf. Meine Anfrage bei der Schufa ergab das es eine andere Forderung wäre, als im Erledigungsschreiben stand und das Inkassounternehmen eine neue "Jahresmeldung" gemacht hat.

Da mir von dieser Forderung nichts bekannt war, habe ich das Inkassounternehmen angeschrieben und darum gebeten mir sämtliche Unterlagen zukommen zu lassen (Auflistung der Kosten, Hauptforderung, MB, VB, Nachweise über die Zustellung an meine Person).

Einige Wochen später erreichte mich ein Brief welche lediglich die "der Forderung zu Grunde liegenden Kontoauszüge" beinhaltete, mit der Bitte unverzüglich zu zahlen.

Da ich aber gerne erstmal Prüfen wollte ob das alles so korrekt ist habe ich erneut einen Brief aufgesetzt mit der BItte mir die gewünschten Unterlagen (als Kopie) zukommen zu lassen.

Gestern erhielt ich dann ein Schreiben in welchem stand: "wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Sie bereits am 06.08.2010 von uns über die Abtretung informiert wurden. Weitere Aufforderungsschreiben sind erfolglos geblieben. Aufgrund der Insolvenz der Auftraggeberin können wir Ihnen keine weiteren Unterlagen zur Verfügung stellen. Der Anspruch ist Ihnen bekannt. BItte zahlen Sie umgehend. Nach Ablauf der Frist werden wir das Verfahren fortsetzen."

Ich kann mich leider nicht erinnern am, 06.08.2010 informiert wurden zu sein, auch weitere Anschreiben sind mir nicht bekannt.
Das Unternehmen möchte das Verfahren fortsetzen,welches ja scheinbar 5 Jahre am Ruhen war und nur durch mein Anschreiben an dieses Unternehmen wieder anzufangen scheint.

Durch die Insolvenz der Auftraggeberin will das Inkassounternehmen also nichts mehr nachweisen können? Keinen MB, keinen VB, keine Abtretung, null Nachweise außer ein paar Kotoauszügen?

Ich war wirklich akribisch die letzten Jahren mit meinen Papieren und offenen Rechnungen. Diese Forderung ist mir nirgends untergekommen.

Was soll ich nun machen? Oder andersrum, wenn das Unternehmen ja scheinbarnichts hat, was wollen die dann machen?

Vielen Dank

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22 Antworten
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#1
 Von 
recki
Status:
Schüler
(212 Beiträge, 156x hilfreich)

Hallo,

wenn es (vor) 2010 war würde ich erst mal den lustigen Satz mit der Verjährung schreiben. Mal sehen was dann für eine Antwort kommt.

Gruß ré

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Zillomanie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 10x hilfreich)

Zitat (von recki):
Hallo,
wenn es (vor) 2010 war würde ich erst mal den lustigen Satz mit der Verjährung schreiben. Mal sehen was dann für eine Antwort kommt.
Gruß ré


Hallo recki,

Laut den übermittelten Kontoauszügen soll die Forderung im Jahr 2010 entstanden sein und wurde im August 10 an das Inkasso übertragen.

Mich belastet halt extrem das genau diese für mich nicht zu erkärende und scheinbar auch nicht wirklich nachzuweisende Forderung meine Schufa einschränkt.

Gruß

-- Editiert von Zillomanie am 06.12.2015 14:54

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16156x hilfreich)

Ich würde denen folgendes schreiben: "Wertes Inkasso. Ich habe keinerlei der besagten Schreiben erhalten. Aufgrund Ihrer Unfähigkeit, irgendeinen Nachweis über die Korrektheit der Forderung zu erbringen, werden Sie aufgefordert, binnen 7 tagen eine Löschung des Eintrags in der Schufa zu erklären. Des Weiteren werden Sie aufgefordert, die Erledigung der Forderung zu erklären. Bei Weigerung werde ich einen Anwalt hinzu ziehen und die Löschung in der Schufa gerichtlich erzwingen. Ich diskutiere nicht, ich gewähre keine Fristverlängerung. Des Weiteren teile ich Ihnen mit, dass ich von einem betrugsversuch ihrerseits ausgehe und diesen auch nach fruchtlosem Ablauf der Frist zur Anzeige bringen werde. Sie mögen dem Insolvenzverwalter ihrer Mandantin darüber informieren, dass er sich gerne mit Kopie der Unterlagen an mich wenden kann."
Das ist überdeutlich. Wenn sie keine Unterlagen haben, nicht mal den MB/VB, dann wurde da auch nichts abgetreten. Dann erzählen die Blödsinn. Außerdem wäre eine Bestätigung des Insolvenzverwalters erforderlich, wenn die Firma sowieso auch in Insolvenz gegangen ist, als sie das gekauft haben.

Parallel würde ich schon jetzt beim Aufsichtsgericht ein Bußgeld beantragen wegen vorsätzlichem verstoß gegen §11a RDG und wegen der Behauptung, dass sie trotz Abtretung absolut nichts vorlegen können, nicht einmal eine Kopie des VB. Das Gericht möge doch mal bei denen die Unterlagen einsehen und prüfen, ob die nicht komplett gelogen haben.

Meine Meinung: Wenn ein Inkasso keine Unterlagen vorlegen will, dann weiß es, dass etwas nicht in Ordnung ist oder sie haben tatsächlich keine. Dann sollte man solchen Inkassos auch das maximal mögliche an Ärger bereiten. Nur so lernt es die Branche.

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2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Zillomanie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 10x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Ich würde denen folgendes schreiben: "Wertes Inkasso. Ich habe keinerlei der besagten Schreiben erhalten. Aufgrund Ihrer Unfähigkeit, irgendeinen Nachweis über die Korrektheit der Forderung zu erbringen, werden Sie aufgefordert, binnen 7 tagen eine Löschung des Eintrags in der Schufa zu erklären. Des Weiteren werden Sie aufgefordert, die Erledigung der Forderung zu erklären. Bei Weigerung werde ich einen Anwalt hinzu ziehen und die Löschung in der Schufa gerichtlich erzwingen. Ich diskutiere nicht, ich gewähre keine Fristverlängerung. Des Weiteren teile ich Ihnen mit, dass ich von einem betrugsversuch ihrerseits ausgehe und diesen auch nach fruchtlosem Ablauf der Frist zur Anzeige bringen werde. Sie mögen dem Insolvenzverwalter ihrer Mandantin darüber informieren, dass er sich gerne mit Kopie der Unterlagen an mich wenden kann."
Das ist überdeutlich. Wenn sie keine Unterlagen haben, nicht mal den MB/VB, dann wurde da auch nichts abgetreten. Dann erzählen die Blödsinn. Außerdem wäre eine Bestätigung des Insolvenzverwalters erforderlich, wenn die Firma sowieso auch in Insolvenz gegangen ist, als sie das gekauft haben.
Parallel würde ich schon jetzt beim Aufsichtsgericht ein Bußgeld beantragen wegen vorsätzlichem verstoß gegen §11a RDG und wegen der Behauptung, dass sie trotz Abtretung absolut nichts vorlegen können, nicht einmal eine Kopie des VB. Das Gericht möge doch mal bei denen die Unterlagen einsehen und prüfen, ob die nicht komplett gelogen haben.
Meine Meinung: Wenn ein Inkasso keine Unterlagen vorlegen will, dann weiß es, dass etwas nicht in Ordnung ist oder sie haben tatsächlich keine. Dann sollte man solchen Inkassos auch das maximal mögliche an Ärger bereiten. Nur so lernt es die Branche.


Danke für deine umfangreiche Antwort. Ich gehe auch davon aus das man mich 5 Jahre nicht behellt hat, weil man nichts vorliegen hat gegen mich mit dem man arbeiten könnte.

Da ich leider genau zu dieser Zeit aber eben Schulden gemacht habe, würde ich nichtmal ausschließen das da vielleicht doch was berechtigtes vorliegt, aber mehr wie höflich um Unterlagen bitten kann ich ja nicht. Das habe ich getan.

Direkt mit der großen Kanone schießen möchte ich aber eigentlich nicht, dann finden die nen VB und ich habe schlechte Karten auf ne gütliche Einigung.

Ich werde deine Ratschläge einbauen in eine Frist zur Zusendung,letzmalig, des VB o.ä.

Muss mir ein Inkasso auf Nachfrage eine Kopie solcher Unterlagen zusenden???

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16156x hilfreich)

Hast du denn das Amtsgericht und das Aktenzeichen bekommen oder stand das in der Schufa?

Zitat:
Muss mir ein Inkasso auf Nachfrage eine Kopie solcher Unterlagen zusenden???

Lies mal besagten §11a RDG durch...

