Kann man als Privatperson eine Titelherausgabeklage tätigen ?

15. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
kirajo
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Kann man als Privatperson eine Titelherausgabeklage tätigen ?

Wenn ein Identitätsbetrug stattgefunden hat und der Schuldner zu Unrecht einen Titel/Schuldtitel bei einem Inkasso Unternehmen als Gläubiger-Vertreter hat, und eine Selbstanzeige bereits vorliegt von der Person, die den Identitätsbetrug getätigt hat, da der Identitätsbetrug im näheren Umfeld stattfand.

D.h. also der Schuldner hatte nie Kenntnis über die Forderung und konnte nie einem Vollstreckungsbescheid widersprechen. Die Selbstanzeige über den Identitätsbetrug steht dem Schuldner zur Verfügung.


1) Kann man diesen Titel dann heraus klagen als Privatperson? Oder braucht es dafür einen Anwalt?

2) Wie ist der Ablauf/Vorgehensweise des Ganzen?

3) Wie ist ca. die Dauer solch einer Titelherausgabeklage?

Post vom Inkassobüro?

Post vom Inkassobüro?

Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16532 Beiträge, 9305x hilfreich)

Zitat (von kirajo):
D.h. also der Schuldner hatte nie Kenntnis über die Forderung und konnte nie einem Vollstreckungsbescheid widersprechen.

Woher weiß der Schuldner denn von der Forderung und der Existenz des Titels? Und seit wann?

Wenn man von einem fehlerhaften Titel erfährt, kann man beim Gericht, dass den Titel erstellt hat, Wiedereinsetzung beantragen, mit der Folge, dass die Widerspruchsfristen wieder neu anfangen. Es kommt also darauf an, schnell und richtig zu reagieren.

Wenn man da unsicher ist: Anwalt beauftragen. (Es geht auch ohne, aber dafür muss man sich halt auskennen.)

Zitat (von kirajo):
Kann man diesen Titel dann heraus klagen
Nein, nicht erfolgreich. Der Weg ist anders - siehe oben.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120178 Beiträge, 39841x hilfreich)

Zitat (von kirajo):
D.h. also der Schuldner hatte nie Kenntnis über die Forderung und konnte nie einem Vollstreckungsbescheid widersprechen.

Das ist schon aufgrund der Zustellart extrem unglaubwürdig.
Bereits da wird man substantiiert vortragen müssen.



Zitat (von kirajo):
1) Kann man diesen Titel dann heraus klagen als Privatperson? Oder braucht es dafür einen Anwalt?

Wer weis wie es geht, kann das durchaus selber machen, sofern es vor dem Amtsgericht stattfindet.
Alle anderen sollten das nicht ohne Anwalt versuchen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 267.991 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
108.309 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen