Inkassogebühren - Dürfen die einfach so ohne vorherige Ankündigung vom Konto abbuchen?

1. August 2005 Thema abonnieren
 Von 
grübeline
Status:
Schüler
(187 Beiträge, 76x hilfreich)
Inkassogebühren - Dürfen die einfach so ohne vorherige Ankündigung vom Konto abbuchen?

Hallöchen,
Intergard AG hat mir heute zwei Briefe geschickt mit der Begleichung v. Forderungen. Ich habe am 01.07.05 einen Einkauf getätigt und mit EC bezahlt und auf der Rückseite des Beleges unterschrieben.
Leider überschnitten sich Abbuchungen v. dem Konto , so das die Lastschrift nicht eingelöst wurde wegen mangelnder Deckung(3EURO fehlten).

Ca. zwei Wochen später laß ich auf dem Kontoauszug, Intergard AG Lastschrifteinzug zur Vermeidung neuer Gebühren , Forderung wurde an Intergard abgetreten und der Betrag v.21,92+3EURO Bankgebühren+13,34 Bearbeitungsgebühren v. Intergard AG.
Da sich ab zu diesem Zeitpunkt keine ausreichende Deckung mehr auf dem Konto befand, ging diese Lastschrift auch zurück an das Inkasso.

Am 22.07.05 habe ich das Geld natürlich selbstverständlich an das Geschäft überwiesen. Die Forderung v.21,92 EURO also beglichen.
Die Inkassogebühren nicht. Da ich keine schriftliche Benachrichtigung über das Abtreten an das Inkassobüro noch einen Termin über das versuchen eines neuen Lastschrifteinzuges.

Jetzt habe ich zwei Briefe v. Intergard bekommen, wo ich die Gebühren Zahlen soll und nochmal eine Aufstellung der Gesamtkosten. Ich habe dann dort angerufen und gesagt das ich bereits gezahlt habe,da meinten sie nur, das sie erst am28.07.05 darüber informierten wurden und deshalb die Kosten nicht mehr rausgenommen werden konnten. Ich müssen also die beiden Forderungen zahlen.

Ist das richtig??? Ich habe ja die Forderung des Geschäftes beglichen. Dürfen die einfach so ohne vorherige Ankündigung vom Konto abbuchen?? Die müssen doch damit rechnen, das der Kunde vielleicht kein Geld drauf hat und somit die Kosten zurück gehen.
Zu erwähnen wäre noch, das das Konto auf meinen 10jährigen Sohn läuft und ich die alleinige Bevollmächtigte bin. Wir hatten für ihn etwas eingekauft,darum zahlte ich mit dieser Karte.

Bitte helft mir und sagt mir wie ich mich verhalten soll.

Danke, Grübeline

Post vom Inkassobüro?

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Dürfen Sie nicht !
Es sei denn Du hast Dieser Inkassofirma
eine Einzugsermächtigung unterschrieben.
Hat die Inkassofirma Dir die Vollmacht gemäß §§ 174 , 410 BGB vorgelegt ?

Ich würde an Deiner Stelle keine Gespräche mit besagter Firma mehr führen !

Nach den traditionellen 2 bis 3 Mahnbriefen dürfte die Sache ausgebucht werden.

In wie weit , oder ob ,sich hier mit der unerlaubten Abbuchung vom Konto der Auftraggeber bzw dessen Erfüllungsgehilfe
strafbar gemacht hat würde ich von von anderer Stelle prüfen lassen !

gruß
thehellion

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#2
 Von 
grübeline
Status:
Schüler
(187 Beiträge, 76x hilfreich)

Die Dame meinte nur zu mir, ich hätte ja auf der Rückseite des Beleges(EC Beleg) unterschrieben und darauf steht wohl , das es im Falle einer Nichteinlösung es zur Abtretung an ein Inkassounternehmen kommen würde.

Die wollen mir diesen Beleg sogar zu schicken.

Ich habe keine Vollmacht von der Inkassofirma erhalten!!! Nichts.

An wenn sollte ich mich da wenden, wegen der eventuell unerlaubten Abuchung v. Konto!?

Danke, Claudia :(

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#3
 Von 
grübeline
Status:
Schüler
(187 Beiträge, 76x hilfreich)

Hallo nochmal,
habe heute diesen Brief mit dem Beleg erhalten. Da steht folgendes drauf.
Auf der Vorderseite der Betrag und sämtliche Daten für den Ec Lastschrift-Einzugsvertrag. Soweit alles ok. Unter dem Betrag steht folgender Text:
Ich ermächtige hiermit o.g. Unternehmen also das Geschäft,den angegebenen Betrag von meinem genannten Konto durch Lastschrift einzuziehen. Für den Fall der Nichteinlösung weise ich meine Bank unwiderruflich an , dem Unternehmen, Intergard oder einem Dritten auf Anforderung meinen Namen und meine Adresse vollständig mitzuteilen.
Und das habe ich unterschrieben.
Auf der Rückseite des Beleges steht folgendes:
Hiermit ermächtige ich das umseitig bezeichnete Unternehmen bzw.die von ihm beauftragte Intergard den umseitigen Betrag von meinem dort genannten Konto durch Lastschrift einzuziehen.

Für den Fall der Nichteinlösung der Lastschrift stimme ich bereits jetzt zu, dass mein Geldinstitut dem Unternehmen bzw. Intergard auf Anforderung meinen Namen und meine Anschrift vollständig mitteilt.

Ich willige ein, dass die umseitigen Daten an die Intergard zum Zweck der Lastschriftbearbeitung übermittelt und dort bis zur Erledigung der Forderung gespeichert werden.

Dann kommt eine lange Zeile , wo darunter steht Unterschrift des Karteninhabers. Und dort habe ich überhaupt nicht Unterschrieben !!!
Unterschrieben habe ich nur die Vorderseite.

Daraus ergeht für mich doch jetzt folgendes.
Dem Geschäft habe ich eine Einzugsermächtigung gegeben , aber nicht Intergard!! Das ist doch richtig. Oder? Denn ich habeja auf der Rückseite nicht unterschrieben.

Die haben mir nähmlich eine Frist gesetzt bis zum 8.8.2005 die Gebühren in Höhe v.19,54EURO zu zahlen.
Eine weitere außergerichtliche Zahlungsaufforderung wird nicht mehr erfolgen. So der Wortlaut in dem Schreiben.

Wie soll ich mich jetzt weiter Verhalten???

Soll ich das auf sich beruhen lassen ???

Bitte gebt mir eine Antwort!?

Danke, LG Claudia :-(

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#4
 Von 
nanet
Status:
Schüler
(334 Beiträge, 89x hilfreich)

Es wurde dem inkassounternehmen keine Einzugserlaubnis für den Betrag sowie deren gebühren gegeben gegeben !
Es ging nur um die weitergabe der anschrift
nicht um die abbuchungserlaubnis !!!
Da dürfte es wohl keine 2 Meinungen geben ?!

Die 19,54 würde ich nicht zahlen.
Es ist sehr sehr unwahrscheinlich das hier seitens der inkassofirma geklagt wird.

Ich würde hier wg diesem Fall Anzeige erstatten !


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#5
 Von 
Ex-Inkassomitarbeiter
Status:
Schüler
(160 Beiträge, 26x hilfreich)

----Auf der Vorderseite der Betrag und sämtliche Daten für den Ec Lastschrift-Einzugsvertrag. Soweit alles ok. Unter dem Betrag steht folgender Text:
Ich ermächtige hiermit o.g. Unternehmen also das Geschäft,den angegebenen Betrag von meinem genannten Konto durch Lastschrift einzuziehen. Für den Fall der Nichteinlösung weise ich meine Bank unwiderruflich an , dem Unternehmen, Intergard oder einem Dritten auf Anforderung meinen Namen und meine Adresse vollständig mitzuteilen.
Und das habe ich unterschrieben.
Auf der Rückseite des Beleges steht folgendes:
Hiermit ermächtige ich das umseitig bezeichnete Unternehmen bzw.die von ihm beauftragte Intergard den umseitigen Betrag von meinem dort genannten Konto durch Lastschrift einzuziehen.----

>Der Ablauf einer Zahlung mit EC-Karte wird normaler Weise wie folgt vollzogen:

Kassiererin tippt/scannt die Waren in die Kasse ein. Nimmt die EC-Karte und zieht/oder steckt sie durch ein Lesegerät.Die Kasse überprüft die Karte und wenn o.K. kommen zwei Papierstreifen aus der Kasse. Einer der Papierstreifen wird vom Kunden unterschrieben. Nach einem kurzen Blick(oder zumeist auch nicht) auf die Unterschrift auf der EC-Karte und dem unterschriebenen Papierstreifen, bekommt der Kunde den anderen Papierstreifen und die Kassiererin legt den unterschriebenen Streifen in die Kasse.

Warum ist dies wichtig?

Fraglich ist hier, ob Sie überhaupt rechtswirksam vor dem unterschreiben des Papierstreifen, Kenntnis von den Geschäftsbedingungen, die auf den Papierstreifen aufgedruckt sind, erlangt haben.


Wenn der Zahlungsvorgang, mit dem herausziehen der EC-Karte aus dem Lesegerät gebucht ist, hatten Sie nicht die Moglichkeit, vor dem unterschreiben Kenntnis von den Geschäftsbedingungen zu erhalten.

Mithin sind die Geschäftsbedingungen auf den Papierstreifen gem. 305 Abs.2 nichtig.



-- Editiert von Ex-Inkassomitarbeiter am 04.08.2005 21:46:23

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#6
 Von 
grübeline
Status:
Schüler
(187 Beiträge, 76x hilfreich)

Hallo Ex-Inkasso,

die Geschäftsbedingungen liegen nicht an der Kasse zum einsehen der Kunden aus. Auch eine andere Möglichkeit hat man nicht sich mit den Geschäftsbedingungen vertraut zu machen.

Ich werde auf keinen Fall zahlen.Im Gegenteil, werde mit meiner Anwältin mal über eine Anzeige sprechen, wegen unerlaubten zugriff des Kontos. Die haben sich ja Strafbar gemacht. Und so geht das ja nun wirklich nicht.

Danke für die Info.

Das hilft mir für die Zukunft auch weiter.

Gruß Grübeline:)


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#7
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 343x hilfreich)

ich wäre da mal nicht so sicher.

grundsätzlich muss ja erst einmal zwischen pos (mit pin) und poz (unterschrift) unterschieden werden.

pos:
die bank übernimmt durch eingabe der pin, bei entsprechender deckung zeitgleich die zahlung. rückbuchung mangels deckung ist also nicht möglich. agb kommen nicht zum tragen. es wird sofort gebucht.

poz:
abbuchung erfolgt erst durch vorlage der unterschriebenen belege (zumeist durch elektronische speicherung gestützt, wenn nicht unterschrieben wurde darf auch nicht abgebucht werden - folglich hat der kunde vor seiner unterschrift die möglichkeit die zahlungsbedingungen zur kenntnis zu nehmen und sich ggfs. dagegen zu entscheiden. auch dass auf einer bonrückseite zahlungsbedingungen vermerkt sind ist nciht ungewöhnliches.
´
allerdings beschränkt sich nach dem hier zitiertem die ermächtigung auf den laut rechnung zu zahlenden betrag, so daß die abbuchung von gebühren und auslagen unrechtmäßig sein dürfte.

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#8
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Man muß sich das mal vorstellen :
hier hat die inkassofirma gleich Ihre Provision mit abgebucht ;)

mich würde mal interesieren welche inkassofirma das war ?

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#9
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 343x hilfreich)

intercard - steht doch da (nur halt nicht mit G) - übrigens kein inkassounternehmen im klassischen sinne. mehr im ec rücklastschriften scoring aktiv und meines wissens nach auch nicht zum inkasso zugelassen, sondern haben erlaubnis nach dem kreditwesengewesetz.

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#10
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

luda
respekt
Du bist gut , falls ich mal bei "wer wird millionär" einen telefonjoker brauche werde
ich auf Dich zurückgreifen ;)

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
grübeline
Status:
Schüler
(187 Beiträge, 76x hilfreich)

Also auf dem Briefkopf von InterCard AG steht oben rechts , als Inkassounternehmen zugelassen.

Das ist alles ganz schön verwirrend Leute.
Jedenfalls werde ich die Gebühren ncht zahlen. Da sie von mir keine Einzugsermächtigung bekommen haben und sich ja letztentlich ja Strafbar gemacht oder nicht???

Danke für eure Ausführungen ihr lieben

Gruß Grübeline ;)

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#12
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 343x hilfreich)

@thehellion: lol, danke - aber da kommen immer so blöde fragen über fernsehserien und merwürdige tiefseelebewesen vor. da bin ich def. der falsche ansprechpartner.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Die 3 Euro Rücklastkosten würde ich aber mit überweisen.

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"<img src=http://www.my-smileys.de/smileys2/binnichtsignatur.gif></img>"

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