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KSP Rechtsanwälte - PayPal-Forderung

31.5.2019 Thema abonnieren
 Von 
Anonymous4278
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
KSP Rechtsanwälte - PayPal-Forderung

Hallo zusammen,

es existieren zwar schon viele Beiträge zur oben genannten "Kanzlei", jedoch habe ich hier keinen aus der jüngsten Vergangenheit gefunden, weshalb ich gerne etwas Input zu meinem Fall hätte.
Es geht um folgende Forderung:

Die geltend gemachte Gesamtforderung setzt sich wie folgt zusammen:

Negativsaldo PayPal-Konto EUR 138,91
zzgl. Verzugsschadenspositionen (§§ 280 Abs. 1 , 2 i.V.m. 286 , 288 BGB )
Zinsen seit dem 19.05.2019 i.H.v. 5%-Punkten über dem Basiszinssatz EUR 0,06
Anwaltsgebühr EUR 58,50
Auslagenpauschale EUR 11,70
Gesamtforderung EUR 209,17

Der Negativsaldo von PayPal ist soweit berechtigt, weshalb ich der KSP nun auch die hier gelisteten 138,91 mit der Bitte um Weiterleitung an PayPal überwiesen habe. Nun ist es so, dass eine zuvor von der KSP an mich versendete E-Mail im Spamordner landete. In dieser E-Mail wurde lediglich die Forderung von PayPal, sprich ohne Anwaltsgebühr und Auslagenpauschale, verlangt. Nachdem ich diese E-Mail genau am Tag der Verstreichung der Frist gesehen habe, bat ich um einen Zahlungsaufschub, da ich die Frist so natürlich nicht einhalten konnte. Den Aufschub hat man mir gewährt, nur waren dieses mal insgesamt 209,17€ zu zahlen. Ich habe nun, wie gesagt, die Hauptforderung überwiesen und überall gelesen, dass man es auch dabei belassen sollte. Wie würdet Ihr hier vorgehen und was ist hier der Beste Weg? Das stinkt gewaltigt und ist mMn. absolut nicht gerechtfertigt. Danke für euren Input!

Viele Grüße

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22653 Beiträge, 14927x hilfreich)

Ich würde dem Inkasso noch schreiben, dass man deren Gebühren zurück weist. Als Begründung: Da sie sowieso keine Rechtsdienstleistung erbringen. Textvorschlag:

Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Ich bestreite, dass sie jemals eine Rechtsdienstleistung erbringen. Stattdessen handelt es sich bei Ihrer Tätigkeit um echtes/unechtes Factoring im Sinne des BGH, 21.03.2018 - VIII ZR 17/17 .
Es steht Ihnen frei, mir durch Vorlage des vollständigen mit Gläubiger geschlossenen Vertragswerkes, eines ausführlichen Tätigkeitsnachweises und eines Kontoauszuges, dass die Inkassokosten in meinem Fall vom Gläubiger bezahlt wurden, das Gegenteil nachzuweisen.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#2
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7022 Beiträge, 2508x hilfreich)

Ich kann aus Deinem Beitrag nicht erkennen ob bereits bei Einschaltung des RA Verzug eingetreten war, oder ob der Verzug erst durch die Email begründet wurde.

Zitat (von Anonymous4278):
da ich die Frist so natürlich nicht einhalten konnte.
Das ist Unfug.
Man hätte per Onlinebanking oder, falls das nicht eingerichtet ist, am Automaten überweisen können.

Zitat (von Anonymous4278):
Ich habe nun, wie gesagt, die Hauptforderung überwiesen und überall gelesen, dass man es auch dabei belassen sollte.

Dann belass es doch dabei und warte ab, was passiert. Entgegen einiger Aussagen im Internet und auch hier im Forum klagt Paypal sehr wohl unstrittige Forderungen ein.
Wie die Forderung entstanden ist ergibt sich aus Deinem Text nicht.