Das ist auch nicht unbedingt eine Kanone, die du abfeuern würdest. Gut, das mit der Strafanzeige kann man weglassen. Es gibt zwei Punkte:
1. Wenn die keine Unterlagen haben, haben sie auch keine vollstreckbare Ausfertigung des Titels. Dann können die dir aber auch nichts, keine Pfändung beauftragen, nichts.
2, Wenn die Ursprungsfirma auch seit Jahren in Insolvenz ist, wer sagt dann, dass die Abtretung überhaupt korrekt ist? Vielleicht haben die deshalb keine Unterlagen, weil der Insolvenzverwalter die Abtretung angefochten hat. Im schlimmsten Fall zahlst du ans Inkasso Geld und ein Jahr später meldet sich der IV und fordert dasselbe Geld nochmal.

Es ist also ganz grundsätzlich statthaft, sich in so einer Situation nicht auf das bloße Wort zu vertrauen.

Wenn sie einem erneuten überdeutlichen Brief hin immer noch nichts vorlegen, würde ich einen Anwalt mit negativer Feststellungsklage beauftragen. Ich würde das auch wie gesagt ankündigen, dass man einen Anwalt wegen Schufa und Co hinzu zieht, wenn sie das nicht einsehen.

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Zillomanie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 10x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Hast du denn das Amtsgericht und das Aktenzeichen bekommen oder stand das in der Schufa?
Zitat:Muss mir ein Inkasso auf Nachfrage eine Kopie solcher Unterlagen zusenden???
Lies mal besagten §11a RDG durch...
Das ist auch nicht unbedingt eine Kanone, die du abfeuern würdest. Gut, das mit der Strafanzeige kann man weglassen. Es gibt zwei Punkte:
1. Wenn die keine Unterlagen haben, haben sie auch keine vollstreckbare Ausfertigung des Titels. Dann können die dir aber auch nichts, keine Pfändung beauftragen, nichts.
2, Wenn die Ursprungsfirma auch seit Jahren in Insolvenz ist, wer sagt dann, dass die Abtretung überhaupt korrekt ist? Vielleicht haben die deshalb keine Unterlagen, weil der Insolvenzverwalter die Abtretung angefochten hat. Im schlimmsten Fall zahlst du ans Inkasso Geld und ein Jahr später meldet sich der IV und fordert dasselbe Geld nochmal.
Es ist also ganz grundsätzlich statthaft, sich in so einer Situation nicht auf das bloße Wort zu vertrauen.
Wenn sie einem erneuten überdeutlichen Brief hin immer noch nichts vorlegen, würde ich einen Anwalt mit negativer Feststellungsklage beauftragen. Ich würde das auch wie gesagt ankündigen, dass man einen Anwalt wegen Schufa und Co hinzu zieht, wenn sie das nicht einsehen.


In der Schufa steht nur eine Aktenzeichen vom besagtem Inkasso. Nichts mit Amtsgericht o.ä. Vom Inkasso habe ich wie gesagt nur ca. 15 Seiten Kontoauszüge bekommen.

Der Eintrag wurde auch erst in 01/13 in der Schufa eingetragen. 5 Monate später wurde er aktualisiert (- 1000 €) und im Juni 15 kam jetzt ein neuer EIntrag. Der Eintrag in der Schufa weist 3553€ aus. Die Forderung mir gegenüber beträgt 4801€.

Von einem Insolvernzverwalter habe ich auch nie was gehört. Das Unternehmen ist 2012 insolvent gegangen.

-- Editiert von Zillomanie am 06.12.2015 17:10

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16156x hilfreich)

Dann fordere nochmal mit Nachdruck die Unterlagen mit 7 Tage Frist und Ankündigung, dass du bei erneuter Weigerung einen Anwalt hinzu ziehst, der ohne weitere Vorwarnung per Gericht aktiv die Klärung sucht (einstweilige Verfügung gegen Schufa-Eintrag und negative Feststellungsklage). Sollte helfen und wenn es nicht hilft, nicht weiter rumdiskutieren, sondern direkt zu einem Anwalt würde ich sagen.

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2x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Zillomanie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 10x hilfreich)

So das Schreiben mit 7 Tage Frist geht morgen raus, Sollten die nun doch Unterlagen haben und schicken habe ich halt ne schlechte Verhandlungsposition, aber so ist das eben. Ich gebe Feddback.

