Jahresbeitrag Sportclub

12. März 2004 Thema abonnieren
 Von 
tomball
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Jahresbeitrag Sportclub

Ich bin Mitglied in einem kommerziellen Sportclub (Betreibergesllschaft) mit jährlicher Beitragszahlung. Ende Dezember 03 erhielt ich die Rechnung für 04, vergass zu zahlen, ging aber regelmäßig hin und bekam jetzt eine Zahlungsaufforderung von einem Anwaltsbüro über 1200 Euro und 100 Euro Anwaltsgebühren.

Abgesehen davon, dass die Form dieser Aufforderung in meinen Augen unmöglich ist, stelle ich mir die Frage, ob ein Sportclub ohne Mahnung mir derartige Kosten einfach so reinwürgen darf. Ein Anruf hätte schließlich gereicht, aber einfach so 100 Euro für nix? Schließlich bin ich denen oft genug über den Weg gelaufen, was sich unter anderem an den namentlich erfassten Restaurantkosten ablesen lässt.

Bei dem Beitrag handelt es sich m. E. nicht um einen Werkvertrag, sondern um ein Nutzungsrecht ähnlich einem Mietvertrag.

Würde mich über Hinweise sehr freuen, ansonsten scheitert es auch nicht an ein paar Euros für meinen Anwalt. Den müssten die doch dann wohl ggf. mitbezahlen, oder?

Feundlich grüßt Tom Ball

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8 Antworten
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#1
 Von 
Exekutor
Status:
Beginner
(101 Beiträge, 13x hilfreich)

Hi,

schon zweifelhaft, ob die EUR 100 schon als Verzugsschaden zu zahlen sind. Schließlich hätte es ja sein können, dass Sie die erste Rechnung gar nicht erhalten haben. Oder wurde die Ihnen per Einschreiben m. Rückschein zugestellt?
Es könnte daher sein, dass Sie durch das Anwaltsschreiben zum ersten Mal von der Forderung erfahren haben und nun prompt die EUR 1.200,- zahlen.

MfG
Exek.

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#2
 Von 
tomball
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Hi Praktikant,

die Rechnung hatte ich erhalten, man hat mir jetzt auch die Kopie einer Mahnung mit Kostenandrohung zugeschickt. Diese Mahnung habe ich allerdings nicht erhalten, und es handelte sich offensichtlich auch nicht um ein Einschreiben mit Rückschein oder dgl.

Meines Wissens ist es so, dass im Verbraucherbereich, sofern nicht bereits auf der Rechnung vermerkt, eine Mahnung mit Hinweis auf drohende Kosten tatsächlich zugehen muss, damit ich in Verzug bin, oder?

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" Freundlich grüßt Tom Ball"

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#3
 Von 
DerKölner
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo,

was Du auf jeden Fall tun solltest, ist den unstreitigen Teil der Forderung (1000€) bezahlen. Dann schreibst du dem Anwalt, eine Mahnung hättest Du nicht erhalten, wegen des fehlenden Verzuges seist Du daher nicht bereit, seine Kosten zu zahlen.

Dann warten wir ab was passiert :-)

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"Man kann nicht immer gewinnen, aber man muss es immer versuchen !"

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#4
 Von 
tomball
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

So habe ichs auch gemacht. Ich frage mich nur, ob nach den Änderungen im Schuldrecht (30 Tage) ich in Verzug bin oder nicht. In der Rechnung stand lediglich "zahlen sie bis zum 14. 1.04" Erst in der Kopie der Mahnung, die ich ja nicht erhalten habe, stand der Hinweis auf Verzug und weitere Folgen.

Bin ich als Verbraucher denn überhaupt in Verzug, ohne dass ich ausdrücklich auf die Folgen hingewiesen wurde?

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" Freundlich grüßt Tom Ball"

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#5
 Von 
DerKölner
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 3x hilfreich)

Ja, die Verzugsvorschriften gelten insoweit auch für Verbraucher. Man kommt erst 30 Tage NACH ERHALT EINER RECHNUNG ODER SONSTIGEN NACHVOLLZIEHBAREN ZAHLUNGSAUFFORDERUNG in Verzug.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies hier erfüllt ist. Oder ?

Gruß aus Köln S.

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"Man kann nicht immer gewinnen, aber man muss es immer versuchen !"

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#6
 Von 
tomball
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe eine Rechnung bekommen mit der Bitte um Zahlung bis zum 14. Januar. Das nächste was kam, war Post vom Anwalt im März. Bin ich damit wirklich in Verzug, so dass man direkt aus allen Rohren feuern kann?

Da ich zwischenzeitlich sowohl in der Gastronomie als auch im Mannschaftstraining aktiv war, finde ich es irgendwie treuwidrig, mir zusätzliche Kosten von 100 euros aufzubrummen.

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" Freundlich grüßt Tom Ball"

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#7
 Von 
olafbn
Status:
Schüler
(186 Beiträge, 37x hilfreich)

Ja, damit bist du in Verzug und der Forderungsinhaber kann auch einen Anwalt beauftragen, die Forderung einzutreiben.

Auf die Versendung einer Mahnung bzw. Zahlungserinnerung hast du in diesem Fall keinen Anspruch.

Man kann sich hier jetzt zwar darüber streiten, ob das die feine englische Art ist, oder nicht. Aber rein rechtlich betrachtet ist das nicht zu beanstanden.

Und: wenn du nach Versenden der Rechnung noch mehrmals im Club warst, könnte man ja auch meinen, dass irgendwo bei dir immer die Alarmglocke im Hinterkopf hätten läuten müssen ("da war doch was? da war doch was? die Rechnung!")

Wie war das noch mit den "Bringschulden?"

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#8
 Von 
tomball
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich denke auch, dass ich rechtlich gesehen, wenn es hart auf hart käme, an der Zahlung an den Anwalt möglicherweise nicht vorbeikomme. Aber irgendwie ist es schon treuwidrig, jemandem, der dort mehrfach wöchentlich rumspringt 100 Euros Zustzkosten aufs Auge zu drücken.

Da dieser Verein (Golf) aber davon lebt, auch sonstige Produkte - in der Gastronomie geben viele Mitglieder (auch ich) mehr aus als für den Sport, er veranstaltet Turniere, Shop - an die Mitglieder zu verkaufen, habe ich mal freundliche Konsumreduzierung angekündigt, falls der Anwalt weiter nervt. Nutzt zwar niemandem, ist aber gut fürs Ego ;-)

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" Freundlich grüßt Tom Ball"

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