Inkassoforderung nach über 10 Jahren

16. Mai 2020 Thema abonnieren
 Von 
fb546696-57
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkassoforderung nach über 10 Jahren

Vorab ein schönes Wochenende :)

Diese Woche flatterte ein Brief vom Inkassounternehmen ins Haus mit einer Forderung über 955,88 €
Die eigentliche Forderung über 699,99€ stammt von einer Kontoauflösung vom 16.04.2010!

Im Brief steht ebenfalls das der Brief erst jetzt kommt da nun meine neue Adresse bekanntgeworden ist (hab in der Zwischenzeit 8 Jahre in Österreich gelebt und war auch dort gemeldet)

Anbei ist eine Kopie der Kontoschliessung von 2010 mit dem minussaldo weiter nichts.

Gedroht wird nun mit einem Mahnverfahren sollte ich mich bis zum 05.06. Weder gezahlt noch gemeldet haben.

Greift da der Einspruch auf Verjährung? Ich hab überhaupt keine Idee mehr was da vor 10 Jahren passiert ist.

Liebe Grüße,

Saskia

Post vom Inkassobüro?

Post vom Inkassobüro?

Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39594x hilfreich)

Zitat (von fb546696-57):
Greift da der Einspruch auf Verjährung?

Der könnte greifen.

Aber man sollte vorsichtig sein, denn die Verjährung kann hier bis zu 10 Jahre betragen.
Nicht das man da zu früh die Karte der Verjährung zieht und die Gegenseite dann schnell noch einen Mahnbescheid veranlasst.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
fb546696-57
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für diese info!
Wie kann sich da die Laufzeit auf 10 Jahre verlängern? Darüber finde ich leider nichts im Internet da es nichts mit einem Grundstück zu tun hat.

Wie gehe ich denn nun am besten vor?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

Das Konto ist dir bekannt und du weißt auch, dass es da einen Fehlbetrag damals gab?

Zitat:
Aber man sollte vorsichtig sein, denn die Verjährung kann hier bis zu 10 Jahre betragen.
Nicht das man da zu früh die Karte der Verjährung zieht und die Gegenseite dann schnell noch einen Mahnbescheid veranlasst.

Mir fällt ja nur ein Darlehen ein, wo das entsprechend verlängert wäre. Ein entsprechende Dispo könnte zwar ein Darlehen sein. Aber dazu müsste ja die Gegenseite erst mal insbesondere den Verzug beweisen. Wie soll das bei dieser Fallschilderung funktionieren?

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
fb546696-57
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe damals eine Ausbildung bei der Bank gemacht und dadurch ein Girokonto bei dieser, auch Gans es ein Konto von unserer wg welches auf alle mitglieder lief.
Ich war da 19, hatte keinen Kredit oder ähnliches, lediglich ein dispo aber keine Ahnung wie genau.
10 Jahre ist eine lange Zeit

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

Dann würde ich dem Inkasso schreiben, dass man doch bitte erst mal nachweisen möge, woher die Forderung stammt und eine Kopie des Vertrages vorlegen möge. Man würde sicherheitshalber aber schon mal darauf hinweisen, dass die Forderung verjährt ist und sie daher zurückweisen.

Aber nochmal abwarten, was Harry im Hinterkopf hatte.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39594x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Ein entsprechende Dispo könnte zwar ein Darlehen sein.

Ja genau das spuckte mir im Kopf herum.



Zitat (von mepeisen):
Wie soll das bei dieser Fallschilderung funktionieren?

Keine Ahnung was die noch so in der Schublade haben.

Meine Strategie wäre hier noch etwas Zeit zu schinden - geht mit den Inkassos ja recht gut.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

Wenn man das Zeit schinden aber als Verhandlung auslegt, kommt man damit nicht weit :-)

Einfach nichts tun, dazu dürfte es bis Ende des Jahres zu lang dauern. Daher bin ich für "dumm" stellen und schauen, ob sie es dann gut sein lassen.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
fb546696-57
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Mittlerweile kam eine Antwort, da der Brief angeblich nie zugestellt werden konnte würde die Verjährungsfrist wohl erst jetzt beginnen.
Wenn sie aber wirklich nun erst beginnt, können sie dann dennoch Zinsen für 10 Jahre verlangen?

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3448x hilfreich)

Ist denn inzwischen klar woher diese ursprüngliche Forderung kommt?

Zitat:
Die eigentliche Forderung über 699,99€ stammt von einer Kontoauflösung vom 16.04.2010!

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

Zitat:
Mittlerweile kam eine Antwort, da der Brief angeblich nie zugestellt werden konnte würde die Verjährungsfrist wohl erst jetzt beginnen.

Nö. Das ist inhaltlich Quatsch.

Ich würde zurückschreiben, dass die Forderung verjährt ist und fertig.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Jonathon
Status:
Praktikant
(853 Beiträge, 288x hilfreich)

Und noch den Satz, das man ja gerne klagen könnte, dann würde ein Richter denen erklären, wie das mit der Verjährung funktioniert.

Den Brief mit der Aussage der Verjährung gut aufbewahren.
Wer weiss wofür es noch gut sein könnte.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt: Keine Rechtsberatung. Es gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

Wichtig sind beide Briefe. Der eine, der klarstellt, dass die Kontoauflösung vor 10 Jahren war (Beginn der Verjährung) und der zweite, der klarstellt, dass dies jetzt der erste Brief gewesen sei, den man losgeschickt habe.

Ferner ggf. einen Beweis, dass man nie aktiv die Zustellung vereitelt hatte, also beispielsweise problemlos gemeldet war und es problemlos möglich gewesen war, die neue Adresse herauszufinden.

Denn so wird ein Schuh draus. Nicht dass die dann bei Gericht behaupten, das Konto sei überhaupt erst vor wenigen Wochen gekündigt worden o.ä.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
fb546696-57
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Briefe hab ich noch beide, und es steht im ersten auch deutlich drin das es der erste ist der von Ihnen kam.
Meldebescheinigungen hab ich soweit auch noch alle (halt alle aus dem Ausland )

Auch steht im Anhang der Bank das dass Konto mit sofortiger Wirkung 2010 gekündigt wird /wurde...

Vielen Dank für die Hilfe!

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 264.785 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.140 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen