KSP Inkassoschreiben nach fast 20 Jahren und im Ausland lebend

5. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
Koalaman123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
KSP Inkassoschreiben nach fast 20 Jahren und im Ausland lebend

Hi,

Ich wohne seit nun mehr fast 11 Jahren im Ausland und habe aus dem nichts heute eine Email bekommen von KSP bekommen eine Forderung:

Zitat:


Forderung der Hanse CORE Factoring GmbH
Aktenzeichen: xxxxxx


Sehr geehrter Herr XXXX,

in obiger Forderungsangelegenheit hatten wir Sie zur Zahlung der offenen Forderung in Höhe von insgesamt EUR 1.300,00 aufgefordert.

Um die Angelegenheit nunmehr endgültig zum Abschluss zu bringen, bietet unsere Mandantin Ihnen einmalig einen erheblichen Nachlass auf die Gesamtforderung an.

Soweit Sie den Vergleichsbetrag in Höhe von EUR 925,00

bis zum

11.10.2023

auf nachfolgend benanntes Konto zahlen, findet die Angelegenheit hier ihren Abschluss.

Empfänger: KSP Rechtsanwälte
IBAN:
BIC:
Verwendungszweck:

Dieses Vergleichsangebot gilt ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage, nur zu obigem Aktenzeichen und nur bei Zahlung innerhalb der vorgenannten Frist.

Sollten Sie hierauf nicht eingehen, wird das vorstehende Angebot hinfällig und wir werden das Verfahren gegen Sie fortsetzen.

Wir erwarten daher Ihre fristgerechte Zahlung des mit diesem Schreiben angeforderten Betrages.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin XXXXXX

Dieses Schreiben wurde elektronisch versandt und trägt daher keine Unterschrift.


Ich habe mit 18 (2003 glaube ich) oder so eine Kreditkarte benutzt über den Betrag und jung und dumm nie zurückbezahlt und total vergessen weil ich seit 11 Jahren auch wieder im Ausland lebe (nicht EU) und bin seit Jahren aus DE abgemeldet.

Sicherlich ist die Sache nach fast 20 Jahren verjährt?

Wie sollte ich am besten drauf reagieren?

Vielen Dank für eure Hilfe!

-- Editiert von User am 5. Oktober 2023 02:01

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118507 Beiträge, 39580x hilfreich)

Zitat (von Koalaman123):
Sicherlich ist die Sache nach fast 20 Jahren verjährt?

Sicherlich nicht, dann es fehlt an der Einrede der Verjährung seitens des Schuldners.
Sollte es einen Titel geben, wäre die Verjährungsfrist 30 Jahre.



Zitat (von Koalaman123):
Wie sollte ich am besten drauf reagieren?

Erst mal versuchen herauszufinden, ob es einen Titel gibt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Koalaman123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Erst mal versuchen herauszufinden, ob es einen Titel gibt.


Danke für die Antwort. Und wie mache ich das am besten? Sollte ich sowas schreiben:

Zitat:
"Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom 01.10.2023 machen Sie eine Forderung gegen mich geltend. Ich bestreite die Forderung vollumfänglich und tätige hilfsweise die Einrede der Verjährung.

Da diese Forderung bereits verjährt ist, mache ich hiermit nach §214 Abs.1 BGB Gebrauch von der Einrede der Verjährung. Falls Sie nicht von einer Verjährung ausgehen, bitte ich um entsprechenden Nachweis.

Mit freundlichen Grüssen

... "


Sowas in der Richtung?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2367 Beiträge, 708x hilfreich)

Das ist doppelt gemoppelt. Der untere Absatz reicht aus.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118507 Beiträge, 39580x hilfreich)

Zitat (von Koalaman123):
bitte ich

Man sollte das ganze Gerichtsfest abfassen
– keine Bitten oder Wünsche, sondern klare Ansagen / Forderungen die auch rechtlich haltbar sind
– mit Zustellnachweis
– sofern Fristen ins Spiel kommen, sollten diese nach Datum sein und angemessen (in der Regel 14 Tage)


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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