Jobticket, Mahnung an alte Adresse

19. Dezember 2019 Thema abonnieren
 Von 
guest-12327.06.2022 17:31:50
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Jobticket, Mahnung an alte Adresse

Hallo,
ich bin in folgender Situation:
Ich habe ein Jobticket vom regionalen Verkehrsverbund. Für dieses werden jeden Monat etwa 40€ per Lastschriftverfahren von meinem Konto eingezogen. Vor einigen Monaten bin ich allerdings umgezogen und habe gleichzeitig auch mein Bankkonto gewechselt. Dabei habe ich es versäumt, dem Verkehrsverbund meine neue Anschrift und die neue Bankverbindung mitzuteilen. Gestern wurde ich in der Bahn nun kontrolliert und da hieß es, dass mein Ticket ungültig sei und die Kontrolleure haben es eingezogen. Angaben zum Grund konnten sie keine machen, dafür musste ich mich heute beim Verkehrsverbund melden. Auf dem Ticket steht kein Ablaufdatum und ich wüsste zumindest nicht, wie ich sonst die Gültigkeit prüfen sollte außerhalb einer Fahrkartenkontrolle.

Jetzt habe ich bei dem Verkehrsverbund angerufen und mir wurde mitgeteilt, dass bereits Mahnungen an meine alte Adresse versandt wurden, weil natürlich seit dem Kontowechsel das Ticket nicht mehr bezahlt wurde. Ich solle mich doch an das Inkasso-Unternehmen wenden. Erst wenn ich die geforderte Summe inklusive Mahngebühren und so weiter an das Inkasso-Unternehmen gezahlt haben würde, würde ich mein Jobticket wieder bekommen. Aber ich weiß ja nichtmal, um welche Summen es sich handelt, da ich nie eine Mahnung erhalten habe. Das Inkasso-Unternehmen konnte ich nicht erreichen, also habe ich eine Mail mit meiner aktuellen Anschrift an das Unternehmen geschickt. Erst danach habe ich etwas recherchiert.

Jetzt habe ich von ähnlichen Fällen (Mahnung an alte Adresse) gelesen und meistens wurde dazu geraten, die geschuldete Summe inklusive fälliger Mahngebühren ohne sonstige Angaben direkt an den Gläubiger, also bei mir den Verkehrsverbund, zu zahlen, jedoch nicht die Gebühren an das Inkasso-Unternehmen zu zahlen. Aber welche Summe soll ich überweisen, wenn ich nichts weiß, außer einer telefonischen Auskunft, dass ein paar Mahnungen schon geschickt wurden? Wenn ich jetzt das Geld für die letzen Monate zahle, bevor ich eine schriftliche Mahnung bekomme, muss ich dann noch mit weiteren Kosten rechnen? Wie sieht es dann aus mit meinem Jobticket, am Telefon wurde mir mitgeteilt, dass der Verkehrsverbund auf ein "OK" vom Inkasso-Unternehmen wartet und mir dann das Ticket zusendet. Wie muss ich reagieren, wenn der Verkehrsverbund weiterhin auf das Inkasso-Unternehmen verweißt? Mein Jobticket brauche ich ja schnellstmöglich wieder.

Danke für eure Unterstützung :)

Mit freundlichen Grüßen
Sam

-- Editiert von 123Sam am 19.12.2019 22:17

-- Editiert von 123Sam am 19.12.2019 22:39

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Hattest du einen Post-Nachsendeauftrag?

Signatur:

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#2
 Von 
guest-12327.06.2022 17:31:50
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein, den hatte leider nicht.

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#3
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7545 Beiträge, 1568x hilfreich)

Zitat:
Nein, den hatte leider nicht.


Tja dann wird es schwer.

Zitat:
Aber welche Summe soll ich überweisen, wenn ich nichts weiß, außer einer telefonischen Auskunft, dass ein paar Mahnungen schon geschickt wurden?


Lassen Sie sich vom Verkehrsverbund die Kontaktdaten des Inkassounternehmens geben. Zusätzlich sollte spätestens jetzt auch ein Nachsendeauftrag beantragt werden.

Beim Einwohnermeldeamt haben Sie sich ebenfalls umgemeldet?

-- Editiert von cirius32832 am 20.12.2019 09:20

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#4
 Von 
guest-12327.06.2022 17:31:50
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Beim Einwohnermeldeamt habe ich mich direkt umgemeldet. Dem Inkassounternehmen habe ich per Mail meine neue Anschrift bereits mitgeteilt. Die Mahnungen sind aber auch nicht bei der alten Adresse zugestellt worden, also müssten an den Absender zurückgegangen sein.

Also ist deine Empfehlung, erstmal noch nichts an den Verkehrsverbund zu zahlen? Und jetzt einfach warten, was vom Inkasso kommt?

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Ich würde den offenen Rechnungsbetrag schon mal direkt an den Verkehrsverbund überweisen und dann vom Verbund die Herausgabe der Jahreskarte verlangen. Insoweit also das Inkasso vorläufig ignorieren.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#6
 Von 
guest-12327.06.2022 17:31:50
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok danke, das werde ich dann erstmal machen und mich melden sobald es neue Infos gibt.

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#7
 Von 
guest-12327.06.2022 17:31:50
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Verkehrsverbund hat sich telefonisch bei mir gemeldet und gesagt, dass sie mir das Geld zurück überweisen, weil das alles über das Inkassounternehmen abgehandelt werden müsse. Beim Verkehrsverbund sei da kein offener Betrag und die können das Geld nicht annehmen. Richtig verstanden habe ich das nicht und am Telefon konnte ich auch nicht gut dagegen argumentieren.

Dürfen die das? Das Problem ist, dass jetzt erstmal wieder das Inkassounternehmen mir eine Mahnung schicken muss, die auch bei mir ankommt und dann werden da wahrscheinlich Gebühren mit drin sein, die Unfug sind und die ich auch nicht zahlen möchte, wenn sie nicht gerechtfertigt sind. Aber der Verkehrsverbund will mein Jobticket erst freigeben, wenn das Inkassounternehmen ihnen ein "Ok" meldet. Mit jedem weiteren Tag ohne Jobticket steigen aber meine Kosten wegen der Zugtickets, die ich jedesmal kaufen muss...

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#8
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32937 Beiträge, 5762x hilfreich)

Zitat (von 123Sam):
dass sie mir das Geld zurück überweisen,
Zitat (von 123Sam):
Dürfen die das?
Na, sicher.
Wie viel sollst du zahlen?

Eigene Versäumnisse bleiben meist bei einem selbst kleben...

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#9
 Von 
guest-12327.06.2022 17:31:50
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Gerade geht es um etwa 175€ für das Jobticket, aber da ich ja bis jetzt noch keine Mahnung bekommen habe, ist das einfach der Betrag, der über die letzten Monate theoretisch angefallen wäre.

Dass es ursprünglich mein Versäumnis war ist mir klar, aber ich habe ja jetzt eine Zahlung geleistet und dass die meine Zahlung nicht annehmen wollen und mir das Geld jetzt zurücküberweisen und ich auf das Inkassounternehmen warten soll erscheint mir etwas komisch. Weil in erster Linie schulde ich dem Verkehrsverbund das Geld und nicht dem Inkassounternehmen.

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#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Wenn sie die Geldannahme verweigern, dürfen sie dir die Folgekosten nicht auferlegen. Und wenn es ans Inkasso verkauft wurde, dürfen sie dir auch keine Gebühren berechnen. Soweit mal vorweg.

Ich würde das Geld dann einfach erneut überweisen und die Herausgabe der Jahreskarte verlangen. Ggf. müsste man das mittels Anwalt und Gericht erzwingen bzw. ich würde genau das androhen, dass man gerne per Gericht erzwingt, dass du die Jahreskarte bekommst und dass festgestellt wird, dass die Inkassokosten Unfug sind. Normalerweise lenken die dann auch irgendwann ein.

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