Berry

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#3
 Von 
Anonymous4278
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Ich würde dem Inkasso noch schreiben, dass man deren Gebühren zurück weist. Als Begründung: Da sie sowieso keine Rechtsdienstleistung erbringen. Textvorschlag:

Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Ich bestreite, dass sie jemals eine Rechtsdienstleistung erbringen. Stattdessen handelt es sich bei Ihrer Tätigkeit um echtes/unechtes Factoring im Sinne des BGH, 21.03.2018 - VIII ZR 17/17 .
Es steht Ihnen frei, mir durch Vorlage des vollständigen mit Gläubiger geschlossenen Vertragswerkes, eines ausführlichen Tätigkeitsnachweises und eines Kontoauszuges, dass die Inkassokosten in meinem Fall vom Gläubiger bezahlt wurden, das Gegenteil nachzuweisen.


Vielen Dank für deine Antwort. Sollte ich hier tatsächlich "Forderung" schreiben? Nicht vielleicht die einzelnen Posten, also Auslagenpauschale, Anwaltsgebühr & Zinsen nennen? Wichtig ist mir nur dass keine Einträge in der Schufa oder dergleichen stattfinden. Würdest du das jetzt, direkt nachdem ich also die Hauptforderung überwiesen habe, schreiben? Andernfalls würde ich auf deren nächste Mail warten, die ja sicher kommt sobald sie sehen, dass ich Ihre Geldmacherei nicht bezahlt habe. :augenroll:

Zitat (von Sir Berry):
Ich kann aus Deinem Beitrag nicht erkennen ob bereits bei Einschaltung des RA Verzug eingetreten war, oder ob der Verzug erst durch die Email begründet wurde.

Zitat (von Anonymous4278):
da ich die Frist so natürlich nicht einhalten konnte.
Das ist Unfug.
Man hätte per Onlinebanking oder, falls das nicht eingerichtet ist, am Automaten überweisen können.

Zitat (von Anonymous4278):
Ich habe nun, wie gesagt, die Hauptforderung überwiesen und überall gelesen, dass man es auch dabei belassen sollte.


Dann belass es doch dabei und warte ab, was passiert. Entgegen einiger Aussagen im Internet und auch hier im Forum klagt Paypal sehr wohl unstrittige Forderungen ein.
Wie die Forderung entstanden ist ergibt sich aus Deinem Text nicht.

Berry


Vielen Dank für deine Antwort. Wie gesagt, es ist eine berechtigte Forderung, da eine Überweisung nicht durch ging und Paypal den Betrag dann von meinem PayPal-Konto abgezogen hat. Dieses hatte nicht das entsprechende Guthaben, woraus sich der Negativsaldo ergeben hat. Ich habe die Hauptforderung ja auch schon mit der Bitte um Weiterleitung an KSP überwiesen, wie erwähnt.

Die Zahlung hätte bis zum 21.05 erfolgen sollen. Da es eine andere Bank war und die Überweisung meines Wissens nach nicht innerhalb von einem Werktag durch, deshalb habe ich der KSP eben per Mail geschrieben.

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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22653 Beiträge, 14927x hilfreich)

Ruhig das schreiben noch schicken.

@berry die hauptforderung ist längst bezahlt...

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#5
 Von 
Anonymous4278
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Ruhig das schreiben noch schicken.

@berry die hauptforderung ist längst bezahlt...

Dann werde ich das so machen. Vielen Dank! Könnten die mir so noch einen Eintrag in der Schufa oder dergleichen reindrücken? Das möchte ich natürlich vermeiden. Sollte ich das Schreiben schriftlich mit Unterschrift etc. oder per E-Mail rausschicken? Sorry, ich hatte bisher noch nicht mit solchen Themen zu tun und bin da etwas unbeholfen. :augenroll:

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#6
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22653 Beiträge, 14927x hilfreich)

Eigentlich ist der Weg in die Schufa durch deinen Widerspruch verbaut. Solange bis gerichtlich due Schuld festgestellt würde. Dass aber ksp jemals inkassokosten einklagt habe ich noch nie gehört. Das wichtige ist, dass die unstrittige hauptforderung und ggf. Nachvollziehbare Kosten wie rücklastschrift bezahlt sind.

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