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16156x hilfreich)

Zitat:
Sollten die nun doch Unterlagen haben und schicken habe ich halt ne schlechte Verhandlungsposition

Ja und nein. Der Großteil an Zinsen ist sowieso verjährt. Und dann muss man mal schauen, was sonst noch an Unfug auf den 15 Seiten steht. Was die wollen kriegen die sowieso nicht mal ansatzweise raus.

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1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Zillomanie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 10x hilfreich)

Also heute ist fristgerecht ein dicker Umschlag gekommen. ich dachte erst, oh Wahnsinn, die geforderten Papiere kommen.
Pustekuchen, ein noch größerer Kontoauszug. Mehr nicht. Nicht einmal die gewünschte geneue Aufrechnung was nun eigentlich Zinsen sind, Inkassogebühren, andere Kosten etc.Verbunden mit der Bitte mich bis Januar zwecks Rückzahlung zu melden.

Mit der Schufa hatte ich letzte Woche bereits Kontakt, die konnten ebenso nicht verstehen das man mir so gar nichts vorlegen kann/will und die nun beim Inkasso die Rechtmäsigkeit des Eintrages überprüfen (ob ich oft genug angemahnt wurde). Wie das genau abläuft weiß ich nicht.

Ich würde jetzt dem Inkasso mitteilen,die Forderung umgehend auszubuchen, den Schufa Eintrag umgehend zu löschen, sowie alle meine gespeicherten Daten zu vernichten/löschen. Ansonsten dann eben Anwalt und Beschwerde bei der Aufsicht.

So korrekt?

Danke und allen ein frohes Fest.

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1715 Beiträge, 689x hilfreich)

Die Schufa wird ein Sperrvermerk auf den Eintrag machen, der damit endet, dass die Forderung entweder unrechtmässig ist (und der Eintrag dann gelöscht wird) oder halt ggf. durch einen VB vollstreckbar ist.
Solange die Forderung bestritten ist/wird und keinerlei gerichtliche Klärung erfolgt, würde ich (nur zur Sicherheit) nochmals Kontakt mit der Schufa aufnehmen und mit bestätigen lassen, dass der Eintrag gesperrt ist.
Die Schufa wird vermutlich das IB auffordern entweder einen Titel oder einen anderen Nachweis zu stellen, aus dem eine Hemmung der Verjährung hervorgeht.

Der Vollständigkeit halber (und um mehr Druck aufzubauen) würde ich ergänzend dem IB mitteilen, dass Du die Schufa angeschrieben hast und dort ebenfalls nach einem legitimen Nachweis gefragt hast. Sollte diese der Schufa ebenfalls keinerlei nachweis zukommen lassen (können), wird eine Strafanzeige wegen (versuchten) Betrug ggf. Nötigung gestellt werden. Der obligatorische Beschwerdebrief an das Aufsichtsorgan des IBs sollte zeitnah rausgehen.

Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, geh zu deinem Amtsgericht vor Ort und frag einem Auszug aus dem Schuldnerregister (eigenes natürlich). Sofern irgendwann mal ein VB erlassen worden ist, wird der dort zu finden sein.

Das IB spielt gerne mit der Unwissenheit und Angst ihrer potentiellen Schuldner, egal ob die Forderung rechtens ist oder nicht. Denn diese verdienen Geld damit diese beizutreiben und nicht auszubuchen, weil bei denen was schief gelaufen ist.
Aber spätestens wenn die x. te Beschwerde eingegangen ist (beim AG) wird man sich doch etwas näher mit denen befassen und es kann sein, dass Teile oder die Ganze Zulassung verlieren.

-- Editiert von Albarion am 23.12.2015 02:03

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16156x hilfreich)

Da über die Feiertage sicher nichts mehr passiert und auch Anwälte vermutlich nahezu alle frei haben, kann man natürlich auch einfach mal bis Januar abwarten, ob beispielsweise nach der ersten Januarwoche sich nochmal etwas tut.

Ich würde dann aber, sofern dieser Titel immer noch nicht aufgetaucht ist, bereits zur Polizei und zum Aufsichtsgericht gehen. Chancen, das vorzulegen hatten sie ja genug und die "Ausrede", dass man den Titel und all das gar nicht zur Hand hätte, weil die Auftraggeberin in Insolvenz sei ist aus zwei Gründen bedenklich, die ich bereits benannt habe weiter oben.

Meine Vermutung: Völlig frei erfunden ist das nicht. Aber man hat keine Unterlagen, weil die Auftraggeberin in Insolvenz gegangen ist und der Insolvenzverwalter die Abtretung (die es gab oder auch nicht) widerrufen hat. Sprich: Man lügt sich etwas zusammen, damit man Geld kriegt, obwohl rein rechtlich nur der Insolvenzverwalter die Hand aufhalten darf.

Signatur:

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1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Zillomanie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 10x hilfreich)

Zitat (von Albarion):
Die Schufa wird ein Sperrvermerk auf den Eintrag machen, der damit endet, dass die Forderung entweder unrechtmässig ist (und der Eintrag dann gelöscht wird) oder halt ggf. durch einen VB vollstreckbar ist.
Solange die Forderung bestritten ist/wird und keinerlei gerichtliche Klärung erfolgt, würde ich (nur zur Sicherheit) nochmals Kontakt mit der Schufa aufnehmen und mit bestätigen lassen, dass der Eintrag gesperrt ist.
Die Schufa wird vermutlich das IB auffordern entweder einen Titel oder einen anderen Nachweis zu stellen, aus dem eine Hemmung der Verjährung hervorgeht.
Der Vollständigkeit halber (und um mehr Druck aufzubauen) würde ich ergänzend dem IB mitteilen, dass Du die Schufa angeschrieben hast und dort ebenfalls nach einem legitimen Nachweis gefragt hast. Sollte diese der Schufa ebenfalls keinerlei nachweis zukommen lassen (können), wird eine Strafanzeige wegen (versuchten) Betrug ggf. Nötigung gestellt werden. Der obligatorische Beschwerdebrief an das Aufsichtsorgan des IBs sollte zeitnah rausgehen.
Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, geh zu deinem Amtsgericht vor Ort und frag einem Auszug aus dem Schuldnerregister (eigenes natürlich). Sofern irgendwann mal ein VB erlassen worden ist, wird der dort zu finden sein.
Das IB spielt gerne mit der Unwissenheit und Angst ihrer potentiellen Schuldner, egal ob die Forderung rechtens ist oder nicht. Denn diese verdienen Geld damit diese beizutreiben und nicht auszubuchen, weil bei denen was schief gelaufen ist.
Aber spätestens wenn die x. te Beschwerde eingegangen ist (beim AG) wird man sich doch etwas näher mit denen befassen und es kann sein, dass Teile oder die Ganze Zulassung verlieren.
-- Editiert von Albarion am 23.12.2015 02:03
Zitat (von mepeisen):
Da über die Feiertage sicher nichts mehr passiert und auch Anwälte vermutlich nahezu alle frei haben, kann man natürlich auch einfach mal bis Januar abwarten, ob beispielsweise nach der ersten Januarwoche sich nochmal etwas tut.
Ich würde dann aber, sofern dieser Titel immer noch nicht aufgetaucht ist, bereits zur Polizei und zum Aufsichtsgericht gehen. Chancen, das vorzulegen hatten sie ja genug und die "Ausrede", dass man den Titel und all das gar nicht zur Hand hätte, weil die Auftraggeberin in Insolvenz sei ist aus zwei Gründen bedenklich, die ich bereits benannt habe weiter oben.
Meine Vermutung: Völlig frei erfunden ist das nicht. Aber man hat keine Unterlagen, weil die Auftraggeberin in Insolvenz gegangen ist und der Insolvenzverwalter die Abtretung (die es gab oder auch nicht) widerrufen hat. Sprich: Man lügt sich etwas zusammen, damit man Geld kriegt, obwohl rein rechtlich nur der Insolvenzverwalter die Hand aufhalten darf.


So gibt doch noch ein Updat vor Weihnachten. Ein überraschendes.

Online Schufa Check gemacht. Der Eintrag ist komplett verschwunden! Kein Merkmal, nichts. Einfach weg.
Laut Schufa sei ein Brief an mich unterwegs. Bin gespannt auf den Inhalt.

Nachdem mich dieser 1 Eintrag fast 4 Jahre in meiner Bonität blockiert hat (Score 10 %), und dieser dann wohl durchaus unrechtsmäßig war (offensichtlich kann man der Schufa ja auch nichts vorlegen), würde ich mir fast überlegen wollen, ob ich nicht irgendwie noch was Richtung Schadenersatz starten kann. Denn an Finanzierungen, Autoleasing etc, was ich durchaus beruflich gern gemacht hätte, war nicht zu denken.

Viele Grüße

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3155 Beiträge, 3146x hilfreich)

Zitat (von Zillomanie):
würde ich mir fast überlegen wollen, ob ich nicht irgendwie noch was Richtung Schadenersatz starten kann.

http://dejure.org/gesetze/BGB/824.html

Du musst den Schaden aber natürlich beziffern können.

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1715 Beiträge, 689x hilfreich)

Das freut mich zu hören, dass das geklappt hat. Das bedeutet im Ergebnis, dass das IB nicht in der Lage war, die Forderung zu belegen. Damit würde ich, wie mehrfach erwähnt, zur Polizei gehen und Strafanzeige erstatten, denn es stinkt hier nach illegaler Abzocke und was meinst Du, wie schnell Du Ruhe haben wirst.

1x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16156x hilfreich)

Zitat:
Du musst den Schaden aber natürlich beziffern können.

Und üblicherweise sind damit dann in erster Linie Anwaltskosten gemeint oder Gerichtskosten.
Oder nachweisbar (!) schlechtere Konditionen bei Krediten. Wobei das schon schwierig zu beweisen ist.

Einfach nur eine schlechte Bonität zu haben, ist für sich nicht messbar und stellt keinen Schaden dar. Zumindest bei Privatpersonen ;-)

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1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Zillomanie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 10x hilfreich)

Ich hatte mir in Luxemburg einen Kredit genommen für ein Kfz. Natürlich zu erheblich schlechteren Konditionen als es bei meiner Hausbank möglich gewesen wäre.

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3155 Beiträge, 3146x hilfreich)

Dann könnte es sich durchaus lohnen... aber ohne Anwalt wird da nichts gehen.

1x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16156x hilfreich)

Und vor allem nicht ohne genaueste Dokumentation, welche Konditionen man ohne negativen Schufa-Eintrag in Deutschland bekommen könnte.

Signatur:

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#20
 Von 
Zillomanie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 10x hilfreich)

Habe das Schufa Schreiben erhalten, darin steht:

"Aufgrund Ihrer Anmerkung und nach Rücksprache mit dem Vertragspartner haben wir uns entschlossen ,auch vor dem HIntergrund der uns insgesamt vorliegenden Informationen, die hier in Rede stehenden Daten zu löschen. Der Vertragspartner wurde über die Aktuialisierung informiert."

Ich werde dem Inkasso jetzt mitteilen das ich die Forderung nach wie vor zurückweise, ersatzweise werde ich auch die Einrede zur Verjährung machen, soll ja von 2010 sein, und fordere die Firma auf alle Daten zu meiner Person zu löschen. Weiter drohe ich an Beschwerde beim zuständigen Gericht , sowie beim Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen einzureichen. Sollte das ausreichen?

1x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16156x hilfreich)

Die Beschwerde beim BDIU ist ein Witz. Das ist genauso als würde man sich beim Papst über die Ehe beschweren. Bringt also nichts. Ich würde durchaus dem Inkasso schon mal ankündigen, dass man wegen dem Auskunftei-Eintrag finanzielle Schäden erlitten hat, die auch nachweisbar sind und dass man deswegen gerne auch via Anwalt prüfen will, ob einem da nicht Schadensersatz zusteht, da der Auskunftei-Eintrag nicht erlaubt war. Zudem würde man das ganze auch gerne der Staatsanwaltschaft übergeben, wenn sie sich weiterhin weigern, die Rechtmäßigkeit der Forderung nachzuweisen. Frist zur Stellungnahme würde ich noch setzen.

Also ruhig überdeutlich werden. Normalerweise fragt die Schufa ja das Inkasso dann, wie sie diesen Eintrag begründen. Vielleicht sollte man nicht zu viel rein interpretieren, aber vermutlich war das wirklich ein völlig absurder Falscheintrag. Die Wortwahl der Schufa ist etwas eigenartig finde ich.

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#22
 Von 
Zillomanie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 10x hilfreich)

Möchte nur kurzes Update geben.

Zitat (von Zillomanie):
Habe das Schufa Schreiben erhalten, darin steht:

Ich werde dem Inkasso jetzt mitteilen das ich die Forderung nach wie vor zurückweise, ersatzweise werde ich auch die Einrede zur Verjährung machen, soll ja von 2010 sein, und fordere die Firma auf alle Daten zu meiner Person zu löschen. Weiter drohe ich an Beschwerde beim zuständigen Gericht , sowie beim Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen einzureichen. Sollte das ausreichen?


Das habe ich am 05.01.16 gemacht. Keine weitere Reaktionen bis heute.

1x Hilfreiche Antwort

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